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 PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin

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Soulweeper

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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 05 Feb 2016, 16:41

//Sorry für Doppelpost:
Hab die Reihe zerstört, tut mir Leid Embarassed
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 05 Feb 2016, 16:48

//Ist nicht schlimm ^^

Tyler

Ich war froh als sie abhob und sofort umspielte meine Lippen ein lächeln. Schon früher hatte ich gelächelt, wenn ich mit ihr telefoniert hatte. Aber früher dachte ich es läge einfach nur daran das wir uns so gut verstanden und ich mit ihr über alles reden konnte, jetzt war ich schlauer und wusste das dieses Lächeln auf Grund meiner Gefühle zu ihr entstand. Mann war ich ein Idiot gewesen! Als sie mich Liebling nannte lief ein warmer schauer über meinen Körper und das Lächeln wurde breiter. Wir hatten unsere Kosenamen ja schon gewählt. Sie war mein Bambi und ihr war ihr Liebling. Ich hatte schon Beziehungen gehabt, das war kein Geheimnis, aber nie hatte ich mich auf Kosenamen eingelassen. Ich hatte sie für unnötig und kitschig gehalten. Wieso ich es jetzt zu ließ, das wusste ich selbst nicht so genau. Vermutlich rührte es daher, dass es Wendy so glücklich machte und ihr ein Lächeln auf die Lippen trieb. Als ich in meinem Kopf nochmal wiederhohlte wie sie mich begrüßt hatte wurde ich etwas stutzig. Zitterte ihre Stimme etwa? Der Beschützer in mir wollte sofort fragen ob alles okay sei.. nein, ich belog mich selbst... Der Beschützer in mir wäre am liebsten sofort in den Wagen gesprungen und zu ihr gefahren um sich zu vergewissern das wirklich alles okay war. Aber der Vernünftige in mir beschwor mich ruhigt zu bleiben, immerhin hatten wir sie erst vor wenigen Stunden das letzte mal gesehen und da ging es ihr - den Umständen entsprechend - gut. Was sollte in der Kurzen Zeit schon passiert sein? Ich schob den zitternden Klang einfach mal auf die Verbindung. Der Beschützer in mir gab aber doch noch nicht wirklich Ruhe, da er einfach keine Gewissheit hatte. Sie ließ mir ohnehin erst mal keine Zeit Panik zu schieben, denn als nächstes fragte sie schon was los sei. "Muss den etwas los sein damit ich eine Grund habe dich anzurufen?", fragte ich leicht verwirrt. Eigentlich hatte ich einen doofen Witz bringen wollen, aber da ich mir wegen des Klangs ihrer Stimme noch unsicher war hatte ich es gelassen. "Ich rufe eigentlich nur an, um zu fragen ob ich vorbei kommen könnte? Wir könnten uns einen Film ansehen oder einfach nur auf der Couch rum liegen.. ganz egal."
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 05 Feb 2016, 17:19

// Ja, kein Problem, Soulweeper (:

