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 PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin

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Delilah

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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 17:20

Als meine Schwester das Argument brachte das sie keine acht mehr war lachte ich etwas, natürlich hatte ich das Brettspiel nur vorgeschlagen um sie zu ärgern. Ich kann mich noch erinnern als sie acht war, damals war es so einfach gewesen ihr Angst einzujagen. Es brauchte nur eine gute Horrorgeschichte und die richtige Erzähler Stimme, und schon hatte sie angst. Da ich auf einen Film sowieso nicht so recht lust hatte war ich schon beinahe froh als sie sagte das sie keinen neuen mehr hätte. Dann fragte sie wieso ich das reden vorgeschlagen hatte, fragte ob ich etwas zu bereden hätte. Ich grinste nur etwas. "Nein, du kennst mich ja, bei mir gibt´s nicht viel zu reden", sagte ich. Ich erzählte wirklich wenig, aber das war ach gut so. Meine kleine Schwester sollte nicht alles wissen, das meiste würde sie sowieso nur unnötig aufregen oder ihr gar Angst machen. Sie sollte nur wissen, was sie unbedingt wissen wusste. Schließlich hatte sie ja ihre eigenen Probleme, bei denen ich ihr gerne helfe. Ich vernahm das klingeln meines Handys und eilte in mein Zimmer. Auf dem Display schien der Name Wendy auf. Ich wusste nicht recht auf was ich mich einstellen sollte und hob einfach ab. "Wendy?", fragte ich.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 17:45

// Ich hoffe, Soulweeper ist mir nicht böse, dass ich einfach mal an ihrer Stelle geantwortet habe - aber sonst zieht sich das RPG ja ewig hin ^^

Wendy
Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, bis endlich das Freizeichen ertönte. Wahrscheinlich waren es nur ein paar Sekunden gewesen, aber es war kam mir viel länger vor. Die Zeit konnte sich wirklich drastisch verlangsamen, wenn man Hilfe brauchte. Ich wollte gar nicht daran denken, wie lange ich noch hier auf dem Küchenboden herumsitzen würde - alleine. Die Verzweiflung überkam mich, und ich spürte, wie Tränen in meinen Augen aufstiegen. Endlich, endlich meldete sich Ty. Er sprach mich mit meinem Spitznamen an - Wendy. Eigentlich hiess ich ja Gwendolyn, aber meine Familie und meine Freunde nannten mich schlicht und einfach 'Wendy'. Ich konnte gar nicht sagen, wie froh ich war, Tys Stimme zu hören. "Ty", brachte ich hervor, wobei meine Stimme etwas zitterte. Er fragte sich sicher, warum ich ihn anrief - wo ich mich doch später mit ihm und seiner Schwester treffen wollte. Also machte ich mich daran, es ihm zu erklären. Ich holte kurz Luft. "I... Ich habe mir mit einem Messer in die H... Hand geschnitten, beim Abtrocknen...", begann ich. Ich musste wahrscheinlich nicht erwähnen, dass ich kein Blut sehen konnte - und jetzt blutete. Das wusste er auch so. Und wenn ich es ausgesprochen hätte, wäre mir wahrscheinlich schon wieder schwindelig geworden. Ich sah sowieso gerade alles verschwommen - ob es wegen aufsteigenden Tränen oder wegen des Blutsverlusts war, wusste ich nicht. Ich wollte lieber nichts riskieren. Hastig sprach ich weiter. "I... Ich kann mich nicht um die Wunde kümmern. I... Ich b... bin alleine, nur T... Teddy ist hier." Der kleine Yorkshire-Terrier-Mischling kam auf mich zugetapst und setzte sich neben mich. Hätte ich eine Hand frei gehabt, hätte ich ihn gestreichelt. Aber mit einer Hand hielt ich das Handy an meinem Ohr fest, und die zweite... Die blutete wahrscheinlich immer noch. Sie wurde immer feuchter und feuchter. Warum gerann das Blut nicht allmählich? Ich erinnerte mich daran, dass ich immer noch mit Ty telefonierte. Ich zögerte kurz. Ich belästigte andere Leute nicht gerne mit meinen Problemen und mochte es nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Aber ich wusste auch, dass ich Hilfe brauchte - sonst würde ich womöglich noch verbluten, hier, auf dem Küchenboden. Ich sank ein Stückchen weiter zu Boden. "K... Könntest d... du oder J... Jo vielleicht vorbeikommen? I... Ich schaff' d... das n... nicht", flüsterte ich schon fast. Ich hoffte, Ty hatte mich trotzdem gehört. Ich hatte nicht die Nerven, meine Worte nochmals zu wiederholen. In diesem Moment fiel mir ein, dass weder er noch Juno wussten, wo ich wohnte. "Ty?", murmelte ich, dann nannte ich ihm die Adresse der Villa. "Bitte... beeil' dich", hauchte ich ins Handy. Oh Gott. Meine Verzweiflung wurde von Minute zu Minute stärker. Schliesslich spürte ich, wie sich meine Jeans am Oberschenkel mit Blut vollsog. Die Blutlache musste sich weiter ausgebreitet haben. Mir wurde schon wieder schwindelig.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 18:00

// Kann ich verstehen, macht sicher nichts ^^//
Ty
Ich hörte mir an was passiert war und bekam einen trocknen Mund. Ich wusste das ich vermutlich gerade Kreidebleich geworden war. Wendy, die kein Blut sehen konnte, war allein zuhause und Blutete weiß Gott wie stark. Ich schluckte, und gerade als ich sie nach ihrer Adresse Fragen wollte sagte sie Sie mir. "Okay, ganz ruhig ich bin gleich da.", sagte ich und legte auf. Ich steckte das Handy in die Hosentasche und eilte in die Küche. "Ich bin kurz weg, bleib hier ich erkläre dir später was genau passiert ist.", sagte ich zu Jo und hastete dann auch schon zur Tür. Auf dem Weg dort hin schnappte ich mir meine Jacke und meine Autoschlüssel, ehe ich auch schon zur Tür raus war. Ich stieg in denn Wagen und startete denn Motor, ehe ich, vermutlich etwas zu schnell, zu der von Wendy angegebenen Adresse fuhr. Erst jetzt fiel mir ein das weder ich noch Jo je bei Wendy waren, und sie auch noch nie einem von uns ihre Adresse gegeben hatte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 18:54

//Nein, ist kein Problem.

Juno
Nachdem ich meinen Bruder gefragt hatte, ob er mir irgendetwas zu erzählen hatte, hatte er verneint. Er hatte gesagt, ich würde ihn doch kennen, bei ihm gäbe es nicht viel zu reden. Ich hatte genickt und auf den Boden gesehen. Ja, Ty erzählte nie viel. Wobei es schon ein Wunder war, wenn er mir überhaupt etwas erzählte. Ich verstand das bis heute nicht. Ich wusste, dass ich immer zu ihm kommen konnte. Aber andersherum war es doch genau so. Er konnte sich ebenso auf mich verlassen. Manchmal fragte ich mich, ob er das nicht wusste. Und manchmal machte es mich sogar traurig, dass er mir nichts aus seinem Leben erzählte. Aber ich hatte mich damit abgefunden. Was sollte ich auch sonst tun? Kurz darauf klingelte Ty's Handy. Mein Bruder war schnell aus der Küche gegangen und in sein Zimmer. Ich hatte beschlossen, ihm nicht hinter her zu gehen. Er wollte mir nichts aus seinem Leben erzählen und ich würde ihm nicht nachspionieren. Damit würde ich seine Privatsphäre verletzen und aller Wahrscheinlichkeit nach, sein Vertrauen verlieren. Und das wollte ich unter keinen Umständen riskieren. Kurz darauf erschien mein Bruder wieder in der Küche. Er sah irgendwie besorgt aus. Und war etwas bleich um die Nase. Fragend sah ich ihn an. Doch er meinte nur, er wäre kurz weg und ich solle hier bleiben. Später würde er mir erklären, was genau passiert wäre. Bevor ich etwas sagen konnte, war er zur Tür gehastet. "O...okay.", stammelte ich und hörte kurz darauf, wie er mit seinem Wagen davon fuhr. Ich sah kurz auf meine Tasse. "So...da wärst du nun Jo. Alleine. Wie Wendy. Nur ohne Hund.", sagte ich leise zu mir selbst. Ich war es wirklich nicht gewohnt, alleine zu Hause zu sein. Meistens hatte ich meinen großen Bruder um mich herum. Ich rutschte von der Küchentheke, trank den letzten Schluck kalten Kaffee und begann dann, meine und die Tasse meiner Mutter abzuspülen. Mit kaltem Wasser. Warmes Wasser hatten wir auch hier nicht. Wir hatten schließlich nur einen zentralen Boiler. Und wenn der nicht funktionierte, gab es eben nirgends im Haus warmes Wasser. Aber man gewöhnte sich nach den Jahren daran. Auch wenn ich nichts dagegen hatte, wenn es anders wäre. Wirklich nicht. Ich lies das schmutzige Wasser ab und trocknete die Tassen. Anschließend verstaute ich sie in einem der Küchenschränke. "Und jetzt?", fragte ich mich selbst. Ich zuckte mit den Schultern und schlurfte ins Wohnzimmer, wo ich mich auf die Couch fallen lies.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 19:31

