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 PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin

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Delilah

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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mi 22 Apr 2015, 15:15

// XD Dieser Moment wenn du vor deinem Schwarm weinst, dir die Nase läuft und du hoffst daser dich nicht ansieht. xD Das Problem eines jeden Mädchens.//

Offenbar hatte ich etwas übertrieben den Jo versuchte mich zu berühigen indem sie meine sie hätte aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Ich verstand warum sie das sagte, war aber nicht ihrer Meinung. Würde sie ein ganze Nacht lang, in der auch noch so ein Gewitter wie gestern herrschte, nicht nachhause kommen und sich nicht melden, würde ich genauso reagieren... naja... ich würde ihr eher eine Ellen lange Predigt halten aber es käme aufs gleiche Hinaus. Und schon löcherte sie mich mit Fragen.. Ich musste lächeln, genauso kannte ich sie. "Was? Ich und Wendy zusammen?", meinte ich. "Ne, sie hat mich K.O. geschlagen und ich bin erst heute Morgen aufgewacht", meinte ich völlig ernst. Dann grinste ich aber. "Spaß bei Seite", grinste ich. "Ja, wir sind zusammen und ja ich habe mit ihr in einem Bett geschlafen.", stellte ich klar. "Und bevor du jetzt fragst, wir haben nur zusammen in einem Bett gelegten und uns lediglich an einander gekuschelte.. mehr nicht", sagte ich sofort damit sie nicht auf dumme Gedanken kam.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mi 22 Apr 2015, 21:28

// Oh je, das klingt ja wirklich schlimm ^^

Wendy
Ich bereute meinen Entschluss, nicht gleich wieder nach Hause zurückgekehrt zu sein, nicht. Kaum hatte ich das schicke Viertel, in dem unsere Villa stand, verlassen, fühlte ich, wie eine schwere Last von meinen Schultern abfiel. Es war, als hätte mich vorher etwas zusammengedrückt, ja, erstickt. Und jetzt... Jetzt konnte ich auf einmal wieder atmen. Ich war frei. Es war ein wunderbares Gefühl. Das zweitschönste Gefühl der Welt. Das schönste Gefühl war, von Ty geküsst zu werden. Schon wieder schweiften meine Gedanken zu ihm ab. Oh Gott. Gestern Morgen war er noch mein bester Freund gewesen. Und jetzt... Jetzt waren wir zusammen. Ein Paar. Ich begann, dümmlich vor mich hinzugrinsen. Zum Glück konnte das niemand sehen. Ich lenkte meinen Wagen nicht ins Stadtinnere, sondern blieb in der Vorstadt. Bei einer Bäckerei, die auch sonntags geöffnet hatte, hielt ich an. Teddy liess ich kurz im Auto, während ich den Laden betrat. Es gab hier sehr leckere Backwaren, die nicht einmal so teuer waren, wie ich vor einiger Zeit entdeckt hatte. Und die Auswahl war riesig. So kaufte ich für mich ein Schokoladencroissant und einen Pfefferminztee, für Teddy einen Hundekuchen. Ja, sogar für Haustiere gab es hier spezielle Backwaren. Diese Bäckerei war wirklich ein Geheimtipp. Nachdem ich meinen kleinen Einkauf erledigt hatte, stieg ich wieder ins Auto und fuhr weiter. Mein Ziel war der River Rouge Park, ein wunderschöner Park etwas ausserhalb von Detroit. Auch der war ein Geheimtipp. Touristen verirrten sich fast nie hierher, und Einheimische auch nicht. Früher war das anders gewesen, hatte meine Grossmutter einmal erzählt. Der River Rouge Park war ein beliebtes Erholungsgebiet gewesen. Bis es mit der Industrie bergab gegangen war und die Leute aus der Stadt gezogen waren. Der River Rouge Park war beinahe vergessen worden - nur noch wenige kannten ihn. Und so war auch der Parkplatz auch dieses Mal bis auf ein einziges Auto leer, als ich dort ankam. Ich parkte, stieg aus und hob Teddy aus dem Wagen. Der Kleine schnüffelte schon fröhlich herum, während ich die Sachen aus der Bäckerei in meine Tasche packte und sie schulterte. Danach brach ich auf. Teddy trabte freudig heraus und erkundete die Umgebung, als sei er noch nie hier gewesen. Dabei waren wir regelmässig hier. Wann immer es schönes Wetter war und ich genug Zeit hatte. So wie heute Morgen. Sogar die Sonne schien ein wenig. Ich legte den Kopf in den Nacken zurück und genoss es, wie die Sonnenstrahlen mein Gesicht wärmten. Hach. So sollte es immer sein. Bald konzentrierte ich mich aber wieder auf den Weg, um nicht zu stolpern. Das hätte mir gerade noch gefehlt - vor allem mit einem Becher Tee in der Tasche! Nach einer Weile kamen Teddy und ich zu einer Parkbank. Ich liess mich darauf sinken, der Hund setzte sich zu meinen Füssen hin. Ich öffnete meine Tasche und förderte den Hundekuchen zutage. Sofort stellten sich Teddys Ohren auf, was mich zum Lachen brachte. Dann aber verfütterte ich ihm den Hundekuchen. Den hatte er sich verdient, so gut, wie er heute gehorchte. Nachdem das getan war, nippte ich an meinem Tee und biss vom Schokoladencroissant ab. Ich lehnte mich zurück und schloss die Augen. Mhm. Das schmeckte wunderbar. Wirklich himmlisch. So könnten Sonntagmorgen immer aussehen.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 24 Apr 2015, 21:32

//riesiges Problem Very Happy

Juno
Bevor mein Bruder mir antwortete, schlich sich ein Lächeln in sein Gesicht. Augenblicklich musste auch ich lächeln. Ich konnte nicht anders, wenn Ty grinste, musste ich das auch. Zuerst fragte er 'Was?' und wiederholte die Frage, ob er mit Wendy zusammen wäre. Es klang ziemlich empört aber ich meinte, einen leichten Anflug eines Scherzes heraus zu hören. Dies bestätigte sich, als er meinte, sie - Wendy - hätte ihn K.O. geschlagen und er wäre erst heute morgen aufgewacht. Er sprach das so ernst aus, dass ihm das wahrscheinlich jeder andere geglaubt hätte. Jeder, der ihn und Wendy nicht so gut kannte wie ich. Ich wusste, dass er scherzte und ich wusste genau so gut, dass Wendy das niemals machen würde. Ich wusste nicht einmal, ob sie Leute schlagen konnte. Also richtig fest schlagen. Mein Verdacht, dass mein Bruder scherzte, bestätigte sich, als er grinste und meinte 'Spaß bei Seite'. Das Grinsen schien nicht von seinem Gesicht zu weichen. Er bestätigte, dass er und Wendy zusammen wären. Und er bestätigte auch, dass er mit ihr in einem Bett geschlafen hätten. Ich riss die Augen auf. Okay, eigentlich war das nicht weiter schlimm. Ich könnte mir denken, dass die beiden nichts unanständiges getan hatten. Dazu kannte ich sie viel zu gut. Aber es war doch erstmal einiges zu verarbeiten, wenn der Bruder mit der besten Freundin zusammen war. Aber mein Bruder nahm gleich den Wind aus den Segeln, in dem er sagte, sie hätten nur in einem Bett gelegen und sich lediglich aneinander gekuschelt, bevor ich das fragen würde. Mehr sei es nicht gewesen. Ich zog eine Augenbraue hoch. "Soso...nichts gewesen? Na, als ich gegangen bin, sah das aber nach mehr als 'kuscheln' aus.", neckte ich ihn. Kurz darauf sprang ich von meinem Bett auf und fiel meinem Bruder um den Hals. "Mensch Ty, ich freu mich für dich! Du siehst so glücklich aus und ich könnte wetten, du wärst am liebsten gar nicht wieder hier her gekommen und wärst lieber bei Wendy geblieben.", meinte ich freudestrahlend. Okay, es irritierte mich selbst ein wenig, dass ich so strahlen konnte, wenn ich sagte, dass er wohl am liebsten nicht hier her gekommen wäre. Wenn das aus Ty's Mund gekommen wäre, wäre ich wohl beleidigt gewesen. Vielleicht nicht im ersten Moment, da hätte ich das noch nicht richtig realisiert, aber kurz darauf wäre ich wahrscheinlich wirklich beleidigt gewesen. Ich wusste, dass mein Bruder nicht gerne hier war und doch war er es. Ich glaubte, er war es nur noch wegen mir. Vielleicht wäre er schon längst irgendwo anders hingegangen, wenn ich nicht hier wäre.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 25 Apr 2015, 11:59

