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 PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin

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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 26 Feb 2015, 19:42

Wendy
Ty erwiderte mein Lächeln. Ich freute mich darüber, denn normalerweise lächelte er nicht so oft. Heute schien es etwas anders zu sein. Als ich dann das Grübchen auf seiner Wange bemerkte sowie seine weichen, geradezu zum Küssen einladende Lippen, wurde mir unwillkürlich wieder heiss. Mein Herz begann zu galoppieren, machte Sprünge in immer kleiner werdenden Abständen und schien mit jedem meiner Atemzüge zu wachsen. Und dann war da dieses Kribbeln und diese unglaublich angenehme Wärme in meinem Bauch. Mir wurde schwindelig - aber es nicht unangenehm, überhaupt nicht. Und in diesem Moment wollte ich nichts anderes, als Ty zu berühren, ihn zu spüren. Das Problem war nur, dass ich immer noch auf dem Sofa sass, und er auf dem Couchtisch gegenüber. Ausserdem war Jo immer noch da - auch wenn ich das im Moment immer wieder vergass. Ich war wirklich völlig hin und weg. Irgendwann - keine Ahnung, wie viel Zeit vergangen war - meldete sich Ty mit einem 'na gut' zu Wort. Dann forderte er mich auf, ihm nochmals den Weg zu meinen 'Gemächern' zu sagen, dann werde er mich dorthin tragen. Er sprach wieder wie vorher und nannte mich zum Schluss 'Mylady'. Erst, als meine Wangenknochen leicht zu schmerzen begannen, merkte ich, dass ich noch immer lächelte. Das Lächeln war gar nicht von meinem Gesicht verschwunden. Und ich wusste, dass allein Ty dafür verantwortlich war. Ty und sein unglaublich attraktives Lächeln... Oh Gott. Mittlerweile konnte ich mir ja selbst nicht mehr abkaufen, dass ich nicht in ihn verliebt war. Denn das war definitiv der Fall. Aber er war mein bester Freund! Durfte man für seinen besten Freund überhaupt solche Gefühle empfinden? Oder gab es ein ungeschriebenes Gesetz, dass man sich niemals, unter keinen Umständen, in seinen besten Freund verlieben durfte? Ich wusste es nicht. Und selbst wenn es verboten gewesen wäre - ich hätte nichts an meinen Gefühlen ändern können. Ty hatte mein Herz erobert - und das quasi im Sturm. Ich konnte mich nicht daran erinnern, gestern oder vorgestern dieselben Gefühle für ihn gehabt zu haben wie heute. Das war seltsam - aber wie gesagt, ändern konnte man nichts daran. Zum Glück riss mich Jo aus meinen Gedanken, als sie meinte, es sei kein Problem. Ich sollte mich wirklich ausruhen, fügte sie hinzu. Dazu lächelte sie. Ich erwiderte ihr Lächeln erleichtert. "Okay, da bin ich froh", antwortete ich. Natürlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass Jo etwas anderes sagen würde. Trotzdem - ich war erschöpft und kurz vor dem Einschlafen. Viel länger würde ich es wirklich nicht aushalten. Also wandte ich mich an Ty. Und erneut war ich fasziniert davon, wie attraktiv er war. Mühsam riss ich mich zusammen. "Mein Schlafzimmer ist im ersten Stock. Von der Treppe aus gesehen ist es die zweite Tür rechts", erklärte ich meinem besten Freund. Während ich sprach, legte ich die Decke zur Seite, die Ty vorher über mir ausgebreitet hatte. Dann sah ich zu ihm hoch. Jetzt würde er mich wohl gleich hochheben. Hoffentlich war ich ihm nicht zu schwer. Hoffentlich wäre es ihm nicht unangenehm, mich zu tragen. Hoffentlich würde er mich nicht fallen lassen. Okay, Letzteres konnte ich ausschliessen. Ty würde mich nicht fallen lassen - nie und nimmer.
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Delilah

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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 26 Feb 2015, 20:02

Ty

Mich überkam eine seltsame Vorfreude sie zu tragen und eine Nervosität sie zu berühren und sie in ihr Zimmer zu tragen. Hoffentlich merkte man es mir nicht allzu stark an, und hoffentlich schöpfte Jo keinen Verdacht das ich mich zu Wendy - besonders Heute - stark hingezogen fühlte. Wendy und Jo wechselten noch ein paar Worte, dann wandte sie sich wieder mir zu und beschrieb mir kurz denn Weg zu ihrem Zimmer. Dabei hatte sie schon die Decke beiseite gegeben und war aufgestanden. Nun war der Moment in dem ich sie hoch heben würde. Mein Herz wurde etwas schneller, und ich musste aufpassen nicht irgendwie komisch drauf zu reagieren. Ich legte meine Hände an ihren Körper und hob sie mit Leichtigkeit hoch. Wow...hier Körper war so warm und so...keine Ahnung...es fühlte sich auf jeden Fall verdammt gut an sie in den Armen zu haben. "Na dann mal los.", sagte ich und lächelte wieder etwas. Jo würde wohl nicht mit kommen, und das machte mich irgendwie nervös. Würde ich dem drang widerstehen können Wendy nahe zu sein? Oder würde ich nachgeben? Ich konnte es nicht sagen, aber ich würde es ohne hin gleich herausfinden. Ich trug sie die Treppe hoch und dann in ihr Zimmer. Junge...dieses Zimmer war beinahe ein Palast...Wow...Ich staunte etwas und trug sie zu ihrem Bett. Beinahe wäre ich rot geworden. "Da wären wir Madam", sagte ich charmant lächelnd und blickte zu ihr herab. Ich ließ sie zu Boden und blickte sie weiterhin an. Bei dem Gedanken das wir beide hier alleine waren, und Jo unten war und nichts von hier oben mitbekam, wurde mir heiß. Sie ist deine Beste Freundin! Reiß dich zusammen Ty!, wies ich mich zurecht.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 26 Feb 2015, 20:39

Wendy
Ich bemerkte überhaupt nichts von Tys Nervosität. Ich selbst war zu aufgeregt, um etwas anderes wahrnehmen zu können. Natürlich hatte Ty mich schon oft berührt. Zur Begrüssung umarmten wir uns oft. Wir kitzelten einander aus. Wenn wir durch eine Menschenmenge gingen, hielten wir uns an den Händen. Aber sich in seinen Armen zu befinden und den Boden nicht mehr unter den Füssen zu spüren, wäre noch einmal etwas ganz anderes. Eine ganz neue Erfahrung. Mein Herz klopfte noch schneller als sonst schon. Wie es wohl wäre, von ihm getragen zu werden? Würde ich die ganze Zeit Angst haben, dass er stolpern oder sonst irgendetwas passieren könnte? Würde ich mit Schuldgefühlen zu kämpfen haben, weil er mich tragen musste, da ich selbst kaum auf meinen eigenen Beinen stehen konnte? Ich wusste es nicht - aber ich würde es wohl bald herausfinden. Kaum waren diese Gedanken durch meinen Kopf geschossen, trat Ty zu mir. Sein vertrauter, angenehmer Geruch stieg mir in die Nase, nun, da er mir so nahe stand. Ich beobachtete aus dem Augenwinkel, wie er leicht in die Knie ging. Dann spürte ich, wie er einen Arm um meinen Rücken schlang, den anderen schob er unter meinen Knien durch. Im nächsten Augenblick wurde mir der Boden unter den Füssen weggerissen. Mühelos und schwungvoll hob Ty mich hoch und hatte sich schnell ausbalanciert. Okay, zu schwer war ich ihm anscheinend nicht. Und jetzt, wo ich mich erst einmal auf seinen Armen befand, vergass ich auch all meine anderen Bedenken. Ty würde mich nicht fallen lassen, davon war ich jetzt restlos überzeugt. Und ich fühlte mich unglaublich wohl in seinen Armen. Ich fühlte mich sicher, geborgen und beschützt. Es konnte mir nichts passieren, solange ich mich in Tys Armen befand. Und als diese Gefühle durch meinen Körper schossen, nahm meine Aufregung immer weiter ab, bis sie sich in Ruhe verwandelte. 'Na dann mal los', hörte ich Tys Stimme. Ich konnte gleichzeitig die Bewegungen seiner Brust an meiner Seite spüren. Es war ein sehr berauschendes Gefühl. Und vorbei war es mit der Ruhe. Trotzdem erwiderte ich Tys Lächeln - einfach, weil ich nicht anders konnte. Nun setzte sich Ty in Bewegung, und auch während er lief, fühlte ich mich absolut sicher auf seinen Armen. Schon nach ein paar Schritten schlang ich die Arme um seinen Hals. Bisher kannte ich das nur aus Filmen - aber es war ein tolles Gefühl, mich so an ihm festhalten zu können. Auch wenn es natürlich nicht nötig gewesen wäre. Aber dadurch, dass ich die Arme um seinen Hals schlang, waren wir uns nochmals näher. Zur Ruhe, die mich vorher überkommen hatte, gesellte sich eine seltsame Nervosität. Ich blickte verzaubert zu meinem besten Freund hoch, als er mich nun die Treppe hochtrug und danach in mein Zimmer brachte. Ich bemerkte sein Staunen, als er den Raum betrat, doch er liess es sich nicht gross anmerken. Schon nach einem kurzen Augenblick trug er mich zu meinem grossen, mit rot-weiss karierter Bettwäsche bezogenen Himmelbett hinüber. Er meinte, da wären wir, und nannte mich 'Madame'. Dazu lächelte er charmant - was mein Herz noch mehr zum Klopfen brachte. Es galoppierte förmlich und schlug heftig gegen meine Brust. Ich erwiderte sein Lächeln - wieder, weil ich einfach nicht anders konnte, aber auch, weil ich es wollte. Dann liess mich Ty vorsichtig auf den Boden herunter. Das Gefühl der Geborgenheit verschwand aus meinem Körper, aber in Tys Nähe fühlte ich mich weiterhin sicher. Er würde mich beschützen, das wusste ich. Nicht, dass er mich vor irgendjemandem beschützen musste - zum Glück nicht! Trotzdem, die Gewissheit zu haben, dass er es tun würde, tat gut. "Danke", murmelte ich schlicht und schenkte Ty noch ein Lächeln. Ich musste ihn einfach ständig anlächeln. Es war wie verhext. Unsere Blicke trafen sich, verwoben sich ineinander. Seine Augen... Sie waren unglaublich. Wunderschön. Schwindelerregend. Tatsächlich konnte ich irgendwann nicht mehr stehen. Meine Beine gaben unter mir nach. Ich liess mich auf mein Himmelbett sinken. Hoffentlich hatte Ty nichts von meinen Gefühlen bemerkt. Oder hoffte ich, dass genau das passierte? Ich war mir nicht so sicher. Langsam streifte ich mir nun den Cardigan von den Schultern. Darunter trug ich nur ein schlichtes Top in der Farbe meiner Augen. Dadurch kam die nackte Haut an meinen Schultern zum Vorschein. Dessen war ich mir bewusst, aber mir war so heiss, dass ich kaum einen klaren Gedanken fassen konnte. Nicht, wenn Ty mir so nahe war - und so nahe an meinem Bett stand. Ich blickte zu ihm hoch. Eine Strähne meines Haares fiel mir ins Gesicht, aber ich strich sie nicht zur Seite. Viel zu gefangen war ich von Tys wunderschönen Augen.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 26 Feb 2015, 20:57