Wendy
Ty hatte sich alles ruhig angehört. Zu ruhig. Er hatte überhaupt keinen Ton von sich gegeben, wie mir jetzt auffiel. Ich befürchtete schon, er habe viel früher aufgelegt, als ich auf einmal ein 'okay' hörte. Er meinte, ich solle ganz ruhig bleiben, und er sei gleich da. Im nächsten Moment hörte ich nur noch ein Piepsen. Er hatte aufgelegt. Ich legte das Handy neben mir auf dem Boden ab - falls ich es noch einmal brauchen sollte. Dann schloss ich die Augen und legte den Kopf zurück. Oh Gott, mir war so schwindelig. Und je länger ich alleine war - und blutete -, desto grösser wurde meine Verzweiflung. Ich wusste nicht genau, wo Jo und Ty wohnten. Aber ich schätzte, ich würde mindestens zehn Minuten warten müssen. Zehn Minuten. Normalerweise war das eine kurze Zeitdauer. Doch wenn man auf Hilfe warten musste, waren selbst diese zehn Minuten unendlich lang. Die Zeit rann dahin, und ich hörte nichts ausser meinen eigenen Atemzügen. Irgendwann hörte ich, wie Teddy aufstand. Ich schlug die Augen auf und blickte zu ihm. Er sah mich mit seinen grossen, braunen Augen an und schien nicht recht zu wissen, was er tun sollte. Ich rief ihn zu mir her. Ich brauchte Trost. Ich musste meine Verzweiflung irgendwie herunterschrauben. Ich musste mich beruhigen. Teddy setzte sich wieder neben mich, und ich streichelte ihn mit meiner unverletzten Hand. Nach einer Weile fiel mir ein, dass Ty noch gar nie hier gewesen war. Wahrscheinlich hatte er sich zusammengedichtet, dass ich in der Küche sein musste - schliesslich hatte ich abgetrocknet, als es passiert war. Aber unsere Villa war so gross, dass es wahrscheinlich eine Weile dauern würde, bis er mich gefunden hätte. Oh Gott. Ich müsste es noch länger alleine aushalten. Meine Jeans wurde immer feuchter, an der Stelle, wo sie sich mit meinem Blut vollsog. Auf einmal fiel mir auch ein, dass weder die Haustür noch ein Fenster geöffnet waren. Ty würde gar nicht zu mir hereinkommen! Jetzt konnte ich mich nicht mehr beruhigen, auch wenn Teddy weiterhin bei mir sass und versuchte, mich zu beruhigen. Alles verschwamm vor meinen Augen, als sie sich nun mit Tränen füllten, die an meinen Wangen herunterrannen. Ich schluchzte leise. Ich konnte nicht fassen, in welche missliche Lage ich geraten war. Ich war, abgesehen von Teddy, alleine zu Hause, hatte mich in die Hand geschnitten, blutete noch immer und war im eigenen Haus eingeschlossen. Besser hätte ich es wirklich nicht treffen können. Nach einer oder zwei Minuten riss ich mich jedoch wieder zusammen. Wenn ich etwas daran ändern wollte, dann musste ich etwas unternehmen. Zur Haustür würde ich es niemals schaffen... aber vielleicht bis zur Terrasse. Wenn ich die Terrassentür öffnete, könnte Ty hereinkommen und mir helfen. Ja. Ich musste es schaffen. Ich hörte auf, den kleinen Hund zu streicheln, und stützte mich wiederum auf meine unverletzte Hand. Die andere presste ich an meinen Bauch, obwohl sie dadurch höllisch schmerzte. Ich spürte, wie das Blut mein T-Shirt durchtränkte, aber immerhin sah ich es nicht. Langsam kroch ich vorwärts, Stück für Stück. Ich hatte noch nicht einmal die Tür von der Küche zum Wohnzimmer erreicht, als ich schon das Gefühl hatte, nicht mehr zu können. Doch ich biss mir auf die Unterlippe und kämpfte mich weiter voran. Ich war unerträglich langsam, und auf dem Weg wurde mir öfters so schwindelig, dass ich anhalten musste. Aber irgendwann hatte ich es geschafft, zum nächsten Fenster zu kommen. Es war die Tür hinaus zur Terrasse, auf der Hinterseite der Villa. Ich hoffte, Ty würde darauf kommen, um das Haus herumzugehen. Mittlerweile klebte mein T-Shirt an mir, so vollgesogen war es mit dem Blut. Die Wunde hätte schon längst gerinnen sollen. Hatte ich mir einen noch tieferen Schnitt zugefügt, als ich anfangs gedacht hatte? Langsam verkleinerte sich mein Sichtfeld, und mit jedem Moment wurde mir noch schwindeliger. Vermutlich könnte ich nicht wach bleiben, bis Ty hier war. Mit letzter Verzweiflung richtete ich mich auf, so gut ich konnte, und öffnete die Terrassentür. Kühle Luft drang von draussen herein. Ich konnte nicht mehr. Alles verschwamm vor meinen Augen. Atemlos sackte ich zu Boden, so dass ich auf der Seite landete, meine verletzte Hand immer noch an meinen Bauch gepresst. Dann wich alle Kraft aus meinem Körper. Schlaff fiel meine Hand zu Boden, als ich das Bewusstsein verlor. Teddy begann zu bellen, aber davon bekam ich nichts mehr mit. Auch nicht, dass er zur Terrassentür herauswollte. Doch ich hatte sie nur einen Spalt breit geöffnet, so dass der kleine Hund nicht fliehen konnte. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiter zu bellen.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 19:42

Ich hielt vor einer Riesigen Villa. Hatte sie mir die richtige Adresse gegeben? Wenn nicht, dann wow das hatte ich wirklich nicht erwartet. Ich hielt mich nicht lange mit staunen auf sonder stellte den Motor ab und stieg aus. Ich schloss den Wagen ab und rannte zur Haustür, abgeschlossen. Na toll! Ich rannte um das Haus herum hielt nach einer Terrassentür oder einem Geöffnetem Fenster ausschau. Tatsächlich entdeckte ich eine Terrassentür die einen Spalt geöffnet war. Gott sei dank! Noch bevor ich dort war sah ich Wendy die am Boden lag, ich rannte schon fast zu der Tür und machte sie auf. Natürlich schloss ich sie wegen Teddy wieder hinter mir. "Wendy?", fragte ich geschockt und ging auf die Knie. Ich rüttelte sie etwas. "Wendy, hörst du mich?", fragte ich. Ich wartet  jedoch keine Antwort ab und sprang schnell auf um etwas zu holen mit dem ich einen Druckverband machen konnte. Ich schnappte mir das nächst beste, und vor allem sauberste, Geschirrtuch und eilte wieder zu Wendy. Ich kniete mich zu ihr und nahm sanft ihre Hand, ehe ich einen Druckverband um die, recht tiefe, Schnittwunde anlegte. "Wendy?", fragte ich wieder um ihr Bewusstsein zu überprüfen.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 19:55