Ty

Ich lächelte und nahm meine Schwester in den Arm. Ich war heil froh das sie nun strahlte und aussprach wie sehr sie sich für mich freute und das ich so glücklich aussehe. Genau so kannte und liebte ich meine Schwester.. wenn sie ehrlich war. Ich strich ihr sanft über den Rücken. "Ja, ich kann mich wirklich nicht erinnern je so glücklich mit einem Mädchen gewesen zu sein", meinte ich. "Mal absehen von dir Sonnenschein", grinste ich. Sie meinte das ich wohl am liebsten gar nicht mehr nachhause gekommen wäre und bei Wendy geblieben wäre. "Nana, du bist es mir immer wieder Wert nachhause zu kommen", sagte ich. "Klar, ich und Wendy sind Mega glücklich aber ihr beide seit mir gleich wichtig", meinte ich und gab ihr einen Kuss auf ihr Haar.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 26 Apr 2015, 20:21

Juno
Mein Bruder hatte seine Arme um mich gelegt und ich spürte, wie er mir sanft über den Rücken strich. Normalerweise tat er das wenn ich traurig war. Aber das war ich ja jetzt nicht. Okay, egal. Er meinte, er könne sich nicht erinnern, je so glücklich mit einem Mädchen gewesen zu sein. Das konnte ich nicht beurteilen. Ich merkte selten, wann mein Bruder richtig glücklich war. Vielleicht sollte man mich nun für eine schlechte Schwester halten, aber mein Bruder konnte seine Gefühle verdammt gut überspielen. Viel besser als beispielsweise ich. Er fügte hinzu, abgesehen von mir. Ich sah kurz zu ihm und bemerkte, dass er grinste. Ich grinste ihn ebenfalls an. Ich musste gestehen, dass mich 'Sonnenschein' manchmal wirklich nervte. Vor allem in letzter Zeit. Aber ich wollte meinem Bruder das lassen. Es schien ihm Freude zu bereiten und ich war glücklich, wenn er es auch war. Nach einer kleinen Pause meinte Ty, ich wäre es ihm immer wieder Wert, nach Hause zu kommen. Daraufhin musste ich noch breiter grinsen. Obwohl ich insgeheim schon mit so etwas gerechnet hatte. Mein Bruder würde mich nie alleine lassen. Das wusste ich. Und er hatte es mir auch oft genug gesagt. Danach meinte er, er und Wendy wären mega glücklich und wir beide - offenbar ich und Wendy - seien ihm gleich wichtig. Darauf gab er mir einen Kuss aufs Haar. Ich grinste, drückte Ty nochmal fest und lies ihn dann wieder los, um mich zurück auf mein Bett zu setzen und mich in eine Decke zu kuscheln. "Das beruhigt mich.", erwiderte ich grinsend. "Okay...und gibt's sonst noch irgendetwas, das ich wissen müsste?", fragte ich meinen Bruder neugierig. Mir war langweilig und ich wollte irgendetwas neues hören. Ich wollte so viel von Ty und Wendy hören. Obwohl es da wahrscheinlich noch gar nicht so viel gab. Sie waren seit gestern erst zusammen. Da konnte nicht sooo viel passieren. Oder? Nein, mein Bruder hatte gesagt, dass alles ganz gesittet abgelaufen wäre. Ich wusste jedoch nichts von der Situation, die sie heute morgen erst durchgemacht hatten. Und vielleicht wäre es auch besser, wenn mir nie jemand darüber erzählen würde und ich einfach die klischeehafte Geschichte der zwei besten Freunde im Kopf hatte, die urplötzlich zueinander gefunden hatten und bis an ihr Lebensende glücklich zusammen waren.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 26 Apr 2015, 20:28

Ty

Ich überlegte kurz ihr von der Szenerie heute morgen zu erzählen, aber dann entschied ich das es besser wäre wenn nicht. Wenn Wendy es ihr erzählen würde hätte ich natürlich nichts dagegen, aber ich würde das erstmal lassen. "Nein, wie gesagt: Wir waren schön brav", meinte ich also stattdessen. Ich lehnte mich etwas zurück und gähnte etwas. "Obwohl..", meinte ich dann grinsend. "Das Frühstück... ich glaube ich hab noch nie so gut und viel in meinem Leben gegessen", grinste ich. Klar es war schon etwas gemein es ihr so unter die Nase zu reiben, aber sie wollte ja schließlich etwas hören. "Ist schon seltsam das wir so lange mit Wendy befreundet waren und nie etwas von ihren Lebensumständen erfahren haben", meinte ich. "Erst jetzt wird mir bewusst das wir wirklich über Jahre hinweg nie bei Wendy waren und sie nicht bei uns. Ob das ein Weltrekord wert ist?", meinte ich.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 27 Apr 2015, 19:33

Wendy
Das Schokoladencroissant war köstlich. Leider war es schon nach einer kurzen Weile gegessen. Auch den Tee hatte ich bald ausgetrunken. Ich verstaute den ganzen Abfall in meiner Tasche. Niemals wäre es mir eingefallen, Müll hier in der Natur liegen zu lassen. Wenn ich daran dachte, was andere Menschen dazu dachten, wurde mir übel. Wie konnte man ein so schönes Fleckchen Erde wie den River Rouge Park auch verunstalten? Und es war nicht nur der River Rouge Park. Seit es mit der Industrie in Detroit bergab gegangen war, hatte die Umweltverschmutzung stetig zugenommen. Das war eigentlich bizarr, wenn man bedachte, was für Stoffe hier teilweise vor dem Wirtschaftszusammenbruch verarbeitet worden waren. Doch es war tatsächlich so, dass seitdem viel mehr Müll herumlag als früher. Ich lebte zwar noch zu wenig lange, um genauer darüber Bescheid zu wissen, aber mein Kindermädchen hatte mir davon erzählt. Ich seufzte leise. Lilly war immer so gut zu mir gewesen. Sie war bei mir gewesen, wann immer meine Eltern keine Zeit für mich gehabt hatten. Sie hatte mich unterhalten, wenn es mir langweilig gewesen war. Sie hatte mir das Lesen und Rechnen beigebracht, bevor ich zur Schule gegangen war. Sie war stets konsequent, aber liebevoll mit mir umgegangen. Und dann, vom einen auf den anderen Tag, war sie weggeschickt worden. Am einen Abend hatte sie mich noch ins Bett gebracht, mir eine gute Nacht gewünscht und mich fürsorglich zugedeckt, und am nächsten Morgen war sie weg gewesen. Am Frühstückstisch hatten mir meine Eltern erzählt, dass Lilly dringendere Dinge zu erledigen hatte, als sich um mich zu kümmern. Und ich sei zu diesem Zeitpunkt schon genug alt gewesen, um alleine zurechtzukommen. Da brauche ich wirklich kein Kindermädchen her, hatten sie betont. Ich war in mein Zimmer gerannt, hatte mich eingeschlossen und die einzige Freundin beweint, die ich je gehabt hatte. Das war auch der Zeitpunkt gewesen, an dem ich begonnen hatte, meine Eltern zu verabscheuen. Den von da an hatten sie nicht davor zurückgeschreckt, mehrere Tage, teilweise sogar mehrere Wochen, von zu Hause fortzubleiben und mich alleine zu lassen. Ich hatte bestimmt hundert Mal probiert, mit Lilly Kontakt aufzunehmen, aber sie schien wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Noch heute musste ich schlucken, wann immer ich an sie dachte. Ich hatte sie sehr gemocht, und auch sie hatte mich gemocht, das hatte sie immer wieder betont. Meine Eltern hatten mir noch nie gesagt, dass sie mich lieb hatten. Ich musste nochmals heftig schlucken. Bevor ich noch in Tränen ausbrechen würde, stand ich von der Parkbank auf. Teddy kam ebenfalls auf die Pfoten und sah mich aufmerksam an. Das brachte mich zum Lächeln. Manchmal brauchte es so wenig, um die eigene, schlechte Stimmung aufzuheitern. "Komm', wir machen unsere Lieblingsrunde", meinte ich zu Teddy und setzte mich in Bewegung. Der Hund folgte mir sofort. Wir spazierten in Richtung Fluss, dann eine Weile am Flussufer entlang und kehrten wieder um. Ewig konnte ich auch nicht vor dem goldenen Käfig fliehen, der mein Zuhause war. So Leid es mir auch für Teddy tat. So kam es, dass wir etwa nach einer Stunde wieder bei meinem Auto ankamen.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mi 29 Apr 2015, 20:27