Ty

Mir kam zwar der Gedanke das sie die Arme um meinen Hals geschlagen hatte um mir näher zu sein, aber ich verscheuchte die Gedanken schnell wieder. Sie hatte vermutlich nur etwas halt gebraucht...Irgendwie wollte ich aber doch das es anders war. Sie murmelte ein Danke und ließ sich nach kurzem zögern auf ihr Bett sinken. Dann steifte sie ihren Cardigan von ihren Schultern, ich konnte nicht anders als das ich meine Gedanken drauf konzentrieren musste. Gott wie gerne hätte ich jetzt über ihre nackte Haut an der Schulter berührt, sie rief förmlich nach mir und bat um eine - wenn auch nur leichte - Berührung. Reiß dich zusammen!, wies ich mich an. Ich hatte ja schon geahnt das ich mich nicht zurückhalten können würde wenn ich alleine mit ihr war. Die Strähne die ihr ins Gesicht fiel war meine Rettung, sie gab mir die Möglichkeit sie zu berühren ohne das ich mich groß verteidigen müsste. Heute hatte ich wohl Glück im Unglück... Ich kniete mich vor ihr hin um mit ihr auf Augenhöhe zu sein, ehe ich eine Hand hob und die Strähne sanft wieder zurück strich. Alleine diese Kleine Berührung die meine Finger mit ihrer Wange hatten reichte aus um mir ein kribbeln durch denn Körper zu jagen. Mein Blick fiel auf ihre Lippen, und ich musste etwas schlucken um sie nicht zu küssen. Diese Lippen...so wohl geformt...so weich aussehend...sie luden einen förmlich ein sie zu küssen...Ich musste mich aber zusammen reißen und mir in die Gedanken rufen dass das vor mir - dieses Wunderschöne Mädchen mit den Leuchtenden Augen - meine Beste Freundin war und sie wohl nicht so empfand wie ich. Ich hätte wohl etwas sagen sollen um den Moment zu beenden, aber er war zu schön als das ich wirklich wollte das er vorbei war... Seit wann fühlte ich mich eigentlich so stark von ihr angezogen? Es fühlte sich so an als sollte ich ihr nahe sein, jede Faser meines Körpers wollte ihr nahe sein..So ein Gefühl hatte ich wirklich noch nie...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 27 Feb 2015, 15:10

Juno
Mein Bruder war wortlos mit Wendy verschwunden. Und nun saß ich hier alleine in diesem riesigen Wohnzimmer auf dem Couchtisch. In einem fremden Haus. Ich verschränkte meine Finger und sah mich um. Es war wirklich groß. Sehr groß. Fast schon beängstigend. Natürlich hätte ich den beiden hinterher gehen könnten, aber ich hatte das Gefühl, dass sie Zeit zu zweit wollten. Ich hatte sogar das Gefühl, dass sie das brauchten. Vielleicht entstand wirklich etwas zwischen den beiden und dann wollte ich ihnen nicht im Weg stehen. Aber was sollte ich nun tun? Ich beschloss, die Küche zu suchen. Irgendjemand sollte die Blutflecken aufwischen. Und da ich sonst sowieso nichts zu tun hatte...ich hatte ja genug Zeit um alles zu suchen, was ich brauchte. Also stand ich vom Couchtisch auf und ging wieder in den Flur. Dort angekommen sah ich mich um. So, wo könnte die Küche sein? Ich ging weiter in das Haus hinein und sah abwechselnd von rechts nach links. Irgendwann entdeckte ich einen Raum, der nach einer Küche aussah. Ich ging darauf zu. Schon von hier konnte ich Blutspuren entdecken. Je näher ich kam, desto größer wurden sie. Als ich die Küche betreten hatte, weiteten sich meine Augen. Oh Gott, Wendy hatte wirklich viel Blut verloren! Ich vermutete, dass ihre Ohnmacht nicht nur daran gelegen haben musste, dass sie kein Blut sehen konnte. Sie war wahrscheinlich auch auf den großen Blutverlust zurückzuführen. Genau konnte ich das jedoch nicht sagen. Ich war schließlich keine Ärztin und ich hatte auch nicht vor, eine zu werden. Mit bedachten Schritten ging ich zur Spüle. Dort sah ich einen Spüllappen, mit dem Wendy zuvor wohl das Geschirr geputzt haben musste. Den könnte ich natürlich nehmen, aber ich hatte vor, einen neuen zu nehmen. Vielleicht würde ich auch etwas größeres finden. Oder noch besser: Einen Wischmop und andere Putzmittel, als Spülmittel. Als ich die Schranktüren unter der Spüle öffnete, fand ich nur letzteres. Ich schloss sie wieder und betrat erneut den Flur. Vielleicht hatten sie hier irgendwo einen Hauswirtschaftsraum, in dem sich die ganzen Utensilien befanden. Wieder ging ich die Türen durch. Und ich hatte Glück. Schon bei der ersten Türe, die ich öffnete, stand ich vor diversen Putzutensilien. Ein großer Besen, ein kleiner Kehrbesen, Kehrblech, Wischmop, diverse Eimer und Putzmittel. Ich nahm mir den Wischmop und einen Eimer heraus, sowie ein Fläschchen Putzmittel. Anschließend ging ich zurück in die Küche.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 27 Feb 2015, 17:27

Wendy
Langsam, aber sicher konnte ich es wirklich nicht mehr bestreiten: Ich war wirklich über beide Ohren in meinen besten Freund verliebt. Noch immer beschlichen mich Zweifel, ob ich solche Gefühle überhaupt haben durfte. Beste Freunde empfanden nicht so etwas füreinander. Obwohl ich aus unzähligen Büchern und Filmen erfahren hatte, dass man sich eben doch in seinen besten Freund verlieben konnte. Das Problem war nur, dass ich das bisher für ein 'Filmphänomen' gehalten hatte. Ich hatte nicht gedacht, dass das in der Realität auch passieren könnte. Dass mir das mit Ty passieren könnte - meinem besten Freund, und das schon seit Jahren - das hatte ich wahrlich nie gedacht. Und jetzt war genau dieser Fall eingetreten. Ich wusste nicht, wie ich mit meinen Gefühlen umgehen sollte. Wahrscheinlich sollte ich sie verbergen und versuchen, sie im Keim zu ersticken. Aber ich wusste auch, dass ich das nicht würde tun können. So etwas hatte ich noch nie für jemanden empfunden. Und deshalb konnte ich meine Gefühle auch nicht so einfach verstecken. Schon jetzt hatte ich Schwierigkeiten damit, mich zusammenzureissen. Ich spürte Tys Blick ganz genau auf mir, als ich den Cardigan von meinen Schultern streifte. Ich dachte mir nichts weiter dabei - immerhin hatte er mich schon oft in T-Shirts und Tops gesehen, das war also nichts Neues. Trotzdem wurde mir unter seinem Blick noch heisser. Nein, den Cardigan brauchte ich im Moment definitiv nicht, mir war warm genug. Mehr als genug. Irgendwann - ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren - liess Ty sich vor mir auf die Knie sinken. Ich folgte seiner Bewegung mit meinen Augen und bemerkte nun, dass er langsam eine Hand hob. Ich hielt den Atem an. Seine Hand näherte sich meinem Gesicht, Stück für Stück. Dann spürte ich, wie er mir die Haarsträhne, die mir ins Gesicht hing, zurückstrich. Dabei streiften seine Finger meine Wange. Obwohl seine Berührung nur sanft, ja, geradezu zärtlich gewesen war, begann mein Herz zu rasen. Schon längst konnte ich nicht mehr klar denken. Ich hatte alles um uns herum vergessen, sogar Jo, die unten wartete. Meine Gedanken kreisten nur um Ty. Unsere Augen hielten aneinander fest, bis er seinen Blick minim senkte. Er sah noch immer mich an, das wusste ich, und ich konnte seinen Blick auf meinen Lippen geradezu spüren, obwohl er mich nicht berührte. Ich sah noch immer in Tys Augen, die mir so vertraut waren, aber mich dennoch so faszinierten. Es war unglaublich. Das Kribbeln in meiner Bauchgegend nahm zu, und von meinem Innersten aus breitete sich ein warmes, ja, heisses Gefühl in meinem ganzen Körper aus. Die Hitze nahm mich ganz für sich ein. Und mit einem Mal wusste ich, dass ich meine Gefühle weder unterdrücken noch verbergen wollte. Ich würde das Risiko, enttäuscht zu werden, einfach eingehen. Ich hielt es nicht mehr aus, nichts zu tun. Also beugte ich mich ein winziges Stückchen nach vorne. Die Distanz zwischen uns schmolz, und obwohl ich ihn nicht berührte, spürte ich ihn. Es war wie Magie. Blitze schossen durch meinen Körper, aber es war nicht schmerzhaft. Im Gegenteil. Es fühlte sich unglaublich gut an. So etwas hatte ich definitiv noch nie erlebt. Gefühlt. Gespürt. Und kaum war da diese Erkenntnis in meinem Kopf, wollte ich mehr. Ich rückte noch ein kleines Stückchen näher an Ty heran. Sein vertrauter, angenehmer Geruch vernebelte mir die Sinne. Meine Augen konzentrierten sich ganz auf ihn. Für einen Moment senkte ich den Blick und betrachtete seine Lippen, bevor ich ihm wieder in die Augen sah und darin versank. Nein. Ich ertrank, sank immer tiefer und tiefer. Ich lehnte mich noch etwas nach vorne. Mittlerweile waren sich unsere Gesichter sehr nahe, und ich konnte seinen Atem auf meinen Wangen spüren. Es war ein berauschendes Gefühl. Und immer noch nicht hatte ich genug. Wie es wohl wäre..., schoss es mir durch den Kopf, während sich meine Lippen sinnlich ein wenig öffneten. Noch ein Stück lehnte ich mich vor. Doch es war ein Stück zu viel gewesen. Ich rutschte vom Bett herunter, verlor das Gleichgewicht und drohte, direkt neben Ty zu Boden zu stürzen. Mein Herz blieb stehen, als ich spürte, wie ich fiel. Wenn nicht ein Wunder passierte, würde das eine schmerzhafte Landung werden.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 27 Feb 2015, 17:51