Juno
Ich lag auf der Couch und starrte an die Decke. Ich wusste nicht, was passiert war, das Ty so eilig hatte gehen lassen. Ich wusste nicht mal, wer angerufen hatte. Ich wusste nicht, wo er hingegangen war. Und ich wusste auch nicht, wann er wieder kommen würde. Ich seufzte. Mir war wirklich langweilig. Ich rappelte mich etwas auf und sah mich um. Hinten in einer Ecke des Raumes sah ich mein Buch liegen, das ich vor einigen Tagen angefangen hatte zu lesen. Auch wenn ich mich für Autos interessierte und gerne grillte - was in meinen Augen eher Männerhobbies waren - hatte ich trotzdem noch ein Hobby, das wohl eher den weiblichen Geschöpfen dieser Welt zugeordnet wurde. Ich las gerne. Aber keine Liebesromane. Damit konnte ich definitiv nichts anfangen. Ansonsten war ich ziemlich offen, was die verschiedenen Genres betraf. Obwohl ich sagen konnte, dass ich allen voran am liebsten Thriller las. Auch wenn ich wusste, dass ich sie nie abends oder kurz bevor ich ins Bett ging, lesen sollte. Auch wenn ich inzwischen 18 Jahre alt war, konnte ich nach so etwas nie schlafen. Ich hasste es demnach immer, wenn mein Bruder wieder einmal die Idee hatte, nachts noch einen Horrorfilm zu schauen. Ich liebte Filme, aber ich konnte danach nicht schlafen. Daher war ich immer froh, wenn er mich anschließend bei sich schlafen lies. Und ich war ihm dankbar, dass er das niemandem erzählte. Nicht einmal unserer besten Freundin. Das wäre  mir nämlich wirklich peinlich. Ich war also aufgestanden und hatte mir mein Buch geholt. Ein Band der "Skulduggery Pleasant"-Reihe. Irgendwie mochte ich diese Reihe. Es war mal etwas erfrischend anderes, als meine Thriller. Vor allem, nicht so brutal und blutig. Diese Bücher konnte ich sogar spät Abends lesen. Auch wenn ich da, ehrlich gesagt, meist viel zu müde war. Ja, ich schlief außerdem auch sehr gerne. Ich war zurück zur Couch gegangen, hatte mich erneut darauf geworfen und das Buch an der Seite aufgeschlagen, an der ich eine Seite eingeknickt hatte. Ich hatte erst kürzlich mein Lesezeichen verlegt, also hatte ich mir so geholfen. Doch ich konnte mich momentan nicht richtig auf den Inhalt des Buches konzentrieren. Ich hasste es, nicht zu wissen, wo mein Bruder sich befand. Und vor allem: Wann er wiederkommen würde.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 20:16

Wendy
Schwarz. Alles um mich herum war schwarz. Die Dunkelheit war undurchdringlich, und ich wusste nicht, wie ich sie wieder verlassen sollte. Aber im Moment wollte ich das auch nicht. Die Schwärze war gut, beruhigend und still. Nichts war zu sehen, nichts war zu hören. Ich konnte mich ganz der Dunkelheit hingeben. Doch nach einer Weile nahm ich doch etwas wahr. Es war eine Stimme. Es klang, als sei sie sehr weit weg, aber ich hatte das Gefühl, dass sie mir ganz nah war. Obwohl ich die Stimme nicht erkannte und auch nicht wusste, was sie sagte, kämpfte ich mich aus der Schwärze in die Wirklichkeit zurück. Stück für Stück, ganz langsam. Irgendwann kam ich zu mir.
Ich lag auf dem harten, glatten Boden. Mein Kopf schmerzte, aber noch grössere Schmerzen gingen von meiner Hand aus. Sie wurde von irgendetwas gehalten, und ich spürte, wie sie mit etwas Weichem umwickelt wurde. Ein Verband, begriff ich. Es wurde ein sehr fester Verband. Und das, was meine Hand hielt, war eine andere Hand. Sie war warm und sanft, fühlte sich gut an. Mein T-Shirt und meine Jeans fühlten sich an zwei Stellen sehr feucht an und klebten förmlich an mir. Das war unangenehm, aber im Moment konnte ich nichts daran ändern. Ich war noch nicht einmal richtig wach. Irgendwann stieg mir ein metallischer Geruch in die Nase, aber noch etwas anderes. Ein warmer, vertrauter Geruch. Nach ein paar Momenten schaffte ich es, die Augen aufzuschlagen. Ich erkannte zwei Knie vor meinen Augen, zwei Beine, die in Jeans steckten. Ich drehte den Kopf, langsam, damit der Schwindel nicht unerträglich wurde. Schliesslich erkannte ich, wer sich da um meine Hand kümmerte. "Ty", murmelte ich und schaffte sogar ein kleines Lächeln. Ich war so froh, dass er hier war und dass ich nicht mehr länger alleine war. Als Ty gekommen war, war Teddy nicht von seiner Seite gewichen. Ich erkannte den kleinen Hund, der neben meinem besten Freund sass und ihn bei allem beobachtete, was er tat. Ich liess meinen Blick wieder zu Ty wandern. Auf keinen Fall wollte ich auf den Boden oder auf meine Hand sehen, auch wenn die mittlerweile in einem Druckverband steckte. Deshalb blickte ich lieber zu Ty hoch. "I... Ist es schlimm?", fragte ich ihn. Ich machte mir schon etwas Sorgen. Wenn die Wunde zu tief war, müsste ich wohl doch ins Krankenhaus, um sie nähen zu lassen. Aber ich hoffte, dass dem nicht so war. Ich hoffte, dass mein bester Freund mich beruhigen konnte - und würde. Und danach wollte ich unbedingt etwas anderes anziehen. Meine Kleider klebten von dem ganzen Blut an mir, und wahrscheinlich hatte ich von der Küche bis hierher eine Blutspur gezogen. Ich wollte gar nicht daran denken. Ich konzentrierte mich auf die Augen meines besten Freundes. Sie hatten mich noch immer beruhigen können.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 20:29

Ich blieb ungeduldig an Wendys Seite. Sie müsste aufwachen....komm schon Wendy...wach auf.. Ich hielt sanft ihre Hand und wartete weiter angespannt ab. Als ich endlich vernahm das sie meinen Namen murmelte atmete ich erleichtert auf und lächelte etwas. Gott sei Dank! Ich legte ihren Kopf behutsam in meinen Schoss. "Hi", flüsterte ich. Als sie mich fragte ob es schlimm sei, musste ich seufzten. "Ich konnte nicht viel sehen, aber es muss nicht genährt werden.", sagte ich beruhigend. "Du hast nur eine Blöde Stelle erwischt", meinte ich und lächelte ihr Aufmunternd zu. Puh...ich konnte die Erleichterung das sie aufgewacht war nicht verbergen, und blickte ihr beruhigt in die Augen. "Wie fühlst du dich?", fragte ich. Ich wusste wie unmöglich diese Frage war, die Antwort darauf könnte ich mir schließlich auch selbst denken aber ich wollte ihre Stimme hören. Ich musste sie hören, um mich zu vergewissern das sie nicht gleich wieder Ohnmächtig wurde.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 20:53

// Hatte gerade was wichtiges zu erledigen, Sorry!