Juno
Mein Bruder schien zu überlegen. Versuchte er sich zu erinnern, was sonst noch wichtiges passiert war? Oder über was er mit mir sprechen könnte? Ich wusste nicht, was in seinem Kopf vorging. Doch letzten Endes antwortete er mir mit einem 'Nein', sie wären schön brav gewesen, wie er gesagt hätte. Ich grinste und beobachtete, wie er sich in meinem Stuhl zurück lehnte und anschließend gähnte. Mit einem 'obwohl', weckte er jedoch wieder meine Neugierde. Dabei grinste er und meinte, das Frühstück. Er glaube, er habe noch nie so gut und so viel in seinem Leben gegessen. Und er grinste noch immer. Und ich tat es auch. Ich freute mich für meinen Bruder und ich nahm es ihm nicht übel, dass er das so offen vor mir sagte. Ich hatte in den Jahren gelernt, mit unserer finanziellen Lage umzugehen. Und auch damit umzugehen, dass wir nicht immer so viel zu essen da hatten. Aber man konnte damit leben. Vielleicht war es als Mädchen auch einfacher. Wir brauchten nicht so viel. Wobei ich auch nicht wusste, wie viel ich wirklich essen konnte, wenn ich die Möglichkeit dazu hatte. Da ich darüber nachdachte, erschien mir die Pause, die Ty gemacht hatte, länger, als sie eigentlich war. Er meinte, es wäre schon seltsam, dass wir so lange mit Wendy befreundet waren und nie etwas von ihren Lebensumständen erfahren hätten. Erst jetzt würde ihm bewusst, dass wir wirklich über Jahre hinweg nie bei Wendy gewesen wären und sie nicht bei uns. Er fragte, ob das ein neuer Rekord sei. Ich zuckte mit den Schultern. "Könnte man vielleicht schon so nennen.", gestand ich mit einem Grinsen. "Aber sei mal ehrlich: Würdest du jemanden zu uns einladen, von dem du nicht weißt, dass er oder sie aus eben denselben Verhältnissen stammt? Sieh dich in der Nachbarschaft um. Diese Leute kannst du locker einladen, weil du weißt, dass es ihnen nicht anders geht. Du siehst es den Leuten einfach an. Und du hast auch Wendy angesehen, dass es ihr nicht ganz so geht, wie uns. Dass sie natürlich so lebt, hätte ich nicht gedacht. Aber was soll's.", meinte ich. Ich sah meinen Bruder an. "Wir haben Wendy jahrelang kennengelernt und wir mögen sie beide. Und ich gestehe: Hätte ich vielleicht von ihren Lebensverhältnissen gewusst, bevor ich sie kennengelernt hätte, hätte ich sie vielleicht sogar gemieden. Weil ich hier mit Vorurteilen aufwachse. Weil die, die wirklich Geld haben, das meistens raushängen lassen. Aber Wendy hat das nicht." Ich sah auf meine Decke. "Aber trotzdem möchte ich nicht, dass sie das hier sieht.", murmelte ich.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 30 Apr 2015, 15:26

Ty

Ich nickte etwas, sie hatte in allen Punkten recht. Ich hätte, hätte ich es gewusst, nicht anders gehandelt als sie es getan hätte. "Ja.. du hast recht", meinte ich. Als sie meinte das sie nicht wollte das Wendy das hier sah.. musste ich auch wieder nicken. Genau das wollte ich auch nicht. Man selbst gewöhnte sich an diesen Lebensumstand, aber dennoch wollte mann nie das jemand anderes es erfuhr... "Ja.. und das wird sie vorerst auch nicht"; meinte ich. Unser Beziehung war noch so frisch da wollte ich sie nicht mit sowas verschrecken. Natürlich wusste ich das Wendy nicht kreischend davon laufen würde, aber sie müsste zugeben das sie nicht mit sowas gerechnet hatte und das sie insgeheim doch etwas abgeneigt wäre...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 08 Mai 2015, 14:46

Juno
Mein Bruder hatte mir bei all meinen Aussagen recht gegeben und genickt. Er meinte, sie - Wendy - würde das auch vorerst nicht. Damit meinte er wohl, unser Haus zu sehen. Dieses mal war ich es, die nickte. Sie würde es nicht so schnell sehen. Außerdem wäre dann die Hölle los, weil unsere Eltern schließlich etwas gegen sie hatten. Wir hatten nur zu Anfang kurz ihren Namen erwähnt, da hatten die beiden sofort losgemeckert und gesagt, diese Familie wäre kein guter Umgang und...ich wusste nicht mehr, was sie alles gesagt hatten. Es war mir zu viel geworden. Viel zu viel und dann hatte ich einfach abgeschalten. Ich lehnte mich zurück gegen die kahle Wand und sah meinen Bruder an. "Und, was hast du heute noch vor?", fragte ich ihn. Mir war langweilig...wie so oft. Ich sollte mir unbedingt ein Hobby zulegen. Aber ich wüsste nichts, das mich interessieren würde. So hoffte ich auf eine Antwort meines Bruders. Oder ich würde mich später mit ein paar Kumpels treffen. Zwei oder Drei von ihnen hatte ich schon ewig nicht mehr gesehen. Seit wir auf die Highschool gewechselt hatten, hatte sich das irgendwie auseinander gelebt. Unterschiedliche Klassenstufen, unterschiedliche Unterrichtszeiten, dazu kamen noch eventuelle Nebenjobs oder Hausaufgaben. Man hatte wirklich weniger Zeit. Wobei ich das Gefühl hatte, am meisten Zeit zu haben. Ich wusste nicht wieso...vielleicht sollte ich mir auch bald mal einen kleinen Nebenjob suchen. Es schadete nie, wenn man etwas Geld bekam. Der Unterhalt meines Autos kostete mich schon ziemlich viel und vielleicht könnte ich dann auch mal dafür sorgen, dass etwas mehr Essen im Haus war. Das käme mir und meinem Bruder wirklich zugute. Zumindest in meinen Augen. Und ich hasste es, alleine zuhause zu sein. Was in Zukunft wahrscheinlich öfter vorkommen würde, da meine Eltern beide arbeiteten und Ty nun schließlich mit Wendy zusammen war. Die beiden wollten mit Sicherheit auch viel Zeit zu zweit verbringen. Sie konnten nicht dauernd darauf achten, dass auch ich beschäftigt war oder mich andauernd mitnehmen und miteinbeziehen. Und das wollte ich auch nicht. Da würde ich mir nur wie ein Störfaktor vorkommen. Und stören wollte ich wirklich nicht. Nein, ich sollte mir wirklich bald Gedanken um einen Job machen. Doch ich wusste noch nicht, dass sich uns allen bald die Möglichkeit bieten würde, viel Geld zu erlangen...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 08 Mai 2015, 19:21

