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 PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah

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Soulweeper

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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Fr 12 Jan 2018, 16:56

//Naja...so sind die Smartphones eben^^
Beruhigend^^ Und ich hab noch überlegt "Soll ich's so machen? Soll ich nicht?..." xD

Florian
Amy hatte mir mir ebenfalls ein frohes neues Jahr gewünscht, ebenso leise, wie ich es getan hatte. 'Mein Großer' hatte sie noch dazu gefügt. Wahrscheinlich auf Anspielung darauf, dass ich sie immer als 'meine Kleine' betitelte. Sie nannte mich nicht oft so. Jedesmal wenn sie es tat, musste ich dabei grinsen. Ich war es einfach nicht gewohnt, wenn es so selten vorkam. Nachdem ich sie gefragt hatte, ob sie sicher sei, dass ich gehen könnte, nickte sie nur. Sie sagte nicht, dass ich mir keine Sorgen machen müsste. Sie sagte auch nicht, dass alles gut sei. Normalerweise würde sie sowas tun. Zumindest hatte die alte Amy das ab und an gemacht, da sie sich niemandem aufdrängen wollte und lieber alle Probleme in sich hinein fraß. Doch im Moment hätte ich ihr ohnehin nicht geglaubt. Sie war erst heute von Ty 'entkommen', nachdem er ihr so viel angetan hatte. Das schob man nicht von jetzt auf nachher beiseite. Auch wenn sie bestätigt hatte, dass ich gehen konnte, zweifelte ich. Natürlich, ich wollte sie nicht alleine lassen. Ich wollte nicht, dass sie heute Nacht von Albträumen heimgesucht wurde oder zu sehr den Gedanken an die schlechten Zeiten nach hing. Vielleicht könnte ich sie davon abhalten, wenn ich bei ihr bleiben würde. Vielleicht, ganz sicher konnte ich mir da nicht sein. Aber ich konnte nicht hier bleiben. Mir ging es nicht um die Party, die konnte ich problemlos verpassen. Mir ging es um meine kleine Schwester, die dort war. Auf die ich aufpassen musste. Ich musste es nicht nur, ich wollte es. Auch wenn Milena jahrelang aus meinem Leben verschwunden war, liebte ich meine kleine Schwester. Wie früher. Natürlich konnte ich nicht mehr so mit ihr umgehen wie damals, doch das 'große-Bruder-Gefühl' war das selbe. Deshalb wollte ich auch bei ihr sein und die Tage mit ihr genießen. Oder es zumindest versuchen. Versuchen sie dazu zu bringen, meinen Vater und mich nicht zu 'verachten'. Das war wohl falsch ausgedrückt, aber etwas anderes fiel mir dazu nicht ein. Ich wollte einfach, dass sie uns mochte. Soe wie früher eben. Amy löste sich langsam aus unserer Umarmung, was ich nur ungern zuließ. Es hatte gut getan, meine beste Freundin wieder zu umarmen. Ohne, dass irgendjemand dabei störte oder sie für sich beanspruchte. Amy fragte, ob wir uns später sehen würden. Später? Dann dämmerte mir, dass bereits ein neuer Tag begonnen hatte. Ich tat mir immer schwer, gleich "umzuschalten", wenn ich bis nach Mitternacht wach blieb. Meistens begann ein neuer Tag für mich dann, wenn ich geschlafen hatte. Oder wenn es bereits wieder hell wurde. Weiter schlug sie vor, dass wir mit Doc und Teddy ausreiten könnten. Ich nickte und bemerkte, dass sie einen Schritt zurück trat und die Arme um ihren Körper schlang. Offenbar war ihr kalt. Aber das wunderte mich nicht, schließlich war es mitten im Winter. "Klar. Ich hol' dich um halb neun ab.", bestätigte ich ihr sofort. Ich glaubte, dass ich ihr Handy kaputt in Ty's Wohnung gesehen hatte. Deshalb konnte ich nicht sagen, dass ich mich melden würde. Oder, dass sie sich melden sollte. Zumindest gestaltete sich das so etwas schwerer. Unschlüssig, ob ich jetzt einfach gehen sollte oder nicht, sah ich kurz zu meinem Wagen. Ich konnte es nicht länger hinaus zögern, zu gehen. Schließlich musste ich. "Bis morgen dann. Oder heute...wie man's nimmt. Versuch' ein bisschen zu schlafen.", meinte ich zu Amy. "Und geh' ins warme, bevor du dich erkältest.", ordnete ich ihr an und schob sie dabei sachte etwas ins Haus. Dann lies ich sie los und winkte grinsend. Anschließend ging ich zu meinem Wagen.