Wendy
Äusserlich versuchte ich mich betont ruhig zu geben. Das war lächerlich. Ty und ich telefonierten; er sah nicht, wie ich hier stand, mit dem Handy in der zitternden Hand. Aber vielleicht würde tiefes Ein- und Ausatmen dabei helfen, mich zu beruhigen. Ich versuchte es, während ich auf Tys Antwort wartete. Es funktionierte nicht. Innerlich war ich ein einziges Wrack. Ich betete, nein, flehte, dass mein Freund nichts von meiner merkwürdigen Stimmung bemerken würde. Dann würde er hierherkommen, und früher oder später würde ich ihm vom Drohbrief erzählen - und damit Teddy in Gefahr bringen. Das war das Letzte, was ich wollte. Selbst wenn Ty schwörte, dass er nichts weitererzählen würde, auch nicht der Polizei, konnte ich mir nicht sicher sein, dass die Erpresser nichts von seinem Mitwissen ahnten. Und dann wäre nicht nur Teddy, sondern auch er in Gefahr. Oh Gott. Wenn ich mit der Wahrheit herausrückte, würde ich alles nur noch schlimmer machen. Aber anlügen könnte ich Ty auch nicht. Er würde merken, dass mit mir etwas nicht stimmte, und mich darauf ansprechen. Und was sollte ich dann sagen? Was nur? Ich wurde abrupt aus meinen Gedanken gerissen, als Ty am anderen Ende der Leitung zu sprechen begann. Er fragte, ob denn etwas los sein müsse, damit er einen Grund hätte, mich anzurufen. Seine Stimme klang dabei leicht verwirrt. Oh nein. Das klang gar nicht gut. Es klang so, als wüsste Ty jetzt schon, dass etwas mit mir nicht in Ordnung war. Wahrscheinlich hatte meine Stimme vorher wirklich gezittert. Verdammt. Ich musste mich zusammenreissen! Ich durfte niemandem etwas verraten, auch wenn ich das Gefühl hatte, es alleine nie und nimmer zu schaffen. Ich durfte nicht. Ich rechnete schon fest damit, dass Ty mich darauf ansprechen würde, aber zum Glück tat er das nicht - noch nicht. Stattdessen meinte er, er rufe eigentlich nur an, um zu fragen, ob er vorbeikommen könnte. Wir könnten uns einen Film ansehen oder einfach nur auf der Couch rumliegen, das sei ganz egal. Die 'alte' Wendy - die, die ich gewesen war, bevor ich diesen Drohbrief bekommen hatte -, hätte gestrahlt und sofort zugesagt. Denn es gab nichts Schöneres, als ein paar Stunden mit dem jungen Mann zu verbringen, der 'Bambi' zu einem sagte und der so wunderbar küsste, dass man alles um sich herum vergessen konnte... Aber das durfte ich nicht. Das Risiko, dass ich dabei etwas ausplaudern könnte, war zu gross. Vor meinen Augen verschwamm alles, und es vergingen ein paar Augenblicke, bis ich merkte, dass ich weinte. Ich kam mit dieser ganzen Situation nicht zurecht, aber ich durfte nicht darüber reden. Nicht einmal mit meinem ehemaligen besten, jetzt festen Freund. Oh Gott. Ich durfte auf keinen Fall schluchzen, sonst wäre Ty hier, bevor ich 'Honigkuchenpferd' sagen konnte. Mühsam riss ich mich zusammen, oder versuchte es zumindest. "Das wäre schön", antwortete ich, und das war noch nicht einmal gelogen. Aber um die Lüge kam ich nicht herum. Nicht, wenn ich sicher gehen wollte, dass Ty nicht in Gefahr geriet. "Aber heute passt es nicht so gut. Ich muss noch Hausaufgaben machen und lernen. Die beiden Tests nächste Woche, du weisst schon. Und ich hab' noch überhaupt nichts gemacht." Die Worte kamen mir nur schwer über die Lippen. Zwar hatte ich gestern keine Hausaufgaben erledigt, aber dafür am Freitag. Es war alles schon gemacht. Und lernen musste ich nur für Mathe, dafür hatte ich aber noch ein bisschen Zeit. Das Handy in meiner Hand zitterte. Ich war mir nicht sicher, ob meine Stimme gerade nicht auch gezittert hatte. Wenn ja, würde Ty garantiert etwas merken. Wenn nicht, dann hatte ich vielleicht Glück, und Ty würde die Lüge schlucken. Auch wenn sich in mir alles dagegen sträubte, meinen Freund anzulügen, ich konnte nicht anders. Ich durfte ihn - und auch Jo - nicht in Gefahr bringen. Niemanden.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 05 Feb 2016, 17:49