Juno
Erfolglos klappte ich das Buch wieder zu und legte es auf den Couchtisch. Wenn ich mir einen Satz fünf mal durchlesen musste, und ihn danach immer noch nicht wahr nahm, dann hatte es keinen Sinn, das Buch zu lesen. Ich konnte mich nicht konzentrieren. Ich machte mir wirklich Sorgen. Ich wollte wissen, wo mein Bruder hin war. Wie konnte er mich nur so ahnungslos und ohne jegliche Information zurück lassen? Außer, mir zu sagen, dass ich hier bleiben solle und er mir später alles erklären würde. Aber was fing ich schon damit an? Wo sollte ich schon hin? Ich wusste nicht mal, in welchem Café wir uns mit Wendy treffen würden. Schon allein darum war ich ziemlich aufgeschmissen. Ich seufzte. Ja, mein Bruder war wirklich wichtig für mich. Aber er würde mit Sicherheit bald wieder kommen. Oder mich anrufen...mir sonst irgendwie Bescheid geben. Zumindest hoffte ich das. Aber mein Bruder war nicht so. Er lies mich nicht alleine, ohne jegliche Information. Dazu war ich ihm viel zu wichtig. Hoffte ich zumindest. Ich stand auf und ging im Wohnzimmer auf und ab. Ich war wirklich nervös. Ich hasste es, nichts zu wissen. Oh und wie ich es hasste! Außerdem wollte ich meinen Bruder jetzt nicht anrufen. Ich wusste schließlich nicht, ob er noch in seinem Wagen saß und über irgendeinen Highway bretterte. Ich wollte ihn auch nicht stören, wenn er sonst in irgendeiner unpässlichen Situation war. Nein, das wollte ich nicht. Aber ich wurde hier noch verrückt. Ich hatte niemanden, mit dem ich mich momentan beschäftigen konnte. Schließlich schaltete ich den Fernseher ein. Vielleicht würde der mich ablenken. Außerdem musste ich mich dabei nicht so sehr konzentrieren, wie auf ein Buch. Der Fernseher lief und ich hörte Stimmen. Das reichte eigentlich schon. Wenn ich irgendjemand reden hörte, könnte mich das schon beruhigen. Das hoffte ich zumindest. Oh man, wie viel ich im Moment hoffte...Ich sollte damit aufhören. Ich schmiss mich wieder auf die Couch und zappte durch die Kanäle. Überall kamen nur Nachrichten. Und ich hasste Nachrichten. Die meisten hatten sowieso nur irgendwelche schlechten Informationen und sagten, wie böse die Welt momentan war. Gute Neuigkeiten hörte man da schließlich selten.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 21:01

// Kein Problem Wink

Wendy
Ich hörte Tys erleichtertes Aufatmen, als ich seinen Namen murmelte. Aus irgendeinem Grund machte mein Herz einen Satz und klopfte anschliessend sehr schnell. Ich konnte es mir nicht erklären, und im Moment hatte ich auch keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen. Ausserdem begann mein mein Kopf wieder zu schmerzen, wenn ich über irgendetwas nachgrübelte - deshalb vermied ich das im Moment lieber. Ich verpasste Tys Lächeln leider, da ich in diesem Augenblick noch immer meinen Kopf drehte und nicht alles klar und deutlich vor mir erkennen konnte. Dabei mochte ich Tys Lächeln. Es brachte mich immer selbst zum Lächeln. Aber wie gesagt, konnte ich es leider nicht bewundern. Ehe der Schwindel abklang, spürte ich eine Hand, die sich unter meinen Kopf schob. Behutsam hob Ty meinen Kopf an, um ihn in seinen Schoss zu legen. Nun sah ich zu ihm hoch - und konnte seinen Geruch umso deutlicher wahrnehmen. Ich spürte die Wärme seines Beines unter meinem Kopf, und irgendwie konnte ich mich noch mehr beruhigen. Ein leises 'hi' drang an mein Ohr, nur geflüstert. Als ich Ty fragte, ob es schlimm sei, seufzte er. Oh je. War es noch schlimmer, als ich befürchtet hatte? Nein. Ty antwortete, er habe nicht viel sehen können, aber es müsse nicht genäht werden. Ich war sehr erleichtert über diese Antwort. Dann musste ich wahrscheinlich wirklich nichts in Krankenhaus. Ich wandte meine Aufmerksamkeit wieder Ty zu, als er erneut zu sprechen begann. Er meinte, ich hätte nur eine blöde Stelle erwischt. Dazu schenkte er mir ein aufmunterndes Lächeln. Ja, die Handfläche war wirklich sehr unpraktisch. Aber ich hatte mich ja nicht absichtlich verletzen wollen. Das war wieder einmal meiner grenzenlosen Ungeschicktheit zu verdanken. Na toll. Immerhin musste die Wunde nicht genäht werden. Ich erwiderte Tys ruhigen Blick, dann fragte er mich, wie ich mich fühlen würde. Ich überlegte kurz und zuckte dann mit den Schultern. "Ganz okay, glaube ich", murmelte ich und schenkte Ty ein beruhigendes Lächeln. Ich wusste, dass er sich wahrscheinlich grosse Sorgen um mich gemacht hatte. Zumindest, bis ich aufgewacht war. Wie lange war ich überhaupt bewusstlos gewesen? Ich hatte keine Ahnung. Aber eigentlich war es auch egal. Hauptsache, es ging mir wieder etwas besser. "Ich hab' nur höllische Kopfschmerzen, und meine Hand tut etwas weh, aber ansonsten geht es mir gut", fügte ich hinzu. Hm. Mit der Zeit wurde der Boden ganz schön hart - auch wenn mein Kopf inzwischen in Tys Schoss lag. Eigentlich genoss ich es auch, ihm so nahe zu sein, aber das Liegen auf dem harten Boden wurde unbequem. Vielleicht sollte ich mich aufs Sofa legen - aber dazu bräuchte ich Tys Hilfe.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 21:09

Ty
Als sie sprach, und mir sagte das sie Schmerzen hatte nickte ich etwas. "Okay, pass auf.", meinte ich, "Ich helfe dir jetzt aufs Sofa und dann bring ich dir ein Glas Wasser inklusive Schmerztablette.", sagte ich. "Vorausgesetzt du sagst mir wo sie sich befinden", fügte ich mit einem Lächeln hinzu. Ich hob ihren Kopf behutsam von meinem Schoss und half ihr sich aufzusetzen. Dann legte ich sanft eine Hand um ihre Taille und half ihr auf, ehe ich sie zum Sofa brachte. Ich half ihr sich hinzulegen und schnappte mir dann eine Decke die am Fußende lag, ehe ich sie mit dieser Zudeckte. "Okay, besser so?", fragte ich sie. Ich muss mich gleich auch noch bei Jo melden, sie macht sich bestimmt Sorgen...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 21:22