//Die Verabschiedung ist doof...aber irgendwie musste ich ihn ja mal gehen lassen xD Und der Arme rennt von einem schlechten Gewissen ins nächste xD
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Fr 12 Jan 2018, 19:45

// Du sagst es ^^
Hihi xD Wenn du es nicht geschrieben hättest, hätte ich es getan ;D
Und kein Problem wegen der Verabschiedung, immerhin sollten wir etwas vorwärtskommen Wink

Amy
Ich konnte Florian die Zweifel ansehen. Er schien sich gar nicht sicher zu sein, ob er nun wirklich gehen konnte oder ob er lieber bleiben sollte. Dass er sich so um mich sorgte, rührte mich zutiefst. Die unmittelbare Gefahr - Ty - bestand nicht mehr. Doch ich wusste, dass die nächsten Tage, Wochen oder gar Monate nicht einfach werden würden. Und diese Nacht... Das wäre erst der Anfang. Seine Fürsorglichkeit rechnete ich Florian hoch an. Er war schon seit dem Kindergarten derjenige, der sich in schwierigen Situationen um mich gekümmert und mich in gefährlichen Situationen beschützt hatte. Daran hatte sich bis heute nichts geändert. Unter anderen Umständen hätte mein bester Freund bestimmt angeboten, über Nacht zu bleiben. Um mir beizustehen. Um mich nach den Albträumen, die garantiert kommen würden, zu beruhigen. Um mich mit ruhigen Worten von den Bildern in meinem Kopf abzulenken. Ich wusste, dass er unter anderen Umständen nicht gezögert hätte, all das und noch viel mehr für mich zu tun. Aber Florian hatte noch eine Schwester. Eine Schwester, auf die er aufpassen musste. Eine Schwester, die er jahrelang nicht mehr gesehen hatte und zu der er nun ein besseres Verhältnis aufzubauen versuchte. Und dem konnte und wollte ich nicht im Wege stehen. Mein bester Freund musste seine Chance bei Milena nutzen - und die wollte ich ihm unter keinen Umständen nehmen. Wenn ich dafür verantwortlich wäre, dass das Verhältnis der Geschwister sich nicht besserte, sondern womöglich verschlechterte... Das hätte ich mir niemals verziehen. Und deshalb liess ich Florian gehen. Auf meinen Vorschlag hin nickte er und musterte mich. So, wie ich ihn kannte, war ihm sofort augefallen, dass mir ein bisschen kalt war. Und so, wie ich ihn kannte, würde er bald etwas dagegen unternehmen. Nachdem er mit einem 'klar' bestätigte, dass er mit dem Ausritt einverstanden war, meinte er, er hole mich um halb neun ab. Daraufhin nickte ich. Erst in diesem Moment fiel mir wieder ein, dass mein Handy kaputt war, weil T... Nein, darüber wollte ich nun nicht nachdenken. Mein Handy war kaputt, also könnte Florian mich nicht wie gewohnt erreichen - und ich ihn auch nicht. Gut, dass er daran dachte und wir schon jetzt eine Zeit ausmachten. Nachdem das geklärt war, standen wir ein paar Sekunden herum, ohne dass jemand von uns etwas sagte. Florian schien immer noch nicht ganz sicher zu sein, ob er jetzt gehen sollte oder nicht. Er schien zu zögern. Aber dann warf er einen Blick zu seinem Wagen und verabschiedete sich mit einem 'bis morgen dann'. Darauf meinte er, es könne auch heute sein, wie man es nehme. Dabei hätte ich fast gelächelt. Er fügte noch hinzu, dass ich versuchen solle, ein bisschen zu schlafen. Und ich solle ins Warme gehen, bevor ich mich erkälten würde. Um seine Worte zu bekräftigen, schob er mich sachte in