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 PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah

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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 09 Nov 2014, 19:41

Am nächsten Tag (Sonntag)

Amy
Da ich gestern schon kurz nach dem Abendessen eingeschlafen war, schlief ich nicht so lange wie an anderen Sonntagen. Die Sonne schien durch das Fenster hinein und weckte mich. Noch etwas verschlafen rieb ich mir die Augen, streckte mich und gähnte. Ich blieb noch eine Weile im Bett liegen, aber irgendwann stellte ich fest, dass ich nicht erneut einschlafen konnte. Also beschloss ich aufzustehen. Ich warf einen Blick auf den Wecker, der auf meinem Nachttisch stand. Neun Uhr. Immerhin, nicht ganz so früh. Ich richtete mich auf, rutschte zum Rand des Bettes und liess meine Füsse herunterbaumeln. Na nu, wieso trug ich noch die Kleider vom Vortag? Nach ein paar Sekunden fiel mir alles wieder ein. Ich musste wohl in Florians Armen eingeschlafen sein. Ich lächelte beim Gedanken an meinen besten Freund. Vermutlich schlief er um diese Uhrzeit noch. Er war eher ein Morgenmuffel. Langsam stand ich auf. Einen Moment lang war ich noch unsicher auf den Beinen, aber dieses Gefühl verschwand zum Glück schnell. Ich tapste die paar Schritte zum Fenster hinüber und sah hinaus. Das Wetter heute war erstaunlich gut. Die Sonne schien, ein paar vereinzelte Quellwolken waren zu sehen, ansonsten nur strahlend blauer Himmel. Wahrscheinlich war es dafür umso kälter. Egal. Es war trotzdem das ideale Wetter, um nach draussen zu gehen. Spontan entschloss ich mich dazu, schon am Morgen bei Teddy vorbeizuschauen und nicht erst am Nachmittag, so wie Florian und ich es zu tun pflegten. Wir ritten eigentlich immer zusammen aus, aber heute mochte ich irgendwie nicht mehr warten. So nahm ich ein paar Klamotten aus dem Kleiderschrank und lief damit leise zum Badezimmer hinüber. Vermutlich schliefen Papa und Luke noch. Cookie hingegen war schon wach und begrüsste mich schwanzwedelnd. Ich nahm mir zwei Minuten Zeit, um ihn ausgiebig zu streicheln, bevor ich ins Badezimmer trat. Nachdem ich geduscht und die Haare gewaschen hatte, schlüpfte ich in Leggins und zog darüber meine Reithosen an. Sie sahen aus wie normale Jeans, nur, dass sie eben speziell fürs Reiten gemacht waren. Dazu 'kombinierte' ich einen warmen Pullover, meine Winterreitjacke, einen Schal, Chaps und natürlich meine bequemen Reitstiefel. Ich griff noch nach meinem geliebten Stetson und Handschuhen, ehe ich die Treppe hinunter ins Erdgeschoss ging. In der Küche gab ich Cookie zuerst etwas zu fressen, bevor ich selbst frühstückte. Danach ging ich nochmals hoch ins Bad, um die Zähne zu putzen und mir zwei Zöpfe zu flechten. Meine Haare reichten mir mittlerweile bis über die Brust. Ich müsste sie wieder mal schneiden - doch das alles hatte Zeit. Ich grinste bei diesem Gedanken. Ich verliess das Badezimmer wieder, packte eine Tasche mit allem, was ich brauchte, und ging noch eine kurze Runde mit Cookie nach draussen. Als ich wieder zurückkam, griff ich nach der Tasche, den Handschuhen und meinem Stetson. Letzteren zog ich gleich an. Ich warf noch einen Blick in den Spiegel im Flur, lächelte kurz und verabschiedete mich von Cookie, ehe ich das Haus verliess. Ich schloss die Garage auf, nahm mein Fahrrad heraus, schloss das Garagentor und setzte mich auf meinen Drahtesel. So radelte ich los in Richtung Stall.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 09 Nov 2014, 20:05