Ty

Mein Blick ruhte weiter auf ihren Lippen, und der Wunsch sie zu küssen wurde stück für stück größer. Jetzt war es zwecklos es zu ignorieren, ich hatte offenbar Gefühle für mein Beste Freundin die ich nicht richtig verstand...was dachte ich denn da, von wegen Gefühle! Ich hatte mich über beide Ohren in meine Beste Freundin verschossen. Bei dem Gedanken das sie womöglich nicht das selbe fühlte bekam ich schon beinahe angst, aber gleich als nächstes schoss mir der Gedanken in denn Kopf wie es wäre wenn sie das doch tun würde. Würden wir ein Paar werden? Moment, Stopp! Ich wusste noch nicht mal ob sie das selbe fühlte und dachte schon darüber nach ob sie meine Feste Freundin sein würde. Aber dann, ganz plötzlich, suchte sie meine Nähe und rückte etwas nach vor. Mir stockte der Atem...fühlte sie etwa doch das selbe? Mir schossen Millionen Reaktionen darauf in den Kopf, aber ich war zu keiner Fähig. Sie kam noch ein Stück näher, ich spürte bereits ihre Wärme obwohl wir uns nicht mal berührten. Mir schoss ein wohliger Schauer über den Rücken. Ich könnte mich nicht daran erinnern das sie vor gerade mal einer Woche so ein Gefühl bei mir ausgelöst hatte. Was hatte sich verändert? Sicher, sie war immer schon so ein Mädchen das ich wohl unter Meine Traumfrau beschrieben hätte. Sie war einfach alles was man sich wünschte, und noch mehr. Aber dennoch war ich doch nicht in sie verliebt gewesen. Hatte ich erst jetzt richtig realisiert wie toll sie war? Nein, das wusste ich schon immer. Vielleicht war es die plötzliche nähe und Vertrautheit die mir meine Wahren Gefühle entlockte. Sie war noch ein Stück näher gekommen und nun konnte ich ihren Atem spüren, konnte sehen wie ihre Lippen - diese zum Küssen einladenden Lippen - sich ein wenig öffneten. Doch als sie noch ein Stück näher kam - und mir der Gedanke kam sie auf der Stelle zu küssen - rutschte sie vom Bett und drohte auf denn Boden zu stürzen. Ich riss mich aus meinen Träumereien und fing sie gerade noch so. Etwas geschockt zog ich sie näher an mich - die Handlung konnte ich nicht wirklich begründen - und legte meine Arme um ihren Köper. "Alles okay?", fragte ich. Ich klang wohl etwas geschockt und heißer zugleich. Sie zog solche Unfälle wirklich an wie ein Magnet... Was ich aber auch irgendwie niedlich fand...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 27 Feb 2015, 18:39

Juno
In der Küche angekommen, schlängelte ich mich erneut um die Blutflecken herum bis zur Spüle. Ich füllte den Eimer mit Wasser, gab Putzmittel hinein und stellte ihn auf den Boden. Anschließend tunkte ich den Wischmop hinein und begann den Boden zu putzen. Dabei fiel mir ein Messer auf, das auf dem Boden lag. Ich hob es auf und sah es an. Es hatte ebenfalls einen Blutschleier. Damit hatte sich Wendy wohl geschnitten. Vorsichtig legte ich es auf eine Ablage und wischte weiter den Boden. Meine beste Freundin hatte wirklich einiges an Blut verloren. Und ich hatte Mühe, das Blut restlos abzuwischen. Natürlich gelang es mir, ich musste nur stärker schrubben, als ich es eigentlich gewohnt war. Nachdem ich circa die Hälfte geschafft hatte, drückte ich den Wischmop über dem Eimer aus und goss dessen Inhalt anschließend in den Abfluss. Das Wasser darin hatte sich nämlich deutlich rot gefärbt. Und damit wollte ich nicht weiter wischen. Das würde nur einen rötlichen Schleier hinterlassen. Und ich wollte schließlich, dass der Boden sauber war. Also wiederholte ich den Vorgang erneut. Ich füllte den Eimer mit Wasser, gab Putzmittel hinein und setzte an der Stelle an, an der ich zuvor aufgehört hatte. Ich musste diesen Vorgang noch einmal wiederholen, ehe ich ein letztes mal mit sauberem Wasser über die komplette - inzwischen verschwundene - Spur wischte. Anschließend betrachtete ich mein 'Werk'. Ja, ich denke, damit konnte man zufrieden sein. Man sah kein Blut mehr und der Boden sah aus, als wäre nie etwas gewesen. Ich putzte meine Arbeitsmittel und stellte sie zurück in den Raum, aus dem ich sie zuvor geholt hatte. Dann ging ich zurück in die Küche, um auch das Messer abzuspülen. Nachdem ich auch dies erledigt hatte, lies ich mich seufzend auf einen Stuhl sinken. Ich kam mir plötzlich so alleine vor. Natürlich hätte ich jederzeit die Treppen hoch und in Wendy's Zimmer gehen können. Da würde ich bei ihr und meinem Bruder sein. Aber wie schon zuvor wollte ich sie nicht stören. Wahrscheinlich würden sie auch sagen, ich würde nicht stören, aber ich wusste, dass ich es dennoch tun würde. Da war ich mir wirklich sicher. Schließlich konnte selbst ich manche Gesten oder auch Verhalten deuten. Okay...ich war ziemlich schlecht darin. Aber ich glaubte, dass ich es manchmal dennoch hin bekam. Vor allem, bei Menschen, die ich gut kannte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 27 Feb 2015, 19:56

Wendy
Mein Herz setzte aus, mein Atem stockte. Bevor ich auf dem harten Boden aufkommen konnte, spürte ich auf einmal, wie sich zwei starke Arme unter meinen Körper schoben. Die Arme hielten meinen Oberkörper in der Luft, meine Füsse waren schon vorher fast auf dem Boden gewesen, weil ich auf dem Bett gesessen hatte. Seitlich hing ich nun in den Armen meines Retters. Ty. Natürlich. Während ich noch zu begreifen versuchte, was geschehen war, zog mein bester Freund mich näher zu sich. Im nächsten Moment schlang er die Arme um mich und hielt mich fest. Etwas überrascht liess ich es geschehen, während mein Herz, das zuvor für einen Schlag ausgesetzt hatte, wieder heftig anfing zu klopfen. Ja, Tys Reaktion überraschte mich wirklich. Wie gesagt, umarmten wir uns eigentlich immer zur Begrüssung, und auch hatte er mich schon oft aufgefangen, wenn ich wieder mal gestolpert war oder so. Aber danach hatte er... Er hatte mich nie an sich gezogen und mich so festgehalten, wie er es jetzt tat. Es war ungewohnt, aber es fühlte sich auch unglaublich... ja... Es fühlte sich unglaublich schön an. Wie zuvor, als er mich hochgehoben hatte, breitete sich wieder dieses Gefühl der Geborgenheit in mir aus. Am liebsten hätte ich einfach die Augen geschlossen und mich an ihn gelehnt, da hörte ich Ty. Er fragte, ob alles okay sei. Seine Stimme klang leicht geschockt - wahrscheinlich wegen meinem 'Beinahe-Sturz' -, aber sie klang auch heiser. Oh Gott. Unwillkürlich wurde mir wieder heiss. Und ihm jetzt so nahe zu sein, half auch nicht, dass sich daran wieder etwas änderte. Ich lehnte mich in seinen Armen etwas zurück, um ihn ansehen zu können. Seine Augen... Sie verzauberten mich einmal mehr, zogen mich in ihren Bann und liessen mich nicht mehr los. Mein Blick wurde magisch vom vertrauten, aber dennoch so faszinierenden Grün-Braun seiner Augen angezogen. Grün für Hoffnung, und Braun für Wärme. Eine sehr verführerische Kombination. Dazu kam, dass er mich so fest in den Armen hielt, dass ich mich absolut wohl und beschützt fühlte. Ich entspannte mich etwas. Ich spürte die Wärme, die von seinem Körper ausging, und nahm sie in mir auf. Kalt war mir schon lange nicht mehr. Nicht, seit Ty in meiner Nähe war. Oh Gott. Solche Gefühle waren verboten! Er war mein bester Freund, ich seine beste Freundin, und damit basta! Dennoch. Es gab da diese winzigen Momente, diese Augenblicke, in denen ich spürte, dass da irgendetwas zwischen uns war. Es knisterte... Wie ein zuverlässiges, beständiges Feuer knisterte es, aber es wirkte, als sei irgendwann in der letzten Zeit Öl in unser Feuer gekippt worden. Jetzt konnte ich es deutlich spüren. Da war etwas. Tys Blicke, seine Reaktion... Allein, dass er mich jetzt in seinen Armen hielt, musste doch etwas bedeuten! Oder etwa nicht? In meinem Kopf herrschte ein heilloses Durcheinander. Ich konnte so lange keinen klaren Gedanken fassen, bis ich beschloss, eine Entscheidung zu fällen. Und ich beschloss, das Risiko einzugehen. Das Schlimmste, was mir passieren konnte, war, dass Ty mich auslachte. Aber das war noch nie passiert. Ich war beruhigt. Mein Blick zuckte zu seinen Lippen. Seine wohlgeformten, weichen Lippen... Ich legte den Kopf etwas weiter in den Nacken zurück, lehnte noch immer in seinen Armen. "Mehr als okay", antwortete ich. Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, aber dennoch wusste ich, dass Ty mich verstanden hatte. Nahe genug war er mir dafür. Wieder spürte ich seinen Atem auf meinen Wangen, wodurch mir noch heisser wurde. Ein Wunder, dass ich nicht errötet war. Oder ich spürte es nicht, weil mir sowieso schon so heiss war. Nachdem ich gesprochen hatte, verlor ich mich wieder in Tys wunderschönen Augen. Ohne, dass ich es richtig bemerkte, lehnte ich mich etwas weiter nach vorne, sodass sich unsere Gesichter einander näherten. Und dann, als ich ihm wirklich so nahe war, dass ich nicht mehr denken konnte, öffneten sich meine Lippen wiederum ein bisschen. Es war eine unbeabsichtigte, unausgesprochene Einladung. Aber auch eine Einladung, von der ich mir wünschte, so sehr wünschte, dass Ty darauf einging.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 27 Feb 2015, 20:14