Richtung Haus. Fast wäre mir ein Lächeln über die Lippen gehuscht, aber leider nur fast. Stattdessen drehte ich mich zu Florian um, als er mich losliess und grinsend winkte. Ich hob die Hand, um seinen Gruss zu erwidern, dann beobachtete ich, wie mein bester Freund zu seinem Wagen ging. Von der Haustür aus sah ich zu, wie er einstieg, den Motor startete und dann davonfuhr. Erst, als er um die Ecke gebogen war, trat ich ganz ins Haus und schloss die Tür hinter mir. Als ob sie auf dieses Geräusch gewartet hätten, tauchten Papa und Luke im Flur auf. Mit einem Lächeln auf den Lippen nahmen sie mich in die Arme, und wir wünschten uns gegenseitig ein frohes neues Jahr. Schon bald darauf verkündete ich, dass ich nun schlafen gehen würde. Mein Vater und mein Bruder hatten nichts dagegen und schlossen sich mir an, als wir die Treppe hinauf zu unseren Schlafzimmern hochgingen. Nachdem ich die Zähne geputzt und in meinen Pyjama geschlüpft war, bot Luke an, heute bei mir zu schlafen. Dankbar nahm ich sein Angebot an. Ich wusste wirklich nicht, wie ich in dieser Nacht schlafen würde - ob ich überhaupt ein Auge zutun würde. Aber nachdem ich ein paar Minuten Lukes ruhigen Atemzügen gelauscht hatte, dämmerte ich weg.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Sa 13 Jan 2018, 15:46

//Wenn es dann nicht schon zu spät wäre und Flo bereits im Auto Razz
Theoretisch könntest du nach meinem Beitrag ja den neuen Tag anfangen lassen - wenn du möchtest Wink Bei mir muss noch was passieren xD

Florian
Nachdem ich mich von Amy verabschiedet hatte, hatte sie meinen Gruß erwidert. Bereits auf dem Weg zum Auto spürte ich das ziehen der Wunde knapp oberhalb meiner Hüfte. Mit den Schmerztabletten musste ich wohl noch warten, bis ich bei Sascha war. Amy würde sich nur unnötig Vorwürfe machen, wenn sie jetzt sehen würde, dass ich Schmerzen hatte. Natürlich konnte man sich das denken, aber ich musste es ihr schließlich nicht beweisen. Ich musste ihr keinen Grund liefern, sich noch mehr Vorwürfe zu machen, als sie ohnehin schon tat. Deshalb biss ich die Zähne zusammeln, als ich mich auf den Fahrersitz sinken lies und den Gurt anlegte. Dabei achtete ich darauf, dass er nicht auch noch unnötig auf die Wunde drückte. Das war jedoch leichter gesagt als getan, denn dann lag er genauso unbequem. Ich sah, dass Amy noch immer in der Haustüre stand. Sie würde wohl erst hineingehen, wenn ich tatsächlich weg war. Das tat sie oft. Als ich das Gefühl hatte, dass ich so fahren konnte, startete ich den Motor und fuhr davon. Die Schmerzen wurden während der Fahrt nicht besser und ich überlegte, ob ich irgendwo rechts ran fahren sollte. Aber ich hatte nichts zu trinken im Auto und ohne Wasser würde ich diese 'Hammerdrogen' von Schmerztablette nicht hinunter bekommen. "So weit ist's auch nicht mehr.", murmelte ich zu mir selbst und konzentrierte mich darauf bald möglichst bei Sascha anzukommen. Über mir explodierten noch immer die Raketen im Himmel und ich musste mir in all dem Menschen-Getümmel, das sich nun auf den Straßen einfand, einen Parkplatz suchen. Die Auffahrt vor dem Haus konnte ich vergessen, das wusste ich genau. Deshalb stellte ich meinen Wagen am Straßenrand, nicht weit von Sascha's Haus entfernt ab. Ich