Juno
Ich zappte noch immer durch die Kanäle. Ohne irgendein besonderes Ziel. Naja, eigentlich suchte ich nur nach etwas interessantem. Etwas, das nicht irgendwelche Nachrichten ausstrahlte. Aber auf eine dämliche Kindersendung hatte ich auch keine Lust. Ich stöhnte genervt auf. Wie ich es hasste, alleine zu sein! Wie musste es dann Wendy gehen? Soweit ich wusste, war sie zum größten Teil immer alleine zu Hause. Ich wusste nur, dass sie einen Hund hatte. Aber ihre Eltern waren meistens auf Geschäftsreise. Oh Gott, Wendy musste sich ja unheimlich langweilen! Sie hatte mir schon immer Leid getan, dass ihre Eltern nie zu Hause waren, aber jetzt? Jetzt hatte ich erst Recht Mitleid mit ihr. Ich hatte ja schließlich noch meinen Bruder. Sie hatte zwar ihren kleinen Hund, aber das ersetzte doch noch lange keinen Menschen. Außerdem schliefen Hunde doch einen Großteil des Tages? Oder nicht? Ich war, was Tiere anbelangte, wirklich extrem uninformiert. Aber ich hatte auch gar keine Lust, mich genauer zu informieren. Wir hatten ja keine Tiere. Und ich würde auch keines bekommen. Dazu fehlte uns das Geld. Wir hatten ja kaum etwas für uns zu essen, wie sollten wir dann noch einen Hund oder irgendein anderes Tier durchfüttern? Ich glaubte kaum, dass eine Katze es jeden Tag schaffte, sich genügend Mäuse oder sowas zu fangen. Ich war endlich auf einem Sender hängen geblieben, der etwas relativ interessantes brachte. Einen Film, der vor ein paar Jahren im Kino gelaufen war. Momentan fiel mir der Titel und die genaue Handlung darin nicht ein, aber das war nicht weiter wichtig. Wichtig war nur, dass er mich ablenkte und mich unterhalten konnte. Aber der Faktor, mich abzulenken, war mir definitiv am wichtigsten. Ich würde mich sonst noch vor Sorgen auffressen. Im übertragenen Sinne. In der Realität würde ich das natürlich nie tun. Ich würde mich doch schließlich nicht selbst essen! Wie auf Kommando knurrte mein Magen. Ich stöhnte. Musste das jetzt sein? Ich wusste noch von vorhin, als Ty den Kühlschrank geöffnet hatte, dass dieser leer war. Nicht ganz leer, aber ziemlich. Trotzdem stand ich auf und ging in die Küche. Vielleicht würde ich noch irgendwo einen Keks oder eine Scheibe Zwieback finden. Das würde mir schon um einiges helfen. Es war zwar nicht viel, aber mein Magen wäre beschäftigt. Zumindest für kurze Zeit.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 21:51

Wendy
Als ich ihm meine Schmerzen beichtete, nickte Ty. Er begann mit einem 'okay' und forderte mich auf, aufzupassen. Ich schenkte ihm meine volle Aufmerksamkeit. Im Moment gab es auch nichts, das mich ablenken könnte - ausser den Schmerzen. Oh Gott. Wenigstens blutete die Wunde nicht mehr, oder wurde dank des Druckverbands daran gehindert. Ty meinte nun, er helfe mir jetzt aufs Sofa, und dann bringe er mir ein Glas Wasser inklusive Schmerztablette. Oh ja, das war gut. Eine Schmerztablette würde sicherlich helfen. Dann würde ich mich etwas besser fühlen. Vorausgesetzt, fügte er hinzu, ich würde ihm sagen, wo sie sich befinden. Er lächelte, und ich erwiderte sein Lächeln schwach. Ich konnte verstehen, was er meinte. Das Haus - die Villa - war wirklich riesig, und es gab dutzende Möglichkeiten, wo man Schmerztabletten lagern konnte. In der Küche, im Badezimmer, im Schlafzimmer, im Flur - überall. Und weil es hier gleich mehrere Bade- und Schlafzimmer gab, würde sich die Suche für Ty noch schwieriger gestalten. Natürlich würde ich ihm verraten, wo wir die Schmerztabletten lagerten. Bevor ich antworten konnte, hob Ty meinen Kopf wieder von seinem Schoss und liess ihn behutsam auf den Boden sinken. Danach half er, mich aufzusetzen. Mir wurde zwar wieder schwindelig, aber Ty hielt mich aufrecht und liess mich nicht zu Boden sacken. Kaum war der Schwindel ein wenig abgeklungen, legte mein bester Freund einen Arm um meine Taille und zog mich mit sich hoch. Ich taumelte einen Moment, und alles verschwamm vor meinen Augen, aber Ty hielt mich fest, und das war gut so. Ich stützte mich ein wenig auf ihn, während er mich zum Sofa herüberführte. Es war riesig, bestand aus Leder und war weiss, aber das war im Moment alles egal, selbst wenn noch Blut an meinen Kleidern klebte. Wiederum hielt mich Ty fest, während ich mich langsam hinlegte. Daraufhin griff er nach der Steppdecke, die am Fussende des Sofas lag, und breitete sie fürsorglich über mir aus. Wiederum murmelte er ein 'okay' - das war so typisch für ihn, dann fragte er, ob es besser so sei. Ich schenkte ihm das schönste Lächeln, das ich in meinem Zustand aufbringen konnte. "Ja, dankeschön", murmelte ich. Ich liess meinen Kopf auf die flache Oberfläche des Sofas sinken. Ein Kissen wäre gut gewesen, aber wir hatten keine Kissen hier - meine Eltern mochten keine Kissen. Vielleicht musste Tys Schoss wieder als Kissen herhalten... Irgendwie wurde ich bei diesem Gedanken furchtbar verlegen. Schnell lenkte ich mich ab, indem ich meinem besten Freund erklärte, wo in der Küche die Schmerztabletten aufbewahrt wurden. Oh je. Auf dem Weg dorthin würde er an der ganzen Blutspur vorbeikommen, die ich hinterlassen hatte, und in der Küche waren noch zwei Blutlachen. Ich hatte wirklich einiges an Blut verloren. Kein Wunder, dass ich ohnmächtig geworden war. Ich hoffte, mir würde es bald wieder besser gehen. Aber mit Tys Fürsorge würde mir das sehr leichtfallen, glaubte ich.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 16 Feb 2015, 22:00

Ty

Als sie mir ihr schönstes Lächeln brachte musste ich ebenfalls Lächeln, dieses Lächeln von ihr war wirklich schön und ich war erleichtert. Denn das sie so lächelte zeigte mir das es ihr einigermaßen besser geht. Ich hörte mir an wo sie die Schmerztabletten hatte und ging in die Küche, dort wo sie gesagt hatte das sie Sie aufbewahrte. Auf dem Weg dort hin sah ich die Blutspur, Oh Gott sie hatte wirklich eine Menge Blut verloren, und schließlich sah ich die Blutlache. Das würde ich wohl später weg machen, Wendy konnte das ja schließlich nicht. Ich machte einen Bogen um die Lache und schnappte mir die Tabletten, ich holte eine aus der Verpackung. Ich blickte mich kurz in der Küche um, wirklich schick...und teuer. Ich schüttelte den Gedanken ab und nahm ein Glas, ehe ich es mit Wasser füllte und wieder zurück zu Wendy ging. "Hier", sagte ich und reichte ihr beides. Ich half ihr etwas auf, damit sie Besser trinken konnte. Ein Kissen wäre nicht schlecht...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 17 Feb 2015, 15:20

Juno
Ich war in die Küche gegangen und hatte sämtliche Schränke nach irgendetwas durchgesucht, was ich knabbern konnte. Im vorletzten Schrank den ich öffnete wurde ich fündig. "Na, wer sagt's denn?", meinte ich erfolgreich und zog eine Packung Zwieback hervor. Ich wusste nicht, wie lange der schon da stand, aber so ein Zeug ging schließlich nicht kaputt. Ich ging mit der Packung zurück ins Wohnzimmer, warf mich auf die Couch und riss die Packung auf. Es staubte ein wenig, aber davon lies ich mich nicht irritieren. Mein Magen knurrte erneut und ich zog mir einen der Kekse heraus. Kaum hatte ich abgebissen, breitete sich ein Grinsen auf meinem Gesicht aus. Es war schön etwas zu beißen zu haben. Außerdem lenkte es mich davon ab, total uninformiert zu sein. Ich vergaß allmählich, dass Ty sich noch immer nicht bei mir gemeldet hatte. Und ich wusste auch nicht, wie lange er schon weg war. Aber meiner Meinung nach, war es schon viel zu lange. Ich sah auf die Uhr meines alten Handys. Obwohl es mir vorgekommen war, als würde ich schon eine Ewigkeit hier sitzen, so war doch höchstens nur eine halbe Stunde vergangen. Wie viel es auch genau war, es war egal. Was mich interessiert hatte, war, ob ich bald los musste. Zum Treffen mit Wendy. Aber dazu hatte ich noch etwas Zeit. Bis in die Innenstadt brauchte ich mit meinem Wagen nicht lange. Auch wenn ich nicht wusste, wo ich genau hin musste. Aber das würde ich dann schon raus finden. Irgendwie. Irgendwie fand ich irgendwann immer alles raus. Dachte ich zumindest. Bei meinem Bruder hatte ich es aufgegeben, über irgendetwas nach zu forschen. Ich wusste ja nicht mal, über was. In diesem Thema war Ty für mich ein verschlossenes Buch. Aber wie schon erwähnt, ich nahm es mir nicht zu Herzen, dass er mir nichts erzählte. Nein, ich hatte es akzeptiert. So war er nun mal. Und ich liebte meinen Bruder trotzdem. Außerdem war er so ziemlich der einzige, den ich hatte. Natürlich hatte ich meine Eltern und Wendy. Aber wenn ich genau darüber nach dachte, war es schon immer Ty gewesen, der auf mich aufgepasst hatte. Ich richtete meinen Blick wieder auf den Fernseher. In diesem Moment schalteten sich die Wetternachrichten ein. Ich stöhnte. Wollte ich das wissen? Okay, ja, ich wollte. Es war wichtig zu wissen, auf was ich mich die nächsten Tage vorbereiten musste.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 17 Feb 2015, 16:55

