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 PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin

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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 28 März 2015, 14:42

Wendy
Ty schien nicht mehr allzu tief zu schlafen. Ich brauchte seinen Namen nur einmal und nicht einmal besonders laut auszusprechen, da veränderte sich die Frequenz seiner Atemzüge. Ich beobachtete, wie ein Lächeln auf seinen Lippen erschien - noch bevor er die Augen öffnete. Als er es dann tat, wurde dieses Lächeln förmlich zu einem Strahlen. Es war egal, dass es draussen regnete. Ja, es hätte sogar stürmen können, es wäre mir gleich gewesen. Denn in diesem Moment gab es nur Ty. Seine grün-braunen, so vertrauten Augen strahlten. Das Lächeln auf seinen Lippen war so breit, dass mein Herz unwillkürlich schneller klopfte. Und dann sein Blick... Ich konnte nicht anders, ich musste sein Lächeln erwidern. Als er mir dann auch noch einen guten Morgen wünschte und mich 'Bambi' nannte, war es völlig um mich geschehen. Jetzt wusste ich mit Gewissheit, dass das gestern nicht nur ein Traum gewesen war. Ty hatte mich wirklich geküsst. Wir waren wirklich ein Paar. Und er hatte bei mir übernachtet. Oh Gott. Von all dem Glück, das mich auf einmal überkam, wurde mir schwindelig. Ich war zu keiner Antwort fähig, während Ty sich etwas streckte. Tausende Gedanken schossen durch meinen Kopf. Ich konnte nicht glauben, dass das alles wirklich passiert war. Aber wenn es nicht geschehen wäre, wäre ich heute Morgen wohl kaum in Tys Armen aufgewacht. Nein. Das wäre eher unwahrscheinlich gewesen. Und ganz gewiss hätte er mich auch nicht 'Bambi' genannt. Oh Gott. Ich hatte immer davon geträumt, dass mein Freund sich einmal so einen schönen Kosenamen für mich ausdenken würde wie Ty für seine Schwester. Und jetzt hatte ich nicht nur einen Kosenamen und einen Freund, sondern dieser Freund war auch noch Ty. Ausgerechnet Ty. Ty, der aus der Familie kam, vor der mich meine Eltern gewarnt hatten. Mir wurde etwas mulmig zumute. Was, wenn sie es herausfinden würden? Weder meine Mutter noch mein Vater waren hier, aber sie hatten ihre Augen und Ohren überall. Wenn uns jemand in der Öffentlichkeit sehen würde... Meine Eltern würden herausfinden, dass ich einen Freund hatte. Und sie würden mir den Umgang mit Ty, aber auch mit Jo verbieten. Oh Gott. Ich wollte gar nicht daran denken. Es gelang mir, diese unschönen Gedanken aus meinem Kopf zu vertreiben, als Ty sich aufsetzte. Er gab mir einen Kuss auf die Stirn. Ich schloss kurz die Augen, als ich seine Lippen auf meiner Haut spürte, dann schlug ich sie wieder auf. Ty fragte, ob ich gut geschlafen hätte, und zog mich in seine Arme. Ich liess es geschehen und lehnte mich leicht an ihn, aber so, dass ich dennoch zu ihm hochsehen konnte. Das Lächeln auf meinem Gesicht wurde wieder etwas breiter. Ich nickte, wollte in diesem Moment nicht sprechen. Ein paar Momente später fiel mir aber etwas ein. Etwas, das ich Ty unbedingt fragen musste. "Bin ich gestern während dem Film eingeschlafen?", fragte ich ihn etwas ungläubig. Ich konnte nicht fassen, dass ich tatsächlich das Ende von 'Wie ein einziger Tag' verpasst hatte. Natürlich kannte ich den Film - er zählte zu meinen Lieblingsfilmen -, aber ich hatte ihn trotzdem zu Ende sehen wollen. Offensichtlich war ich vorher eingeschlafen, denn ich konnte mich nicht daran erinnern, wie ich ins Bett gekommen war. Hatte Ty etwas damit zu tun?
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 28 März 2015, 21:48

Ty

Ich grinste etwas als sie fragte, ob sie beim Film eingeschlafen sei. "Ja, wie ein kleiner Engel", meinte ich. Diesen Satz hatte ich mir nicht verkneifen können und ich musste etwas lächeln. Als sie gestern eingeschlafen war, hatte sie wirklich wie ein Engel gewirkt... Aber um bei den Tatsachen zu bleiben hätte ich eigentlich sagen müssen: Wie ein Rehkitz... naja.. Chance verpasst. Egal. Ich strich ihr Haar hinter ihr Ohr und blickte ihr in die Augen. "Ich hatte schon angst alles sei nur ein Traum gewesen", flüsterte ich. "Nur", war wohl etwas fehl platziert. Denn selbst wenn es nur ein Traum gewesen wäre, wäre er wohl der schönste meines Lebens gewesen... Bei dem Gedanken das ich früher oder später schließlich doch nachhause müsste wurde mir beinahe schlecht, ich wollte Wendy nicht alleine lasse.. Auch wenn sie meinen würde, sie käme damit klar.. Sie sei es ja gewöhnt, meinte sie oft. Aber dennoch, allein sollte wirklich niemand sein. Aber spätestens wenn ihre Eltern nachhause kommen würden, müsste ich weg. Ich wollte wirklich nicht wissen wie Sie reagieren würden... Vermutlich schlimmer als in meiner Vorstellung.. Meine Eltern werden von mir und Wendy nichts mitbekommen, Jo wird nichts verraten und wenn alles gut geht wird Wendy auch nie mein zuhause sehen. Wenn ich es mit ihrem vergleiche würde sie vermutlich schreiend davon laufen... obwohl... so war sie nicht..
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 29 März 2015, 16:01

Wendy
Ty begann zu grinsen. Das reichte, um meine Annahme, dass ich gestern während des Films eingeschlafen war, zu bestätigen. Ansonsten hätte er anders reagiert. Aber eigentlich hatte ich es ja schon gewusst. Ich konnte mich nicht daran erinnern, dass ich das Ende des Films gesehen hatte. Und ich wusste nicht, wie ich ins Bett gekommen war. Ich war heute Morgen in Tys Armen in meinem Bett aufgewacht, und ich hatte nicht den blassesten Schimmer, wie es dazu gekommen war. Daher war ich erst auch so erschrocken. Mittlerweile fragte ich mich, warum ich überhaupt so geschockt gewesen war. Okay, es war nicht normal, mit einem Jungen im Bett zu liegen, den man noch am vorigen Tag für den besten Freund gehalten hatte. Andererseits wusste ich, dass ich Ty vertrauen konnte. Er hatte mir noch nie einen Anlass dazu gegeben, es nicht zu tun. Er war in den Jahren, in denen wir uns schon kannten, immer für mich da gewesen. Er hatte gestern Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um zu mir gekommen, als ich ihn angerufen und um seine Hilfe gebeten hatte. Und er war es, dem ich mein Leben anvertrauen würde. Ihm und keinem anderen. Ich wusste, er würde alles für mich tun. Das machte mir etwas Angst. Was, wenn wir wirklich einmal in solch eine schwierige Situation gerieten? Was dann? Ich verbannte diese Gedanken aus meinem Kopf. Im Moment wollte ich nicht weiter darüber nachdenken. Am liebsten wäre es mir, ich müsste niemals darüber nachdenken. Aber für den Moment riss mich Ty aus meinen Gedanken, und dafür war ich ihm sehr dankbar. Er bejahte auf meine Frage und fügte hinzu, ich hätte wie ein kleiner Engel geschlafen. Dazu lächelte er sein umwerfendes Lächeln. Meine Wangen wurden heiss. Wie ein kleiner Engel? Gott... Mit einem Engel war ich noch nie verglichen worden. Kein Wunder, dass ich jetzt errötete. Ich lächelte schüchtern zurück, während Ty mir das Haar hinters Ohr strich. Ich erwiderte seinen Blick. Seine grün-braunen Augen nahmen mich wieder einmal gefangen. Ich konnte nirgendwo anders mehr hinsehen als in diese vertrauten, aber doch so faszinierenden Augen. Da begann Ty zu sprechen, aber sehr viel leiser - und ernsthafter - als noch zuvor. Er meinte, er habe schon Angst gehabt, dass alles nur ein Traum gewesen sei. Mein Atem stockte. Hatte ich Ty gerade richtig verstanden? Ein überraschter Ausdruck trat in meine Augen, der aber bald einem sanften Lächeln wich. "Mir ging es genauso...", flüsterte ich und sah Ty dabei tief in die Augen. Ty, den ich gestern Mittag noch für meinen besten Freund gehalten hatte - und mit dem ich jetzt zusammen war. Glücksgefühle überschwemmten mich und brachten mich zum Strahlen. Ich schenkte Ty das schönste Lächeln, das ich zustande brachte. Er hatte es verdient, er sollte es bekommen - und es sollte nur ihm allein gehören. "Aber es ist alles in Ordnung. Es war nicht nur ein Traum", fügte ich hinzu, wobei mein Lächeln noch etwas breiter wurde. Nichts hätte dagegen gesprochen, Ty in diesem Moment zu küssen. Nichts hätte ich mehr gewollt, als seine Lippen auf meinen zu spüren. Aber doch schlich sich ein Gedanke in meinen Kopf, der ausgesprochen werden musste. Ich konnte nicht länger damit warten. Stück für Stück verschwand das Lächeln von meinen Lippen. Unsicher blickte ich ihn an und lehnte mich in seinen Armen etwas zurück. Ich zögerte, aber dann begann ich doch zu sprechen. "Ty... Wie bringen wir es nur den anderen bei?", fragte ich ihn. Dass wir es ihnen sagen mussten, war klar. Früher oder später würden sie es sowieso herausfinden. Aber wie stellten wir das am besten an? Wie würden wir Jo, unseren Eltern und den Leuten an unserer Schule beichten, dass wir ein Paar waren? Ein kalter Schauer lief über meinen Rücken. Ich hatte Angst. Aber ich wusste auch, dass wir es früher oder später sagen mussten. Denn es würde uns nicht gelingen, unsere Gefühle füreinander zu verbergen. Das war mir absolut bewusst.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 29 März 2015, 19:18