Ty

Sie war offenbar überrascht von meiner Reaktion, das wunderte mich nicht ich war es selbst ja auch. Ich hatte sie zwar schon oft gefangen, sie neigte wie gesagt zu solchen Unfällen, aber so an mich gezogen hatte ich sie noch nie. Ich hatte früher schon das Bedürfnis sie zu schützen, so wie Jo, aber etwas war anders es war bei ihr irgendwie...stärker geworden... Ich konnte mir das selbst nicht erklären, aber ich konnte auch nichts negatives daran sehen. Sie lehnte sich in meinen Armen etwas zurück und blickte mir in die Augen. Mir blieb fast die Luft weg, ihre Augen waren...so wunderschön und so vertraut...so wundervoll vertraut. Ich konnte die Spannung zwischen uns förmlich spüren, es war beinahe als wäre die Luft zwischen uns Elektrisch geladen. Sie legte denn Kopf etwas in denn Nacken und flüsterte das es mehr als okay sei, sie sprach es zwar sehr leise aus aber ich war ihr nahe genug um es dennoch zu hören. Dann - für mich völlig unerwartete - kam sie mir wieder näher, so nahe das ich ihren Atem wieder spüren konnte und sie vermutlich meinen. Ich merkte das sie mir so nahe war das nur wenige Zentimeter zwischen unseren Lippen waren. Ihre Lippen..., mein Blick fiel wieder auf sie. Da öffnete sie ihre Lippen wieder ein bisschen. Oh Gott...meine Gedanken waren völlig durcheinander. War das eine Einladung? Wolle sie von mir geküsst werden? Interpretierte ich zuviel hinein? War es wirklich nur mein Wunschdenken? Es gab nur eine Möglichkeit um eine Antwort auf diese Fragen zu bekommen, und zu meinem Glück war diese Möglichkeit genau das was ich tun wollte und ich nicht mehr verhindern konnte. Ich legte eine Hand sanft an ihre Wange, während die andere sie noch fest hielt. Jetzt oder nie... Meine Lippen kamen ihren näher und als ich ihre Weichen Lippen auf meinen spürte war es vorbei und ich konnte sie nur noch küssen. Meine Gedanken schalteten ab und meine Augen schlossen sich wie von allein, mein ganzer Verstand wollte sich einfach in diesen Kuss verlieren. Was machte ich denn da?! Das war meine Beste Freundin! Aber...es fühlte sich so gut und so...richtig an...Ach verdammt...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 28 Feb 2015, 18:27

Juno
Einige Minuten verstrichen, in denen ich einfach nur auf dem Stuhl in der Küche saß und ins Leere starrte. Ich wusste nicht, was ich nun tun sollte. Ich war in einem fremden Haus. Ganz alleine. Okay, nicht ganz alleine. Wendy und Ty waren oben. Aber sie waren oben und ich hier unten. Natürlich war es leicht für mich, einfach zu ihnen zu gehen. Doch ich wusste nicht, ob ich das wagen sollte. Aber was sollte ich auch sonst tun? Weiter hier unten rumsitzen und darauf hoffen, dass mich irgendjemand bemerkte? Dass sie irgendwann wieder an mich dachten und mich holen würden? Nein, so lange würde ich nicht warten. Ich stand auf, schob den Stuhl zurück an den Tisch und ging in den Flur. Dabei vergewisserte ich mich nochmals, dass ich keinen Blutstropfen übersehen hatte. Aber das hatte ich nicht. Ich war gründlich gewesen. Immerhin wollte ich meiner besten Freundin eine weitere Ohnmacht ersparen. Ich ging die Treppen hoch und sah mich um. Zum Glück hatte ich Wendy zuvor zugehört, als sie Ty erklärt hatte, wo sich ihr Zimmer befand. Von meinem Standpunkt aus, die zweite Tür rechts. Langsam ging ich darauf zu. Die Tür stand noch offen. Doch ich konnte keine Stimmen hören. Sprachen mein Bruder und meine beste Freundin etwa überhaupt nichts miteinander? Als ich in den Türrahmen trat, beantwortete sich mir die Frage von selbst. Mein Mund klappte auf, als ich meine beste Freundin in den Armen meines Bruders sah. Und sie küssten sich! Natürlich freute ich mich für sie, dass sie zueinander gefunden hatten, doch jetzt fühlte ich mich wirklich fehl am Platz. "I...ich geh' dann mal...heim.", murmelte ich leise und machte auf dem Absatz kehrt. Ich hoffte, sie hätten mich nicht bemerkt. Ich hatte sie wirklich nicht stören wollen! Wieso hatte ich auch nach nach oben gehen müssen? Aber ich konnte es ja nicht wissen. Ich sollte es mir nicht vorwerfen. So leise wie möglich ging ich die Treppen wieder hinunter und sah mich nochmal kurz um. Das Haus war wirklich riesig und ich kannte es kein bisschen. Okay...ein klein wenig vielleicht schon. Aber vielleicht würden wir in nächster Zeit ja öfter vorbei kommen können. Ich öffnete die Haustüre, ging hinaus und schloss sie wieder hinter mir. Anschließend überquerte ich die große Auffahrt bis zu meinem Wagen, der schief neben dem meines Bruders stand.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 28 Feb 2015, 19:39

Wendy
Ich hatte längst alles vergessen. Alles ausser Ty. Ich war nicht länger erschöpft. Meine Hand schmerzte nicht mehr. Und auch hatte ich vergessen, dass Jo irgendwo unten war und vermutlich darauf wartete, dass ihr Bruder wieder zurückkam. Ich verfing mich ganz in Tys Augen. Seine wunderschönen, so vertrauten und doch so faszinierenden Augen. Es war unglaublich, was sein blosser Blick mit mir anstellte. Mir wurde heiss, mein Herz schlug schneller und ich konnte mich auf nichts anderes mehr konzentrieren als auf Ty. Das änderte sich noch einmal, als sein Blick zu meinem Mund zuckte. Ich konnte ihm genau ansehen, in welchem Moment er erkannte, dass meine Lippen ein kleines Stück geöffnet waren. Und ab diesem Moment an war alles noch intensiver. Ich wurde zu einem Vulkan, so heiss war mir, mein Herz lief einen Marathon und ich war wie hypnotisiert von Ty. Als er langsam seine Hand hob und sie an meine Wange legte, schnappte ich nach Luft. Und als er sich dann auch noch etwas vorbeugte, blieb mir die Luft ganz weg. Atemlos beobachtete ich, wie unsere Gesichter sich immer weiter näherten. Ich schloss meine Augen, noch bevor unsere Lippen aufeinandertrafen. Dann spürte ich, wie Ty mich küsste - und meine Welt damit komplett auf den Kopf stellte. Hatte ich vorher noch einigermassen nachdenken können, herrschte in meinem Gehirn nun eine angenehme Sendepause. Ich nahm Ty mit jeder Faser meines Körpers überdeutlich wahr. Ich spürte seine warmen, weichen Lippen auf meinen. Ich spürte seine Hand, die an meiner Wange lag. Ich spürte seinen Arm, der um mich geschlungen war und mich festhielt. Sein vertrauter, frischer Geruch vernebelte mir die Sinne. Die Wärme seines Körpers liess meinen eigenen noch heisser werden. Noch nie hatte ich mich ansatzweise so lebendig gefühlt wie in diesem Moment. Dieser wunderbare Moment... Ich wollte, dass er nie nie nie mehr endete. Als Ty dann auch noch begann, mich intensiver zu küssen, war es vollkommen um mich geschehen. Wäre ich nicht bereits in ihn verliebt gewesen, wäre es in diesem Augenblick passiert. Tys Kuss war unendlich sanft, ja, zärtlich, und gleichzeitig löste er solch unglaubliche Gefühle in mir aus, dass meine ganze Welt sich komplett auf Ty konzentrierte. Neben uns hätte eine Bombe einschlagen können, ich hätte es nicht bemerkt, so sehr war ich von Tys Kuss eingenommen. Gerade, als ich begann, den Kuss zu erwidern, hörte ich auf einmal ein Geräusch. Ich zuckte zusammen und riss mich jäh von Ty los. Ich war komplett ausser Atem, fühlte mich wie benommen und wusste im ersten Moment nicht, was überhaupt passiert war. Dann fand ich mich in den Armen meines besten Freundes wieder. Meine Wangen wurden flammend heiss. Endlich erinnerte ich mich wieder daran, dass ich etwas gehört hatte. Es musste die Haustür gewesen sein, begriff ich. Obwohl alles in mir schrie, mich einfach wieder in Tys Arme zu kuscheln und ihn wieder zu küssen, befreite ich mich aus seiner Umarmung. Mühsam kam ich irgendwie auf die Beine und taumelte zum Fenster herüber. Ich erkannte Jo, die über den Kiesplatz ging, direkt zu ihrem Wagen. "Was macht sie denn da?", murmelte ich verwirrt. "Jo!", rief ich, obwohl sie mich wahrscheinlich nicht hören würde. Dann wurde mir so schwindelig, dass ich ins Straucheln geriet. Es war keine gute Idee gewesen, so hastig aufzustehen - so kurz nach meiner Ohnmacht, und unmittelbar nach diesem Kuss, der mein Leben verändert hatte. Ich verlor das Gleichgewicht - schon wieder.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 28 Feb 2015, 20:19