Florian
Vor meinem Fenster zwitscherte irgendein Vogel. Ich erklärte ihn innerlich für verrückt und drehte mich auf die andere Seite. Ich wollte noch nicht aufstehen. Es war viel zu früh. Auch wenn ich nicht wusste, wie viel Uhr bereits war. Das war mir egal. Ich wollte noch nicht aufstehen. Ich wollte weiter schlafen. Aber dieser dumme Vogel wollte mich daran hindern. Nach einer viertel Stunde gab ich entnervt auf. "Du hast gewonnen.", murrte ich und schlug die Decke zur Seite. Gähnend richtete ich mich auf und fuhr mir mit den Händen über's Gesicht. Müde stand ich auf und schlurfte richtung Badezimmer. Als ich die Türklinke herunter drücken wollte, ging die Türe auf. Mein Vater stand vor mir. Er sah erschrocken aus. "Schon wach?", fragte er mich ungläubig. "Vogel.", murmelte ich knapp. Mein Vater nickte. Er verstand, dass ich nicht ihn sondern den Vogel vor meinem Fenster meinte. Grinsend ging er an mir vorbei und ich betrat das Bad. Ich schloss die Türe hinter mir. Anschließend suchte ich mir ein Handtuch aus dem Schrank, legte es über den Heizkörper und ging duschen. Nur fünf Minuten später stand ich, nur mit Handtuch bekleidet, vor dem Waschbecken und putzte mir die Zähne. Das Gesicht, das mir im Spiegel entgegen blickte, wirkte alles andere als fit. Aber das wunderte mich nicht. Um richtig fit zu sein, musste ich wirklich lange schlafen. Oder eine Weile wach sein, dann kam das wieder ganz von alleine. Mein Blick wanderte zu dem Radio, dass auf einer Ablage stand. Darauf war die Uhrzeit zu sehen. Zehn Uhr. Eigentlich noch viel zu früh für mich. Ich seufzte, drehte mich um und ging zurück in mein Zimmer. Heute war Sonntag. Da ging's meistens mit Amy in den Stall. Deshalb zog ich meine alte Wrangler-Jeans aus dem Schrank - die ich immer zum reiten nahm. Ich sah' es nicht ein, viel Geld für teure Reithosen auszugeben, wenn es eine normale Jeans einer guten Marke auch tat. Wie gestern schon, zog ich mir ein einfaches T-Shirt über den Kopf. Anschließend schlurfte ich aus meinem Zimmer, die Treppen hinunter und ging in die Küche. Wie auch gestern schon, saß mein Vater bereits am Küchentisch. Er hatte eine Tasse vor sich stehen. Ich warf einen Blick nach rechts. Da war immernoch Kaffee. Mein Vater kannte mich einfach. Ich nahm mir eine große Tasse aus dem Hängeschrank und goss mir Kaffee ein. Ich brauchte keine Milch. Zumindest heute nicht. Der Tag gestern war zu anstrengend gewesen. Das spürte ich noch heute. Ich ließ mich auf den Stuhl sinken, der gegenüber von meinem Vater war.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 09 Nov 2014, 20:43

Amy
Zum Glück dauerte die Fahrt von meinem Zuhause zum Stall nicht sonderlich lang, ansonsten wäre ich wohl noch erfroren. Himmel, war das kalt! Nach vielleicht zehn Minuten stieg ich von meinem Fahrrad herunter und lehnte es an die Stallwand. Sonntags kurz vor zehn Uhr war normalerweise nicht viel los, und heute schien noch weniger los zu sein als sonst. Na ja, mir sollte es recht sein. Mit einem Lächeln schloss ich mein Fahrrad ab, schnappte mir meine Tasche und betrat den Stall. Als Erstes ging ich die Treppe zum oberen Stockwerk hoch, wo sich das Reiterstübchen befand. Dort nahm ich erst einmal mein Handy aus der Tasche heraus, setzte mich an einen freien Tisch und griff nach einem Schokocroissant. Der Vorteil am Reiterstübchen war, dass es