Ty

Sie sagte, das auch sie befürchtete hatte das alles nur ein Traum war. Ich war froh das es ihr auch so ging und lächelte breiter. Dann meinte sie, das alles in Ordnung sei, denn es war ja kein Traum. Mir wären Tausend Möglichkeiten eingefallen ihr zu sagen wie froh ich darüber war, aber ich schwieg und blickte ihr weiter lächelnd in die Augen. Ihr strahlendes Lächeln, das sie mir gleich darauf schenkte, raubte mir beinahe den Atem. Sie war einfach so unglaublich schön... Doch dann verschwand dieses Lächeln Stück für Stück aus ihrem Gesicht und sie lehnte sich an mich. Ich zog sie fest, aber natürlich nicht zu fest, an mich. Sie fragte, wie sie es den anderen Beibringen sollten. Darauf hatte ich im Ersten Moment keine Antwort. Ja, wie sollten wir es ihnen bei bringen? Jo, meinen Eltern, ihren Eltern, die Leute aus unserer Schule... Ich schwieg noch einen Moment ehe ich wieder zu sprechen begann. "Jo wird damit kein Problem haben", meinte ich. "Sie hat mich ja quasi dazu gedrängt das ich dir meine Gefühle für dich offen lege.", ich grinste bei der Erinnerung etwas. "Die Leute in der Schule werden es einfach akzeptieren müssen, denn ich werde bestimmt nicht von deiner Seite weichen nur damit irgendein anderer Typ sich an dich ran machen kann", meinte ich und gab ihr einen Kuss auf den Scheitel. Bei unseren Eltern wurde es schon etwas schwerer, wir wussten den Grund zwar nicht aber sie hassten sich und die Kinder des jeweils anderen ebenfalls. "Und wegen unserer Eltern..", setzte ich an. Mir fiel im Moment keine andere Lösung ein also sagte ich das erste was mir einfiel, "Denen werden wir es wohl erstmal nicht sagen können..", meinte ich.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 29 März 2015, 20:07

Wendy
Als ich mich an ihn lehnte, zog Ty mich an sich. Es wirkte so, als wolle er mir Halt geben - und dafür war ich ihm unglaublich dankbar. Überhaupt war ich ihm unglaublich dankbar für alles, was er für mich getan hatte, tat oder noch tun würde. Oh Gott. Womit hatte ich ihn nur verdient? Natürlich war er seit Jahren mein bester Freund. Aber das war nicht dasselbe wie das, was wir jetzt miteinander hatten. Ich freute mich wahnsinnig auf die Zeit, die jetzt auf uns zukommen würde. Auch wenn es bestimmt nicht einfach werden würde... Als ich ihn fragte, wie wir es den anderen beibringen sollten, antwortete Ty nicht sofort. Offenbar war er ebenso ratlos wie ich. Es war aber auch keine Frage, die einfach so beantwortet werden konnte. Unsere Eltern stellten das grösste Problem dar - das war mir von Anfang an bewusst gewesen. Schon, als ich mich regelmässig heimlich mit Ty und Jo zu treffen begonnen hatte, hatte ich Angst gehabt, wir würden eines Tages erwischt werden. Das war zum Glück nicht geschehen - und mit der Zeit hatte ich zu glauben begonnen, dass wir auch weiterhin nicht erwischt werden würden. Aber wenn Ty und ich gesehen wurden, wenn wir uns küssten... Meine Eltern waren zwar fast nie in Detroit, aber sie hatten ihre Augen und Ohren trotzdem überall. Wir mussten vorsichtig sein, wenn wir nicht erwischt werden wollten. Dann wischte ich diesen Gedanken fort. Wir würden nicht erwischt werden. Und wenn doch, dann würde ich zu Ty stehen. Das nahm ich mir fest vor. Ich war nicht mehr das kleine, schüchterne Mädchen, das ich vor ein paar Jahren gewesen war. Ich würde nicht auf Ty und Jo verzichten, nur, weil meine Eltern nicht wollten, dass ich keinen Kontakt zu ihnen hatte. Sie hatten nicht über mein Leben zu bestimmen. Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, begann Ty zu sprechen. Ich konzentrierte mich auf seine Worte. Er meinte, Jo werde damit kein Problem haben. Ich atmete erleichtert aus. Und ich entspannte mich noch ein bisschen mehr, als Ty hinzufügte, sie habe ihn ja quasi dazu gedrängt, dass er mir seine Gefühle offenlege. Ein kurzes Grinsen huschte über mein Gesicht. Es war beruhigend zu wissen, dass unsere Beziehung immerhin von Jo akzeptiert werden würde. Und das war mir schon viel Wert. Sie war - neben Ty - der wichtigste Mensch in meinem Leben. Die Leute in der Schule, fuhr Ty fort, würden es einfach akzeptieren müssen. Denn er werde bestimmt nicht von meiner Seite weichen, nur damit irgendein anderer Typ sich an mich ranmachen könne. Daraufhin beugte er sich vor und gab mir einen Kuss auf den Scheitel. Mein Herz klopfte schneller. Ein verliebtes Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Ty war so unglaublich süss! Und wieder fragte ich mich, womit ich ihn verdient hatte. Als er dann unsere Eltern ansprach, verschwand das Grinsen wieder von meinem Gesicht. Ty schwieg einen Moment, ehe er meinte, denen würden wir es wohl erstmal nicht sagen können. Ich nickte kurz und seufzte. "Es ist besser, wenn sie nichts wissen", stimmte ich ihm leise zu. Und obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass wir erwischt werden würden, eher klein war: Beim Gedanken daran, wie unsere Eltern reagieren würden, lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Ich seufzte nochmals und liess meinen Kopf gegen Tys Schulter sinken. Ich schloss die Augen und atmete eine Weile lang seinen beruhigenden, vertrauten Geruch ein. Dann drehte ich den Kopf leicht, liess ihn aber noch immer dort liegen, wo er war. "Meinst du, wir schaffen das?", fragte ich Ty. Meine Stimme war nur ein Flüstern, aber wir waren uns so nahe, dass Ty mich garantiert verstanden hatte. Ich fürchtete mich ein bisschen vor einer Antwort. Aber mein Herz wusste bereits, dass er mir bestimmt nicht mehr Sorgen machen würde. Eher würde er sie mir nehmen.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 29 März 2015, 21:49

Ty

Sie stimmte mir zu, was zu erwarten war, denn unsere Eltern stellten das wohl größte Problem da... Sie legte ihren Kopf auf meine Schulter und schloss die Augen, ehe sie mich fragte ob wir das schaffen würden. "Ja", sagte ich ebenso leise wie sie. "Wir schaffen das...", fügte ich hinzu. Natürlich würden wir das schaffen... Ich würde für Wendy, für das was wir hatten kämpfen.. egal welchen Preis ich dafür zuzahlen hatte. Und ich wusste das Jo mich auf jeden Fall dabei unterstützen würde. Es konnte also, genaugenommen, gar nichts schief laufen... waren das nicht auch berühmte letzte Worte.. Ich schob den Gedanken daran beiseite und rief mir ins Bewusstsein das ich hier gerade mit dem wohl schönsten, klügsten und tollsten Mädchen der Welt, nein des Universums, lag/ saß und mich besser auf sie als auf unserer Probleme konzentrieren sollte. Die unbeschwerte Zeit, in der die Probleme noch weit weg sind, sollten wir genießen. Sie würde das vermutlich nicht viel anders sehen.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 29 März 2015, 22:27