//Da Juno hier ja nicht wirklich was zu tun hat, hab ich mal geantwortet ^^

Tyler

Als sie meinte, es wäre schön, trat ein noch breiteres Lächeln auf meine Lippen. Ich wollte mir schon meine Schlüssel schnappen als ein "Aber" von ihr kam. Ich hielt inne und ließ meine Hand, die gerade zum Schlüssel greifen wollte, wieder sinken. Ich hörte ihr zu wie sie mir sagte, es passe ihr heute nicht so gut. Sie hätte noch Hausaufgaben zu machen und müsse für die Tests nächste Woche noch lernen. Sie meinte sie hätte noch gar nichts gemacht. Die Tests hatte ich schon wieder vergessen gehabt. Das war mein Hauptproblem, ich vergas meist einfach wann wir welchen Test hatten und lernte dementsprechend gar nicht oder wenig dafür. Ähnlich war es auch mit den Hausaufgaben, aber ich machte mir auch nicht die Mühe jemanden danach zu fragen. Irgendwas machte mich aber dennoch stutzig... Zum einem wieder der Klang ihrer Stimme und zum anderem die Tatsache das ich sie zu gut kannte, als dass ich ihr wirklich glaubte das sie noch nichts getan habe. Wollte sie mich vielleicht nicht sehen? Dachte sie vielleicht darüber nach sich doch wieder von mir zu trennen? Glaubte sie vielleicht das es ein Fehler war, weil wie beide eigentlich nur beste Freunde waren? In meinem Kopf begann es zu arbeiten, ich malte mir die wildesten Sachen aus. Aber dann beschloss ich diese Gedanken zu verbannen und das einzig vernünftige zu tun: Zu fragen was los war. "Wendy ist alles in Ordnung?", fragte ich besorgt. Ich hoffte das es das war, dass ich mir alles nur einbildete und es eine andere Erklärung gab... aber irgendwas sagte mir das da mehr dahinter steckte, dass irgendetwas los war... Entweder mein Kopf spielte verrückt, oder ich hatte tatsächlich recht.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 05 Feb 2016, 19:05

Wendy
Ich befand mich in einem Dilemma. Einerseits war da dieser Brief, der auf den ersten Blick harmlos daherkam, sich auf den zweiten Blick jedoch als Drohbrief entpuppte. Die Erpresser verboten es mir, irgendjemandem irgendetwas zu erzählen. Sie drohten damit, Teddy etwas anzutun, wenn ich es doch tat. Oder wenn ich die vereinbarte Summe morgen nicht vorbeibrachte. Und dann? Wäre es damit vorbei? Oder würden sie mich wieder erpressen, weil es beim ersten Mal so gut funktioniert hatte? Ich wusste es nicht. Ich wusste nicht, wer die Erpresser waren. Ich wusste nicht, was sie tun würden, wenn ich mich nicht an ihre Forderungen hielt. Ich wusste überhaupt nichts. Und das machte mich fertig. Ich wollte mich Ty anvertrauen, wollte mich in seinen Armen verkriechen, wollte, dass er mich vor diesen Erpressern beschützte, wollte, dass ich nicht allein war in dieser Situation. Aber ich konnte Ty davon nichts erzählen. Ich war verzweifelt. Ich konnte nicht mehr. Ich hielt es schon jetzt nicht mehr aus, aber das Ganze würde noch über vierundzwanzig Stunden dauern. Erst morgen, um 22:00 Uhr, würde das alles vorbei sein. Vielleicht aber auch nicht, wenn die Erpresser beschlossen, es bei dieser Summe nicht zu belassen. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als ich am anderen Ende der Leitung etwas hörte. Es war Ty, der meinen Namen aussprach. Er sagte 'Wendy' zu mir, nicht 'Bambi'. Ich hatte mich schon so an seinen Kosenamen für mich gewöhnt, dass ich es seltsam fand, dass er mich mit meinem gewöhnlichen Namen ansprach. Gleichzeitig sagte das mir, dass er bemerkt hatte, dass etwas nicht in Ordnung war. Oh Gott. Ich hatte nicht geschluchzt. Ich hatte gemeint, ich hätte ganz normal gesprochen. Aber anscheinend nicht. Oder durchschaute Ty meine Lüge? Ich wusste es nicht. Aber dass er etwas bemerkt hatte, wurde klar, als er fragte, ob alles in Ordnung sei. Seine Stimme klang so besorgt, dass es mir fast das Herz zerriss. Und bevor ich wusste, wie mir geschah, schluchzte ich auf. Mein Schluchzen war so laut, dass Ty es garantiert hören musste. Plötzlich konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Ich schluchzte nochmals auf. "N... Nein...", brachte ich heraus. Vor lauter Tränen, die mir laufend über die Wangen kullerten, konnte ich nichts mehr sehen. "T... Ty...", war das nächste Wort, das ich ins Handy flüsterte. Es dauerte eine Weile, bis ich mich zusammenreissen konnte. Zumindest so weit, dass ich wieder sprechen konnte. "I... Ich hab' dich a... angelogen. I... Ich m... muss nicht lernen, u... und auch k... keine H... Hausaufgaben machen... E... Es tut mir so Leid, Ty!" Ich hielt es nicht mehr aus. Ich konnte nur noch schluchzen. Weil ich nicht hören wollte, wie er mir das mit der Lüge vorwarf, oder, noch schlimmer, nachfragte, was denn los sei, legte ich auf. Im nächsten Moment bereute ich es schon, doch ich traute mich nicht, Ty nochmals anzurufen. Das Handy fiel aus meiner Hand auf den Boden. Ob es dabei kaputt ging oder nicht, wusste ich nicht. Ich hatte das Wohnzimmer schon verlassen. Schluchzend lief ich an Teddy vorbei, der mich mit grossen Augen ansah, dann schlüpfte ich in ein Paar Schuhe und eine Jacke. Keine zehn Sekunden später fiel die Haustür hinter mir ins Schloss, und ich stolperte los, in Richtung Wald. Ich wusste nicht, dass ich dabei genauestens beobachtet wurde...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 07 Feb 2016, 13:48