meistens irgendetwas zum Essen gab. Viele Pferdebesitzer kamen hierher und brachten etwas zu essen mit, aber meistens zu viel, dass sie es selbst essen konnten. Deshalb lag meistens irgendetwas herum - und ich wusste nicht, wie oft Florian und ich dieses verlockende 'Angebot' schon ausgenutzt hatten. Wiederum grinste ich bei diesem Gedanken. Ich genoss also das Schokocroissant, las die neuen Nachrichten auf meinem Handy und wärmte mich nebenbei wieder etwas auf. Es war wirklich verdammt kalt draussen. Nachdem ich mit dem Essen fertig war, zog ich meine Sachen an, steckte das Handy in die Tasche meiner Jacke und verliess das Reiterstübchen. Ich lief die Treppe hinunter und begab mich nun endlich in den Stall. Kaum hatte ich den länglichen Flur betreten, war ein Wiehern zu hören. Ein riesiges Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Ich wusste, welches der vielen Pferde gewiehert hatte. Teddy. Mit schnellen Schritten lief ich zu seiner Box und begrüsste ihn. Das Pferd in der Nachbarbox brummelte leise. Ich liess einen Moment von Teddy ab, um Doc Holiday zu begrüssen. Ich kannte ihn fast so gut wie mein eigenes Pferd, was an niemand anderem als Florian lag. War ja auch logisch, dass ich Doc Holiday dann so gut kannte. Nach einer Weile lief ich wieder zu Teddys Box. Ich legte ihm ein Halfter an, führte ihn aus der Box heraus und liess ihn dann stehenbleiben, damit ich ihn putzen konnte. Ich brauchte ihn dazu nicht anzubinden. Teddy lief nicht einfach so davon. Das lag wohl hauptsächlich an seinem tollen Charakter. Nicht umsonst war er mein Pferd. Ich redete leise mit ihm - das machte ich öfters, aber eigentlich nur, wenn wir alleine waren -, bevor ich ihn für einen kleinen Ausritt bereitmachte. Da ich mich wegen gestern noch nicht ganz so fit fühlte, hatte ich eher eine kleine Runde geplant. Und so verzichtete ich darauf, Teddy zu satteln und zu zäumen. Stattdessen legte ich ihm einfach nur einen Halsring um. Ich führte ihn nach draussen, wo ich ihn neben einem Mäuerchen stehenblieben liess. Vom Boden her schaffte ich es fast nicht aufzusteigen, so nutzte ich das Mäuerchen. Ich schwang mich also auf Teddys Rücken und liess ihn loslaufen. Das Wetter war wirklich herrlich. Auf dem Weg zum kleinen Wäldchen in der Nähe nahm ich das Handy aus meiner Jackentasche und wählte Florians Nummer. Ich hatte ihn unter der Kurzwahl eins abgespeichert - natürlich. Ich grinste wiederum kurz - heute musste ich ständig grinsen -, während ich darauf wartete, dass mein bester Freund sich meldete. Hoffentlich war er überhaupt schon wach.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Sa 15 Nov 2014, 15:16

Florian
Auf dem Nachttisch im oberen Stockwerk lag ein Handy, das sich vibrierend und laut klingelnd zugleich auf die Kante zubewegte. Doch ich und mein Vater saßen in der Küche. Keiner von uns beiden hörte das Handy. Es klingelte zwar immer sehr laut, wenn ich es nicht gerade auf lautlos gestellt hatte, trotzdem war es immernoch zu leise, wenn es in einem anderen Stockwerk lag, als dem, in dem ich mich aufhielt. So klingelte es weiter unbemerkt vor sich hin. Ich trank einen Schluck Kaffee und stützte mich danach müde auf dem Tisch auf. Ich wusste, dass mein Vater grinste. "Wie war's gestern?", fragte er schließlich. Ich sah auf, trank noch einen Schluck, dann antwortete ich ihm: "Gut gut." Mein Vater nickte. Er war meine kurzen Antworten gewohnt. Und auch ihm würde ich nicht erzählen, was