Ty

Ich hatte sofort gewusst das Jo mir in diesem Punkt zustimmen würde. Wendy musste und sollte unsere Lebensumstände noch nicht sehen, dafür war noch reichlich Zeit... in der ich sie darauf vorbereiten konnte... Jo riss mich auch meine Gedanken und fragte was ich heute noch so machen würde. Ich wusste es ehrlich gesagt noch selbst nicht... Am liebsten wäre ich ja gleich wieder zu Wendy gefahren, aber ich konnte Jo nicht gleich schon wieder alleine lassen nach dem was ich gestern hatte abgezogen. Mh... ich könnte mir ihr an unseren Autos herumschrauben... oder wir - also sie, Wendy und ich - könnten auch was zusammen machen, so wie es anfangst geplant war bevor dieser Kleine Unfall dazwischen gekommen war. Ich entschloss mich einfach mal ihr die Wahl zu lassen ob sie mit mir heute überhaupt noch etwas machen wollte oder ob sie die Nase erst mal voll von mir hatte. "Weiß noch nicht", meinte ich. "Was hast du den vor?", fragte ich. Ich wusste das sie kein anders Richtiges Hobby außer dem Fahren hatte, mal abgesehen vom Lesen, also ging ich nicht davon aus das sie wirklich eine Plan hatte was sie machen wollte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 09 Mai 2015, 13:58

Wendy
Bei meinem Auto angekommen, öffnete ich es mit einem Knopfdruck. Ich öffnete die Tür zur Rückbank und drehte mich zu Teddy um. Der kleine Hund stand schon neben mir, bereit, nach Hause zurückzukehren. Ich lächelte kurz, bevor ich mich zu ihm herunterkniete und ihn hochhob. Ich setzte ihn auf der Rückbank ab und gurtete ihn mit einem speziellen Hundegurt an. Ich wollte schliesslich nicht, dass ihm im Falle eines Unfalles etwas passierte. Als Teddy gesichert war, machte ich die hintere Autotür zu und öffnete stattdessen die Fahrertür. Ich liess mich auf meinen Sitz gleiten und steckte den Schlüssel ins Schloss, bereit, loszufahren. Erst da bemerkte ich, dass unter einem der Scheibenwischer etwas eingeklemmt war. Vielleicht das Blatt eines Baumes, das herangeweht war. Aber es sah hell, ja, fast weiss aus, nicht grün. Ich runzelte die Stirn. Komisch. Ob es jetzt ein Blatt Papier oder das Blatt eines Baumes war, ich beschloss, es zu entfernen. Darum stieg ich nochmals aus. In der Tat war es ein zusammengefaltetes Blatt Papier. Während ich mich wieder auf den Fahrersitz sinken liess, faltete ich es auf. Ein wildes Durcheinander Wörter war zu erkennen. Es waren ausgeschnittene Buchstaben aus einer Zeitung, aufgeklebt und zu Wörtern geordnet. Meine Augen flogen über die wenigen Zeilen. Auf einmal wurde mir kalt. Ich blinzelte und las die Botschaft noch einmal. Aber ich hatte mich nicht getäuscht. Oh Gott. Mit zitternden Händen las ich die Worte ein drittes Mal.

Gwendolyn Elisabeth Shepherd
Deine verdammten, ach-so-guten Eltern haben uns betrogen, belogen und uns alles genommen. Alles.
Wir wollen das, was uns zusteht.
Erscheine morgen Abend um 22:00 Uhr hier auf dem Parkplatz des River Rouge Park. Bringe 100'000 $ in einem Umschlag mit. Verstaue das Geld im Astloch des Baumes auf dem Parkplatz und verschwinde sofort wieder.
Komm' alleine! Keine Polizei und kein Wort zu niemandem! Auch danach nicht!
Wenn du nicht mit der geforderten Summe Geld erscheinst oder jemandem auch nur ein Sterbenswörtchen von diesem Brief erzählst, werden wir nicht zögern, deinem Hund etwas anzutun!


Ein eiskalter Schauer lief über meinen Rücken und liess mich am ganzen Körper erzittern. Alles Blut wich aus meinem Gesicht. Mir wurde schwindelig. Ich liess meine Hände sinken, das Papier segelte zu Boden. Ich konnte nichts anderes tun, als vor mich hinzustarren, während die Worte wieder und wieder durch meinen Kopf schossen. Es dauerte eine Ewigkeit, doch dann realisierte ich, dass das hier Wirklichkeit war. Jemand - oder mehrere Personen - drohten mir. Das war ein Drohbrief. Oh Gott.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 10 Mai 2015, 19:11

Juno
Nachdem ich Ty gefragt hatte, was er heute vor hatte, antwortete er mir, er wüsste es noch nicht. Dann stellte er mir die Gegenfrage, was ich vor hatte. Ich hob die Schultern. "Keine Ahnung, ich hatte auf einen Vorschlag von dir gehofft.", gestand ich grinsend. Mein Blick schweifte kurz im Zimmer umher. Hier gab es nicht viel, was man tun konnte. Und trotzdem ging der Tag meistens schnell rum. Auch wenn ich mich fragte, wie das passierte. Nach ein paar Sekunden wandte ich mich wieder meinem Bruder zu. "Ich hatte mir vorhin überlegt, mich mit ein paar alten Freunden zu treffen. Aber das war kein fester Entschluss...falls du also einen Vorschlag hast...", begann ich wieder. "Oder willst du zu Wendy? Ich kann's verstehen. Ihr seit frisch zusammen, frisch verliebt und müsst euch dadurch noch besser kennen lernen. Oder anders...und wollt jede Minute zusammen verbringen.", meinte ich und grinste ihn an. Auf einmal fiel mir etwas ein. "Sag mal, siehst du eigentlich jetzt alles pink? So wegen rosarote Brille und Wolke sieben und so?", fragte ich und musste kurz darauf lachen. Ich konnte das nicht ernst nehmen. Und ich ärgerte meinen Bruder nun mal gern damit. Auch wenn seine Freundin meine beste Freundin war. Außerdem hatte ich das selbst noch nie erlebt. Ich wusste nicht, wie sich Liebe anfühlte und wie man sich aufführte, wenn man verliebt war. Okay, letzteres sah man oft genug bei irgendwelchen Pärchen. Vor allem im Frühling. Und dann fand ich das wirklich peinlich und wollte auf keinen Fall auch so enden. Aber ich dachte schon wieder zu viel darüber nach. Ich musste mich jetzt erstmal auf einen guten Abschluss konzentrieren, darauf, dass ich einen Job bekam und mein Auto unterhalten konnte. Es würde mich kaputt machen, wenn ich meinen Pontiac verkaufen müsste. Fühlte sich Liebe so an? Konnte man das überhaupt mit einer "Liebe" zum Auto vergleichen? Ich war mir nicht sicher. Wahrscheinlich nicht. Immerhin wurde bei einer menschlichen Liebe das Gefühl erwidert, wenn man mal von diesem Standpunkt ausging. Ein Auto erwiderte keine Gefühle. Und trotzdem tat es mir weh, wenn ich eine Delle entdeckte. Auch wenn es meinem Wagen wohl nicht schmerzen würde. Ich beschloss, nicht weiter darüber nach zu denken und sah meinen Bruder abwartend an. Ich war mir ziemlich sicher, dass er zu Wendy wollte. Aber ich kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er sich wegen gestern immer noch Vorwürfe machte und mich nun nicht wieder 'verlassen' wollte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 12 Mai 2015, 15:12

Ty

Jo meinte das sie keine Ahnung hätte, das sie auf einen Vorschlag von mir gehofft hatte... tja.. blöde Idee. Ihr Blick schweifte kurz durch ihr Zimmer, so als ob sie etwas suchte womit wir uns beschäftigen könnten... aber genauso wie mein Zimmer gab ihres nicht viele Möglichkeiten her... Früher als Kinder hatten wir uns immer aus einer Decke und einem großem Karton eine art Höhle gebaut und uns dann dort versteck, aber jetzt sind wir älter und es würde wohl etwas seltsam kommen würden wir uns in unser Höhle verstecken...Sie meinte sie hätte sich vorhin überlegt ob sie sich mit ein paar alten Freunden treffen sollte, meinte aber das ich nicht zwingend mit müsste sondern auch zu Wendy fahren könnte. Ich rang etwas mit mir... einerseits wollte ich schon zu Wendy - was ja klar war - aber andererseits wollte ich Jo nicht alleine lassen, schon gar nicht mit alten Freunden ... wer weiß auf was für Ideen sie kämen.. Sie fragte ob ich jetzt alles Pink sehen würde, wegen der rosaroten Brille und so. Ich grinste etwas. "Oh mann.. würde ich das dann säße ich nicht so ruhig vor dir", meinte ich. Ich stellte mir es sehr schlimm vor alles nur Pink zu sehen... dann wäre Liebe ja eine Krankheit.. Wie immer war sie es die unser Gespräch leitete, da ich eben nicht zwingend der Redefluss in Person war. "Ich weiß nicht.. kann ich dich wirklich alleine lassen?", fragte ich. "Ich muss nicht zu Wendy wenn du vielleicht etwas Zeit mit mir verbringen möchtest", meinte ich.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 15 Mai 2015, 21:08