Wendy
Es dauerte nicht lange, bis Ty ein leises, aber klares 'ja' aussprach. Dann fügte er hinzu, wir würden das schaffen. Ich atmete tief durch. Ich hatte keine andere Antwort erwartet. Und trotzdem beruhigte sie mich unglaublich. Eine Weile lang schwieg ich. Ich konzentrierte mich einfach auf meine Atmung, auf Tys Körper dicht an meinem, auf die Wärme, die von ihm ausging und auf mich überging, auf seinen vertrauten Geruch. Er hatte mich noch immer beruhigen können, wenn er mich in seine Arme genommen hatte. Aber das jetzt, das hier, das war noch einmal etwas anderes. Er konnte mich nicht nur beruhigen, er gab mir auch ein Gefühl von Sicherheit und von Geborgenheit. Und es war nicht nur die Sicherheit, dass mir niemand etwas antun könnte, solange ich mich in seinen Armen befände. Es war auch eine andere Art von Sicherheit. Eine, die meine wirren Gedanken etwas ordnete und mich zuversichtlicher stimmte. Und plötzlich wusste ich, dass Ty recht hatte. Wir würden es schaffen. Wir würden das gemeinsam durchstehen. Mit ihm an meiner Seite würde uns alles gelingen. Und es lohnte sich, dafür zu kämpfen. Es lohnte sich definitiv. Noch nie hatte ich für jemanden so etwas Ähnliches empfunden wie für Ty. Und noch nie hatte jemand solche Gefühle in mir auslösen können, wie es Ty gestern bei unserem ersten Kuss getan hatte. Überhaupt fühlte ich mich bei jedem unserer Küsse, als würde ich schweben. Im siebten Himmel, fügte ich in Gedanken hinzu. Ein kleines Lächeln erschien auf meinen Lippen. Ja, es gab Hoffnung, und ich durfte hoffen. Ich schlug die Augen auf und hob meinen Kopf von Tys Schulter. Ich begegnete dem Blick aus seinen grün-braunen Augen, und wieder einmal konnte ich es nicht glauben, dass wir nun ein Paar waren. Aber es war so. Und das mussten wir jetzt unbedingt geniessen. Solange wir es noch konnten. "Ja. Wir schaffen das", wiederholte ich Tys Worte, wobei mein Lächeln etwas breiter wurde. Dann hörte ich auf einmal, wie mein Magen leise knurrte. Ich hatte Hunger. Ich warf einen kurzen Blick auf die Uhr an der Wand. Normalerweise hätte ich schon vor einer Stunde oder eineinhalb Stunden gefrühstückt. Auch wenn mir niemand vorschrieb, wann ich aufstehen musste - besonders nicht am Wochenende - verschlief ich nicht die ganze Zeit. Ich stand eigentlich immer recht früh auf. Früh jedenfalls für jugendliche Verhältnisse. Mein Morgen hatte normalerweise einen festen Ablauf, überhaupt, der ganze Tag. Aber heute war alles anders. Heute war Ty hier. Gestern hatte er zum ersten Mal das Haus betreten, in dem ich wohnte. Und heute... Heute Morgen war ich in seinen Armen aufgewacht. Schwindelgefühle überkamen mich. Ich sollte mich mit einem anderen Thema beschäftigen, das meine Gefühle weniger beeinflusste. Aber das wollte ich nicht. "Hast du Hunger?", fragte ich Ty dann und grinste leicht. Ich glaubte, dass er schon hungrig war. Er war eigentlich immer hungrig. Und gegen etwas zu essen hatte er noch nie etwas einzuwenden gehabt. Und zu essen gab es wirklich genug im Haus. Es gab mehr als genug für uns beide.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 30 März 2015, 20:34

Ty

Sie stimmte mir zu, was mich sehr freute. Es war immer besser wenn beide der gleichen Meinung waren wenn es um etwas derart wichtiges in einer Beziehung ging. Ich lächelte und hätte sie am Liebsten geküsst und gar nicht mehr damit aufgehört, hielt mich dann aber doch - schwer - zurück. Nach einer Zeit fragte sie ob ich Hunger hätte. "Ja, riesen Hunger", antwortete ich mit einem Breiten grinsen. Natürlich hatte ich Hunger, ich hatte ständig Hunger... leider war es bei uns zuhause ja sehr oft der Fall das nichts essbares da war. Ich wusste das ich meinen Eltern deswegen eigentlich keinen Vorwurf machen sollte, aber ich machte sie für unsere Situation dennoch verantwortlich... Wenn man sich für Kinder entschied musste man doch wohl auch ausrechen ob man diese auch durchfüttern konnte... Bei meine Kinder werde ich das anders machen, das hatte ich mir immer schon gesagt... Unglaublich... Ich dachte jetzt, wo ich eng Umschlugen mit Wendy auf ihrem Bett saß, über Kinder nach... Gut das sie nicht meine Gedanken lesen konnte, sonst würde sie mich für Verrückt erklären oder zur Tür raus jagen.. Ich schob diese Gedanken beiseite und Blickte auf Wendy herab.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 30 März 2015, 21:21

Wendy
Ich bemerkte, dass er sich über meine Antwort freute - so wie ich mich über seine Antwort gefreut hatte. Und das freute mich wiederum. Ich würde öfters solche Dinge sagen, wenn ich dafür so ein süsses Lächeln erhielt, wie Ty es jetzt lächelte. Es war einfach unglaublich... Ich kannte ihn schon so lange, aber ich hatte mich noch nie so zu ihm hingezogen gefühlt. Vor gestern war mir noch nie aufgefallen, wie unglaublich attraktiv er war. Mir war nie aufgefallen, dass er solch wunderschönen Augen hatte. Und mir war nie aufgefallen, was sein Lächeln in mir auslösen konnte. Oh Gott. Ich musste ihm gegenüber wirklich blind gewesen sein. Ein Glück, dass wir unsere Gefühle für einander gleichzeitig entdeckt hatten. Ich jedenfalls wusste erst seit gestern, dass ich mich in meinen besten Freund verliebt hatte. Wie war es wohl Ty ergangen? Ob er schon länger solche Gefühle für mich hatte? Nein. Das konnte ich mir kaum vorstellen. Vorgestern war noch alles normal zwischen uns gewesen. Mir war nicht aufgefallen, dass er sich irgendwie anders verhalten hatte als sonst. Da hatten wir wohl wirklich Glück gehabt. Ty riss mich aus meinen Gedanken, als er mich mit einem ganz besonderen Blick ansah. Es schien so, als sei er hungrig... Aber nicht auf diese Art und Weise hungrig. Mir wurde heiss. Doch ehe ich reagieren konnte, bejahte Ty und meinte, er habe einen Riesenhunger. Dazu grinste er breit. Sein vertrautes Grinsen... Oh Gott. Wie oft hatte ich es schon gesehen? Und warum war mir noch nie aufgefallen, dass ihn dieses Grinsen noch einmal viel attraktiver machte? Oh je. Da erschien mein Glück noch unwirklicher. Ich war Ty so dankbar dafür, dass wir das alles gemeinsam erleben durften. Doch das würde ich ihm ein anderes Mal sagen. Ganz am Anfang einer Beziehung wäre das wohl etwas zu früh. Zu dumm, dass ich mich mit Beziehungen überhaupt nicht auskannte. Ich war zwei oder drei Mal geküsst worden, aber einen Freund hatte ich noch nie gehabt. Und seit gestern war ich mit Ty zusammen. Ich konnte es nicht glauben. Immer noch nicht. Wahrscheinlich würde ich es nie glauben können. Ich würde noch lange jeden Morgen aufwachen, mich an unsere Beziehung erinnern und es nicht fassen können... Ich ahnte nichts von Tys Gedanken, als ich jetzt sein Grinsen erwiderte. "Okay, dann lass' uns in die Küche gehen. Nicht, dass du noch verhungerst, mein Liebling", meinte ich. Erst bemerkte ich gar nicht, dass ich ihm einen Kosenamen gegeben hatte. Als ich es dann realisierte, wurden meine Wangen heiss. Oh je. Dass Ty gar nicht verlegen gewesen war, als er mich zum ersten Mal 'Bambi' genannt hatte. Ich errötete hier wie eine Tomate, und er war ganz ruhig geblieben. Ich war wirklich ein hoffnungsloser Fall. Nach ein paar Sekunden beruhigte ich mich jedoch wieder. 'Liebling' war doch ganz passend. Er war mein Liebling. Und 'Liebling' war etwas kreativer als 'Schatz'. Mir wären auch andere Kosenamen für ihn eingefallen, aber die wären eher peinlich gewesen. Nein. Liebling war gut. Mein Grinsen wurde breiter. Mein Magen meldete sich wieder, etwas lauter dieses Mal. Ich war wirklich hungrig, und Ty ging es vermutlich genauso. Aber im Moment wollte ich nicht aufstehen. Nicht, wenn er mich so in seinen Armen hielt... Vielleicht müsste ich ja nicht einmal selbst gehen, wenn Ty eine 'übermütige' Phase hatte. Vielleicht würde er mich auch in die Küche heruntertragen - auch wenn ich eigentlich auch selbst gehen könnte. Ich grinste Ty weiterhin an.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 31 März 2015, 12:57

Ty

Sie... hat sie... Mein freches grinsen wich einem sanften Lächeln. "Liebling?", fragte ich und strich ihr Haar hinter ihr Ohr. Jetzt hatten wir beide Kosenamen füreinander... Sie Bambi und ich Liebling. Wie war sie darauf gekommen? War ich den so Lieb? Bei dem Gedanken musste ich etwas schmunzeln. Es war klar, im Umgang mit meiner Schwester und Wendy war ich tatsächlich so etwas wie... Lieb... aber wenn ich mit meinen Eltern oder mit Arroganten Kotzbrocken sprach konnte ich auch ganz anders... Insbesondere wenn jemand meine Schwester oder Wendy beleidigte, wenn das passierte dann war es vorbei mit ihr und ich war alles andere als Lieb... aber offenbar musste ich sonst so sein. Egal mir gefällt der Name... genauso wie ihr Hoffentlich ihrer gefällt... Von Jo wusste ich das ich sie mit meinem Kosenamen für sie ab und an mal etwas aufziehe und vielleicht auch nervte.. und bei Wendy konnte ich es nur erahnen, sie meinte zwar er würde ihr gefallen aber so sicher konnte man sich da nicht sein. Wer sagt schon seinem Freund ins Gesicht das einem der Kosename nicht gefällt? Andererseits.... Wendy war offen und ehrlich... sie sagte, eigentlich, immer die Wahrheit... ich musste mir darum also eigentlich keine Gedanken machen. Ich schob die Gedanken beiseite und tat das was ich schon die ganze Zeit über tun wollte, ich lehnte mich etwas vor und küsste sie. Wie beim ersten mal... einfach überwältigend..
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Di 31 März 2015, 20:02