passiert war. Wieso sollte ich auch? Mein Vater fragte auch nie nach, ob irgendetwas schlimmes passiert war. Natürlich kannte er Amy. Er wusste genauso gut wie ich, wie tollpatschig Amy war. Aber er war nicht der Mensch, der jedes mal nachfragte, was Amy alles passiert war. Nein, so war er nicht. Und ich war froh darüber. "Trefft ihr euch heute wieder?", fragte er weiter. Anscheinend hatte er heute etwas gegen die Stille. Ich und mein Vater sprachen nie wirklich viel miteinander, zumindest morgens. Wir hassten uns nicht oder etwas der gleichen. Wir waren nur - vorallem morgens - nicht wirklich gesprächig. Ich nickte zur Antwort. "Es ist Sonntag.", wies ich ihn auf den heutigen Tag hin. Diesmal nickte mein Vater. "Stimmt. Stall.", stellte er fest. Ohne weiter darauf einzugehen, trank ich erneut einen Schluck Kaffee. Mein Vater schob seinen Stuhl zurück und stand auf. "Irgend einen besonderen Wunsch zum Frühstück?", fragte er mich. Ich schüttelte den Kopf. Ich bemerkte, dass mein Vater eine Pfanne hervor holte und Eier aus dem Kühlschrank nahm. Allen Anschein machte er sich Rührei oder Omelett. Ich hingegen stand auf, nahm mir eine Schüssel aus dem Schrank und suchte nach dem Müsli. Nachdem ich die Schüssel mit Müsli und Milch gefüllt hatte, setzte ich mich wieder hin. Ich wollte und brauchte im Moment nicht mehr. Mein Hunger war gerade nicht so groß, wie sonst. Wobei ich feststellen musste, dass ich sowieso nie wirklich viel frühstückte. Ich aß dann meistens mehr zu Mittag oder zu Abend. Circa fünf Minuten später setzte sich mein Vater wieder mir gegenüber auf den Stuhl und stellte sein Rührei vor sich. "'nen Guten.", wünschte ich knapp. Mein Vater grinste und erwiderte. Bei Müsli war das vielleicht etwas überflüssig, aber okay. Langsam sollte ich mich wohl mal auf den Weg zum Stall machen. Aber ich wusste nicht, wie viel Uhr es war.

(Flo hat Amy jetzt mal knallhart unbewusst ignoriert Razz)
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Sa 15 Nov 2014, 16:58

(Okay ^^ Das war zwar nicht genau das, das ich erreichen wollte, aber es ist auch okay Wink)

Amy
Teddy lief ruhig und entspannt unter mir, während ich darauf wartete, dass mein bester Freund sich meldete. Das passierte jedoch nicht. Vorher, als ich mein Handy hervorgenommen hatte, hatte ich gesehen, dass es mittlerweile zehn Uhr war. Okay, Florian war nun wirklich nicht als Frühaufsteher bekannt - eher im Gegenteil -, aber so langsam sollte er doch schon wach werden. Ich hielt das Handy weiterhin an mein Ohr und hielt mit der anderen Hand den Halsring umfasst. Nötig wäre es nicht gewesen, doch ich machte es trotzdem gerne. Ich ritt sowieso gerne nur mit Halsring - nur sollte man das vielleicht nicht immer machen. Mittlerweile hatten Teddy und ich das kleine Wäldchen fast erreicht, wir waren am Waldrand angekommen. Aber ich wich vom Thema ab. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, so kam es mir vor, ging der Anrufbeantworter an. Dann würde ich meinem besten Freund eben so eine Nachricht hinterlassen. "Na, Flo, auch schon wach? Du verpasst wirklich etwas, wenn du immer so lange schläfst! Ich jedenfalls bin schon auf einem kurzen Ausritt mit Teddy, einfach um das kleine Wäldchen herum. Am Nachmittag können wir natürlich nochmals zusammen ausreiten - wenn du dich dann endlich mal aus den Federn gequält hast." Ich grinste kurz und liess meinen Blick schweifen. Eine dunkle Silhouette näherte sich uns vom