Ty

Es war unglaublich, ich verlor mich in dem Kuss meiner Besten Freundin. Als mir klar wurde das sie meinen Kuss ebenso erwiderte wie ich es tat hätte ich vor glück und Freude Bäume ausreißen können. Ich hätte mir nie Vorstellen können das sie meinen Kuss erwidern würde, ich hätte mir überhaut nie vorstellen können das ich und Wendy uns küssen würden. Das Gefühl ihrer Lippen auf meinen die meine Kuss erwiderten war ein völlig neues und unglaubliches Gefühl. Es war so als würde es urplötzlich nur noch uns beide Geben. So als würde meine Schwester nicht unten auf mich warten, und sich vermutlich fragen was ich so lange tat. Ihre Nähe war plötzlich das was ich um nichts in der Welt verlieren wollte. Es war seltsam... Wie konnte man sich so intensiv in eine Person verlieben? Ich hatte zuvor eigentlich nur geglaubt das es sowas wie Liebe auf den Ersten Blick gab, das ich mich irgendwann so in jemanden verlieben würde. Aber es war ganz anders gekommen, statt auf den Ersten Kuss war es so wie man in den Schlaf fiel. Zuerst langsam und dann rasend schnell... Es klang kitschig, aber es war nun mal die einzige Möglichkeit wie ich es beschreiben konnte. Dann jedoch löste sie sich von mir und mich überkam ein Gefühl der Enttäuschung, auch wenn ich wusste das ich so eigentlich nicht fühlen durfte. Sie stand auf und taumelte zum Fenster, ehe sie verwirrt nach draußen blickte und Jo rief. Ich brauchte einen Moment, ehe ich mich erhob und - mit etwas Abstand - hinter sie trat. Ich konnte hören wie sie sich murmelnd fragte was meine Schwester da machte. Mit einmal schien es so als würde sie das Gleichgewicht verlieren und drohen wieder hin zu fallen. Ich wusste nicht ob es an dem Kuss lag, aber mein Beschützer Instinkt - der ohnehin schon ausgeprägt war - war in Hinsicht auf sie gewachsen. Ich war also sofort näher bei ihr und legte einen Arm von hinten um sie, um sie zu stützen. Dann zog ich sie etwas an mich, diese Handlung konnte ich nicht verhindern. "Hey, nicht so hastig.", flüsterte ich. Ich machte mir natürlich Gedanken was meine Schwester machte, warum sie gegangen war aber Wendy brachte meine Hilfe offenbar mehr. Sie konnte ja nicht mal sicher auf den Beinen Stehen. "Komm", flüsterte ich und führte sie zu ihrem Bett. Ich würde Jo gleich anrufen und fragen wieso sie gegangen war.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 28 Feb 2015, 21:26

Wendy
Der Schwindel war überwältigend. Mir wurde sogar leicht schwarz vor den Augen. Ich war wirklich zu schnell aufgestanden. Hatte ich mich vorher, in den Armen meines besten Freundes und während des Kusses, noch wie auf Wolke sieben gefühlt, drohte ich nun, tief zu fallen. Und zwar nicht nur psychisch, sondern auch physisch. Immer weiter näherte ich mich dem Boden. Doch bevor ich wirklich stürzte, spürte ich, wie ein Arm um meine Taille geschlungen wurde. Mein Fall wurde abrupt gestoppt, doch ich 'landete' weich. Ich blickte hoch und entdeckte Tys Gesicht über mir. Der besorgte Ausdruck in seinen so vertrauten Augen liess meinen Atem stocken. Vielleicht war ich auch wegen dem Sturz noch ein wenig atemlos, ich wusste es nicht. Aber es war wahrscheinlicher, dass ich wegen Ty so ausser Atem war. Als ich seinen Blick auf mir spürte, fiel mir wieder ein, was vor nicht einmal einer Minute passiert war. Wir haben uns geküsst, schoss es mir durch den Kopf. Einerseits war ich total schockiert darüber. Wir waren beste Freunde - und die küssten sich nicht, ganz sicher nicht! Andererseits wünschte ich mir nichts sehnlicher, als dass Ty sich nochmals zu mir herunterbeugte und mich küsste. Er zog mich näher an sich, und mein Atem stockte wieder. Das letzte Mal, als er mich näher an sich herangezogen hatte, hatte... Da hörte ich seine Stimme, und ich wurde aus meinen Gedanken gerissen. Er sprach mich mit einem 'hey' an und ermahnte mich, nicht so hastig zu sein. Seine Stimme war bloss ein Flüstern. Dennoch überlief mich ein warmer, wohliger Schauer. Oh Gott. Was war nur mit mir los? Nun wurden meine Knie auch noch weich, was nicht gerade förderlich für mein Gleichgewicht war. Nur Tys Arm hielt mich einigermassen aufrecht. Nun forderte er mich auf, mitzukommen, wiederum nur flüsternd. Ich versuchte mühsam, mich zusammenzureissen. Es gelang mir einigermassen. Mit Ty an meiner Seite, der mich stützte, schaffte ich es zum Bett hinüber. "Danke", murmelte ich. Die letzte Kraft, die noch in meinen Beinen gesteckt hatte, war verschwunden. Ich sank auf das Bett. Ich brauchte erst einmal ein paar Momente, um einigermassen zu Atem zu kommen. Dann überkam mich auf einmal eine unsägliche Erschöpfung. Ich war überzeugt: Hätte ich mich hingelegt, wäre ich eingeschlafen, bevor mein Kopf auf das Kissen gesunken wäre. Ich atmete ein paar Mal tief durch, bevor ich langsam den Blick hob. Beim Anblick meines besten Freundes wurde mir wieder heiss. Mein Blick zuckte zu seinen Lippen. Bei der Erinnerung an seinen Kuss vergass ich, was ich eigentlich hatte sagen wollen. Doch dann riss ich mich von seinem Anblick los. "Warum ist Jo einfach so gegangen?", fragte ich meinen besten Freund. Meine Stimme klang leise, erschöpft - so, wie ich mich auch fühlte. "Sie ist einfach gegangen, ohne etwas zu sagen", fügte ich flüsternd hinzu. Ich konnte es nicht fassen. Das sah Jo überhaupt nicht ähnlich. War irgendetwas passiert? Ich wusste es nicht. Ich kam auch nicht darauf. Hilflos blickte ich zu Ty hoch.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 28 Feb 2015, 21:42

Ty

Mein Blick ruhte auf ihr während sie sich auf ihr Bett sinke ließ. Mit einem Mal wirkte sie unglaublich erschöpft, was mir sorgen machte... Ihr Blick zuckte einen Augenblick zu meinen Lippen, wie ich glaubte. Es schien kurz so als hätte sie vergessen was sie eigentlich sagen wollte, gut das es nicht nur mir so ging... Wie sollte ich jetzt mit ihr umgehen? Wir hatten uns geküsst....Für mich hatte das eine tiefere Bedeutung, aber hatte es das für sie auch? Sie wusste offenbar wieder was sie sagen wollte und fragte mich warum Jo einfach so gegangen war, dann meinte sie auch noch das Jo einfach so ohne ein Wort gegangen war... Mein Blick ruhte weiter auf ihr. Auch ich wusste das dieses Verhalten absolut nicht zu Jo passte, aber ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Ich ging also wieder auf die Knie um mit ihr auf Augenhöhe zu sein. "Ich weiß es nicht, ehrlich.", meinte ich nachdenklich. "Ich werde sie gleich anrufen und fragen wieso sie gegangen ist...", meinte ich. Ich blickte ihr in die Augen und wollte mit jeder Faser meines Köpers nur noch ihre Lippen auf meinen Spüren...Aber das war wohl nicht der Richtige Moment dafür...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 01 März 2015, 19:33

Juno
Ich wusste nicht, ob Wendy und Luke inzwischen bemerkt hatten, dass ich gegangen war. Während ich über den Kiesplatz gelaufen war, hatte ich nichts davon bemerkt, dass Amy meinen Namen gerufen hatte. Wie hätte ich sie auch hören sollen? Ihre Fenster waren geschlossen. Ich war in meinen Wagen gestiegen und von der Auffahrt gefahren. Einerseits hoffte ich, die beiden würden mein Verschwinden bemerken und sich nach mir erkundigen, andererseits wollte ich, dass sie mich nicht bemerkt hatten. Ich wollte, dass die beiden Zeit für sich hatten. Und ich konnte mir vorstellen, dass sie gesagt hätten, ich solle da bleiben, wenn ich gesagt hätte, dass ich gehen würde. So waren die beiden. Sie schoben nur ungern jemanden ab. Die Rückfahrt gestaltete sich bei weitem nicht so schwer, wie die Fahrt zu Amy's Haus. Das war meistens so. Warum, konnte ich mir selbst nicht erklären. Ich hielt an einer roten Ampel und sah mich um. Detroit war wirklich ausgestorben. Kaum ein Mensch war zu sehen. Die Bewohner trauten sich schon lange nicht mehr auf die Straße. Die starke Kriminalität hatte das ganze Stadtleben erobert. Warum sollte man sein Haus verlassen, wenn man es nicht musste? Diverse Fenster waren mit Brettern zugenagelt und Eisentore waren vor die Haustüren geschraubt. Ich selbst hatte weniger Angst vor Einbrüchen. Bei uns gab es nichts zu holen. Und warum sollte man bei Armen Leuten einbrechen? Das ergab in meinen Augen keinen Sinn. So dumm war kein Einbrecher. Die Ampel schaltete auf Grün und ich fuhr weiter. Wenige Minuten später stellte ich meinen Pontiac unter den Carport. Während ich ausstieg, betrachtete ich das leicht morsche Holz. Ich sollte den Carport wirklich so schnell wie möglich reparieren. Eigentlich wäre es am besten, ich würde ihn komplett abreißen und neu aufbauen. Mit hochwertigeren Materialien. Lasiertem Holz, dicken Schrauben und...okay, ein Dach aus Wellblech würde reichen. Hauptsache, es hatte überhaupt ein Dach. Aber letztendlich machte es meinem Wagen auch nichts aus, wenn er nicht unter dem Dach stehen würde. Ich hatte mir damals kein Cabrio gekauft. Unter anderem, da das noch teurer geworden wäre. Ich schloss meinen Wagen ab und ging auf unser Haus zu. Ich wusste, dass meine Eltern noch arbeiten waren. Also war ich auch hier wieder alleine. Aber dieses Haus war mir wenigstens vertraut.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 01 März 2015, 19:54