Wendy
Ich bemerkte Tys kurze Verwirrung. Offensichtlich hatte er so etwas nicht erwartet. Ich fand es toll, dass ich ihn überraschen konnte. Andere Jungs hätten es vielleicht als selbstverständlich empfunden, einen Kosenamen von der Freundin zu erhalten. Ja, es musste nicht einmal die Freundin sein. Jungs sagten doch zu jedem dahergelaufenen Mädchen 'Baby' oder so etwas Ähnliches. Ich war unglaublich froh, dass Ty mich nicht 'Baby' genannt hatte. Diesen Kosenamen mochte ich überhaupt nicht. Welches fast erwachsene, selbstständige Mädchen wollte schon daran erinnert werden, dass es einmal klein und hilflos gewesen war? Ich jedenfalls wollte das nicht. Zum Glück war Ty da einiges kreativer, was Kosenamen anging. Sein 'Sonnenschein' für Jo hatte ich schon immer total süss gefunden. Aber 'Bambi'... Das war noch einmal etwas ganz Anderes. Es reichte, daran zu denken, und schon klopfte mein Herz doppelt so schnell. Ganz zu schweigen davon, was Ty mit mir anstellte, wenn er mich wirklich so nannte. Dann konnte ich nicht mehr klar denken. Ich konnte es kaum erwarten, dass er mich das nächste Mal mit seinem Kosenamen für mich ansprach. Aber erst einmal wich sein Grinsen einem sanften Lächeln. Oh Gott. Mit diesem Lächeln konnte er wirklich Mädchenherzen zum Schmelzen bringen. Und mein Herz am allermeisten. Er wiederholte meinen Kosenamen für ihn in einem fragenden Tonfall. Plötzlich bekam ich Angst, dass ihm 'Liebling' nicht gefiel. Dieser Kosename war bei weitem nicht so kreativ wie sein 'Bambi' für mich, aber mir war nichts anderes eingefallen. Und es passte zu dem, was ich für ihn fühlte. Auf einmal verspürte ich den Wunsch, ihm die ganze Bandbreite meiner Gefühle für ihn zu gestehen. Auch wenn ich ihn gestern noch als meinen besten Freund angesehen hatte. Auch wenn unsere Eltern etwas gegen unsere Beziehung hatten. Auch wenn wir seit nicht einmal vierundzwanzig Stunden zusammen waren... Aber dann lenkte Ty mich ab, indem er eine Locke hinter mein Ohr strich. Offenbar gefiel ihm 'Liebling' doch. Puh. Ich atmete erleichtert aus. Da trafen sich unsere Blicke, und auf einmal war jeder Gedanke aus meinem Kopf fortgewischt. Wenn Ty mich so ansah, dann konnte ich an nichts anderes mehr denken als an ihn. Seine Augen nahmen mich ganz gefangen, liessen mich nicht entkommen, und ich ertrank in ihnen. Auf einmal fiel mir auf, wie nahe wir uns waren, und ich verspürte den heftigen Wunsch, ihn zu küssen. Doch Ty kam mir zuvor. Ehe ich wusste, wie mir geschah, beugte er sich vor. Ich schloss meine Augen ganz automatisch. Einen Moment später spürte ich, wie unsere Lippen aufeinandertrafen. Sofort rückte ich näher an Ty heran, schlang meine Arme um ihn und erwiderte seinen Kuss. Oh Gott... Das war unglaublich. Atemberaubend. Im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Wie bei eigentlich all unseren Küssen vergass ich das Atmen. Schwarze, kleine Punkte tanzten vor meinen Augen, als ich endlich merkte, dass meine Lungen förmlich nach Luft schrien. Nach Atem ringend löste ich mich widerwillig von Ty. Noch ganz im Taumel, in den mich der Kuss gestürzt hatte, sah ich ihn an - und musste lächeln. Es gab wirklich keinen Zweifel mehr: Ich empfand etwas anderes als Freundschaft für Ty. Etwas ganz anderes. "Ich dachte, du hast Riesenhunger?", fragte ich ihn scherzhaft und musste kurz grinsen. Hach. So könnte jeder Morgen sein. Aber ich wusste, dass das nicht der Normalfall sein würde. Immerhin hatte Ty eine Familie, die ihn wahrscheinlich schon seit gestern Abend vermisste. Nach dem Frühstück würde ich ihn heimschicken. Seine Familie - und insbesondere Jo - sollte sich keine Sorgen um ihn machen müssen. Ich wollte ihn nicht allein für mich beanspruchen, so war ich nicht. Auch wenn der Gedanke sehr verlockend war...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 02 Apr 2015, 00:00

Ty

Der Kuss mit Wendy hätte von mir aus die nächsten zehn Jahre lang andauern können, aber anscheinend vergas sie das Atmen und musste sich nach Luft ringend von mir lösen. Ich schmunzelte, schließlich konnte ich es nicht glauben das ich - Tyler Mason, neunzehn Jahre alt, der wohl mieseste Schüler der Welt, Autofreak und bis vor ungefähr vierundzwanzig Stunden noch Bester Freund von Wendy oder auch Bambi - sie dazu bringen konnte das Atmen zu vergessen. Es erschien mir so Surreal... Was hatte ich denn so besonders an mir? Eigentlich gar nichts, ich bin genauso wie jeder andere... naja vielleicht etwas fauler als der Durchschnitt aber dennoch nicht wirklich anders. Was also fand dieses wunderschöne, kluge, witzige, und atemberaubende Mädchen also an mir? Ich wusste es einfach nicht, war aber dennoch unheimlich froh darüber das sie meine Gefühle erwiderte. Ich wollte nicht wissen welch ein Frack ich geworden wäre wenn sie mich für Doof verkauft hätte und mich wegen meiner Gefühle ausgelacht hätte.. Keine so sonderlich schöne Vorstellung, vor allem nicht an so einem schönen Morgen! Wendy meinte, das ich doch so großen Hungen gehabt hätte. Ich musste grinsen. "Ja, das stimmt ja auch", meinte ich immer noch grinsend. Klar, das konnte sie jetzt natürlich auch falsch auffasen aber sie wusste ja wie Vernünftig ich war... oder auch nicht
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 02 Apr 2015, 17:49

Wendy
Auf meine Frage hin grinste Ty. Und wieder einmal schoss mir durch den Kopf, dass dieses Grinsen ihn noch einmal attraktiver machte. Noch attraktiver, als er sowieso schon war. Es war ein Wunder, dass er im Moment nicht vergeben war. Ich wusste, dass er schon mehrere Freundinnen gehabt hatte - ja, ich war quasi hautnah dabei gewesen. Aber keiner von ihnen war ich mit Eifersucht begegnet. Allerdings hatte ich bei jeder einzelnen von ihnen gedacht, dass sie nicht die Richtige für Ty war. Und dass er etwas Besseres verdient hatte. Damals hatte ich jedoch nichts weiter für ihn empfunden als freundschaftliche Gefühle. Oder ich war mir über meine stärkeren Gefühle einfach nicht klar gewesen. Ich wusste es nicht. Ich wusste nur, dass ich unglaublich glücklich darüber war, dass ich mir jetzt meiner wahren Gefühle für Ty bewusst war - und dass er diese Gefühle auch noch erwiderte! Ich schwebte im siebten Himmel. Die Frage war nur, ob ich die Richtige für Ty war. Dass er der Richtige für mich war, das wusste ich. Niemand konnte solche Gefühle in mir auslösen wie er. Bei niemandem fühlte ich mich so geborgen und beschützt wie bei ihm. Und es gab niemanden, der mir mehr bedeutete als er. Okay, Jo bedeutete mir ebenso viel wie Ty. Aber sie waren eben schon die wichtigsten Menschen in meinem Leben. Meine Eltern gehörten ganz sicher nicht dazu. Natürlich hätte mich ihr Verlust geschmerzt. Aber ob ich jetzt etwa 300 Tage im Jahr oder das ganze Jahr über alleine war - das machte keinen grossen Unterschied. Diese Gedanken waren ziemlich bitter. Darum war ich froh, als Ty mich aus meinen Gedanken riss, indem er zu sprechen begann. Er bejahte und betonte, dass das ja auch stimme. Ich brauchte einen Moment, um zu begreifen, was genau er meinte. Dann bemerkte ich, dass man diese Aussage auch anders verstehen konnte. Oh. Ich errötete. Was genau hatte Ty gemeint? Den 'körperlichen' Hunger oder... oder eine andere Art von Hunger? Obwohl ich Ty nun schon so lange kannte, wusste ich nicht genau, auf was er hinauswollte. Ach, Ty meinte es bestimmt so, wie ich es zuerst gedacht hatte. Er war bloss hungrig, und ich auch. Wir sollten jetzt endlich etwas essen. Oder... Oder meinte er es anders? Wie zum Teufel kam ich überhaupt auf einen solchen Gedanken?! Wir waren seit gestern zusammen und waren bis dahin beste Freunde gewesen! Und Ty war noch nie unvernünftig gewesen. Daran würde sich jetzt so schnell nichts ändern. Oder doch? Ziemlich unsicher und mit heissen Wangen sah ich Ty an. Oh Gott. Er trieb mich noch in den Wahnsinn mit seinen zweideutigen Aussagen und seinem Grinsen... "Ähm...", murmelte ich. Sehr intelligent, Wendy. Wirklich. "Also..." Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen, wenn Ty mich so ansah. Ich wandte den Blick ab. Endlich! Mein Gehirn funktionierte wieder - einigermassen. "Dann sollten wir schleunigst in die Küche, sonst bekommen wir überhaupt nichts in den Magen", stammelte ich mit einem gezwungenen Lächeln auf den Lippen, während ich übers Bett rutschte. Je mehr Abstand ich zwischen Ty und mich brachte, desto besser. Obwohl es einem Teil von mir vollkommen egal war, was Ty und ich tun würden, blieben wir länger im Bett - egal, ob vernünftig oder nicht. Aber der vernünftige Teil von mir überwog, zumindest in diesem Moment. Schliesslich kam ich am Bettrand an. Ich stand auf, wobei ich beinahe hingefallen wäre, weil ich mich auf überhaupt nichts konzentrieren konnte. Meine Gedanken kreisten nur noch darum, dass Ty nur etwa zwei Meter von mir entfernt auf meinem Bett sass. Oh Gott. Ich stolperte noch einmal, ehe ich zum Stehen kam. Ich drehte mich um und lächelte Ty zaghaft an. "Ähm... Kommst du?", fragte ich ihn. Oh je. Jetzt würde er mir gleich sagen, dass ich doch vollkommen übergeschnappt sei, dass unsere Beziehung so überhaupt keinen Sinn hatte und dass er sich von mir trennen wollte. Und sobald er gegangen wäre, würde ich mich auf mein Bett werfen, genau auf die Stelle, wo Ty jetzt sass, und würde hemmungslos weinen. Der Schmerz wäre unglaublich schlimm, würde mich vielleicht sogar umbringen. Aber ich hatte mich so danebenbenommen, ich rechnete jetzt schon fest mit diesen Worten aus Tys Mund. Unsicher, fast schon etwas ängstlich sah ich zu ihm hinüber.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 02 Apr 2015, 20:53