Wäldchen her. Ich brauchte einen Moment, um zu begreifen, dass daran irgendetwas nicht stimmte. Dieser Jemand, der sich uns näherte, war nämlich viel zu schnell. Und so erkannte ich auch bald, was der Grund dafür war. "Seit wann darf man mit dem Motorrad durch den Wald fahren? Hier gilt doch überall Fahrverbot!", kam es mir ungläubig über die Lippen. Der Motorradfahrer schien noch schneller zu werden, als er Teddy und mich zu erkennen schien. Es kam mir gerade so vor, als würde er das absichtlich machen. Immer näher kam er, und er trat nicht einen einzigen Moment vom Gaspedal. "Der fährt viel zu schnell...", murmelte ich in mein Handy. Als Teddy unter mir sich anspannte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Nichts konnte mein Pferd aus der Ruhe bringen, absolut nichts. Nichts ausser Motorrädern. "Teddy, alles ist okay!", versuchte ich verzweifelt, ihn zu beruhigen. Natürlich gelang es mir nicht. Der Motorradfahrer hatte uns inzwischen fast erreicht, Teddy tänzelte bereits, und ich war wie erstarrt, noch immer das Handy in der Hand haltend. Die Sekunden vergingen wie in Zeitlupe. Schliesslich schoss das Motorrad vorbei - direkt neben Teddy, so dass sie sich fast streiften. Das war zu viel für meinen Hengst - er stieg senkrecht in die Höhe. Darauf war ich nicht vorbereitet. Ich konnte mich nicht mehr rechtzeitig festhalten, so rutschte ich von Teddys Rücken und fiel. Im Fallen liess ich das Handy los, das unmittelbar vor mir auf dem Waldboden landete. Dann kam ich auf dem Weg auf. Die Landung war alles andere als sanft. Der Aufprall war so heftig, dass mir die Luft wegblieb. Im selben Moment schlug mein Kopf auf einem Stein auf. Innerhalb von Sekundenbruchteilen verlor ich das Bewusstsein. Das Handy lag etwa zwei Meter entfernt von mir auf dem Waldweg, und sowohl Teddy als auch der Motorradfahrer waren auf und davon. Im Wald wurde es still.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 16 Nov 2014, 16:29

(Oh...tut mir Leid...)

Florian
Ich stellte meine leere Müslischüssel in de Spüle, trank meinen Kaffee leer und begab mich aus der Küche. Ich zog meine Schuhe an und wollte schon fast das Haus verlassen, als ich feststellte, dass ich mein Handy nicht bei mir hatte. Daher ging ich die Treppen nach oben und ging auf den Nachttisch zu. Schon von der Türe bemerkte ich, dass es nicht mehr dort lag, wo ich es gestern Abend hingelegt hatte. Ich sah mich um. Feli oder Moe waren nicht hier. Wo waren die beiden überhaupt? "Irgendwo im Wohnzimmer.", dachte ich laut vor mich hin. Das Wohnzimmer war ihr Hauptaufenthaltsort. Ich hob die Schultern und sah auf mein Handy. Es blinkte und zeigte mir damit, dass ich eine neue Nachricht hatte. Ich nahm es in die Hand und entsperrte es. Eine neue Nachricht von Amy. Verwirrt runzelte ich die Stirn. Schließlich hörte ich meine Mailbox ab. Amy's Stimme begrüßte mich mit einem 'Na, Flo' und fragte mich, ob ich auch schon wach seie. Ich würde wirklich etwas verpassen, wenn ich immer so lange schlief. Sie jedenfalls, wäre schon auf einem kurzen Ausritt mit Teddy. Sie ritt einfach um das kleine Wäldchen herum. Ich grinste. Das sah ihr ähnlich. Vorallem die Anspielung darauf, dass ich immer so lange schlief. Amy sagte, wir könnten am Nachmittag natürlich nochmal zusammen ausreiten. Wenn ich mich dann endlich aus den Federn gequält hätte. Ich lachte kurz auf. Ja, so kannte mich Amy. Schließlich war Amy verstummt und ich wollte schon