stöhnte kurz, als ich aus dem Wagen stieg. Langsam ging ich zurück zur Party, wo ich tatsächlich über die Hälfte der Gäste draußen vorfand. Wahrscheinlich waren nur noch wenige im Haus. Ich versuchte Milena oder meinen besten Freund zu entdecken. Letzterer stand mit Ronja an der Garagenwand und sah in den Himmel. Ich ging auf sie zu. Milena würde ich schon noch finden. "Hey Flo! Frohes neues Jahr!", rief Sascha mir zu, als er mich erblickte. "Danke, euch auch.", fasste ich meine Neujahrswünsche an die beiden zusammen. "Wie geht's Amy?", fragte Ronja, nachdem auch sie mir ein frohes Neues gewünscht hatte. Ich hob die Schultern. "Schwer zu sagen. 'Gut' wäre wohl das falsche Wort. Den Umständen entsprechend.", informierte ich sie. Ronja nickte. Ich vermutete noch immer, dass Sascha ihr erzählt hatte, was passiert war. Natürlich wusste auch er es nicht genau, aber die Situation, in der Amy sich befunden hatte, als wir in die Wohnung gekommen waren, lies nicht allzu viel Spielraum für Interpretationen. Da kam man schnell auf die eigentliche Tatsache. "Milena müsste da drüben irgendwo sein.", informierte mich Sascha und ich sah in die Richtung, in die er zeigte. Tatsächlich erkannte ich meine kleine Schwester dort. Sie stand bei Sascha's Bruder. Soweit ich mich erinnern konnte, war er inzwischen 17. Ich sah ihn ziemlich selten, er war die meiste Zeit irgendwo anders unterwegs. "Tobias hat sie heute aus versehen mal angerempelt. Seitdem unterhalten sich die beiden.", bekam ich eine weitere Information von Ronja. Ich sah in Sascha's grinsendes Gesicht. Dabei wurde mir etwas unwohl. Ich konnte und wollte mir nicht vorstellen, dass meine kleine Schwester sich für irgendwelche Beziehungen interessierte. Vor allem, nachdem meine beste Freundin vor ein paar Stunden noch von ihrem ersten Freund vergewaltigt wurde. Vielleicht machte ich mir deshalb Sorgen. Vielleicht waren das aber auch nur die Sorgen eines großen Bruders. Das meiste Feuerwerk war inzwischen verstummt und die ersten Gäste bewegten sich wieder ins Haus. Andere machten sich bereits auf den Heimweg. "Hat jemand von euch was Nicht-Alkoholisches zu trinken?", fragte ich, während ich in meiner Jackentasche nach den Schmerztabletten suchte. Ronja streckte mir eine kleine Wasserflasche entgegen. Ich sah sie irritiert an. "Zwischendurch mal Wasser. Wenn der" - sie deutete mit einem Nicken zu Sascha - "sich schon volldröhnt, brauch ich das nicht auch noch." Ich nickte, nahm das Wasser und schluckte die Schmerztablette herunter. Ich beobachtete meine kleine Schwester weiterhin, als eine Gruppe jugendlicher auf die beiden zuging. Drei Jungs, ein Mädchen. Alle ungefähr so alt wie Milena und Tobias. Auch Sascha wurde hellhörig. Mir war die Gruppe gleich unsympathisch. Einer davon, wohl der 'Anführer' der Clique, ging auf meine Schwester zu und packte sie am Arm. Als Tobias sich einmischen wollte, wurde er von einem anderen unsanft zur Seite gestoßen. Ich brauchte Sascha nicht fragen, er hatte den gleichen Gedanken wie ich. Wir bewegten uns auf die Gruppe zu, Ronja lies uns dabei nicht im Stich. Als wir näher kamen, hörte ich bereits meine kleine Schwester. "Lass mich los! Ich will nichts mehr von dir wissen, es ist vorbei!" Ich war