Ty
Ich beobachtete mit einer verwirrt hoch gezogenen Augenbraue was sie tat. Sie stand auf, flog dabei fast hin und stolperte noch einmal fast bevor sie zum stehen kam. Okay... sie hatte es falsch verstanden... Super gemacht Ty... jetzt hält sie dich für irgend so einen Perversen... Das ich nicht der hellste war wusste ich ja, aber das ich wirklich so blöd war, das überraschte sogar mich. Am liebsten hätte ich mir gerade selbst mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen... Würde mein Denkvermögen aber vermutlich komplett zerstören.. also keine so gute Idee... Den wenigen Grips den ich hatte sollte ich dann doch noch schützen. Ich vertrieb diese Gedanken und nickte etwas ehe ich aufstand. "Schon da", meinte ich. Ich versuchte meine Innerliche Unsicherheit mit meinen Standard Lächeln zu überspielen. Sobald ich zuhause war würde ich Jo bitten sie solle mir mit einer Pfanne eine Überbraten... Würde zwar noch weh tun, aber vermutlich nicht all zuviel in meinem Gehirn kaputt machen... sie würde sich ja so oder so weigern... oder? Herrgott! Das war doch nicht meine erste Freundin! Was machte ich mir denn so viele Gedanken!? Halt.. ich wusste ja wieso... Bei Wendy wollte ich nichts falsch machen.. sie war mir zu wichtig als das ich das was wir hatten einfach so, leichtsinnig, weg werfen wollte... Bei jedem anderem Mädchen wäre das anders. Es wäre mir zwar nicht egal, aber es wäre mir nicht mal im Ansatz so wichtig wie es mir bei Wendy ist...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 02 Apr 2015, 21:34

Wendy
Ich bemerkte Tys Blick. Er hatte eine Augenbraue hochgezogen. Er wirkte ziemlich verwirrt, fast schon skeptisch. Oh je. Meine Reaktion musste ihn aus dem Konzept gebracht haben. Aber er hatte mich ja mit seiner Aussage auch ziemlich verwirrt. Ich wusste noch immer nicht, wie genau er das mit dem Hunger gemeint hatte. Es konnte sein, dass er wirklich nur hungrig war. Immerhin war er ein junger Mann, dazu noch gross und muskulös, und die waren bekanntlich immer hungrig. Dazu kam, dass ich Ty seit Jahren kannte und wusste, dass dieses Klischee absolut auf ihn zutraf. Er hatte noch nie etwas zu essen abgelehnt. Ich wusste nicht, in welchen Verhältnissen er aufgewachsen war und wie er jetzt lebte. Hätte ich es gewusst, hätte ich ihn - und Jo - wohl mit Essen vollgestopft, damit sie nie mehr hungern mussten. Aber ich hatte leider keine Ahnung. Ob es nun aber dieser 'normale' Hunger oder eine andere Art von Hunger war, das Ty empfand, wusste ich nicht. Ehrlich gesagt hätte ich in diesem Moment gerne seine Gedanken gelesen, doch das war nicht möglich. Und wenn ich es mir so recht überlegte... Vielleicht war es besser, wenn ich nicht wusste, was er dachte. Oder doch? Ich konnte mich nicht entscheiden. Zum Glück musste ich darüber auch nicht entscheiden. Als ich nun fragte, ob er komme, nickte Ty und stand gleich darauf auf. Dann meinte er, er sei schon da. Auf seinem Gesicht konnte ich ein Lächeln erkennen, doch es erreichte seine Augen nicht. Oh je. Was war mit ihm los? War das wegen mir? Weil ich so seltsam auf seine Aussage reagiert hatte? Vielleicht hatte er es ja wirklich nur so gemeint, wie ich es zuerst verstanden hatte. Tat ich ihm unrecht? Oder hatte er tatsächlich an dasselbe wie ich gedacht? In meinem Kopf herrschte ein einziges Gefühlschaos. Es war schlimm. Ich wusste nicht, was Ty jetzt von mir dachte. Immerhin erklärte er mich nicht gerade für geistesgestört und trennte sich von mir. Aber ich hätte von Anfang an wissen sollen, dass Ty dazu viel zu sehr Gentleman war. Er spielte diese Rolle nicht nur, er lebte diesen Gentleman auch. Kein Wunder also, dass er mich nicht gleich alleine liess. Aber vielleicht spielte er ja mit dem Gedanken? Mir wurde etwas schwindelig vor Schreck. Oh Gott. Wenn ich bei der blossen Vorstellung, dass Ty sich von mir trennen könnte, schon so reagierte, wie würde es erst sein, wenn dieser Fall wirklich eintraf? Ich hoffte wirklich, dass das nicht passieren würde. Nicht nach so kurzer Zeit. "Okay", murmelte ich und lächelte kurz. Doch ich konnte die fröhliche Fassade nicht lange aufrechterhalten. Schweigend verliessen wir mein Schlafzimmer, gingen die Treppe hinunter und von dort aus in die Küche. Teddy kam angetrabt. "Ich füttere ihn nur kurz, du kannst dich schon mal an den Tisch setzen, wenn du möchtest", teilte ich Ty mit. Dieses Mal konnte ich nicht lächeln. Ich wandte mich ab und musste schlucken. Dann konzentrierte ich mich darauf, Teddys Futter zuzubereiten. Ich füllte seinen Napf, stellte ihn ihm hin und beobachtete ihn kurz beim Fressen. Danach lief ich zum Kühlschrank hinüber. Ich nahm alles heraus, was wir zum Frühstücken benötigen würden. Danach schnitt ich noch ein paar Scheiben Brot und stellte alles auf den Tisch. Brot, Butter, Marmelade, Nutella, Müsli, Milch und Orangensaft. Dazu noch zwei Tassen, zwei Teller, zwei Schalen und Besteck. "Möchtest du einen Kaffee, einen Tee oder eine heisse Schokolade?", fragte ich Ty.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Do 02 Apr 2015, 22:08

Ty
Zwischen mir und Wendy herrschte augenblicklich eine gewisse Distanz... Am liebsten hätte ich meine Kopf mindestens zweitausend mal gegen die Wand geschlagen... Dumm! Ich war einfach nur richtig Dumm! War ja wieder mal klar das ich etwas kaputt machte was mir wirklich etwas bedeutete! Wendy meinte sie geben Teddy nur noch schnell etwas zu essen, ich könne mich ja schon mal an den Tisch setzten. Allen Anschein nach versuchte sie dieses mal nicht mal zu lächeln.. Ich nickte etwas und setzte mich, wie von ihr vorgeschlagen, an den Tisch. Ob es mich schlauer machen würde, würde ich meine Kopf fünf mal gegen die Tischplatte klopfen? Wohl eher nicht... Wendy kam wieder zurück, öffnete denn Kühlschrank, stellte alles was wir brauchen würden auf den Tisch und schnitt noch Brot auf. Der Tisch war voller als es der bei uns zuhause die ganze Woche über war, wenn man bei uns zuhause Glück hatte, dann hatte man gerade mal so Brot, Butter, Marmelade und einen Kaffee.. der Kaffee war aber meist Grauenhaft.. half aber beim Wachbleiben oder Munter werden... Als Wendy also fragte ob ich eine heiße Schokolade, einen Tee oder einen Kaffee wollte antwortete ich mit: "Einen Kaffee bitte" Ich konnte es mir nicht entgehen lassen einmal einen guten Kaffee zu trinken... einem bei dem man es genoss ihn zu trinken.. und nicht einen bei dem man hoffte er würde einfach seinen zweck erfüllen und nicht wieder hoch kommen. .. Wenn Wendy sich nicht wegen dem vorhin von mir trennte, dann spätestens wenn sei erfuhr wie ich lebte... Alleine der Gedanke daran löste leichte Depressionen in mir aus.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 03 Apr 2015, 22:10