Wendy
Nachdem ich ihm erklärt hatte, wo sich die Schmerztabletten befanden, verschwand Ty in der Küche. Ich konnte mir vorstellen, wie seine Reaktion ausfiele, wenn er das ganze Blut sehen würde. Wahrscheinlich würde er sich noch mehr Sorgen machen als jetzt schon. Ich wollte wirklich nicht, dass er sich Sorgen machte. Überhaupt frass ich meine Sorgen lieber in mich hinein, als anderen - auch meinen engsten Freunden - davon zu erzählen. Aber manchmal musste man sich einfach jemandem anvertrauen, und in meinem Fall war das bitter nötig gewesen. Ich hatte mir in die Handfläche geschnitten und konnte mich selbst nicht um die Wunde kümmern, weil ich kein Blut sehen konnte. Himmel, ich war sogar ohnmächtig geworden deswegen! Vorsichtig warf ich einen Blick auf meine verletzte Hand. Ty hatte ganze Arbeit geleistet. Der Druckverband sorgte dafür, dass die Blutung langsam aufhörte - auch wenn es 'nur' ein Geschirrtuch war. Aber besser als nichts. Wahrscheinlich hatte er nichts anderes finden können. An einer Stelle fühlte sich der Verband leicht feucht an, aber das Blut durchdrang den Stoff nicht. Das war gut so. Ich musste nicht lange warten, da kam Ty schon wieder zurück. In der einen Hand hielt er ein Glas, das mit Wasser gefüllt war, in der anderen eine kleine, weisse Tablette. Er kam zurück zum Sofa und überreichte mir beides mit einem 'hier'. Mit einem 'dankeschön' nahm ich es mit meiner unverletzten Hand entgegen und wollte mich gerade langsam aufrichten, als Ty mir schon dabei half. Ich konnte aber kaum aufrecht sitzen, so ganz ohne Stütze, und lehnte mich deswegen leicht an ihm an. Ich drehte den Kopf, bis ich meinen besten Freund ansehen konnte, und schenkte ihm wieder ein Lächeln. "Danke, Ty", murmelte ich, noch etwas schwach. Ich fühlte mich wirklich noch nicht so gut. Wenigstens die Schmerzen würde ich bald nicht mehr spüren, oder nur noch dumpf. Ich drehte mich wieder etwas nach vorne, nahm dann die Tablette in den Mund und spülte sie mit ein paar Schlucken Wasser hinunter. Als ich das getan hatte, beugte ich mich etwas herüber, um das Glas auf dem naheliegenden Couchtisch abzustellen. Danach lehnte ich mich wieder an Ty an. Er war wirklich besser als jedes Kissen. So warm, so muskulös... Oh Gott. Wiederum musste ich mich mit irgendetwas ablenken, und unser Treffen an diesem Nachmittag fiel mir ein - und somit auch Juno. "Weiss Jo es schon?", fragte ich Ty deshalb zaghaft. Ich wusste nicht, ob er seiner Schwester etwas von meinem Anruf erzählt hatte oder nicht. Wahrscheinlich nicht. Ansonsten wäre Jo mitgekommen, so, wie ich sie kannte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 17 Feb 2015, 17:19

Ty

Als Wendy mir wieder ein lächeln schenkte erwiderte ich dieses. Wie hätte ich auch nicht können? Ihr lächeln war immer hin wunderschön...Wo kam der Gedanke jetzt her? Vermutlich weil ihr lächeln so viel mit Jos Gemeinsam hatte... Ich verwarf denn Gedanken, musste dann aber gleich an Jo denken. Jo! Oh mann, sie machte sich bestimmt schon Sorgen. Wendy lehnte sich leicht an mich, also legte ich einen Arm um sie damit ich ihr etwas halt geben konnte. Sie schluckte die Tablette und trank etwas Wasser, ehe sie das Glas beiseite stellte. Sie fragte mich ob Jo es schon wusste. Ich schüttelte denn Kopf. "Nein, die Zeit es ihr zu erklären hatte ich nicht", sagte ich. "Ich muss sie aber sowieso gleich Anrufen, sie macht sich bestimmt Sorgen", fügte ich dann hinzu. Ob Jo wohl ahnte das Wendy mich angerufen hatte? Vermutlich eher nicht. Ich zog mein Handy aus der Hosentasche und wählte ihre Nummer, blieb aber dennoch bei Wendy und gab ihr weiter halt.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 17 Feb 2015, 19:00

Juno
Ich hatte aufgehört zu kauen, als der Wettermann über die heutige Nacht sprach. Es würde ein starkes Gewitter über Detroit herüberziehen. Ich hasste Gewitter! Gegen Regen hatte ich an sich nichts. Aber ich hasste es, wenn es dunkel wurde, Blitz und Donner aufkamen und der Regen vom Wind durch die Gegend gepeitscht wurde. Ich hasste es. Ich hasste es, seit ich fünf Jahre alt war. Ich konnte mich noch gut an diesen einen Tag erinnern. Es war im Sommer gewesen und ich hatte mit Sandförmchen gespielt. In dem kleinen Häufchen Sand, das wir in unserem Garten hatten. Urplötzlich war ein Gewitter aufgezogen. Ich weiß noch, dass ich anfangs gelacht hatte. Wer hatte schon etwas gegen einen lauwarmen Sommerregen? Aber als der Wind hinzu gekommen war, hatte es mir sämtliche Sandförmchen um die Uhren geschlagen. Glücklicherweise hatte mein Bruder schon damals so sehr auf mich aufgepasst. Er hatte mich unter das kleine Vordach gezogen, bevor mir der Wind einen - für damalige Verhältnisse großen - Ast ins Gesicht schleudern konnte. Ich vermutete, dass ich damals eine Art Trauma erlitten haben musste. Denn seit diesem Tag hasste ich Gewitter. Das Klingeln meines Handys riss mich aus meinen Gedanken. Und ich war froh darüber. Auf dem kleinen Display wurde mir der Name 'Ty' angezeigt. Ich nahm schluckte schnell herunter und nahm dann ab. "Ty, wo bist du?! Was ist passiert?!", fragte ich, bevor er überhaupt die Möglichkeit gehabt hatte, sich zu melden. Wenn ich nun genauer darüber nachdachte, hätte auch irgendjemand anderes sich Ty's Handy nehmen können und einfach irgendeine Nummer anrufen können. Aber das glaubte ich nicht. Das war schließlich mehr als unwahrscheinlich. Deshalb wartete ich einfach weiter, bis mein Bruder mir antworten würde. Ich spürte, wie ich nervöser wurde. Natürlich wollte ich endlich wissen, wo sich mein Bruder befand. Und vor allem: Warum er so schnell hatte gehen müssen. Ich wusste, dass es dafür natürlich eine logische Erklärung gab, aber ich hasste es, unwissend zu sein. Und wie ich es hasste.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 17 Feb 2015, 19:37