Tyler

Ich ahnte nicht das geringste von ihren Gedanken, weder von dem Drohbrief noch von ihrer Panik. Wie hätte ich das auch ahnen können? Ich hätte schone in Hellseher sein müssen... Angespannt wartete ich auf ihre Antwort ab. Ich würde es verstehen, wenn sie mich einfach nur nicht sehen wollte, wenn sie Zeit bräuchte... Es würde mir nicht gefallen aber ich würde es verstehen. Plötzlich fing sie an zu schluchzen und ich fühlte mich so als hätte mir jemand mit voller Wucht in den Magen geschlagen. Oh Gott... Was war den los?! Ich hörte mir ihre geschluchzten Worte an. Am liebste hätte ich sie in den Arm genommen, aber das ging ja schlecht wenn man telefonierte. Anfangs brachte sie gerade noch so ein geschluchztes Nein heraus aber das war nicht das schlimme, das schlimme war als sie als nächsten meinen Spitznamen Schluchzte. Das fühlte sich so an als würde man mir mit einem Messer mehrmals ins Herz stecken... Darauf folgte eine Weile lang nichts, ich tippte mal das sie sich wieder beruhigen musste bevor sie weiter sprechen konnte. Aber wieso war sie so aufgekratzt? Als nächsten meinte sie, sie hätte mich angelogen, sie müsse gar nicht lernen und hätte auch keine Hausaufgaben zu machen. Das hatte ich mir ja schon gedacht, schließlich kannte ich sie gut genug um das zu durchschauen. Sie schluchzte, dass es ihr leid täte und dann legte sie auf. Sie legte einfach auf. "Wendy!", rief ich beinahe in mein Handy. Mir war übel, ich musste wohl auch sehr blass aussehen.. Ohne zu zögern wählte ich erneut ihre Nummer, schnappte mir meine Schlüssel und rannte die Treppe nach unten. Das Juno noch im Haus war, das hatte ich beinahe vergessen.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 07 Feb 2016, 15:07