Wendy
Auch ich bemerkte die komische Stimmung zwischen uns. Seit Tys Aussage, die er auf meinem Bett gemacht hatte, konnten wir irgendwie nicht mehr normal miteinander umgehen. Ich fragte mich, woran genau das lag. Natürlich kannte ich meine Seite. Ich war verwirrt, weil ich mir nicht ganz im Klaren darüber war, wie genau Ty das Ganze gemeint hatte. Ob er jetzt von 'normalem' Hunger sprach oder von einer anderen Art von Hunger. Es wäre sicherlich hilfreich gelesen, hätte ich Tys Seite auch gekannt. Aber irgendwie traute ich mich nicht, ihn darauf anzusprechen. Mit meinem besten Freund hatte ich über alles reden können - wirklich alles. Aber jetzt, wo wir zusammen waren? Das war noch einmal etwas ganz anderes. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Mir war klar, dass wir darüber reden mussten, wenn wir unsere Beziehung nicht gleich wieder ruinieren wollten. Doch je öfters ich den Entschluss fasste, das Thema anzusprechen, desto unsicherer wurde ich. Und deshalb schwieg ich weiterhin. Als ich ihn aufforderte, schon einmal am Tisch Platz zu nehmen, nickte er etwas und setzte sich hin. Während ich die Lebensmittel und die anderen Sachen holte, sagte Ty nichts. Aber das hatte ich auch nicht erwartet. Es sah ihm nicht ähnlich, in solchen Situationen mit solchen Themen zu beginnen. Überhaupt war er eher jemand, der nicht so viel sagte. Damit passte er eigentlich ziemlich gut zu mir. Auch ich war eher introvertiert. In der Schule meldete ich mich kaum, obwohl ich meistens gut mitmachen könnte. Dafür war ich meinen Freunden gegenüber offener - vor allem natürlich Ty und Jo. Nur, was meine Probleme anging, war ich wirklich verschwiegen. Ich wollte andere nicht mit meinen Sorgen belästigen - und sprach daher kaum darüber, auch wenn es mich innerlich fast kaputtmachte. Auch jetzt hatte ich nicht den Mut, Tys und mein 'Problem' anzusprechen. Warum hatte ich auch nur so doof reagieren müssen? Wenn ich die Situation mit einem Witz aufgelockert hätte, würden wir jetzt ganz normal miteinander umgehen. Aber ich hatte es wieder versauen müssen. Jetzt, wo mir klar war, dass es meine Schuld war, musste ich heftig schlucken, um nicht weinen zu müssen. Oh Gott. Was konnte ich nur tun, um es wieder gut zu machen? Das Beste wäre es wohl gewesen, mich zu Ty zu setzen und mich bei ihm zu entschuldigen. Aber das traute ich mich leider nicht. Was sollte ich dann tun? Einfach so tun, als sei nichts gewesen? Das konnte ich auch nicht. Verdammt. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als Ty sich für einen Kaffee entschied. Er fügte ein 'bitte' hinzu. "Okay", antwortete ich ihm, bevor ich mich zur Kaffeemaschine umdrehte. Es war ein richtig teures Teil, das nicht nur Kaffee, sondern auch Tee, heisse Schokolade, Cappuccino, Latte Macciato und noch vieles mehr machen konnte. Meistens brauchte ich sie gar nicht, aber heute machte ich eine Ausnahme. Vor allem wegen Ty. Er hatte einen guten Kaffee verdient - vielleicht würde ihn das ein wenig von unserer merkwürdigen Stimmung ablenken. Ich beschloss, mir selbst eine heisse Schokolade zu gönnen. Da die Kaffeemaschine ziemlich gross war, konnte ich zwei Getränke gleichzeitig zubereiten. Ich stellte also zwei Tassen bereit, wählte die Getränke und wartete, bis die Tassen sich gefüllt hatten. Danach nahm ich sie beide und trug sie zum Tisch hinüber. Ich stellte den Kaffee vor Ty hin, die heisse Schokolade an den Platz gegenüber. Nachdem ich mich hingesetzt hatte, sah ich zu Ty hinüber. "Bedien' dich mit allem, wozu du Lust hast. Es ist genug da", teilte ich ihm mit. Kurz huschte ein Lächeln über mein Gesicht. Doch dann fiel mir wieder ein, wie absolut daneben ich mich verhalten hatte. Das Lächeln verschwand von meinen Lippen. "Guten Appetit", murmelte ich, bevor ich den Blick senkte und die Hände um meine Tasse schloss. Oh Gott. Was war nur mit mir los?!
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 03 Apr 2015, 23:04

Ty
Ich hielt dies beklommene Stimmung zwischen uns kaum aus... Ich hätte einfach die klappe halten sollen! Tja, jetzt war es dafür ja sowieso zu spät... In meinem Kopf ratterte es und ich überlegte was ich sagen oder tun sollte. Ich war doch sowieso schon nicht der Typ dafür heikle Themen anzusprechen... und eigentlich auch generell nicht so gesprächig... Wendy stellte meine Tasse Kaffee vor mir hin und setzte sich dann mit ihrer Auf den Platz gegenüber, sie blickte zu mir und meinte ich solle mich Bedien, es sei ja genug da. Dieser Satz klang so fremd in meinen Ohren das ich in der ersten Sekunde seine Bedeutung zwar verstand, aber sie nicht wirklich realisierte. Nach wenigen Sekunden dämmerte es mir dann aber doch. Ganz kurz lächelte Wendy, dann verschwand diese von mir so sehr gewünschte Lächeln wieder und sie wich meinem Blick aus. Sie murmelte nur ein Guten Appetit und senkte den Blick zu der Tasse in ihren Händen. Ich hielt es nicht mehr aus... Ich musste etwas tun! Auch wenn ich eigentlich nicht der Typ dafür war... für Wendy hätte ich so ziemlich alles getan! Ich stand auf, ging um den Tisch und kniete mich soweit runter das ich mit ihr auf Augen höhe war. "Wendy...", begann ich leise. Was sollte ich nur sagen? Irgendwas Ty! Sag einfach das erste was dir einfällt! "... rede mit mir.. ", sagte ich. Es war das erste was mir einfiel... und ich hoffe es war nicht falsch... "... Bitte... ", fügte ich leise, fast schon flehend hinzu. Gott wie erbärmlich war ich eigentlich?! Ohne Wendy, ohne ihr Lächeln, ohne dieses Funkeln in ihren Augen war ich zu nichts zu gebrauchen... Ich brauchte sie offenbar mehr als ich mir eingestand... Erst jetzt wurde mir klar das meine Gefühle für sie schon sehr, sehr viel länger da sein mussten.. Man hatte nicht von heute auf Morgen solch starke Gefühle für eine andere Person...
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Fr 03 Apr 2015, 23:54

Juno
Ich war im Bad inzwischen fertig und wusste nicht, was ich tun sollte. Meine Eltern schliefen noch. Wenn sie die Gelegenheit hatten, dann schliefen sie auch gerne aus. Obwohl sie trotzdem meistens vor mir wach waren. Deshalb war ich heute morgen so verwundert. Aber ich schob das auf das Gewitter von heute Nacht. Dann konnte ich nie gut und lange schlafen. Vor allem heute, da auch Ty nicht da war. Und ich glaubte, er war noch immer nicht da. Um mich zu versichern, ging ich aus dem Bad und schlich mich zu seinem Zimmer. Ich stand vor der geschlossenen Türe und überlegte, ob ich wirklich reinschauen sollte. Mein Bruder hatte Privatsphäre verdient. Und wenn er nicht da war, sah ich für gewöhnlich nie in sein Zimmer. Aber ich wusste ja nicht, ob er da war oder nicht. Ich lauschte mit einem Ohr an der Türe. Aber ich hörte nichts. Leise drückte ich die Klinke herunter und schob die Türe auf. Ich öffnete sie nicht ganz, nur so weit, dass ich ins Zimmer sehen konnte. Es war hell und von Ty war keine Spur zu sehen. Ich seufzte, zog die Türe wieder zu und ging die Treppen hinunter. Dabei versuchte ich so wenig Lärm wie möglich zu machen. Ich wollte mir nur mein Buch holen und mich dann wieder in mein Zimmer verziehen. Da störte ich keinen. Okay...wen sollte ich auch stören? Ich durchquerte das Wohnzimmer, nahm mein Buch vom Tisch und ging wieder zurück. Wieder versuchte ich die Treppenstufen so leise wie nur möglich hoch zu steigen. Ich sah mich kurz um, aber noch immer tat sich nichts im Haus. Dann ging ich in mein Zimmer und schloss die Türe. Ich legte mich auf mein Bett, zog die Bettdecke über mich und nahm mein Handy. Ich machte mir wirklich Sorgen um Ty. Normalerweise blieb er nicht weg, ohne mir zumindest eine kurze Nachricht zu hinterlassen. Deshalb schrieb ich ihm eine schnelle SMS: Hey Bruder, wo bist du? Geht's dir gut? LG Jo Ich drückte auf den Senden-Knopf und legte mein Handy wieder beiseite. Es war nicht das neuste Modell, aber es reichte mir. Ich brauchte kein Smartphone. Vielleicht würde ich mir irgendwann eines leisten können, aber momentan nicht. Und ich fand es auch nicht wichtig. So etwas wurde vollkommen überbewertet. Ich musste telefonieren können und eine SMS schreiben, das reichte. Das war wichtig und das konnte mein Handy auch. Ich wartete also auf eine Antwort von Ty. Um nicht einfach die Wand anzustarren, nahm ich mein Buch und las an der Stelle weiter, an der ich gestern mein Lesezeichen reingeschoben hatte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 04 Apr 2015, 21:38