auflegen, als ich bemerkte, dass sie wieder zu sprechen begann. Es schien, als würde sie nicht mehr daran denken, dass sie mir noch auf die Mailbox sprach. Sie fragte, seit wann man denn mit dem Motorrad durch den Wald fahren dürfe. Dort wäre doch überall Fahrverbot. Dabei klang sie ungläubig. Ich riss die Augen auf. "Bitte nicht.", murmelte ich und sprang schon aus dem Zimmer. Das Handy hatte ich immernoch am Ohr. Ich musste los. Es klang nicht gut, was bei Amy los war. Nach ein paar weiteren Sekunden des Schweigens murmelte sie, dass er viel zu schnell fahren würde. Auf diesen Satz hin, nahm ich nur noch alle zwei Stufen. Würde ich die Treppen hoch rennen, würde es wesentlich ungefährlicher sein. Doch wenn ich hinuntern rannte, bestand die Gefahr, dass ich eine Stufe nicht erwischte und hinfiel. Doch das war im Moment egal. Inzwischen nahm sogar ich das laute Brummen eines Motorrads wahr. Amy sagte noch zu ihrem Pferd, dass alles okay wäre. Ich wusste, dass Teddy Motorräder nicht leiden konnte. Ich bemerkte meinen Vater im Türrahmen der Küche. Er wirkte verwirrt. Ich war bereits wieder im Flur angekommen und suchte nun nach meinen Schlüsseln. Jedoch hielt ich in der Bewegung inne, als ich hörte, dass Amy's Handy zu Boden fiel. Ich hörte, wie sich Pferdehufe und ein Motorrad entfernten. Dann wurde es ruhig. Ich legte auf und steckte mein Handy in die Tasche. "Flo? Alles in Ordnung?", hörte ich meinen Vater vorsichtig fragen. Ich schüttelte den Kopf. "Wohl eher nicht.", gab ich nachdenklich von mir. "Muss los.", informierte ich ihn knapp und sah immernoch den verwirrten Gesichtsausdruck an ihm. Ich konnte sogar ein wenig Besorgnis erkennen. "Amy?", fragte er schließlich leise. Ich nickte. Anschließend riss ich die Türe auf, nahm mir eine Jacke vom Haken und ging eilig hinaus. Ich lies die Tür hinter mir ins Schloss fallen, öffnete das Garagentor und entriegelte schnell meine Wagen. Ich warf mich auf den Fahrersitz, startete den Motor und fuhr schnell rückwärts aus der Einfahrt. Ich hatte keine Zeit, das Tor zu schließen. Mein Vater würde das schon übernehmen. Irgendwann würde er es bemerken. Ich bog rückwärts auf die Straße ein, legte rasch den ersten Gang ein und fuhr los. Während ich beschleunigte und immer höher schalt, legte ich nun auch mal meinen Gurt an. Die Gefahr war schon zu groß, dass Amy etwas schlimmes zugestoßen war, da musste ich nicht auch noch einen Unfall haben. Trotzdem fuhr ich schneller als sonst. Der Hof war glücklicherweise nicht weit weg, sodass ich in wenigen Minuten bereits meinen Audi auf dem großen Schotterparkplatz abstellte. Ich schnallte mich schnell ab, schlug die Türe zu und schloss ab. Ich wollte schon zum Wäldchen rennen, als ein Pferd auf mich zugaloppiert kam. "Teddy!", stieß ich ungläubig aus. Der Hengst verringerte sein Tempo und ich griff um den Halsring. Ich betrachtete ihn aufmerksam. Er schien immernoch ziemlich aufgeregt. "Amy hatte nichtmal einen Sattel.", stellte ich fest. Ich wusste, dass ich sofort nach ihr sehen sollte, doch zuerst brachte ich Teddy in den Stall. Es machte keinen Sinn, ihn nun stehen zu lassen und dann später nach ihm suchen zu müssen, weil er Amy hatte suchen wollen. Trotzdem beeilte ich mich dabei. In wenigen Sekunden war ich im Stall, ich öffnete Teddys Box und stellte den Hengst hinein. Den Halsring entfernte ich nicht. Auch wenn es nicht lange dauerte, hatte ich dafür keine Zeit. Ich schloss die Türe und streichelte