irritiert. Hatte sie etwa tatsächlich schon einen Freund gehabt? Wahrscheinlich war das in Grünwald, wo sie nun lebten, so üblich. Wobei es bei uns allmählich auch zur Normalität wurde, dass 15-jährige inzwischen ihre große Liebe fanden. "Das hast du nicht zu entscheiden! Ich steh' auf dich! Dein Bruder mag mich und unsere Eltern sind gute Freunde!", maulte er sie an. Wir hatten sie inzwischen erreicht, als ich das Wort ergriff. "Ich mag dich? Das wüsste ich aber.", wandte ich mich an den Typ, der meine Schwester festhielt. "Wer zur Hölle bist denn du, Spast?", fauchte er mich an. "Ich bin ihr Bruder. Die Frage ist, wer du bist? Jetzt lass sie los.", forderte ich ihn ruhig auf. Sascha und Ronja standen links von mir. Er lachte auf, dabei lies er sie los. Sie taumelte ein paar Schritte zurück und Ronja trat zu ihr. "Du bist doch nicht ihr Bruder. Ihren Bruder kenn' ich!" Okay, dieser kleine Junge hatte offenbar zu viel getrunken. Seine 'Gang' stand hinter ihm. Einer hielt immer noch Tobias fest. "Du kennst ihren Stiefbruder.", sprach ich ruhig weiter. Als er das hörte, verlor er jegliche Kontrolle über sein Gesicht. "Du hast 'nen armen Bruder? Gott, da würde ich mich ja schämen! Wieso bist du bei ihm? Seit ihr arm geworden?", meldete sich das Mädchen und sprach dabei offensichtlich meine Schwester an. "Du solltest froh sein, dass ich mit dir zusammen bin. Ich bin quasi ein barmherziger Samariter, da könntest du als Dank doch wohl mal mit mir schlafen.", widmete sich der Anführer auch wieder meiner kleinen Schwester. "Sind wir nicht! Du willst das vielleicht, aber ich nicht!", schrie sie zurück. Als er die Hand hob und auf meine Schwester zu ging, packte ich ihn am Kragen und riss ihn zurück. "Das wirst du lassen!", fauchte ich ihn an. Seine Prügelknaben schritten sofort ein und wollten auf mich los, da machte Sascha einen Schritt auf sie zu. "Ihr Krüppel wollt uns zusammenschlagen? Braucht ihr da nicht 'ne Armee?", witzelte einer. Er spielte auf die offensichtliche Tatsache an, dass Sascha an Krücken ging und auch ich deutlich schwerer atmete, als sonst. Der Ruck, mit dem ich den Anführer zurück gezogen hatte, war durch meinen ganzen Körper gegangen und hatte meine Wunde weiter zum schmerzen gebracht. "Haben sie doch.", hörte ich eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich kurz um und sah, dass zwei unserer Klassenkameraden auf uns zukamen. "Jetzt wird's aber unfair. Vier gegen drei.", spottete der, der Tobias festhielt. Dieser nutzte den Moment und drehte den Spieß um. Jetzt war er es, der seinen 'Angreifer' auf den Boden drückte. "Ich dachte, wir wären Krüppel.", erinnerte Sascha ihn. Ich hielt den Ex-Freund meiner Schwester noch immer fest, als er sich aus meinem Griff lösen wollte. Da es mir zu lästig war, 'warf' ich ihn nach vorne zu seinen Kumpels. Dort prallte er auf einen anderen und beide fielen zu Boden. "Ich zeig' dich an!", knurrte er. Ich zuckte mit den Schultern. "Mach nur.", forderte ich ihn auf. Ich wusste genau, dass er das nicht wagen würde. Zu viert standen wir nun vor den übrig gebliebenen zweien, einer war noch unter Tobias begraben. Das Mädchen stand etwas schockiert an der Seite. "Lass uns gehen. Wir müssen nicht bei diesen Loosern sein.", versuchte