Wendy
Mühsam hielt ich den Blick gesenkt. Mir fiel es schwer, den Tisch anzustarren und nicht Ty. Tausende Gedanken schossen durch meinen Kopf. Und natürlich ging es bei allen Gedanken um dasselbe Thema: diese merkwürdige Stimmung zwischen Ty und mir. Warum nur hatte ich so blöd reagieren müssen? Wieso war ich auf einmal so verlegen gewesen, obwohl Ty es wahrscheinlich gar nicht so gemeint hatte? Und wie hatte Ty das jetzt gemeint?! Ich hatte auf keine dieser Fragen eine Antwort. Insbesondere auf die letzte Frage. Ich kannte Ty zwar schon jahrelang, aber wie er in Sachen Beziehungen tickte, wusste ich nicht. Ich wusste es ja nicht einmal von mir selbst. Ty war mein erster, richtiger Freund. Meine einzigen Erfahrungen in Sachen Liebesdingen waren ein paar Küsse gewesen. Doch die waren nichts im Vergleich zu dem, was ich empfand, wenn Ty mich küsste. Ich konnte gar nicht sagen, wie sehr ich mir wünschte, dass Ty mich in diesem Moment einfach küsste. Dann, wusste ich, konnte ich alles vergessen, sogar das Atmen. Und so hätte ich bestimmt auch unser kleines 'Problem' vergessen. Dessen war ich mir sicher. Nur leider beugte sich Ty nicht über den Tisch, um mich zu küssen. Ich wusste nicht, wie lange wir schweigend da sassen und ich nur die Tischplatte anstarrte. Aber irgendwann bemerkte ich eine Bewegung aus den Augenwinkeln. Ich glaubte, Ty bewegte sich, aber ich konnte nicht sagen, was er tat. Ich zwang mich, den Blick weiterhin auf den Tisch gerichtet zu halten. Aber als mir dann sein vertrauter Geruch in die Nase stieg und er in meinem Blickfeld auftauchte, musste ich ihn einfach ansehen. Ich konnte gar nicht anders, als den Kopf langsam zu heben, bis unsere Blicke sich begegneten. Ty war um den Tisch herumgegangen und hatte sich vor mich hingekniet. So waren wir etwa auf Augenhöhe. Dieses unangenehme Schweigen herrschte immer noch zwischen uns, bis Ty dem endlich, endlich ein Ende bereitete. Und zwar, indem er meinen Namen aussprach. Fünf einfache Buchstaben reichten, um mein Leben wieder komplett auf den Kopf zu stellen. Und das, obwohl Ty nur leise, geradezu vorsichtig gesprochen hatte. Mein Atem stockte. Ein paar Sekunden - oder Minuten oder Stunden? - vergingen, da forderte Ty mich auf, mit ihm zu sprechen. Und wenig später fügte er ein 'bitte' hinzu. Ein so flehendes und verzweifeltes 'bitte', dass es mir fast das Herz zerriss. Und als ich dann noch seinen Blick sah, war es vollkommen um mich geschehen. Ich versuchte gar nicht, meinen Gefühlsausbruch zurückzuhalten, weil ich wusste, es war zwecklos. Und schon rannen mir die Tränen in Sturzbächen über die Wangen, und mir entwich ein Schluchzen. All die angestauten Gefühle der letzten Minuten wichen mit einem Mal. "Ty", murmelte ich hilflos. Es tat mir so weh, dass er mich das zweite Mal innerhalb von nicht einmal vierundzwanzig Stunden weinen sehen musste. Aber ich konnte nicht aufhören. Die Tränen verschleierten meinen Blick, als ich Ty nun ansah. "I... Ich weiss auch nicht, was m... mit u... uns los ist", fügte ich hinzu, die Worte immer wieder von Schluchzern unterbrochen. "W... Was ist nur los zwischen uns? U... Und wie schaffen wir, d... das zu überwinden?", fügte ich hinzu. "Oh Gott... Ich hab' alles vermasselt", schluchzte ich auf, bevor ich mein Gesicht in den Händen vergrub und mich vollkommen dem Weinen hingab. Ich zitterte am ganzen Körper, während ich immer wieder von Schluchzern geschüttelt wurde. Der Gedanke, Ty zu verlieren, war so schlimm, dass ich nicht anders reagieren konnte.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Sa 04 Apr 2015, 22:26

Ty

Ich erstarrte als sie begann zu weinen. Oh Gott.. was lief den nur falsch mit mir! Verdammt! Sie so traurig zusehen war noch schlimmer als das schweigen... Sie meinte sie wisse nicht was mit ihr, mit uns los ist. Sie schluchze und fügte hinzu das sie nicht wisse wie sie dies überwinden sollten. Sie zitterte am ganzen Körper und schluchzte während ihr die Tränen über die Wange liefen... Mein Blut gefrierte in meinen Adern... ich fühlte mich mies... richtig mies... als sei ich das größte Arschloch der Welt... Dann meinte sie aber das sie alles vermasselt hätte. Das stimmte so ganz und gar nicht! Ich riss mich zusammen und zog sie in meine Arme. "Du hast gar nichts vermasselt...", flüsterte ich und strich ich sanft über den Rücken. "Hörst du? Du hast nichts falsch gemacht..", wiederholte ich. Es stimmte ja, ich war es der ein so dummes Kommentar hatte ab geben müssen... "Ich hab nicht nachgedacht.... wenn einer Schuld ist dann jawohl ich", sagte ich.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   So 05 Apr 2015, 17:15

Wendy
Nicht einmal ein ganzer Tag. Nicht einmal vierundzwanzig Stunden waren Ty und mir als Paar vergönnt gewesen. Himmel, ich wusste ja nicht einmal so lange, dass ich solche Gefühle für meinen besten Freund hatte - und dass er diese Gefühle auch noch erwiderte. So frisch war unsere Beziehung, und jetzt sollte schon alles wieder vorbei sein? Ich konnte gar nicht ausdrücken, wie gross der Schmerz war, Ty zu verlieren. Natürlich hatte ich ihn nicht richtig verloren. Er hatte sich nicht von mir getrennt - noch nicht. Aber in diesem Moment, in dem ich da auf dem Küchentisch sass und weinte, glaubte ich, dass er es bald tun würde. Er würde mich ernst ansehen und sagen, dass es vorbei mit uns wäre - bevor es richtig angefangen hätte. Vielleicht wäre sein Blick auch ein wenig bedauernd. Ich wusste, dass er mir niemals absichtlich Schmerzen zufügen würde. Seiner besten Freundin wollte er bestimmt nicht wehtun, und die war ich ja gestern noch gewesen. Nur war die Frage, ob wir nach dieser Sache hier noch weiterhin Freunde sein könnten. Oh Gott. Vielleicht wollte er mich gar nicht mehr sehen. Vielleicht würde er mir ab jetzt aus dem Weg gehen - in der Schule, in der Stadt, überall. Und in dem Moment, in dem dieser Gedanke durch meinen Kopf schoss, wusste ich, dass ich diese Situation nicht meistern könnte. Ich war nicht stark genug dafür. Eher würde ich an diesem Schmerz zerbrechen, würde nie mehr zur Schule gehen, um nicht sehen zu müssen, mit welcher Abneigung mir Ty begegnete. Vielleicht wäre er mir gegenüber nicht einmal abgeneigt, aber es würde trotzdem furchtbar wehtun, ihn zu sehen und zu wissen, was wir zwei alles hätten haben können. Was wir hätten haben können, wenn ich heute Morgen nicht so dumm reagiert hätte. Hilflos schluchzend, zitternd und nahe dran, völlig zu verzweifeln, sass ich da zusammengesunken auf dem Stuhl. Da spürte ich plötzlich, wie sich etwas um meinen Körper schlang und ich an etwas Hartes gezogen wurde. Mein vernebelter Verstand brauchte ein paar Augenblicke, um zu merken, dass es Ty war, der mich an sich gezogen hatte. Dadurch sass ich nun nur noch auf der Kante des Stuhls, nahe daran, das Gleichgewicht zu verlieren. Es war, als stände ich an einem Abgrund und drohte, hinunterzustürzen. Aber Ty war da und hielt mich fest, bewahrte mich vor dem Absturz, sorgte dafür, dass ich nicht völlig zugrunde ging. Mein Atem stockte wiederum, als Ty meinte, ich hätte gar nichts vermasselt. Oh Gott. Natürlich hatte ich alles vermasselt! Aber Ty schien das anders zu sehen. Er wiederholte, ich hätte nichts falsch gemacht, und strich mir dazu sanft über den Rücken. Ich war nicht fähig, irgendeinen Ton von mir zu geben, deshalb schwieg ich und schluchzte weiterhin in seinen Armen. Ich war wie erstarrt, während er mich festhielt und mich zu beruhigen versuchte. Dann meinte Ty, er habe nicht nachgedacht. Und wenn einer schuld sei, dann sei es ja wohl er. Was? Ich konnte nicht glauben, was er da gerade eben gesagt hatte. Er sei schuld an dieser Situation? Ich blinzelte ein paar Tränen weg und lehnte mich leicht zurück, so dass ich ihn ansehen konnte. Mein Herz schmerzte, beim Gedanken daran, dass ich ihn verlieren würde. Denn das würde ich garantiert. Mein vernebelter Verstand bemerkte nicht, dass Ty es eigentlich völlig anders gemeint hatte. "Du bist doch nicht schuld. Es ist meine Schuld. Wahrscheinlich hast du es vollkommen anders gemeint, und ich habe viel zu viel hineininterpretiert. Ich bin es, die dich falsch verstanden hat. Ich bin es, die komisch und vollkommen falsch reagiert hat. Es ist meine Schuld, Ty, und glaub' mir, wenn ich die Zeit irgendwie zurückdrehen könnte, würde ich es tun. Sofort. Egal, was ich dafür hergeben müsste, ich würde die Zeit zurückdrehen und dann anders reagieren. Richtig. So, wie es eigentlich jedes normale Mädchen tun sollte." Ich machte eine kurze Pause und lachte humorlos auf. Jetzt, wo mir die Worte erst einmal über die Lippen gekommen waren, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu reden. Egal, was ich tat, ich konnte nicht aufhören zu sprechen. "Aber ich bin ja kein normales Mädchen. Ich bin nicht fähig, auch nur einen Tropfen Blut zu sehen. Ich bin furchtbar ungeschickt. Und ich bin vollkommen verrückt, und es ist ein Wunder, dass sich jemand wie du überhaupt mit mir abgibt. Jemand, der so attraktiv und humorvoll und fürsorglich und atemberaubend und einfach unglaublich ist. Jemand mit so vielen wunderschönen Eigenschaften. Du hättest jemand viel Besseren verdient als mich, ein hübsches, kluges und humorvolles Mädchen. Und ganz sicher gehöre ich nicht zu dieser Kategorie Mädchen." Ich schnaubte. Nicht, weil ich sarkastisch sein wollte oder so. Nein, ich schnaubte, um zu verhindern, dass ich herzzerreissend aufschluchzte. Denn das war genau das, was in diesem Moment mit meinem Herz passierte: Es wurde zerrissen, zerfetzt, bis nichts mehr von ihm übrig war. Der Schmerz war überwältigend. Ich zwang mich heftig, mich zusammenzureissen. Ich konnte vor Ty nicht auch noch meine letzte Würde verlieren - wenn das nicht schon längst geschehen war. Ich holte nochmals tief Luft, um Kraft für die nächsten Worte zu sammeln. Ich musste das jetzt hinter mich bringen. Ty hatte jemand Besseren verdient als mich. Ja. Und da war es nur fair von mir, ihn loszulassen. "Und deshalb kann ich es absolut verstehen, wenn du dich von mir trennen möchtest, damit du jemand Besseren finden kannst. Ein Mädchen, das dich auch verdient hat. Denn ich..." Meine Stimme brach beinahe. "Ich habe dich ganz sicher nicht verdient, Tyler Mason." Oh Gott. Ich spürte, wie erneut Tränen in meinen Augen aufstiegen. Ty sollte nicht mitbekommen, wie ich schon wieder weinte. Wie ich mir wegen ihm die Augen ausweinte. Ich versuchte, mich aus seinen Armen zu lösen, und rutschte gleichzeitig zum Rand des Stuhls. Was dank meiner furchtbaren Ungeschicktheit darin endete, dass ich - mal wieder - das Gleichgewicht verlor und vom Stuhl kippte. Na toll. Nicht nur, dass ich vermutlich gerade den Jungen verloren hatte, der mir am meisten bedeutete, und dass ich gleich einen Heulkrampf bekommen würde, nein. Jetzt würde ich mir wahrscheinlich auch noch irgendetwas brechen. Wirklich, ein ganz toller Tag, Wendy.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 06 Apr 2015, 11:27