nebenbei Doc Holiday, meinem Pferd, das neben Teddy in der Box stand über die Stirn. Als der Verschluss des Tores klackte, ging ich eilig aus dem Stall. Ich hatte das Gebäude kaum verlassen, schon begannen meine Beine zu rennen. Ich bog auf den Waldweg ab und hoffte, dass Amy noch nicht allzu weit gekommen war, bis der Motorradfahrer sie überrascht hatte. Auf der Nachricht auf meiner Mailbox hatte es sich angehört, als wäre der Eingang zum Wäldchen noch etwas entfernt gewesen. Das hieß, dass ich Amy bald finden musste. In der Tat nahm ich einige Meter weiter vorne eine Gestalt auf dem Boden war. "Amy!", stieß ich aus. Meine Beine wurden schneller und ich zog schon mein Handy aus der Hosentasche. Ich betätigte den Notrufknopf und hielt es an mein Ohr. Kurz bevor ich bei Amy ankam, stolperte ich und fiel nach vorn. "Au.", murrte ich, richtete mich ein wenig auf und stolperte die letzten Schritte zu Amys Körper. Schließlich meldete sich jemand am anderen Ende. "Florian Pirchl. Ich brauche einen Krankenwagen, eine Freundin ist vom Pferd gestürzt." Ich machte eine kleine Pause und fühlte ihren Puls. Danach hob ich meinen Finger unter ihre Nase. Ich spürte einen leichten Luftzug. "Ja, sie ist bewusstlos. Ich weiß nicht, wie lange schon. Ich habe sie eben erst gefunden. Wo? Am Wäldchen beim Reiterhof 'Fichtelnah'.....Gut Danke." Ich legte auf. "Amy, wach auf. Bitte. Der Krankenwagen kommt gleich, aber bitte wach auf.", flehte ich sie an. Kurz darauf bemerkte ich jedoch das Blut, dass an ihrem Hinterkopf war. "Oh nein.", murmelte ich. Ich zog meine Jacke aus und legte sie über Amy's Oberkörper. Sie war nicht bei Bewusstsein. Ich musste nun wenigstens versuchen, dass ihr Körper nicht auskühlte.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 16 Nov 2014, 16:58

Amy
In meinem Traum ritt ich auf Teddys Rücken durch eine wunderschöne Landschaft. Es war Winter und auch dementsprechend kalt, dennoch hätte es nicht schöner sein können. Der Schnee lag etwa einen halben Meter hoch, selbst die Bäume waren weiss, und es glitzerte überall dort, wo das Sonnenlicht auf die pulverartige Masse traf. Teddy lief entspannt unter mir und schien es ebenso zu geniessen wie ich. Ich summte die Melodie von 'Winter Wonderland' leise vor mich hin - weil es eben gerade so gut passte -, dabei grinste ich übers ganze Gesicht. Es war wirklich toll. Nach einiger Zeit trieb ich Teddy etwas an, und er wechselte in den Trab. Ich war froh, mich etwas bewegen zu können, da es doch ganz schön kalt war. Aber was nahm man nicht alles für so einen unvergleichlichen Ausritt in Kauf? Während Teddy trabte, wurde mir wieder etwas wärmer. Als wir dann einen Weg erreichten, der etwas steiler wurde und in den Wald hineinführte, liess ich meinen Hengst angaloppieren. Er reagierte auf die kleinste Hilfe und wurde dann auch schon schneller. Ich hätte vor Freude jauchzen können. Es war wirklich unglaublich toll. Auf einmal verdunkelte sich die Umgebung jedoch schlagartig. Und wo vorher die angenehme Ruhe, die durch den Schnee verursacht worden war, geherrscht hatte, wurde es jetzt unheimlich. Ja, geradezu totenstill. Teddy schien das ebenfalls zu bemerken, denn er wurde langsamer und blieb nach einiger Zeit stehen. Innerhalb von Millisekunden zog ein Schneesturm auf, der uns erfasste und mich von Teddys Rücken riss. Ich schrie, während ich in der Luft herumgewirbelt wurde. Kälte, Kälte und Schmerzen überall, dann war alles vorbei.