Juno
Ich beobachtete, wie sich die Miene meines Bruders veränderte, als ich gesagt hatte, ich wollte mich mit alten Freunden treffen. Deshalb hatte ich ihm schnell die Frage mit der rosaroten Brille gestellt. Ty grinste kurz, ehe er meinte, er würde nicht so ruhig vor mir sitzen, wenn er alles rosa sehen würde. Ich lachte kurz auf. Ja, das glaubte ich. Er würde durchdrehen. Männer und rosa? Das passte nicht, das durfte nicht sein. Und es wäre definitiv nicht normal, wenn er wirklich rosa sehen würde. Es entstand eine kurze Pause, ehe Ty meinte, er wisse es nicht. Er fragte, ob er mich wirklich alleine lassen könnte und meinte, er müsste nicht zu Wendy, wenn ich etwas Zeit mit ihm verbringen wöllte. Ich seufzte. Natürlich wollte ich Zeit mit meinem Bruder verbringen, aber ich wollte ihn auch nicht an seinem Glück hindern. "Also erstmal: Ty, ich bin achtzehn Jahre alt. Ich kann auf mich selbst aufpassen. Und außerdem hast du mich gestern zum Beispiel auch alleine gelassen. Und in der Schule bist du schließlich auch nicht andauernd um mich herum.", begann ich und grinste ihn an. Er machte sich viel zu oft so große Sorgen um mich. Aber das war wohl einfach der Instinkt eines großen Bruders. Genau wusste ich das aber auch nicht. Nach einer kurzen Pause fuhr ich fort: "Zweitens: Du weißt, dass ich gerne Zeit mit dir verbringe. Aber du weißt ebenso gut, dass ich dir und Wendy nicht im Weg stehen möchte. Ihr seit jetzt in so einer seltsam verliebten Anfangsphase, da ist es nur klar, dass ihr mehr Zeit miteinander verbringen möchtet. Und ich will nicht, dass du depressiv wirst, wenn du jetzt hier bei mir sitzen musst, anstatt bei Wendy. Zumal uns, drittens: sowieso nichts einfällt, was wir tun könnten. Weder dir, noch mir. Okay, dir sowieso selten, aber ich hab gerade auch keine Ahnung. Es ist Winter. Es ist kalt draußen...und drinnen. Da friert mein Hirn ein." Ich lachte kurz, als ich das alles erklärt hatte. "Hör auf dein Herz und mach das, was es will. Wenn es zu Wendy will, dann geh zu Wendy. Wenn's hier bleiben will, dann bleibst du hier. Die Entscheidung kann ich dir nicht abnehmen.", meinte ich und zuckte mit den Schultern. Ich würde ihm keine Entscheidung übel nehmen. Und auch Wendy nicht. Da war ich mir sicher. Und ich wusste nicht, wie sehr sie meinen Bruder - ihren Freund - gerade im Moment wohl gebrauchen konnte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 16 Mai 2015, 15:53

Wendy
Ich hatte tatsächlich einen Drohbrief erhalten. Ich kannte dieses Phänomen sonst nur aus Büchern oder aus Filmen - wobei ich nicht besonders viel Erfahrung mit Krimis hatte, weil Blut dort eine grosse Rolle spielte. So oder so, ich hatte immer gedacht, dass solche Dinge nur in Büchern oder Filmen passierten. Aber das hier war die Realität. Es war wirklich real. Nicht eine Sekunde lang hielt ich den Brief für einen harmlosen Scherz. Nein. Das war ein ernst gemeinter Drohbrief. Mir wurde noch schwindeliger. Das alles war so surreal, aber es fühlte sich trotzdem verdammt echt an. Das Zittern, das zunächst nur meine Hände beherrscht hatte, breitete sich über meinen ganzen Körper aus. Mir wurde schlecht und ich konnte nicht mehr klar denken. Ich wusste nicht, wie lange es genau dauerte, aber irgendwann hatte ich die Phase des ersten Schocks überwunden. Die zweite Phase - die Grübelphase - begann. Wer hatte diesen Drohbrief geschrieben? Diese Frage konnte ich unmöglich beantworten. Es stand kein Name darauf, und nicht einmal ein Graphologe könnte herausfinden, wer den Brief geschrieben hatte. In Handschrift war nichts verfasst worden, alle Buchstaben bestanden aus Fetzen von Zeitungsartikeln. Bestimmt hatten die Täter auch Handschuhe verwendet, um die Buchstaben auszuschneiden und aufzukleben. Das war verdammt clever, führte mich aber kein Stückchen weiter. Ich hatte immer noch keine Ahnung, mit wem - und mit wie vielen Personen - ich es zu tun hatte. Ich hätte die Polizei rufen können, aber das hätten die Täter früher oder später herausgefunden, und ich wollte unter keinen Umständen, dass Teddy etwas passierte. Ich warf einen Blick in den Rückspiegel. Teddy lag nach dem Spaziergang ausgestreckt auf der Rückbank und schien ganz entspannt zu sein. Er ahnte nichts von dem Drama, das sich im Moment direkt hier abspielte. Oh Gott. Ich konnte nicht zulassen, dass jemand Teddy etwas antat. Und deshalb durfte ich die Polizei nicht informieren, und auch sonst niemanden. Ich musste diese Sache hier alleine durchstehen. Um das zu schaffen, benötigte ich 100'000 Dollar in bar. Es wäre nicht weiter schwierig, das Geld aufzutreiben - ich hatte Zugriff zu meinem Bankkonto und zu dem meiner Eltern. Wenn sie herausfanden, dass ich so viel Geld abgehoben hatte, würde ich einfach behaupten, ich hätte es für mein Auto ausgegeben. Meine Eltern würden nicht weiter nachhaken. Die Sache mit dem Geld war also kein Problem. Wenn ich es so bedachte, war es auch keine grosse Sache. Ich musste morgen nach der Schule einfach zur Bank, das Geld abheben und um 22:00 Uhr hier auf den Parkplatz bringen. Dann hatten die Erpresser das, was sie wollten, und würden Teddy und mich in Zukunft hoffentlich in Ruhe lassen. So einfach war das. Trotzdem überlief mich ein kalter Schauer. Oh Gott. Das waren keine Hobbygangster. Die drehten wahrscheinlich richtig krumme Geschäfte. Und genau darum durfte ich mir meine Angst nicht anmerken lassen. Wer wusste, ob sie mich nicht in diesem Moment beobachteten? Eine Welle der Angst überrollte mich. Trotzdem - ich durfte nicht länger hier warten. Mit zitternden Fingern drehte ich den Zündschlüssel und startete den Motor, bevor ich mit quietschenden Reifen vom Parkplatz des River Rouge Park fuhr. In etwas mehr als vierundzwanzig Stunden würde ich wieder hierherkommen - und dann sofort von hier verschwinden, hoffentlich mit einer Sorge weniger. Bis dahin musste ich mich einfach zusammenreissen. Einfach... Wenn das nur so einfach wäre...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mi 20 Mai 2015, 16:53