Juno
Ich sah gerade erneut auf mein Handy, als ich hörte, wie mein Bruder die Treppen runter rannte und aus dem Haus stürmte. Ich sah kurz auf, aber da war er schon draußen. Natürlich fragte ich mich, was da gerade los war, aber ich zuckte nur mit meinen Schultern und sah wieder auf mein Handy. Meine Kumpels hatten alle zugesagt und sofort Zeit. Das hieß, dass ich mich nur warm anziehen musste und los fahren konnte. Genau das tat ich. Ich zog meine dicke, karierte Winterjacke an und meine warmen Stiefel. Ich hasste den Winter. Ich hasste ihn wie die Pest. Natürlich war es schön anzusehen. Aber wenn man in einem alten, kleinen Haus wohnte, das zu vielen Ecken undicht war, dann hasste man den Winter. Dann interessierte es mich nicht, wie sehr ich mich als kleines Mädchen aufs Schlittenfahren gefreut hatte und wie gerne ich Schneeengel gemacht hatte. Inzwischen war der Winter nur in meinem Auto schön. Aber das auch nur, wenn ich auf einer unbefahrenen Strecke war und driften konnte. Nicht, wenn die Straßen so zu waren und die meisten Leute sich trotzdem durch quälten. Dann musste man aufpassen, dass ein anderer nicht in das eigene Auto krachte und man ebenfalls die Kontrolle verlor. Das Problem hatte man im Sommer normalerweise nicht. Ich hatte mir noch meine Schlüssel geschnappt und war ebenfalls aus dem Haus gegangen. Mein Bruder war schon weg. Natürlich, ich hatte mir auch etwas mehr Zeit gelassen als er. Immerhin hatte ich es nicht eilig. Wobei ich auch nicht wusste, warum er so hektisch aus dem Haus gerannt war. Aber das hatte mich nicht zu interessieren. Oder doch? Ich wusste es nicht. Im Grunde war es immer noch seine Sache und ich mischte mich selten bis gar nicht in seine Angelegenheiten ein. Er lies es auch nicht zu. Schließlich sprach er nie mit mir über irgendwelche Dinge, die ihn belasteten. Viel eher wollte er alles von mir wissen. Was mir in letzter Zeit schon ziemlich auf die Nerven ging. Ich beschloss, nicht weiter darüber nachzudenken und stieg in meinen Pontiac. Eigentlich hätte ich lernen sollen, wie mir in diesem Moment einfiel. Aber ich hatte keine Lust zu lernen. Zumal ich die Jungs lange nicht gesehen hatte. Wir hatten uns mit Sicherheit viel zu erzählen. Außerdem erfuhr man viel neues, wenn man sich mit Leuten traf, anstatt nur zuhause zu sitzen und Bücher zu wälzen. Ich war nicht der Mensch dafür. Obwohl ich das sein sollte, wenn ich studieren wollte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 07 Feb 2016, 17:44