Wendy
Ich spürte Tys Blick, der auf mir lag. Ich konnte nicht anders, ich musste ihn erwidern. Und wiederum versank ich in seinen grün-braunen Augen. Es war wirklich Magie. Anders konnte ich es mir nicht erklären. Es war magisch, wie mein Blick immer wieder von seinen Augen angezogen wurde - und wie ich dann nicht mehr wegsehen konnte. Es war magisch, wie er mein Herz mit seinem Lächeln dazu bringen konnte, zu stolpern und gleich darauf unglaublich schnell zu schlagen. Und es war absolut magisch, was sein Kuss vorher mit mir angestellt hatte. Niemals hätte ich mir zu träumen gewagt, solch intensiven Gefühle für jemanden zu spüren. Und jetzt war dieser Fall eingetreten. Man hätte also meinen können, alles sei in bester Ordnung - oder sogar noch besser als das. Und das Kribbeln in meinem Bauch und die Wärme, die sich in meinem ganzen Körper ausbreitete, sprachen ja auch deutlich dafür, dass ich glücklich war. Das Problem war nur... Ich schluckte kurz. Ty war mein bester Freund. Ich durfte mich nicht so in seinem Blick verlieren. Mein Herz durfte bei seinem Anblick nicht so hochschlagen. Wir... Wiederum schluckte ich. Wir durften uns ganz sicher nicht küssen. Und ich durfte auch nicht solche Gefühle für ihn haben. Alles Freundschaftliche war okay, aber das, diese ganze Sache mit der Magie, ging definitiv über das Freundschaftliche hinaus. Oh Gott. Da hatte ich einmal in meinem Leben ein solches Glück, schwebte auf Wolke sieben... Und dann durfte ich dieses Glück nicht einmal haben. Ich hatte Mühe, mich zusammenzureissen. Als Ty nun in die Knie sank und somit mit mir auf Augenhöhe war, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich war ihm wirklich dankbar dafür. Er meinte nun, er wisse es nicht, und fügte ein 'ehrlich' hinzu. Im ersten Augenblick wusste ich gar nicht, von was er sprach. Da fiel mir Jo wieder ein. Ich horchte. War das eben nicht eine Autotür gewesen, die zugeschlagen wurde? Ich wusste es nicht. Ty fuhr fort, er werde sie gleich anrufen und fragen, wieso sie gegangen sei. Wiederum blickte er mir in die Augen, und es fiel mir schwer, mich nicht völlig in seinem Blick zu verlieren. Diese wundervollen Augen. Grün für Hoffnung, Braun für Wärme, schoss es mir unwillkürlich durch den Kopf. Und es war in jeder Hinsicht so gewesen. Während Tys Kuss hatte ich mich nicht nur glücklich, sondern auch geborgen und beschützt gefühlt, und Hitze hatte sich in meinem ganzen Körper ausgebreitet. Und mit einem Mal war da Hoffnung in mir aufgekeimt, dass die Zeiten meiner Einsamkeit endlich vorbei waren. Es fiel mir wirklich schwer, mich zusammenzureissen und nicht loszuheulen, als ich daran dachte, dass mir dieses Glück nicht vergönnt war. Ich nickte schlicht. "Ja, tue das. Es sieht ihr wirklich nicht ähnlich, einfach so, ohne ein Wort, zu verschwinden", meinte ich dann, als ich es schaffte, mich wieder einigermassen auf die Realität zu konzentrieren. Für einen winzigen Augenblick zuckte mein Blick zu Tys Lippen. Sie hatten sich so wunderbar weich und warm angefühlt, und sie hatten unbeschreibliche Gefühle in meinem Körper ausgelöst, die ich unbedingt nochmals erleben wollte - am besten auf der Stelle! Abrupt riss ich mich von Tys Anblick los. Auf meine unverletzte Hand gestützt, rutschte ich in Richtung Kopfteil des Bettes. Schliesslich schlug ich die Decke zur Seite, liess mich in die vielen Kissen sinken und zog die karierte Bettdecke über meine Beine. "Du kannst ruhig rausgehen zum Telefonieren, wenn dir das lieber ist", fügte ich hinzu, wobei ich Ty jedoch nicht direkt ansehen konnte. Hätte ich meine Augen direkt auf ihn gerichtet, so war ich überzeugt, hätte ich jegliche Selbstbeherrschung verloren. Womöglich hätte ich mich absichtlich vom Bett fallen lassen, um in seinen Armen zu landen und mich wieder küssen zu lassen... Und das war das Dümmste, das ich hätte tun können - aber auch das Beste, das ich mir in diesem Moment vorstellen konnte. Verflucht nochmal!
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 02 März 2015, 06:09

Ty
Wendy meinte das ich das tun sollte, denn es sah Jo nicht ähnlich einfach zu gehen das wusste auch ich. Und obwohl meine Schwester gerade aus unerfindlichen Gründen abgehauen ist konnte ich an nichts anders denken als Wendy in meine arme zu ziehen und sie wieder zu küssen, es kostete mich wirklich einiges an Selbstbeherrschung es nicht zu tun. Ach verdammt! Warum musste ich mich denn ach ausgerechnet in meine Beste Freundin verlieben!? Wir blickten einander an, ihre wunderschönen Augen mit diesem lebhaften funkeln blickten genau in meine und umgekehrt. Ob sie wohl denn selben Gedanken hat wie ich? Wohl eher nicht...Wieso sollte sie sich auch in mich verlieben? Ich hatte nichts zu bieten, und außerdem kam ich in der Schule - ganz anders als sie - immer nur gerade so noch durch. Nein, sie hatte sich bestimmt nicht in mich verliebt. Sie hatte auch keinen Grund dazu, genauso wie ich. Wir waren beste Freunde, das ich mich in sie verliebt hatte verkomplizierte die Sache etwas. Ich schob die Gedanken bei Seite als sie schnell den Blick von meinem Los riss und zum Kopfende rutschte. Sie ließ sich auf ihre Kissen sinken und schlug die Decke bei Seite, ehe sie sich damit zudeckte. Oh Man...wie gerne hätte ich mich in diesem Moment einfach neben sie gelegt... Sie meinte ich könne ruhig raus gehen wenn es mir lieber wäre dort zu Telefonieren. Ich nickte nur etwas und stand auf, ehe ich mein Handy aus der Tasche zog und wiederwillig den Raum verließ. Ich wählte Jo´s Nummer und wartete bis sie ran ging.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 02 März 2015, 19:24

Juno
Nachdem ich unser Haus betreten hatte, schloss ich die Türe hinter mir und zog meine Jacke aus. Ich hängte sie an den Hacken, zog mir auch meine Schuhe aus. Ich hasste es, in Schuhen durchs Haus zu gehen. Auch wenn es noch so kalt war, war ich nur mit Socken unterwegs. Kaum hatte ich mich aufgerichtet, klingelte mein Handy. Ich zog es aus meiner Hosentasche und warf einen Blick auf das Display. Mein Bruder. Hatte er sich also von Wendy gelöst? Ich grinste und nahm ab. "Hey Ty. Habt ihr 'ne Pause zum Luftholen gemacht?", neckte ich ihn und ging ins Wohnzimmer. Ich sah die Packung Zwieback dort stehen und bekam Hunger. Aber ich hatte keine Lust auf Zwieback. Ich wollte irgendetwas 'richtiges' zu essen. Deshalb warf ich mich nur aufs Sofa und ignorierte die Packung. "Ich vermute mal, ihr habt mich nicht wahrgenommen, als ich im Türrahmen gestanden bin und gesagt habe, ich geh' mal nach Hause.", fuhr ich fort. Sonst hätte mein Bruder mich mit Sicherheit nicht angerufen. Er und Wendy mussten wirklich vertieft in ihren Kuss gewesen sein. Hätte ich lange Haare, würde ich jetzt wohl mit einer Strähne herumspielen. Aber ich hatte keine langen Haare. Und ich wollte keine. Zumindest vorerst nicht. "Ich dachte, ihr bräuchtet vielleicht Zeit für euch zwei. Man küsst sich ja schließlich nicht einfach so...und deshalb: Leg' auf und rede mit Wendy. Heute sieht jeder Blinde, dass da zwischen euch etwas ist. Und ich möchte, dass ihr euch aussprecht. Und wenn's sein muss komme ich und zwing euch dazu.", drohte ich ihm lachend. Ich wollte wirklich, dass er und Wendy glücklich waren. Auch wenn ich natürlich Angst hatte, dass sie mich dann vergessen würden. Ich wusste, wie die Leute sich veränderten, wenn sie in einer Beziehung waren. Vor allem, dass sie dann weniger Zeit für andere hatten. Aber das war verständlich. Vor allem am Anfang der Beziehung. Da hatte jeder eine rosarote Brille auf und wollte so lange wie möglich bei dem anderen sein. Aber ich hoffte, dass es bei den beiden nicht ganz so extrem war. Wie gesagt, hatte ich fast Angst davor. Auch wenn ich mich freuen würde, wenn sie zusammen kämen. Wenn sie sich aussprachen und feststellten, das sie das gleiche füreinander empfanden. Ob ich so etwas jemals haben würde? Wollte ich das überhaupt?
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 02 März 2015, 19:50