Ty

Als sie sage sie sei Achtzehn und könnte auf sie selbst acht geben musste ich mir ein Kommentar verkeifen. Klar sie war jetzt sowas wie erwachsten aber dennoch fürchtete sie sich vor Gewittern, aber Wendy tat das schließlich auch... Ich beschloss das es doch etwas zu gemein wäre es laut auszusprechen und hielt stattdessen die Klappe. Meist war es sowieso besser wenn ich die Klappe hielt. Ihre weiteren Argumente klangen alle ziemlich treffend und auch gleichzeitig sehr erwachsten.. Wann war sie bitte so erwachsen geworden? Es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen das ich dieses Mädchen hoch heben musste damit es einen bessern Blick auf die Affen im Zoo hatte... an den Ausflug erinnere ich mich noch gut, es war der erste den wir beide alleine machen durften... Ich schob den Gedanken beiseite, in Erinnerungen zu schwelgen war jetzt nicht angebracht. Ich seufzte etwas. "Ja.. du hast recht.. auch wenn es Kitschig klingt", meinte ich und grinste schief. "Aber mein Herz will beides, bei dir bleiben aber auch zu Wendy fahren. Deswegen hatte ich ja gefragt ob es okay wäre wenn ich zu Wendy fahren würde und nicht hier bei dir bleiben würde", meinte ich. Ich war wohl einer dieser Seltenen Typen die sich Gedanken um die Gefühle seiner Mitmenschen machte, augenscheinlich gab es ja nicht all zu viele von denen. Plötzlich spürte ich ein mulmiges Gefühl und hatte den drang, ohne auf Jo´s Antwort zu warten, aufzuspringen und zu Wendy zu fahren.... Vermutlich hatte ich einfach nur Sehnsucht nach ihr... ihr kann nichts passiert sein.... oder doch? Immerhin war sie trotz allem ein Tollpatsch, zwar ein sehr süßer aber dennoch ungeschickter.. Ich unterdrückte den Drang und wartet auf Jo´s Antwort.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 21 Mai 2015, 20:59

Wendy
Im Nachhinein konnte ich mich nicht mehr daran erinnern, wie ich nach Hause gekommen war. Ich wusste nur noch, dass ich das Auto irgendwann in der Garage parkiert und erleichtert geseufzt hatte. Dann jedoch war mir eingefallen, dass die Täter mich wahrscheinlich ständig beobachteten - und sie somit auch hier waren. Oh mein Gott. Wie sollte ich heute Nacht mit diesem Wissen ruhig schlafen können? Wie sollte ich auch nur eine ruhige Minute haben, bis ich das Geld morgen abgeliefert hätte? Ich wusste nicht, wie ich das schaffen sollte. Ich wusste nur, dass ich es schaffen musste. Ich warf einen Blick nach hinten. Teddy schaute mich an, als wollte er mich fragen, warum wir nicht längst im Haus waren. Oh Gott, diese braunen, treuen Hundeaugen... Teddy war mir so viel Wert wie kaum etwas anderes auf der Welt. In der Tat war er mir ebenso viel Wert wie Jo - oder Ty. Ty... Ein Schmunzeln schlich sich in mein Gesicht, als ich an ihn dachte. Mein Freund. Ich konnte es noch immer nicht glauben. Es war unglaublich, wie schnell sich solche Dinge verändern konnten. Seit Jahren war Jo meine beste Freundin, und Ty mein bester Freund. Und jetzt? Jetzt waren wir zusammen. Ein Paar. Erst vor ein paar Stunden hatte ich ihn nach Hause geschickt. Morgen in der Schule würden wir uns wiedersehen. Und auch Jo würde da sein. Vor ein paar Stunden hatte ich mir Sorgen darüber gemacht, wie Jo auf unsere Beziehung reagieren könnte. Jetzt machte ich mir Sorgen darum, dass meine beste Freundin und mein Freund merken könnten, dass mit mir etwas nicht stimmte. Ich kannte sie - und ich kannte mich selbst. Sie konnten jede Gefühlsregung von mir spüren, und ich würde wahrscheinlich so nervös sein, dass sie garantiert etwas merken würden. Und dann? Dann wäre Teddy in Gefahr. Wenn die Täter herausfanden, dass ich jemandem von dem Drohbrief erzählt hatte... Oh Gott. Nein. Das konnte ich nicht riskieren. Ich wollte auf keinen Fall, dass dem kleinen Hund etwas passierte. Fieberhaft grübelte ich über eine Lösung des Problems nach - aber es gab keine! Während ich ausstieg, Teddy aus dem Wagen hob und mit ihm die Villa betrat, stieg meine innere Verzweiflung ins Unermessliche. Es war eine Katastrophe. Sobald die Haustür hinter mir ins Schloss fiel, hielt ich es nicht mehr aus. Tränen rannen wie Sturzbäche an meinen Wangen hinunter. Mit verschwommener Sicht taumelte ich irgendwie die Treppe hoch in mein Zimmer. Dort liess ich mich auf mein Bett fallen und überliess mich der Verzweiflung. Wie sollte ich das nur schaffen? Ich kam mit diesem Druck nicht zurecht. Trotzdem: Ich musste den Drohbrief für mich behalten. Da fiel mir ein, dass ich gar nicht wusste, wo er war. Er war mir vorher heruntergefallen. Wahrscheinlich lag er im Fussraum meines Autos. Und dort würde er vorerst auch bleiben. Bei der Erinnerung an den Drohbrief lief es mir kalt den Rücken herunter, und die Verzweiflung überfiel mich erneut. Ich vergrub mein Gesicht in einem der Kissen und weinte. Ich würde das nie und nimmer schaffen. Aber ich musste. Ich musste einfach.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 25 Mai 2015, 17:56

Juno
Mein Bruder hörte mir die ganze Zeit über aufmerksam zu. Er sagte kein Wort. Okay, er sagte nie viel. Zumindest nicht, wenn ich redete. Vielleicht lies ich ihn auch nie zu Wort kommen? So sicher war ich mir da nicht. Als ich meinte, er solle auf sein Herz hören, seufzte er. Er meinte, ich hätte Recht, auch wenn es kitschig klingen würde. Dabei grinste er schief. So wie ich ihn kannte. Er meinte, sein Herz würde beides wollen. Bei mir bleiben aber auch zu Wendy zu fahren. Deswegen hätte er mich ja auch gefragt, ob es okay wäre, wenn er zu Wendy fahren würde und nicht hier bei mir sein würde. Ich verstand ihn. Deshalb nickte ich. "Klar. Ich hab dir ja gesagt, ich komm zurecht. Also, jetzt verschwinde zu deiner Freundin.", forderte ich ihn auf und schlug die Decke zurück. Ich stand von meinem Bett auf und scheuchte Ty von meinem Stuhl zur Türe. "Ich glaube, dich muss man immer rausjagen, bis du wirklich sicher bist, dass du mich alleine lassen kannst.", begründete ich diese Aktion grinsend. Meinem Bruder musste man immer hundertprozentig versichern, dass einem nichts passierte. Zumindest ich und Wendy. Ansonsten würde er nie gehen. Und ich wusste nicht, wie wichtig es jetzt war, dass er jetzt zu seiner Freundin ging. Ich konnte auf mich aufpassen. Ich würde mich mit ein paar alten Freunden treffen. Ich musste zwar erst noch fragen, ob sie Zeit hatten, aber das brauchte ich Ty ja nicht zu erzählen. Sonst würde er noch warten, bis ich eine Antwort hatte und es sicher war, dass ich mich mit ihnen traf. Aber irgendjemand hatte mit Sicherheit Zeit. Es war Sonntag, wer musste da schon arbeiten? Es war kurz vor Weihnachten, da hatte man auch noch keine familiären Verpflichtungen. Und wir lebten immerhin in Detroit. Da sollte man doch so viel Zeit haben. Wenn man sich nicht zufällig an irgendeiner Ecke traf und sich mit geladenen Pistolen gegenüber stand, weil man nicht wusste, ob man demjenigen vertrauen konnte, der da gerade um die Ecke kam. Manchmal war es wirklich schrecklich hier. Aber ich hatte nur selten Angst. Ich war hier aufgewachsen. Irgendwann hatte man sich daran gewöhnt und man kannte sich. Die neuen hatten es viel schwerer. Denen misstraute man. Aber wir lebten schon Jahrelang hier. Wenn nicht sogar schon immer. Das wusste ich nicht mal mehr genau.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 30 Jan 2016, 20:20