sie die Situation zu retten. Sie alle warfen uns einen bösen Blick zu, ehe sie murrend abzogen. Tobias lies sein Opfer aufstehen. Dieser sprang gleich auf und seinen Freunden hinterher. "Danke.", hörte ich Milena murmeln, während wir uns alle umdrehten und zum Haus zurück wollten. Ich sah sie an. Unsere Verstärkung war inzwischen schon wieder drinnen. "Thomas hätte das nicht mal mitbekommen. Und hier stehen gleich so viele Fremde hinter mir.", brachte sie etwas irritiert heraus. Ronja lächelte meine kleine Schwester an und nahm sie kurz in den Arm. "So ist das auf'm Dorf.", erklärte Sascha ihr und ich nickte zustimmend. Wir gingen zurück ins Haus, wo wir uns noch eine Weile unter die Gäste im Partyraum mischten. Milena hatte sich wieder mit Tobias zu einer Gruppe von anderen Jugendlichen gestellt, sah aber immer wieder zu mir. Ich war froh, dass sie mich zumindest nicht mehr ignorierte. Wie sie den heutigen Abend fand, würde ich erst morgen erfahren.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Sa 20 Jan 2018, 19:41

// Oha o.O Ganz schön viel Action, aber wir lieben ja Drama ;D
Okay, dann mach' ich mal einen Zeitsprung Smile

Am nächsten Tag - 1. Januar

Amy
Seine Finger, die besitzergreifend über meine nackte Haut fuhren. Sein Körper, dessen Gewicht mich erdrückte und mir die Luft zum Atmen nahm. Die Fesseln, die mir in die Haut schnitten und keine Möglichkeit boten, irgendwie auszuweichen. Der Knebel in meinem Mund, der jeden Schrei, jedes Wort, jedes Wimmern erstickte. Seine Stimme. "Du bist nichts wert. Niemand interessiert sich für dich. Es ist ganz egal, was ich mit dir mache - du kannst nichts dagegen tun. Du gehörst mir. Mir." Er zwischen meinen Beinen. Hart. Brutal. Rücksichtslos. Immer und immer wieder. Immer. Und. Immer. Wieder. Immer. Wieder. Immer. Wie...
"Amy!" Wie aus weiter Ferne drang eine Stimme zu mir durch - und weckte mich abrupt auf. Ein Schrei klingelte noch in meinen Ohren, als ich die Augen aufriss und hochschreckte. Es dauerte einen Moment, bis ich den jungen Mann wahrnahm, der vor mir auf der Matratze kniete. Und es dauerte noch einen Moment, bis ich Luke erkannte. Meinen Bruder. Seine Hände lagen auf meinen Schultern, sein Blick war eindringlich auf mich gerichtet. "Es ist alles in Ordnung, Amy. Es war nur ein Traum", redete er mit ruhiger Stimme auf mich ein. Ein paar Sekunden lang konnte ich nichts anderes tun, als ihn anzustarren. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich keuchte wie nach einem anstrengenden Lauf. Der Pyjama klebte auf meiner Haut. Luke hörte nicht auf, auf mich einzureden. Schliesslich hatte ich mich so weit beruhigt, dass ich mich in der Lage fühlte, etwas zu sagen. "S... Schon wieder?", flüsterte ich, immer noch etwas ausser Atem. Luke nickte ernst. "Ja, aber mach' dir keine Vorwürfe. Du kannst nichts für deine Albträume", erwiderte er. Damit hatte mein Bruder natürlich recht. Trotzdem machte ich mir ein schlechtes Gewissen - weil ich Luke schon wieder aufgeweckt hatte. Zum vierten Mal in dieser Nacht. Ich warf einen Blick auf den Wecker und verspürte eine grosse Erleichterung, als ich die Zeit las. 7:14 Uhr. Unter normalen Umständen hätte ich mich noch einmal hingelegt, aber nicht heute. Nicht nach