Wendy
Als ich ihm lächelnd dankte, erwiderte Ty mein Lächeln. Mein Herz klopfte ein wenig schneller, und Wärme stieg in mir auf. Huch, was war denn da mit mir los?, schoss es mir durch den Kopf. Ty war mein bester Freund, und ich hatte ihn bestimmt schon tausend Mal lächeln sehen. Er hatte ein schönes Lächeln, und es hatte mich noch immer beruhigt, aber dass mein Herz dabei schneller klopfte, war ungewöhnlich. Ja, das war neu. Irgendetwas war anders. Aber es war ganz bestimmt nicht Tys Lächeln. Als ich mich dann leicht an ihn lehnte, spürte ich, wie Ty einen Arm um mich schlang und mich sanft festhielt. Es fühlte sich gut an, und das erste Mal heute konnte ich mich etwas entspannen. Wenn er bei mir war, fühlte ich mich einfach gleich viel besser. Ich fühlte mich wohl bei ihm, geborgen. Und ich wusste, er würde auf mich aufpassen. Nachdem ich das Glas abgestellt hatte, lehnte ich mich noch etwas mehr an ihn und kuschelte mich leicht in seinen Arm. Es tat einfach zu gut, ihn so nahe bei mir zu spüren. Ich erlaubte mir gar nicht, über meine Gefühle nachzudenken. Das musste ich vorerst zum Glück auch nicht, weil Ty meine Frage beantwortete - und ich mich darauf konzentrieren konnte. Zunächst schüttelte er den Kopf, dann verneinte er. Er meinte, die Zeit, um es ihr zu erklären, hätte er nicht gehabt. Er müsse sie aber sowieso gleich anrufen, sie mache sich bestimmt Sorgen. Ich nickte langsam. Ja, wenn Ty ihr nicht erzählt hatte, was los war, dann machte sich Juno ganz bestimmt Sorgen. Ich wusste, dass sie es nicht ausstehen konnte, wenn etwas lief und sie nichts davon wusste. Ein Wunder, dass sie ihren Bruder überhaupt hatte gehen lassen. Ich bemerkte, wie Ty sein Handy aus der Hosentasche zog und eine Nummer wählte. Ich blieb still in seinem Arm liegen, während er auf das Freizeichen wartete. Ich war froh, dass er während dem Telefonieren bei mir bleiben würde. Wenn er mich alleine liess, würde ich vielleicht auf dumme Gedanken kommen - und in die Richtung des Blutes sehen. Auch wenn ich wusste, dass ich nicht hinsehen sollte - manchmal passierte es eben doch. Unabsichtlich. Als ich nun ein leises Murmeln vernahm, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Nach einem Moment begriff ich, dass Jo abgenommen hatte. Ich verstand nicht, was sie sagte, aber ich hörte heraus, dass sie ziemlich aufgebracht war. Ich konnte es ihr nicht verübeln. Wahrscheinlich machte sie sich Sorgen seit dem Moment, als er das Haus verlassen hatte. Wie viel Zeit war seitdem vergangen? Ich wusste es nicht.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 17 Feb 2015, 20:06

Ty

Ich lächelte etwas als ich spürte das Wendy sich in meinen Arm kuschelte, und unbewusst zog ich sie etwas an mich.Als ich denn aufgebrachten Ton in der Stimme meiner Schwester vernahm wusste ich ihr hätte vorher erzählen müssen was los war. Sie hatte sich nur Sorgen gemacht, zu viele Sorgen. Ich seufzte. "Jo, beruhig dich.", sagte ich sanft. "Ich bin bei Wendy, sie hatte...naja einen kleinen Unfall.", ich blickte zu Wendy hinab. "Sie hat sich beim Abwaschen mit dem Messer geschnitten und ist in Ohnmacht gefallen. Ein Wunder das sie es überhaupt geschafft hat mich anzurufen und mir ihre Adresse zu geben.", meinte ich. "Aber es ist alles okay, ihr geht´s langsam wieder besser.", fügte ich hinzu. Es stimmte, die Tablette schien zu helfen und sie müsste sich nur genug ausruhen. Denn `Verband´würde ich zwar nochmal wechseln müssen, aber fürs erste würde das schon so passen. Ich muss unbedingt daran denken sie nach einem Richtigen Verband zu fragen..., dachte ich als ich mir das Geschirrtuch ansah das ich notgedrungen als Druckverband verwendet hatte. Er hielt zwar, war aber dennoch kein Richtiger Verband. Ich wartet auf die Reaktion meiner Schwester, ich wüsste ja wie sehr sie es hasste unwissend zu sein und es gefiel ihr bestimmt nicht das ich, vor allem in so einer Situation, nicht gleich schnell gesagt habe was soll war. Aber sie konnte mir da auch keine Vorwurf machen, ich hatte schnell her müssen. Allerdings bin ich mir auch wiederum sicher das sie Verständnis hat und mir keinen Vorwurf macht, immerhin kannte ich sie und ich wusste das sie Verständnis hatte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 17 Feb 2015, 20:17

Juno
Ich atmete tief aus, nachdem Ty zu mir gesagt hatte, ich solle mich beruhigen. Dabei hatte er so sanft geklungen, wie er es immer tat, wenn er mich beruhigen wollte. Er erklärte mir, dass er bei Wendy sei, sie hätte einen kleinen Unfall gehabt. Bevor er das mit dem Unfall erwähnt hatte, hatte er eine kleine Pause gemacht. Ich riss die Augen auf. Er war bei Wendy? Woher wusste er, wo sie wohnte? Sie hatte uns nie zu sich nach Hause eingeladen. Was mich, ehrlich gesagt, irgendwie wunderte. Sie war doch so oft alleine..ich an ihrer Stelle wäre froh, wenn ich dann jemanden einladen könnte. Und ich und Ty hatten schließlich mehr als genug Zeit. Mein Bruder erklärte mir, was genauer passiert war. Er meinte, Wendy hätte sich beim Abwaschen mit dem Messer geschnitten und wäre in Ohnmacht gefallen. Wieder riss ich meine Augen auf. Oh Gott! Ich wusste, dass meine beste Freundin kein Blut sehen konnte. Wenn sie also alleine war, während sie sich schnitt...sie konnte sich ja nicht einmal selbst verarzten. Ty meinte, es wäre ein Wunder gewesen, dass sie es überhaupt geschafft hätte, ihn anzurufen und ihm ihre Adresse zu geben. Aha. Daher wusste er also, wo sie wohnte. War ja auch irgendwie logisch. Mein Bruder beruhigte ich weiter, indem er sagte, es wäre alles okay und ihr würde es langsam wieder besser gehen. Ich atmete erleichtert aus. "Puh...okay. Danke für den Anruf.", meinte ich grinsend. Ich wusste, dass Ty mein Grinsen nicht sehen konnte, aber man hörte sich auch am Telefon anders an, wenn man dabei lächelte. "Sag' Wendy gute Besserung von mir.", bat ich. Anschließend sah ich auf die Uhr, die in diesem Moment auf dem Fernseher auftauchte. "Treffen wir uns dann heute noch im Café? Wohl eher nicht oder? Ich vermute, dass Wendy sich jetzt ausruhen muss. Du hast ja gesagt, dass es dich wundert, dass sie dich überhaupt anrufen konnte. Ich vermute, dass sie deshalb viel Blut verloren hat.", schlussfolgerte ich. Erneut sah ich auf die Uhr. Natürlich würde Ty noch eine Weile bei Wendy bleiben. Ich konnte verstehen, dass er sie jetzt nicht alleine lassen konnte. Wenn sie wirklich so viel Blut verloren hatte, dann musste jemand auf sie aufpassen. Es konnte schließlich passieren, dass sie erneut das Bewusstsein verlor. Und sich womöglich noch irgendwo den Kopf stieß. Ich seufzte leise. Jetzt musste ich mir wirklich überlegen, was ich tun würde, bis mein Bruder wieder kam.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 17 Feb 2015, 20:34