Ty
Zu deiner Freundin.... Es selbst zu sagen war schon ein wahnsinnig tolles Gefühl gewesen, wenn ich ehrlich zu mir selbst war. Aber es aus dem Mund meiner Schwester zu hören macht es für mich noch ein Stück realer und unwillkürlich trat ein lächeln auf meine Lippen. Es war real.. kein Traum.. Wendy war tatsächlich meine Freundin. Ich würde mich, trotz dieser Erkenntnis, wohl noch daran gewöhnen müssen sie so nenne zu können. Wie würde das erst Morgen werden? In der Schule. Wollte Wendy es gleich öffentlich machen? Oder war ihr das zu unsicher und sie hatte angst das es unsere Eltern erfahren könnten? Dies waren ein paar der tausend Fragen die mir plötzlich durch den Kopf schossen. Ich war unter normalen Umständen schon ein wahnsinniger Kopf Mensch und dachte über alles möglich nach, aber unter diesen Umständen war das noch schlimmer als sonst. Unwichtiges wurde in meinem Kopf plötzlich zu dem wichtigsten überhaupt und ließ mir keine Chance, als darüber nach zu denken. Ich versuchte diese Gedanken so gut es mir möglich war von mir zu schieben und nicht weiter Energie daran zu verschwenden. Überrascht davon das sie mich von Stuhl zur Tür scheuchte sah ich sie mit großen Augen an, aber da kam dann auch schon die Erklärung. Sie meinte, mann müsse mich aus dem Zimmer jagen damit ich auch tatsächlich ging. Und damit hatte sie auch wirklich recht, ich ließ sie und Wendy ungerne alleine, wenn ich mir nicht zu hundert Prozent sicher war das es auch wirklich in Ordnung war. Da kam dann der Beschützer in mir durch, der in mir lauerte. Ich lächelte. "Okay, okay, ich geh ja schon", meinte ich. "Aber, wenn irgendetwas ist - egal was - dann ruf mich an und ich bin sofort hier. Ja?", fragte ich. Ich musste auch sicher gehen das sie mich anrief, wenn irgendetwas war. Was nütze es mir zu wissen das ich sie alleine lassen konnte, aber nicht wusste ob sie mich im Ernstfall anrief. Wie gesagt, ich bin ein Kopf Mensch und mache mir über alle möglichen, unwichtigen wie wichtigen, Dinge Gedanken. Damit konnte ich anderen auch schon mal auf die Nerven gehen, aber mir war es lieber sie waren von mir genervt, als sie sind unglücklich weil ich nicht genau genug gefragt hatte. Ich ging zur Tür und wartete auf Juno's Antwort. Eigentlich wusste ich ja schon, dass es ein ja sein würde, aber ich ging nun mal gerne auf Nummer sicher. Das wusste sie ja, war also nichts neues für sie.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 30 Jan 2016, 20:37

Wendy
Wenn irgendwo eine Rakete nutzlos herumgestanden wäre, ich wäre eingestiegen und wäre damit zum Mond geflogen - oder zu einem anderen Ort, der weit weg war. Und Teddy hätte ich mitgenommen. Ich wollte schliesslich auf keinen Fall riskieren, dass ihm etwas angetan wurde. Oh Gott. Wie sollte ich die Zeit bis morgen Abend nur überstehen? Ich war schon jetzt völlig verzweifelt, und das nur wegen diesem Blatt Papier. Gut, es war ein wenig mehr als das. Es war ein Drohbrief. 100'000 Dollar sollte ich morgen Abend um 22:00 Uhr abliefern - alleine, auf dem Parkplatz des River Rouge Park. Und ich durfte weder die Polizei noch sonst irgendjemanden informieren. Natürlich fragte ich mich immer wieder, wer diese Erpresser sein könnten. Aber ich sah meine Eltern zu wenig, um zu wissen, wem sie anscheinend alles genommen haben könnten. Für das Geschäftsleben meiner Eltern hatte ich mich noch nie interessiert. Das war vielleicht das erste Mal in meinem Leben, dass ich das bereute. Wahrscheinlich würden sie nicht einmal merken, dass auf ihrem Konto plötzlich 100'000 Dollar fehlten. Ich würde das Geld auf meinem eigenen Konto abheben, dann würde das Risiko, dass sie etwas merkten, noch geringer sein. Ja, meine Eltern waren das kleinste Problem. Das grössere Problem waren Jo - und Ty. Sie kannten mich einfach zu gut. Sie würden bestimmt merken, dass mit mir etwas nicht stimmte. Vor allem Ty war jetzt wahrscheinlich besonders sensibel, was meine Gefühlsregungen anging. Wie konnte ich ihm und Jo so etwas wie einen Drohbrief verheimlichen? Wie sollte ich das schaffen? Ich wusste jetzt schon, dass es sehr schwierig sein würde, den Mund zu halten. Aber ich musste. Ich musste ihnen den Drohbrief um jeden Preis verschweigen. Ansonsten würden sie Teddy etwas antun. Und er war der feste Anker in meinem Leben. Teddy war immer da, passte auf mich auf, wenn es sonst niemand tat, und leistete mir Gesellschaft in meinem einsamen Leben. Natürlich hatte ich auch noch Jo und Ty, aber sie hatten eine Familie und ein anderes Zuhause. Ich konnte von ihnen nicht verlangen, sich ständig um mich zu kümmern - auch nicht von Ty. Und das, obwohl ich genau wusste, dass er vierundzwanzig Stunden bei mir sein würde, wenn ich ihn darum bäte. Doch das konnte ich nicht von ihm verlangen. Ich musste alleine mit diesem Drohbrief zurechtkommen, auch wenn es mir sehr, sehr schwerfiel. Nach einer Weile, die ich heulend im Bett verbracht hatte, rappelte ich mich auf und wischte die Tränen von meinem Gesicht. Ich musste mich zusammenreissen. Ich wankte ins Bad. Dort wurde meine Befürchtung bestätigt. Ich sah schrecklich aus. Ich versuchte, mit Wasser nachzuhelfen. Danach sah ich wenigstens nicht mehr aus wie eine wandelnde Leiche - aber fast genauso schlimm. Seufzend verliess ich das Badezimmer wieder. Heute würde sowieso niemand mehr vorbeikommen. Da spielte es keine Rolle, wie ich aussah. Ich ging nach unten, wo Teddy mich schwanzwedelnd begrüsste. Ich gab ihm einen Hundekeks, dann beschloss ich, mir etwas Kleines zu kochen. Ein bisschen hungrig war ich schon. Also nahm ich ein Ei und Speck aus dem Kühlschrank und briet das Ganze an.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 31 Jan 2016, 16:15

Juno
Eigentlich hätte es mir klar sein müssen, dass Ty nicht einfach so gehen würde. Er versicherte sich nochmal davon, dass ich ihn anrufen würde, wenn irgendetwas war. Ich verdrehte die Augen. "Jaha, mach ich. Versprochen.", versicherte ich ihm und sah ihm direkt in die Augen. Es war schön, wenn man einen Bruder hatte, der sich um einen kümmerte. Aber Ty's Fürsorglichkeit war teilweise extrem. Und irgendwann konnte sie einen total nerven. Aber er war nun mal so und das akzeptierte ich. Genauso wie er mich und meine Eigenschaften akzeptierte. Ich hatte jedoch keine Lust, weiter hier rum zu stehen und meinen Bruder anzusehen. Stattdessen ging ich die Treppe wieder hinunter und begab mich ins Wohnzimmer. In meinem Schlafzimmer war ich wirklich ungern. Aber ich hatte ja Ausweichmöglichkeiten. Nicht viele, aber immerhin das Wohnzimmer oder die Küche. Im Wohnzimmer warf ich mich aufs Sofa und zog die Decke über mich. Unglaublich, ich hatte fast überall im Haus flauschige Decken verteilt. Damit ich immer eine zur Hand hatte, wenn ich eine brauchte. Und ich brauchte oft eine. Als ich es mir bequem gemacht hatte, zog ich mein Handy aus der Hosentasche und schrieb einigen alten Freunden eine SMS mit dem Inhalt, ob irgendeiner Zeit und Lust hatte, etwas zu unternehmen. Ich hätte gerne Kino vorgeschlagen, aber im Moment hatte ich dafür kein Geld. Und ich wollte mich in kein Kino rein schleichen, dafür war ich einfach zu ehrlich. Aber es würde mich freuen, ein paar von ihnen wieder zu sehen. Viele hatten die schule abgebrochen, um zu arbeiten und ihre Familien zu unterstützen. Andere waren weg gezogen. Denen hatte ich nicht geschrieben. Ich wusste nicht wohin sie gezogen waren, aber im Prinzip war es mir auch egal. In Amerika hatte man die absolute Freiheit. Man brauchte für viele Jobs nicht mal eine Ausbildung, geschweige denn überhaupt irgendeine Art von Schulbildung. Natürlich hatte man mehr Chancen, wenn man die Schule durchzog und anschließend am College studierte. Am besten Medizin, da verdiente man angeblich mehr, als in anderen Berufen. Aber damit kannte ich mich nicht aus. Ich wusste nicht einmal, was ich überhaupt nach der Schule machen wollte. Eigentlich sollte ich mir langsam mal Gedanken darüber machen. Aber ich wusste, dass ich vor hatte, aufs College zu gehen. Nur war das ein schwerer Weg, ohne Geld.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 31 Jan 2016, 19:31