Wendy
Als Antwort auf meinen Vorschlag, dass er zum Telefonieren auch rausgehen könnte, nickte Ty nur etwas. Er zögerte - wenn auch nur für ein paar Momente. Ich dachte schon, er würde mich nicht alleine lassen und lieber hier in meinem Schlafzimmer telefonieren. Doch dann erhob er sich, zog sein Handy aus der Tasche und verliess das Zimmer. Ich konnte nicht verhindern, dass ich seinen breiten, muskulösen Rücken anstarrte oder die Vertrautheit seiner leichten, fast federnden Schritten bemerkte. Im Moment wirkte es jedoch eher so, als... Als wolle er nicht gehen. Oh Gott. Meine Wangen wurden flammend heiss, und in diesem Augenblick machte es mir ausnahmsweise mal nichts aus, schliesslich war ich alleine. Konnte es sein... Nein! Ich musste sofort mit diesen Gedanken aufhören. Es war unmöglich, dass er dasselbe für mich fühlte wie ich für ihn! Er war mein bester Freund, und damit basta! Wann begriff ich das endlich? Okay, er hatte mich geküsst. Aber vielleicht hatte er das einfach gemacht, um mich zu 'testen' - und mich mit anderen Mädchen zu vergleichen. Bei seinem Humor, seinem Aussehen und seinem unwiderstehlichen Charme hätte Ty praktisch jede haben können. Es wunderte mich schon, dass er keine Freundin hatte. Bei ihm mussten die Mädchen doch Schlange stehen. Und wahrscheinlich würden sie das auch tun, wenn er nicht seine gesamte Freizeit mit seiner Schwester oder mit mir verbringen würde. Mit mir... Ich begrab meine Hoffnungen, sobald sie gekommen waren. Das war lächerlich. Beste Freunde verbrachten nun einmal Zeit miteinander. Er war nicht hier, weil er in mich verliebt war und mich unbedingt noch einmal küssen wollte. Er war aus einem Pflichtgefühl hier, weil er auf mich aufpassen wollte, so wie das beste Freunde nun einmal taten. Und hergekommen war er auch nur, weil ich ihn angerufen hatte. Was bildete ich mir eigentlich ein?! Kaum hatte er das Zimmer verlassen, vermisste ich ihn. Ach du meine Güte. Was war nur mit mir los?! Er ist dein bester Freund!, rief mir mein Unterbewusstsein ins Gedächtnis. Immer und immer wieder. Und seine Schwester ist deine beste Freundin, hörte das Unterbewusstsein nicht auf. Ich hielt mir die Ohren zu, aber das brachte natürlich überhaupt nichts. Schon nach ein paar Sekunden liess ich die Hände in meinen Schoss sinken. Ich begann nervös, meine Hände zu kneten, denn ich konnte einfach nicht stillhalten. Mein ganzer Körper sehnte sich danach, einfach aufzustehen, aus dem Zimmer zu rennen und mich in Tys Arme zu werfen. Aber erstens würden meine schwachen Beine das wahrscheinlich nicht zulassen, und zweitens... war es einfach vollkommen lächerlich! Mein Gott. Was hatte ich mir da nur eingebrockt? Und warum liessen sich die verdammten Gefühle nicht einfach abschalten?! Jetzt, wo Ty weg war, schien es noch schlimmer geworden zu sein. Was war falsch mit mir? Er ist dein bester Freund, seine Schwester ist deine beste Freundin, und deine Eltern haben etwas gegen die beiden, meldete sich mein Unterbewusstsein wieder. Ich ballte die Hände zu Fäusten, ehe ich mich endlich wieder zusammenreissen konnte. Oder auch nicht. Verdammt nochmal. Ty wollte einfach nicht aus meinen Gedanken verschwinden. Und ich konnte es kaum erwarten, dass er zurückkam. Ich hatte wirklich einen Knall. Ja. Das musste es sein.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 02 März 2015, 20:26

Ty

Als ich hörte das meine Schwester abhob war ich ungemein erleichtert. Klar, sie war alt genug aber wenn sie einfach so ohne ein Wort verschwindet dann machte man sich nun mal sorgen. Alt genug hin oder her, sie war immer noch meine kleine Schwester. Sie hob mit einem ´Hey Ty´ab und fragte ob wir eine Pause zum Luft holen gemacht hatten. Mir klappte der Mund auf und ich war froh das sie mich in diesem Moment nicht sehen konnte. Sie hatte uns gesehen? Was aber....Ich musste wohl zu vertieft in meinen Kuss mit Wendy gewesen sein...aber Wendy musste das auch gewesen sein sonst hätte sie es gemerkt...aber vermutlich war sie mit meinem Kuss einfach nur überfordert...das hatte überhaupt nichts zu bedeuten. "Du hast das gesehen?", fragte ich. Sie sagte sie sei im Türrahmen gestanden und das wir sie wohl - wie angenommen - nicht gehört hatten als sie gesagt hatte das sie fuhr. Ich konnte es nicht fassen, ich war so in den Kuss vertieft gewesen das ich das vollkommen verpasst hatte! In einen Kuss mit meiner Besten Freundin...! Sie meinte das sie dachte wir bräuchten etwas Zeit für uns, sie meinte man küsse sich ja nicht einfach so. Da hatte sie recht, man küsste sich nicht einfach so und schon gar nicht seine Beste Freundin... Sie sagte ich sollte auflegen und zu Wendy gehen und würde ich das nicht tuen drohte sie mir das sie her käme und mich dazu zwänge. Ich seufzte etwas, sie hatte recht...wieder. Wir mussten darüber reden...mussten es klären. Es war ja offensichtlich das Wendy nichts von einem wie mir wollte, für sie würde ich wohl immer nur ein Freund sein...leider genügte mir das aber nicht..verdammt. Meine Kleine Schwester setzte noch hinzu das sogar ein Blinder gesehen hätte das es zwischen uns funkte, das konnte ich ihr nicht ganz glauben. Ja, in Bezug auf mich natürlich schon aber bei Wendy war es wohl eher nicht so gewesen... Ach verdammt! Dieser Gedanken machte mich ungemein etwas traurig... "Okay Sonnenschein, du hast recht.", gab ich zu. "Ich leg jetzt auf und rede mit ihr.", sagte ich. "Ruf an wenn irgendetwas ist, ja?", fragte ich noch bevor ich auflegte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mi 04 März 2015, 19:12

Juno
Ich grinste. Mein Bruder hatte sich wirklich geschockt angehört, als er mich gefragt hatte, ob ich das - den Kuss zwischen ihm und Wendy - gesehen hatte. Doch er unterbrach mich nicht weiter. Nachdem ich geendet hatte, gab er zu, dass ich Recht hatte. Wieder nannte er mich 'Sonnenschein'. Ich hatte mich inzwischen daran gewöhnt. Und ich wollte es nicht missen. Auch wenn ich manchmal tat, als würde es mir nicht gefallen. Ty sagte, er würde nun auflegen und mit ihr - Wendy - reden. Er sagte noch, ich solle anrufen, wenn irgendetwas wäre. Ich lachte kurz. "Ja, Ty. Mach dir keine Sorgen.", beruhigte ich ihn. Wir verabschiedeten uns noch, bevor Ty auflegte. Ich nahm mein Handy vom Ohr und legte es auf dem Couchtisch ab. Nun war ich also wieder hier. Alleine zuhause und wusste nicht was ich tun sollte. Ich sollte mir wirklich irgendetwas suchen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass es schon später Nachmittag war. Die ganze Situation bei Amy hatte wohl länger gedauert, als es sich angefühlt hatte. Meine Eltern würden bald von der Arbeit kommen und ich vermutete, dass auch Ty nicht mehr allzu lange weg blieb. Zumindest hoffte ich das. Es war auf heute Nacht schließlich Gewitter angekündigt worden - und die verbrachte ich nur ungern ohne meinen Bruder. Aber auch wenn er noch lange - vielleicht sogar die Nacht, was ich aber nicht verstehen würde - bei Amy bleiben würde, würde ich es ihm nicht übel nehmen. Ich glaubte wirklich, dass sich zwischen den beiden etwas entwickelt hatte. Und ich wollte, dass sie glücklich waren. Das würde mich auch glücklich machen. Ich war mir nur nicht sicher, ob das auch auf lange Zeit so sein würde. Aber darüber wollte ich nicht nachdenken. Darüber durfte ich nicht nachdenken. Ich nahm die Fernbedienung in die Hand und schaltete erneut an diesem Tag den Fernseher ein. Eigentlich hätte ich auch Lust gehabt, etwas zu kochen. Aber unser Kühlschrank war nicht gerade gut bestückt, da fiel es mir schwer, etwas daraus zu machen. Ich würde wohl auf meine Mutter warten. Hoffentlich würde sie ein paar Einkäufe mit nach Hause bringen. Eigentlich musste sie das doch. Sie wollte schließlich auch nicht verhungern. Und allzu viel hatten wir auch nicht mehr. Wenn ich mich recht erinnerte, hatten wir nicht mal mehr etwas Müsli da. Ich seufzte und beschloss, mich auf das zu konzentrieren, was im Fernseher passierte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mi 04 März 2015, 20:05

Wendy
Ich erlitt beinahe einen Nervenzusammenbruch, während ich auf Tys Rückkehr wartete. Ich hörte ihn im Flur oder in einem der Nebenräume telefonieren. Er sagte nicht viel, aber es spielte keine Rolle, denn ich verstand sowieso kein Wort. Ich vernahm bloss den vertrauten, tiefen Klang seiner Stimme. Ungeduldig sass ich auf meinem Bett und wünschte gleichzeitig, ich könnte einfach aufstehen und mich zu Ty gesellen. Aber wie gesagt, erstens würden meine Beine das wahrscheinlich nicht zulassen, und zweitens wäre es wirklich dumm. Vor meinem inneren Auge stellte ich mir vor, wie ich mich erhob, mein Schlafzimmer verliess und im Flur auf Ty traf. Er würde gerade auflegen, wenn ich bei ihm ankam, und sich überrascht nach mir umdrehen. Natürlich würde er wissen wollen, was ich denn hier wollte. Und was sollte ich dann sagen? Die Wahrheit - dass ich mir nichts sehnlicher wünschte, als dass er mich in seine Arme nahm und mich erneut küsste? Am besten solange, bis ich alles - wirklich alles - um uns herum vergass? Nein. Das könnte ich ihm nie und nimmer sagen. Ty würde mich auslachen. Oder mir sagen, dass er mich vorher nur aus Versehen geküsst hatte. Oder dass er es getan hatte, um mich zu testen. Oder weil er Erfahrungen sammeln wollte. Oder er würde mich freundlich darauf hinweisen, dass ich mich vielleicht in psychologische Betreuung begeben sollte - weil ich nämlich einen Knall hatte. Oh Gott. Würde Ty tatsächlich so etwas oder so etwas Ähnliches zu mir sagen? Obwohl ich wusste, dass er das - mit grosser Wahrscheinlichkeit - nicht tun würde, hatte ich dennoch Angst vor seiner Reaktion. Deshalb beschloss ich, mich zurückzuhalten. Ich musste mich ab jetzt einfach verhalten wie eine 'normale' beste Freundin. Ich durfte keine komischen Andeutungen machen, ich durfte ihm nicht zu lange in die Augen sehen, ich durfte nicht zu ihm blicken, wenn er lächelte, und am besten sollte ich jeglichen Körperkontakt vermeiden. Ja, so würde ich es machen. Und dann würde ich es vielleicht schaffen, damit umzugehen - irgendwann. Leider fühlte ich mich im Moment eher am Boden zerstört als etwas anderes. Und ich glaubte nicht, meine Gefühle verbergen zu können. Verdammt nochmal! Ich musste mich in den Griff bekommen, bevor Ty in mein Zimmer zurückkäme! Ach du meine Güte. Was hatte ich mir denn da eingebrockt? Ich kaute nervös auf meiner Unterlippe herum, während ich mir eines der vielen Kissen griff. Ich lehnte mich mit dem Rücken zurück, zog das Kissen auf meinen Schoss und schlang meine Arme darum. Wenn ich mich nicht an Ty festhalten konnte - oder, besser gesagt, durfte - dann brauchte ich einen Ersatz. Es war ein mickriger Ersatz im Vergleich zu meinem besten Freund. Aber genau das war das Problem. Er war mein bester Freund. Mein bester Freund. Verflixt! Es war wie verhext. Und wo ich mich vor ein paar Minuten so glücklich gefühlt hatte, wo ich geglaubt hatte, mich im siebten Himmel zu befinden, fühlte ich mich jetzt, als hätte man mich von einer Wolke heruntergestossen. Und ich fiel. Und fiel. Und fiel. Ich hielt die Tränen mühsam zurück und schaffte es gerade so. Aber ich wusste nicht, wie ich reagieren würde, wenn Ty zurückkam.
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Delilah