dieser Nacht. "I... Ich glaube, ich werde mal aufstehen. Später kommt Florian und holt mich ab", meinte ich. Mein Bruder nickte verständnisvoll. Er liess meine Schultern los und stand auf. "Klar, mach' das. Ich werde mal rübergehen und noch ein bisschen schlafen. Ist das in Ordnung?" Weil ich meinem Bruder den Schlaf wirklich gönnte, nickte ich schnell, ehe er mein Zimmer verliess. Ich hörte, wie er in sein eigenes Zimmer hinüberging, dann wurde es wieder still im Haus. Ich liess mir noch einen Moment Zeit, um ruhig da zu sitzen und tief durchzuatmen. Es war alles in Ordnung. Es war nur ein Traum. Nur ein Traum. Bevor meine Gedanken in eine gefährliche Richtung abdriften konnten, schnappte ich mir ein paar Klamotten und verschwand im Badezimmer. Es tat gut, mir den Schweiss der Nacht von der Haut zu waschen. Nachdem ich mich geduscht und die Haare gewaschen hatte, schlüpfte ich in ein Top, einen warmen Pullover und Reithosen. Danach ging ich so leise wie möglich die Treppe hinunter, um Papa und Luke nicht aufzuwecken. Unten wurde ich schon von Cookie erwartet. Ich ging kurz mit ihm raus, ehe ich ihn fütterte und anschliessend selbst frühstückte. Da blieb noch etwas mehr als eine halbe Stunde, bis Florian kommen würde. Ich setzte mich mit einem Buch ins Wohnzimmer und versuchte, mich einigermassen auf die Geschichte zu konzentrieren. Doch immer wieder drifteten meine Gedanken ab. Nach zwanzig Minuten gab ich es auf. Ich lief erneut in mein Zimmer hoch, um mich fertigzumachen. Dabei fiel mein Blick auf das Päckchen, das auf meinem Schreibtisch lag. Florians Geschenk! Das hatte ich im Trubel der letzten Tage ganz vergessen. Ich schlüpfte in eine warme Jacke, hängte meine Tasche um und schnappte mir das Päckchen. Unten zog ich meine bequemen Reitstiefel an und setzte meinen geliebten Stetson auf, dann verliess ich das Haus, fünf Minuten vor halb neun. Über Nacht hatte es geschneit, und auch jetzt rieselten kleine Flöckchen vom Himmel. Meine Stiefel hinterliessen tiefe Abdrücke im Schnee, als ich in der Auffahrt auf- und abging. Schliesslich blieb ich stehen, das Päckchen in der Hand, der Blick in die Richtung gerichtet, aus der Florian kommen würde.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 21 Jan 2018, 12:42

//Ja, ich weiß^^ Aber ich hab' nach einer Möglichkeit gesucht, dass Milena ihren Bruder (und dann irgendwie auch ihren Vater) wieder mag...und ich hatte sonst keine Ahnung, wie ich das regel, außer dass er sie vor irgendjemandem beschützt xD Ich kenn' mich mit großen Brüdern doch nich so aus xD
Dankeschön, ich dachte nur, sonst wärs für dich auch bisschen kompliziert, weil Amy ja schlafen ging. Deshalb wurde das bei mir dann so ein Monsterbeitrag^^ Und ich hoffe, ich erhalte einen Hinweis auf's Geschenk Razz xD

Florian