Wendy
Ich bekam nicht mit, dass mein Handy klingelte. Es lag im Wohnzimmer, wo ich es auf den Boden fallen gelassen hatte. Als das Klingeln begann, hatte ich das Haus schon längst verlassen. Im Nachhinein bereute ich es, dass ich einfach so aufgelegt hatte. Aber ändern konnte ich daran nichts mehr. Schon war ich in den Wald hineingestolpert, nichts ahnend, dass ich einen Verfolger hatte. Weil ich noch immer weinte, konnte ich praktisch nichts sehen. Es war ein Wunder, dass ich nicht direkt in einen Baum hineinlief. Mehrere Male drohte ich hinzufallen, doch zum Glück konnte ich mich im letzten Moment immer wieder auffangen. Ich wusste nicht, wo ich hinlief. Ich wusste nicht einmal, vor was ich genau davonlief. Vor Ty sicherlich nicht. Im Moment wünschte ich mir nichts mehr, als mich in seine Arme zu werfen, mich bei ihm auszuweinen und ihm alles zu erzählen, so dass er mich beschützen konnte. Aber ich konnte ihm nichts erzählen - durfte ihm nichts erzählen. Auch wenn mich das fertig machte. Aber ich wollte nicht, dass irgendjemand dadurch in Gefahr geriet. Das konnte ich meinen Liebsten nicht antun. Wenn jemandem von ihnen etwas geschah... das könnte ich mir nie verzeihen. Im nächsten Moment lief ich gegen eine Mauer. Oder war es doch ein Baum? Ich wurde zurückgeschleudert und landete auf dem Boden. Als die Mauer/der Baum sich plötzlich bewegte, stutzte ich. Ich hatte gerade genug Zeit, um mir die Tränen aus den Augen zu wischen, da wurde eine Hand auf meinen Mund gepresst, und ein schweres Gewicht drückte mich zu Boden. Erschrocken riss ich die Augen auf. Ich versuchte, mich unter dem Mann, der mich in seiner Gewalt hielt, hervorzuwinden, aber ich hatte keine Chance. "Na, wen haben wir denn da?", fragte der Mann. Ich konnte sein Gesicht nicht sehen, weil er vermummt war. Nur seine Augen - und die waren rabenschwarz. Ich schluckte. "Du brauchst nichts zu sagen, ich weiss schon, wer du bist. Gwendolyn Elisabeth Shepherd, habe ich Recht?" Nicht nur, dass dieser Mann mich zu Boden drückte und mir dabei halb die Luft abschnürte, nein. Was noch angsteinflössender war, war, dass er meinen Namen kannte. "Warum bist du denn eben so gerannt? Hast du etwa jemandem davon erzählt?" Oh Gott. Wer war dieser Mann, der so viel über mich wusste? Plötzlich verschwand die Hand von meinem Mund, stattdessen legte er mir sie um die Kehle. Der letzte Atemzug, den ich wie selbstverständlich genommen hatte, reichte nicht aus, um mich über längere Zeit mit Sauerstoff zu versorgen. Ich bekam es mit der Panik zu tun. Ich bekam keine Luft mehr! Ich wusste nicht, wie, aber ich schaffte es, den Kopf leicht zu schütteln. "Gut so. Denk' daran: Keine Polizei, und auch sonst niemanden. Und morgen Abend stehst du pünktlich mit der genannten Summe auf diesem gottverdammten Parkplatz. Wenn nicht..." Er drückte meine Kehle noch enger zu. Ich japste nach Luft, bekam aber keine. Langsam wurde mir schwindelig. "Denk' daran, Gwendolyn Elisabeth Shepherd. Denk' daran." Ich konnte nicht mehr denken. Es wurde immer dunkler um mich herum. Ich bekam nichts mehr davon mit, dass der Mann mich losliess und in die entgegengesetzte Richtung verschwand. Kaum zweihundert Meter von meinem Zuhause entfernt, mitten im Wald, verlor ich das Bewusstsein.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 12 März 2016, 14:04

Ty

Ich versuchte die ganze Fahrt lang sie zu erreichen. Ich vermutete einerseits das sie nicht abhob weil ich an rief und Anderseits das sie ihr Handy wo möglich einfach fallen lassen hat oder der gleichen... Mir schien beides eine Möglichkeit zu sein. weil Wieso hatte sie einfach aufgelegt? Wieso hatte sie geweint? Was um alles in der Welt ist passiert das sie so aufgelöst war!? Und wieso sprach sie nicht mir mir? Hunderte solcher Fragen gingen mir durch den Kopf und sorgten dafür das ich so abgelenkt fuhr das ich fast in ein anderes Auto fuhr. Im letzen Moment lenkte ich noch um und umklammerte das Lenkrad mit rasendem Herzen. Ich musste mich beruhigen... Ich war immerhin gleich das und dann würde sich bestimmt alles aufklären. Jetzt einen Unfall zu bauen wäre wohl das letzte das dieser Situation helfen würde. Ich schob also alle Gedanken beiseite und konzentrierte mich auf die Straße, so weit mir das eben möglich war. Verrückt vor Sorge hielt ich mit quietschenden Reifen in ihrer Einfahrt und riss die Autotür auf, die ich gleich wieder zu schlug. Ohne zu zögern oder mich umzusehnen lief ich zur Haustür und klingte erst. Als keine Reaktion kam hämmerte ich mit meiner Faust gegen die Tür. Da dies aber immer noch nichts brachte prüfte ich ob die Tür zu war, war sie nicht also trat ich ein. "Gwen!?", rief ich durchs Haus. Keine Antwort. Was zum...?! Hatte sie etwas das Haus verlassen? Aber ohne abzuschließen? Das sah ihr nicht ähnlich.. sowas würde sie nie tun.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 12 März 2016, 16:04