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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 05 März 2015, 17:50

//Sorry das ich erst jetzt schreibe, aber mein Internet hatte Probleme...^^//

Ty

Meine Schwester meinte zu mir ich solle mir keine Sorgen machen und legte auf. Ich seufzte etwas und steckte mein Handy wieder in meine Hosentasche. Oh Man...Das würde jetzt anstrengend werden.. Ich hatte jetzt genau vier Möglichkeiten. Möglichkeit Nummer eins: Ich gehe wieder zurück ins Zimmer, ziehe Wendy sofort an mich und Küsse sie, das wäre wohl die Angenehmste Möglichkeit. Möglichkeit Nummer zwei: Ich laufe aus dem Haus, steige in meine Wagen und fahre einfach so weit mich mein Auto bring...was auch eine nette Option wäre... Möglichkeit Nummer drei: Ich gehe in ihr Zimmer, setzte mich und rede tatsächlich mit ihr über meine Gefühlte..was das wohl schwerste wäre... Oder Möglichkeit Nummer vier: Ich tue so als wäre nichts gehe wieder zurück ins Zimmer und sage das es Jo gut geht...das wäre dann wohl das einfachste. Ich rang kurz mit mir und entschied mich für Möglichkeit Nummer vier...Jo würde mich zwar dafür hassen - und mich vermutlich zu Möglichkeit drei zwinken - aber wenn ich die Freundschaft zu Wendy, die mir wahnsinnig viel bedeutete, nicht aufs Spiel setzten wollte dann musste ich das ja. Oder? Ich seufzte und ging wieder zurück ins Zimmer. "Jo geht es gut, sie ist nicht gefahren ohne etwas zu sagen...", sagte ich. Ich spannte mich etwas an und lehnte mich an die Wand neben der Tür. "Sie..hat es...gesehen und hat dann vermutlich etwas zu leise gemeint das sie wohl besser gehen würde", meinte ich. Ich wusste nicht recht wie ich mich jetzt gegenüber Wendy verhalten sollte...wusste nicht wie nahe ich ihr kommen Konnte. Ich wusste nur das mir Möglichkeit Nummer eins plötzlich das einzig richtige erschien...das einzige was ich tun wollte...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 05 März 2015, 19:27

// Kein Problem Smile
Morgen Abend werde ich nicht on sein, ich treffe mich mit Freunden zu einem Gameabend xD

Wendy
Je länger ich warten musste, desto schlimmer wurde es. Gleichzeitig glaubte ich aber, ich würde mich vielleicht beruhigen können, bevor Ty zurückkäme. Aber dafür brauchte ich eine gewisse Zeit. Ich stand wirklich kurz vor einem Zusammenbruch. Aber dieses Mal einem mentalen, nicht einem physischen. So oder so, vielleicht war es besser, wenn Ty noch ein wenig länger mit Jo telefonierte. Was seine Schwester ihm wohl sagen würde? Was war der Grund dafür, dass sie so mir nichts, dir nichts einfach gegangen war? Für kurze Zeit schaffte ich es tatsächlich, meine Gedanken auf Jo zu lenken. Aber dann hörte ich Schritte. Und schlagartig konnte ich wieder nur an meinen besten Freund denken. Verdammt nochmal! Was würde ich jetzt tun? Was würde ich sagen? Wie sollte ich mich verhalten? Noch immer hatte ich keine Ahnung, und das war schlecht, weil Ty in diesem Moment zurückkam. Er trat nur einen oder zwei Schritte ins Zimmer, dann blieb er stehen. Unsere Blicke trafen sich. Und wieder spürte ich dieses unglaubliche Bedürfnis, mich in seine Arme zu werfen und seine Lippen auf meinen zu spüren. Seine Lippen waren wunderbar warm und weich, wie ich jetzt wusste. Und ich wünschte mir nichts mehr, als dass Ty mich nochmals küsste. Und wieder und wieder und wieder. Am besten sollte er gar nicht mehr damit aufhören... Oh Gott! Zum Glück lenkte mich Ty kurzfristig von diesen Gedanken ab. Er meinte, Jo gehe es gut. Sie sei nicht gefahren, ohne etwas zu sagen. Was? Verwirrt sah ich zu meinem besten Freund hinüber. Hierher gekommen war sie ja nicht, um uns mitzuteilen, dass sie ging. Vielleicht hatte sie mir eine SMS geschrieben? Oder hatte sie eine Nachricht im Wohnzimmer oder in der Küche hinterlassen? Doch als Ty sich anspannte, wusste ich, dass das nicht der Fall sein konnte. Nein. Dann wäre er jetzt nicht so offensichtlich nervös. Er lehnte sich an die Wand neben der Tür, was normalerweise sehr lässig gewirkt hätte. Aber mein bester Freund war viel zu aufgeregt, um lässig zu wirken. Und trotzdem war er noch wahnsinnig attraktiv. Warum war mir das eigentlich früher nicht aufgefallen?! Natürlich hatte ich gewusst, dass er nicht schlecht aussah. Doch ich hatte mich nicht so... so... von ihm hingezogen gefühlt wie jetzt. Verflucht nochmal! Jetzt fing das schon wieder an! Mühsam konzentrierte ich mich auf seine Stimme, als er nun erklärte, sie habe 'es' gesehen und habe dann vermutlich etwas zu leise gemeint, dass sie wohl besser gehen würde. Jetzt war ich komplett verwirrt. Was hatte sie gesehen? Dann fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen. Ein Ausdruck der Erkenntnis huschte über mein Gesicht, bevor meine Augen vor Schreck gross wurden. 'Es'. 'Es' war der Kuss. Oh Gott. Jo wusste es. Erschrocken sah ich zu Ty. Und wo ich vorher kein Wort hatte sagen können, sprudelten sie jetzt nur so aus mir heraus. "Ty... I... Ich weiss nicht recht, was los ist", murmelte ich. Es kostete mich viel Mut, ihm die nächsten Worte zu sagen und ihn dabei die ganze Zeit anzusehen. Aber wenigstens war ich ehrlich. Und ich konnte nicht länger so tun, als ob alles in Ordnung wäre. Denn das war es ganz sicher nicht. "Ich meine, was los ist zwischen uns. Du und ich sind beste Freunde. U... Und darum sollten wir... sollten wir so etwas nicht tun. Wir... Wir sollten uns nicht küssen. I... Ich dürfte nicht den Wunsch verspüren... Na ja... Ich dürfte nicht solche Gefühle für dich haben. Du bist mein bester Freund. Deine Schwester ist meine beste Freundin." Ich schluckte. "D... Deine Eltern haben etwas... gegen mich. Meine Eltern haben etwas gegen dich. W... Wir können so etwas nicht tun." Erneut schluckte ich, doch ich konnte nicht verhindern, dass Tränen in meinen Augen aufstiegen. Der Schmerz über den Verlust dieses neu gewonnenen Glücks, das ich gefunden hatte, war einfach zu gross. Die Sicht verschwamm vor meinen Augen, als die ersten Tränen nun über meine Wangen rannen. "Verdammt, Ty", stiess ich schluchzend hervor. "I... Ich wünsche mir so sehr, es wäre anders. A... Aber es ist unmöglich, d... dass etwas aus uns werden könnte. D... Deine Eltern werden mich wahrscheinlich hassen. M... Meine Eltern würden mir vielleicht sogar den Umgang mit Jo und dir verbieten, wenn sie wüssten, dass ich euch heimlich treffe. I... Im Moment geht es, d... doch was, wenn wir..." Ich wagte kaum, es auszusprechen. "... wenn wir richtig zusammen wären? Es... Es geht nicht. Es geht wegen unseren Familien nicht. Und weil... weil wir beste Freunde sind und nichts als Freundschaft füreinander empfinden sollten. A... Aber bestimmt k... kann ich meine Gefühle für dich irgendwie unterdrücken. I... Ich werde es schaffen. Hoffe ich." Ich schluckte. Meine Sicht war inzwischen total verschwommen, weil ich nicht aufhören konnte zu weinen. "D... Dazu kommt, dass du..." Ich holte geräuschvoll Luft. "D... Du bist viel zu gut für mich. I... Ich hab' dich nicht verdient", brachte ich hervor. Danach konnte ich einfach nicht mehr weitersprechen. Der Schmerz war überwältigend. Ich schluchzte herzzereissend auf, schlang die Arme fest um das Kissen in meinem Schoss und liess den Kopf darauf sinken. Und dann konnte ich nur noch weinen. Oh Gott. Ty würde mich auslachen. Er würde mir sagen, dass ich total übergeschnappt sei. Vielleicht würde ich ihn sogar verlieren. Oh nein! Ich wollte ihn nicht verlieren! A... Aber ich war nur ehrlich gewesen. Ich hatte ihm einfach nicht länger etwas vormachen können. Fest stand: Ich hatte Ty meine Gefühle gestanden, doch wusste schon jetzt, dass er meine Gefühle nicht erwiderte. Oder etwa doch? Mein von diesem überwältigenden Schmerz in tausend Splitter zerbrochenes Herz klopfte hoffnungsvoll.
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