Ich lag in meinem Bett und starrte die Decke an. Eigentlich wollte ich noch abwarten, bis mein Wecker klingelte, aber das ergab keinen Sinn mehr. Stöhnend richtete ich mich auf. Ich hatte diese Nacht kaum geschlafen. Gegen drei Uhr kam ich heute morgen mit meiner Schwester nach Hause. Sie war leicht angetrunken gewesen und ich hatte sie ins Bett verfrachtet. Natürlich hoffte ich, dass daraus keine riesen Szene bei meiner Mutter entstehen würde. Aber Milena musste mit ihren Fünfzehn Jahren wohl doch schon das ein oder andere mal betrunken gewesen sein. Bei uns war das nicht unüblich und ich hatte rausgehört, dass sie ab und an wohl auch mit ihrem Bruder unterwegs war und er ihr auch öfter etwas zu trinken geholt hatte. Sie würde es ihrer Mutter mit Sicherheit auch nicht sagen. Nachdem wir sie 'gerettet' hatten, war sie irgendwie etwas...nunja, aufgetaut könnte man sagen. Ich sah auf mein Handy. Heute Nacht hatte ich mir meinen Wecker noch auf Acht Uhr gestellt. Eigentlich viel zu früh für mich. Aber ich hatte Amy versprochen, sie um halb neun abzuholen. Und diese Uhrzeit hatte ich selbst gewählt. Ich hatte es mir also selbst eingebrockt, aber ich wusste, dass Amy diese Nacht wohl auch nicht viel schlafen würde. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie von Albträumen gequält wurde und ich hatte nicht gewollt, dass sie sich damit lange rumschlagen musste, nur weil ich schlafen wollte. Dass ich selbst kaum schlafen konnte, hatte ich nicht vermutet. Aber die Wunde, die mir gestern zugefügt wurde, hatte mir keine Ruhe gelassen. Immerhin hatte ich es bis dreiviertel Acht im Bett ausgehalten. Auch wenn von Schlaf keine Rede sein konnte, so hatte ich mich durch's Nichts-Tun doch etwas erholt. Irgendwie. Jetzt war es aber nicht mehr auszuhalten und ich griff nach dem Blister, das mir der Arzt mitgegeben hatte. Glücklicherweise hatte ich immer etwas zu trinken neben meinem Bett, sodass ich die Tablette runterspülen konnte. Anschließend quälte ich mich aus dem Bett und zog mir meine Reitjeans an sowie ein T-Shirt und einen dicken, grauen Kapuzenpullover. Dabei stellte ich fest, dass diese Pullover den Großteil meiner Kleidung darstellten. Im Winter hatte ich eigentlich kaum etwas anderes an. Nachdem ich mich angezogen hatte, ging ich kurz ins Bad. Duschen würde ich erst nach meinem Besuch im Stall. Anschließend ging ich in die Küche und steuerte sofort auf die Kaffeemaschine zu. Da mein Vater und Milena noch schliefen, war noch keiner gemacht und ich setzte sofort eine Kanne an. Sobald mein Vater aufwachte, hatte er dann schon welchen. Während ich zusah, wie der Kaffee durch die Maschine tropfte, stellte ich fest, dass noch nicht mal die beiden Katzen wach waren. Damit niemand später von den beiden geweckt wurde und ich ohnehin Zeit hatte, füllte ich die Näpfe schon mal leise mit etwas Futter. Anschließend suchte ich nach einem Thermobecher, füllte meinen Kaffee hinein und verschloss ihn. Obwohl ich früher wach war als geplant, hatte ich nicht mehr viel Zeit. Bei dem Tempo, das ich vorgelegt hatte war das wohl auch kein Wunder. Ich zog meine Schuhe an und schlüpfte in meine Stall-Jacke. Dann schob ich meinen Becher und den Schlüsselbund ein und verließ das Haus. Wenige Minuten später bog ich in die Auffahrt der Fleming's ab. Ich sah meine beste Freundin schon draußen stehen und fragte mich, wie lange sie wohl schon auf mich wartete. Als mein Wagen stand, stieg ich aus und ging meiner besten Freundin entgegen. "Guten Morgen, Kleine.", begrüßte ich sie und umarmte sie kurz. Ich fragte nicht, ob sie gut geschlafen hatte. Die Antwort konnte ich mir ohnehin schon denken.
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