Ty

Ich wusste das ich ihr auf die Nerven ging, aber darüber konnte ich nur schmunzeln. Auch wenn sie es nicht zugab, insgeheim gefiel es ihr das ich mir Sorgen um sich machte und sie immer versuchte zu beschützen. Sie hatte mir das zwar noch nie direkt ins Gesicht gesagt, aber es lag irgendwie auf der Hand.. auch wenn sie es sich selbst nicht rech eingestehen wollte. Ich zog meine Handy aus der Hosentasche und wählte Wendy's Nummer während ich in mein Zimmer ging um ungestört zu sein. Mit einem schmunzeln entdecke ich das Juno es geschafft hatte selbst in meinem Zimmer eine flauschige Decke zu platzieren. Das grenze ja schon fast an eine Zwangsneurose das die im ganzen Haus verstreut sind... Ich setzte mich auf meine Schreibtischstuhl und wartete ab bis Wendy abhob. Ich wollte nicht einfach so vorbeikommen, konnte auch gut sein das sie für heute genug von mir hatte. Wenn es so war, dann würde ich es hin nehmen und nicht weiter stören. War aber das Gegenteil der Fall, dann wäre ich schneller aus dem Haus als mein Auto fahren konnte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 31 Jan 2016, 19:43

Wendy
Ich war fast fertig damit, das Spiegelei und den Speck anzubraten, als ich auf einmal ein Klingeln hörte. Erst dachte ich, es komme von der Haustür, dann erkannte ich, dass es der Klingelton meines Handys war. Und das lag im Wohnzimmer. Geistesgegenwärtig zog ich die Pfanne vom Herd herunter, damit nichts anbrannte, und lief in den angrenzenden Raum. So schnell ich konnte, lief ich zum Couchtisch hinüber und griff nach dem Handy. Es war kein aussergewöhnlich teures Handy gewesen. Auch wenn meine Eltern bestimmt gewollt hätten, dass ich ein teures Handy kaufte, hatte ich mich für ein normales entschieden. Ich musste damit nur fotografieren, Nachrichten schreiben und anrufen können, mehr brauchte ich gar nicht. So oder so, das Handy zeigte mir Tys Namen an. Zuerst wollte ich mich so schnell wie möglich melden. Es freute mich, dass Ty anrief. Das tat er nicht so oft, aber wenn er es tat, dann wollte er meistens etwas mit mir unternehmen. Und da wir gerade erst zusammengekommen waren, würden diese Treffen in Zukunft noch schöner sein. Dann zögerte ich aber. Wenn ich mich mit Ty traf, würde er sofort merken, dass mit mir etwas nicht stimmte. Früher oder später würde ich ihm von dem Drohbrief erzählen, und dann... Nein. Das konnte ich nicht. Aber mich gar nicht melden, das konnte ich auch nicht. Dann würde sich Ty Sorgen machen und sofort hierherkommen - jetzt, wo er wusste, wo ich wohnte. Also rang ich mich dazu durch, den Anruf doch entgegenzunehmen. "Hey, Liebling", meldete ich mich. Bildete ich es mir nur ein, oder zitterte meine Stimme dabei etwas? Aber ich durfte doch nichts verraten! Verdammt! Hoffentlich merkte Ty nichts von meinem unsicheren Verhalten. Ich hatte mich noch nicht daran gewöhnt, dass Ty nun mein fester Freund war, aber es war ein schöner Gedanke. Er war nun so etwas wie ein sicherer Anker in meinem Leben. Sonst gab es nicht viel, das ich als Anker hätte bezeichnen können. Besonders jetzt nicht, wo mir gedroht wurde. Beim Gedanken an den Brief und die Forderung darin lief es mir eiskalt den Rücken herunter. Was sollte ich nur tun? Erst einmal musste ich Ty klar machen, dass er sich keine Sorgen um mich zu machen brauchte. Und dass er nicht schon wieder hierherkommen musste. Aber wenn ich das so explizit sagte, würde er genau das tun. Ich steckte in der Zwickmühle. Einerseits wünschte ich mir nichts mehr, als mich in Tys Armen verkriechen zu können, bis der ganze Spuk vorbei war. Ich brauchte ihn mehr denn je. Andererseits durfte ich der Versuchung nicht nachgeben, ihm etwas zu erzählen. Ich konnte mich nicht so schnell entscheiden. "Was ist los?", fragte ich Ty und hoffte, ihn damit etwas ablenken zu können.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 05 Feb 2016, 16:25

Juno
ich hatte den Fernseher eingeschaltet, während ich auf eine Antwort wartete. Doch ich musste nicht lange warten. Durch das Glück einer Funktion, die ich bei der SMS  aktivieren konnte, konnte jeder sehen, wer die SMS noch bekommen hatte. Ähnlich einer E-Mail. Das war in diesem Fall ganz praktisch. So konnten die Leute sehen, wer dabei war und es war leichter zu klären, wo man sich traf. Wenn einer die Vermittlung spielen musste, zog sich das alles unnötig in die Länge. Während ich zappte, hörte ich, wie nach und nach einige Nachrichten auf meinem Handy eingingen. Okay, langsam musste ich mal etwas finden, damit ich diese abrufen konnte. Irgendwann war ich auf einem Sender hängen geblieben, auf dem ein relativ interessantes Programm lief. Ich wusste ja nicht, wie lange es noch dauerte, bis wir eine Idee hatten, was wir tun könnten. Oder zumindest, wo wir uns treffen würden. Ich griff nach meinem Handy und las die Nachrichten durch. Vier Leute hatten gesagt, dass sie Zeit hätten und sich freuen würden, wenn wir uns alle mal wieder treffen würden. Vier von Fünf. Na das war doch eine gute Bilanz. Vor allem, wenn man bedachte, dass der letzte arbeiten musste. Da konnte er eben nicht weg. Aber ich war froh, dass er unter diesen Umständen absagte. Er hätte auch sagen können, dass er einfach gehen würde und somit seinen Job riskieren. So machten es viele hier. Aber er war nicht so. Obwohl ich das vor einigen Jahren gedacht hätte. Aber meine Freunde waren eigentlich alle so eingestellt. Sie hatten zwar die Schule abgebrochen, aber aus dem Grund, arbeiten zu gehen, Geld zu verdienen und ihre Familien zu unterstützen. Ähnlich wie ich. Nur die meisten davon hatten nicht vor, aufs College zu gehen und zu studieren. Ich schrieb zurück, dass ich mich ebenfalls freute, sie wieder zu sehen und schlug vor, dass wir uns in der verlassenen Autofabrik am Stadtrand treffen könnten. Das war besser, als am Stadtpark. Außerdem sah das Gelände schon sehr nach Stadtpark aus. Es war verwittert und keinen störte es, wenn dort Autos standen oder sogar mal laute Musik lief. Im Stadtpark hingegen war das nicht gerne gesehen. Nachdem ich die SMS verschickt hatte, legte ich mein Handy wieder auf den Couchtisch und sah in den Fernseher. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich so schnell eine Antwort bekommen würde.
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