Ty
Wendy´s Ansprache schockte mich. Was redete sie denn da? Ich hörte ihr zu bis sie fertig war und blinzelte dann verwirrt. Sie löste sich von mir und kippte vom Stuhl, ich fing sie mit Leichtigkeit, zog sie an mich und stellte mich wieder auf die Beine. "Das..", sagte ich und nahm ihr Gesicht in meine Hände. "... war wohl der Größte Schwachsinn denn ich je gehört habe", sagte ich. "Wendy!", sagte ich und blickte ihr in die Augen... in ihre wunderschönen Augen... "Du bist mehr als ich verdiene, du bist alles was ich will... du bist alles was ich brauche", flüsterte ich. "Ich werde mich bestimmt nicht von dir trennen, werde nicht eher gehen als das du mich weg schickst....", sagte ich. Ich legte meine Stirn an ihre. "Gwendolyn Elisabeth Shepherd, du bist das hübscheste, klügste, humorvollste und mit Abstand unglaublichste Mädchen das ich je getroffen habe", flüsterte ich. "Ich werde doch nicht mein Bambi verlassen.. nur wegen eins blöden Missverständnisses", meinte ich grinsend.
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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 06 Apr 2015, 16:59

Wendy
So einen schlechten Tag hatte ich schon lange nicht mehr gehabt. Dabei hatte heute Morgen alles so schön angefangen, als ich in Tys Armen aufgewacht war... Und jetzt hatte ich mich gerade aus seinen Armen befreit, um aufzustehen und... Ich wusste auch nicht, was ich dann vorhatte zu tun. Wahrscheinlich wäre ich einfach in mein Zimmer hochgerannt, hätte mich eingeschlossen und mich aufs Bett geschmissen. Und dann hätte ich geweint. Viel geweint. Aber wieder einmal kam alles anders, als ich es erwartet hätte. Anstatt so aufzustehen wie geplant, rutschte ich vom Stuhl herunter. Doch ehe ich auch nur in die Nähe des Bodens kommen konnte, wurde mein Fall abrupt gestoppt. Ich brauchte ein paar Augenblicke, um zu bemerken, dass Ty mich aufgefangen hatte - mal wieder. Und in diesen wenigen Sekunden schaffte er es, mich an sich zu ziehen, aufzustehen und mich dabei auch noch gleich auf die Beine zu stellen. Immer noch ziemlich verwirrt stand ich vor ihm, während er zu sprechen begann und dabei mein Gesicht in seine Hände nahm. Das, meinte er, sei wohl der grösste Schwachsinn gewesen, den er je gehört habe. In diesem Moment fiel mir wieder ein, was ich vorher zu ihm gesagt hatte. Unter anderen Umständen wäre ich wohl knallrot angelaufen, aber in dieser Situation sah ich wohl eher unnatürlich blass aus. Allgemein ging es mir nicht sehr gut. Mir war kalt, meine Beine trugen mich kaum und ich hatte ein ganz schlechtes Gefühl in der Magengegend. Ich war nicht richtig krank, das wusste ich. Ich war eher seelisch am Boden zerstört. Schon bevor Ty überhaupt ein Wort gesagt hatte. Beim Gedanken daran, was mich jetzt erwarten würde, wurde mir schlecht. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als Ty meinen Namen aussprach, in einem klaren und bestimmten Tonfall. Dazu sah er mir in die Augen. Unsicher erwiderte ich seinen Blick. Wollte er alles nur noch schlimmer machen? Warum sagte er mir nicht gleich, dass das mit uns ein Fehler gewesen war und dass er sich jetzt gleich von mir trennen würde? Weil ich so etwas erwartete, war ich nicht darauf gefasst, was Ty dann sagte. Ich brauchte ein paar Momente, um wirklich zu begreifen, was er mir gestand. Er meinte, ich sei mehr als er verdiene, ich sei alles, was er wolle, und ich sei alles, was er brauche. Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, und doch verstand ich seine Worte deutlich. Mein Atem stockte. Ich konnte Ty nur anstarren, war zu keiner anderen Reaktion fähig. Und als er weitersprach, wurde es nicht besser. Er werde sich bestimmt nicht von mir trennen, betonte er, er werde nicht eher gehen, als dass ich ihn wegschicke. Dann beugte er sich zu mir herunter, um seine Stirn an die meine zu legen. Sein warmer Atem traf auf meine Wangen, und mir wurde ganz anders. Er sprach meinen vollständigen Namen aus und meinte, ich sei das hübscheste, klügste, humorvollste und mit Abstand unglaublichste Mädchen, das er je getroffen habe. Und er werde doch nicht sein 'Bambi' verlassen, nur wegen eines blöden Missverständnisses. Ich bekam nichts von seinem Grinsen mit, weil ich die Augen geschlossen hatte. Oh Gott. Das musste ich erst einmal verdauen. Ich war froh, dass Ty mich festhielt, ansonsten hätten meine Beine wohl unter mir nachgegeben. Mein Körper spielte vollkommen verrückt, und das nur wegen Ty. Mein Atem ging unregelmässig und stockend, mein Herz klopfte heftig gegen meine Brust, in meinem Magen rumorte es gewaltig und ich fühlte mich, als würde ich gleich in Ohnmacht fallen. Aber gleichzeitig schoss immer wieder derselbe, wunderschöne Gedanke durch meinen Kopf: Er will mich! Ich konnte es gar nicht glauben. Sekunden vergingen, während ich reglos dort stand und fieberhaft überlegte, ob mir das gerade wirklich passiert war oder ob es nur ein Traum gewesen war. Als dann jedoch meine Augen brannten und alles um mich herum verschwamm, wusste ich, dass es die Realität war. "Oh Gott, Ty", brachte ich irgendwie hervor, bevor die Tränen dann doch kamen. Ich sank gegen Tys Oberkörper, mein Kopf an seiner breiten Schulter. "Wieso waren wir so blöd?", murmelte ich, bevor ich kein Wort mehr über die Lippen brachte. Ich schluchzte auf und vergrub mein Gesicht in Tys T-Shirt. Ich konnte gar nicht sagen, wie erleichtert und froh und glücklich ich darüber war, dass Ty sich nicht von mir trennen wollte. Im Gegenteil. Er wollte bei mir bleiben, bis ich ihn wegschickte. Und das würde ganz sicher nie passieren. Niemals würde ich mich von diesem wunderbaren, unglaublichen und atemberaubenden jungen Mann trennen.
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Delilah

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BeitragThema: Re: PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin   Mo 06 Apr 2015, 19:50

Ty

Sie brachte mit Mühe ein, Oh Gott Ty, heraus und sackte dann gegen mich. Ich schloss meine Arme fester um sie, aber dennoch sanft, und strich ihr sanft über den Rücken. Sie fragte, warum wir nur so blöd waren, und darauf konnte ich ihr wirklich keine Antwort geben. "Tja, liegt offenbar in unserer Natur", meinte ich. Anders konnte ich es mir nicht erklären. Es war doch so, hatte ein Mensch etwas das er nie verlieren wollte, dessen Verlust er einfach nicht ertrug, bekommt er schon bei der kleinste Gefahr, dem kleinsten Wort, die Angst es zu verlieren... meist natürlich aus lächerlichen Gründen.. aber es gab auch Situationen wo diese Angst Begründet war. Wendy und ich.. wir hatten uns gerade erst gefunden.. gerade erst jemanden gefunden denn wir nicht verlieren konnte, dessen Verlust wir einfach nicht ertragen konnte, da ist es doch wohl verständlich das mann Angst hat es gleich wieder zu verlieren.
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PRS - Will You Risk It All? - Delilah, Soulweeper und Admin
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