Wendy
Als ich zu mir kam, hatte ich keine Ahnung, wo ich war. Licht blendete mich. Ich kniff die Augen, die ich hatte öffnen wollen, wieder zusammen. Nach einer Weile stellte ich fest, dass ich auf dem Boden lag. Es war kalt, und es roch eigenartig nach Erde. Das war äusserst seltsam. Deshalb schlug ich die Augen dennoch auf. Über meinem Kopf befanden sich Äste. Viele Äste. Langsam drehte ich den Kopf zur Seite, trotzdem wurde mir schwindelig dabei. Ich lag auf dem nassen, kalten Waldboden, umzingelt von Bäumen. Wie war ich hierher gekommen? Stöhnend versuchte ich, mich aufzurichten, was mir jedoch nicht gelang. Ehe ich mich versah, landete ich wieder auf dem Boden. Mir war furchtbar schwindelig, und mein Hals schmerzte. Dazu kam noch ein Gefühl der Angst, das ich mir nicht erklären konnte. Fest stand nur, dass ich nicht länger hier herumliegen konnte. Ich musste hier weg. Nur wie? Ganz langsam richtete ich mich so weit auf, dass ich sitzen konnte. Als ich dann versuchte, auf die Beine zu kommen, wollten diese mich nicht tragen. Mir wurde schwarz vor Augen und ich stürzte wieder zu Boden. Verdammt nochmal. So würde ich es nie schaffen, von hier weg zu kommen. Ich wusste immer noch nicht, wo ich mich befand. Nachdem ich mich eine Weile umgesehen hatte, stellte ich fest, dass mir die Umgebung irgendwie bekannt vorkam. Ich befand mich im Wald, der direkt neben meinem Zuhause lag. Ja. Hier war ich schon öfters durchgekommen. Auch wenn ich mich auf keinem der Wege befand, die durch den Wald führten, wusste ich, dass es nicht weit bis nach Hause sein konnte. Vielleicht konnte ich es bis dorthin schaffen. Wiederum versuchte ich aufzustehen. Tatsächlich schaffte ich es dieses Mal, auf die Beine zu kommen. Nachdem ich ein paar Schritte nach vorne gestolpert war, sank ich jedoch wieder zu Boden. Ich war so erschöpft, dass ich kaum ein paar Meter laufen konnte. Aber hier im Wald konnte ich auch nicht bleiben. Warum eigentlich nicht? Bevor ich ernsthaft mit diesem Gedanken spielen konnte, fiel mir wieder alles ein. Der Drohbrief, Tys Anruf, meine Flucht, und dann... Dieser vermummte Mann, der meinen Namen gekannt hatte. Der mir gedroht und mich gewürgt hatte. Daraufhin musste ich wohl ohnmächtig geworden sein. Oh Gott. Was, wenn dieser Mann sich immer noch in der Nähe befand? Was, wenn er zurückkäme? Ich musste irgendwie zum Haus zurück. Dort könnte ich mich einschliessen, und dann wäre ich einigermassen sicher vor ihm. Ich hatte keine Ahnung, dass zu Hause bereits jemand auf mich wartete. Es dauerte eine schiere Ewigkeit, aber ich schaffte es immer wieder, mich auf die Beine zu kämpfen. Nachdem ich ein paar Meter geschafft hatte, musste ich jedoch immer wieder eine Pause einlegen, bevor ich weiterstolpern konnte. Als ich die Villa, in der ich mein ganzes bisheriges Leben verbracht hatte, schon sehen konnte, gaben meine Beine endgültig unter mir nach. Ich würde es nicht mehr schaffen, weiterzukommen. Dabei konnten es höchstens noch fünfzig Meter bis zu meinem Zuhause sein. Auf einmal erkannte ich der Wagen, der auf dem Kiesplatz vor der Villa stand. Es war Tys Auto! Ich versuchte, nach ihm zu rufen, aber aus meiner Kehle drang nur ein Flüstern. Nicht einmal Ty würde mich hören. Vor Verzweiflung stiegen neue Tränen in meine Augen und liessen alles vor mir verschwimmen. Dreckig, mit Blättern in den Haaren und Tränen, die mir übers schmutzige Gesicht liefen, lag ich auf dem Kiesplatz vor meinem Zuhause. Mutlos schloss ich die Augen.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 12 März 2016, 17:53