Wendy
Schweigend lauschte ich dem Telefongespräch. Jedenfalls Tys Stimme, Jo konnte ich nur undeutlich hören, und verstehen konnte ich auch nicht, was sie sagte. Nachdem Juno wahrscheinlich gefragt hatte, was los sei, seufzte Ty erst einmal. Weil ich so nahe bei ihm war, spürte ich, wie seine Brust sich dabei langsam hob und senkte. Dann nannte er seine Schwester bei ihrem Spitznamen und forderte sie auf, sich erst einmal zu beruhigen. Seine Stimme nahm dabei einen sanften Klang an, wie fast immer, wenn er mit seiner Schwester sprach. Das fand ich total süss. Ich wusste nicht, welchen Tonfall er annahm, wenn er mit mir sprach. Vorher hatte er ganz ruhig geklungen - vermutlich, weil er mich hatte beruhigen wollen. Aber sonst? Keine Ahnung. Ty erklärte Jo nun, er sei bei mir, weil ich einen kleinen Unfall gehabt hätte. Ich hörte, wie er kurz zögerte, und spürte seinen Blick auf mir. Leider konnte ich ihn im Moment nicht ansehen, weil mein Kopf an seiner Schulter lag. Aber ich konnte mir ausmalen, wie sein Gesicht in diesen Momenten vermutlich aussah. Und ich konnte mir auch ausmalen, welches Gesicht Jo bei ihnen zu Hause machte. Nun erzählte er, ich hätte mich beim Abwaschen mit dem Messer geschnitten und sei in Ohnmacht gefallen. Es sei ein Wunder, dass ich es überhaupt geschafft hätte, ihn anzurufen und ihm meine Adresse zu geben. Das musste Juno ziemlich in Panik versetzen. Mich selbst hatte ja schon fast die Verzweiflung überkommen, weil ich ganz allein gewesen war und geblutet hatte. Aber wenn Jo als meine beste Freundin hinterher davon erfuhr... Ja, ich konnte mir wahrlich vorstellen, wie sie aussah in diesem Moment. Total geschockt. Ty musste das auch klar sein, denn sofort versuchte er, seine Schwester zu beruhigen. Er betonte, es sei aber alles okay, mir gehe es langsam wieder besser. Tatsächlich ging es mir schon viel besser als vorher. Die Schmerztablette schien langsam zu wirken, und im Moment war mir auch nicht schwindelig - aber ich bewegte mich auch nicht. Was, wenn ich später irgendwo hingehen müsste? Selbst auf Ty gestützt würde es mir schwerfallen, aufrecht zu gehen. Und Treppensteigen wäre in meinem Zustand wahrscheinlich unmöglich. Hm. Vielleicht müsste ich heute auf dem Sofa übernachten. Vielleicht auch nicht. Ich wusste nicht, wann mein bester Freund gehen würde. Ich hoffte, er würde noch eine Weile hier bleiben, auf mich aufpassen und mich mit seiner blossen Anwesenheit beruhigen. Aber ich wusste auch, dass Juno vermutlich alleine zu Hause war - und dass sie das überhaupt nicht mochte. Ich konnte es auch nicht ausstehen, abgesehen von Teddy allein zu sein - aber immerhin war ich es mir gewöhnt, mehr oder weniger. Nachdem Ty seinen kurzen 'Bericht' beendet hatte, hörte ich Jos Stimme, aber ich konnte nicht verstehen, was sie sagte. Ich glaubte, dass sie ein oder zwei Mal meinen Namen sagte, aber ich war mir nicht sicher. Ich würde mich auf jeden Fall nicht in das Telefongespräch einmischen. Stattdessen bettete ich meinen Kopf an Tys Schulter, so dass es für mich bequem war, und genoss dann das Gefühl, von ihm im Arm gehalten zu werden. Oh ja, es hatte etwas sehr Beruhigendes, wenn er mich so festhielt...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 17 Feb 2015, 20:43

Ty

Meine Schwester sagte mir das ich Wendy gute Besserung ausrichten sollte, und das würde ich auch tun sobald ich das Gespräch beendet hatte. Sie vermutet, und das richtig, das wir uns eher nicht im Café treffen würden. "Nein, das Treffen im Café fällt wohl aus.", stimmte ich zu und blickte weiter auf Wendy. In ihrem Zustand sollte sie sich besser nicht zu viel bewegen. Ich würde sie später fragen wo ihr Zimmer war und sie dann nach oben, oder wo auch immer ihr Zimmer war, tragen. "Hör zu, ich bleib noch eine Weile bei ihr, bis ich mir sicher sein kann das sie nicht wieder Ohnmächtig wird. Ist das Okay? Willst du vielleicht auch herkommen?", fragte ich meine Schwester. Ich wusste das sie es hasste alleine zu sein, und selbst wenn nur jemand da denn sie kannte- er musste nicht mal mit ihr Sprechen- war fühlte sie sich besser als wenn sie ganz alleine war. Ich konnte hier ja wohl schlecht weg, klar Teddy wäre noch hier aber wenn Wendy wieder in Ohnmacht fallen würde könnte er wohl nicht viel machen. Naja..er könnte sie womöglich wach bellen...oder auch auch nicht.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 17 Feb 2015, 21:00

Juno
Mein Bruder bestätigte mir, dass das Treffen im Café ausfiel. Aber darauf hatte ich mich eingestellt. Und ich hatte auch kein Problem damit. Wendy's Gesundheit hatte absoluten Vorrang. Und ich vermutete, obwohl ich sie ja nicht gesehen hatte, dass Bewegung in ihrem Zustand nun nicht gerade vorteilhaft war. Mein Bruder fuhr fort und bat mich, ihm zu zu hören. Er bleibe noch eine Weile bei Wendy, bis er sich sicher sein könne, dass sie nicht wieder ohnmächtig werden würde. Er fragte, ob das okay wäre und ob ich vielleicht auch kommen wollte. Ich grinste. "Na klar ist das okay!", entgegnete ich sofort. Natürlich würde ich auch gerne zu Wendy kommen, aber ich wusste nicht, ob das ihr Recht wäre. Schließlich hatte sie uns zuvor noch nie zu sich eingeladen. Vielleicht waren ihr gleich wir beide zu viel? "Ich würd' natürlich gerne kommen, aber frag' lieber mal Wendy, ob das in Ordnung wäre.", meinte ich daher zu meinem Bruder. Er konnte mich doch nicht einfach in ein Haus einladen, dass nicht einmal ihm gehörte. Aber ich wusste, dass er das für gewöhnlich nicht tat. Er hatte mich nur davor bewahren wollen, dass ich komplett alleine war. Er kannte mich schon achtzehn Jahre und wusste, dass ich das hasste. Ich hatte das Gefühl, manchmal kannte mich mein Bruder zu gut. Aber vielleicht war das besser so. So konnte er mir viel besser helfen und in irgendwelchen Situationen zur Seite stehen. Aber ich wäre natürlich auch gespannt auf Wendy's Zuhause. Es interessierte mich wirklich, wie sie wohnte. Ich vermutete, nicht in solchen Verhältnissen wie wir. Da war ich mir sogar sicher. Außerdem würde ich mir gerne selbst ein Bild davon machen, wie es ihr ging. Und ihr persönlich einen Genesungswunsch äußern. Ich fühlte mich sonst immer so...so abgeschoben. Oder so, als würde ich die andere Person abschieben und das tat ich bei Wendy mit Sicherheit nicht! Ich mochte sie und sie war mir wirklich wichtig geworden. Genau so wichtig wie mein Bruder. Wobei dieser natürlich immer da war. Rund um die Uhr. Im Normalfall. Außer, wir hatten Schule oder jemand von uns war beim Arzt. Oder in einer solchen Situation. Wenn er dringend weg musste, um unserer besten Freundin zu helfen. Und wie schon erwähnt, nahm ich ihm das ganz und gar nicht übel.
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