Juno
Die Fabrik lag nicht direkt um die Ecke, trotzdem brauchte ich mit meinem Wagen nicht lange, bis ich dort war. Ich drehte das Radio etwas lauter und fuhr über die leere Kreuzung. Manchmal wunderte ich mich, wenn ich problemlos irgendwo durch kam. Aber Detroit war eben nicht sehr beliebt. Die meisten Menschen, die hier wohnten, vermieden es, das Haus zu verlassen. Wobei ich der Meinung war, dass es auch auf die Umgebung ankam. Wenn man im Ghetto wohnte, konnte ich dieses Verhalten nach vollziehen. Wenige Minuten später erkannte ich schon das Fabrikgelände. Ich konnte jedoch nicht sagen, ob schon jemand dort war. Die Tore waren nie verschlossen, sodass wir mit den Autos meistens bis in den Innenhof fuhren. Außerdem waren sie so besser versteckt. Musste ja nicht jeder wissen, dass sich jemand dort aufhielt. Ich verringerte meine Geschwindigkeit und bog ab. Vorsichtig fuhr ich durch das schmal geöffnete Tor. Wir hatten nie etwas daran geändert. Das Tor war nur so weit offen, dass man mit dem Auto gerade so durch kam. Auch, um kein Aufsehen zu erregen. Als ich mich wieder auf den großen Hof vor mir konzentrieren konnte - zuvor hatte ich abwechselnd nach rechts und links gesehen, um mich zu versichern, dass mein Wagen die Tore nicht streifte - sah ich, dass wir fast alle waren. Im Rückspiegel sah ich noch ein Auto hinter mir. Der letzte. Irgendwie überkam mich auf einmal ein mulmiges Gefühl. Ich hatte die Jungs schon lange nicht mehr gesehen. Und es war seltsam, dass wir uns nun trafen. Aber was war schon dabei? Ein Treffen unter alten Freunden. Freunde, die sich seit langem nicht mehr gesehen hatte. Auf einmal wurde mir schlagartig bewusst, dass ich das einzige Mädchen in dieser Gruppe war. Aber was machte ich mir darüber auf einmal Gedanken? Das hatte mich doch auch sonst nie interessiert. Und wir waren immer gut miteinander ausgekommen. Aber hatte uns die Zeit nicht alle ein wenig verändert? Den einen mehr, den anderen weniger? Ich schluckte meine Bedenken hinunter. Das würden wir gleich feststellen. Meinen Wagen stellte ich neben einen alten, roten Buick. Ich wusste, dass er Dean gehörte. Damit hatte er schon lange angegeben, dass er diesen Wagen gekauft hatte. Damals war er ziemlich verrostet gewesen. Er hatte einiges an Arbeit hinein gesteckt. Wie wir alle in unsere Wagen.
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