In der Realität kam ich zu mir. Als Erstes spürte ich die Schmerzen in meinem ganzen Körper. Es fühlte sich so an, als sei ich von einem Lastwagen überfahren worden. Am schlimmsten waren jedoch die Kopfschmerzen. Ich konnte nicht klar denken, und selbst mit geschlossenen Augen war mir schwindelig. Ausserdem war mir furchtbar kalt, aber ich war zu schwach, um zu zittern. Ich stöhnte leise, bevor ich es schaffte, meine Augenlider dazu zu bringen, sich zu bewegen. Im ersten Moment konnte ich überhaupt nichts erkennen, denn alles war furchtbar verschwommen, als ich die Augen aufschlug. Mein Kopf lag auf der Seite, nahm ich nun wahr, während ich gleichzeitig auf dem Rücken lag. Unter mir befand sich eine harte Unterlage, die unter meinem Kopf war noch härter, und an einer Stelle schien sie irgendwie... irgendwie feucht zu sein. Ich konnte mir das nicht erklären. Wo war ich? Und was war passiert? War ich wirklich überfahren worden, oder bildete ich mir das alles nur ein? Es war anstrengend nachzudenken, deshalb hörte ich bald wieder damit auf. Stattdessen zwang ich mich, mich zumindest etwas umzusehen. Vielleicht würde mir das helfen herauszufinden, wo zum Teufel ich überhaupt war. Nach einer Weile bemerkte ich, dass etwas Weiches, Warmes über meinem Oberkörper ausgebreitet worden war. Ich konnte nicht genau sehen, was es war, doch als ich das nächste Mal einatmete, stieg mir ein wahnsinnig vertrauter Geruch in die Nase. Schlagartig entspannte ich mich etwas. Ich versuchte, den Kopf zu drehen, wobei mir noch schwindeliger wurde. Nach einer Weile erkannte ich ein vertrautes Augenpaar über mir. "Flo", krächzte ich, wahnsinnig leise und viel zu schwach. Doch trotz dieses Umstandes und trotz dieser überaus prekären Situation erschien ein kleines Lächeln auf meinen Lippen.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 16 Nov 2014, 17:41

Florian
Ich sah aufgeregt umehr, während ich darauf wartete, dass der Krankenwagen endlich kam. Ich hätte Amy wohl etwas um den Kopf wickeln sollen, damit die Blutung etwas gestoppt wurde, aber ich hatte im  Moment nichts dabei. Ich könnte mich Ohrfeigen, dass ich den Verbandskasten im Auto gelassen hatte. Ein Krächzen, dass sich nach meinem Spitznahmen angehört hatte, lies mich wieder zu Amy sehen. Ich lächelte, als ich sah, dass sie wach war. "Amy.", stieß ich erleichtert aus. Ich rutschte näher zu ihr und zog meine Jacke, die ich über sie gelegt hatte, etwas höher zu ihrem Kinn. "Ich würd' ja fragen, wie es dir geht, aber das lasse ich mal lieber.", meinte ich zu ihr. Ich sollte woh versuchen, sie irgendwie wach zu halten. Zumindest sagte man das immer, wenn jemand Bewusstlos gewesen war. Oder nach einem Unfall, da sollte man die Leute ja wach halten. Ich beschloss, mich hinzusetzen. So konnte ich meine Beine ausstrecken und Amy's Kopf darauf legen. Dann lag sie wenigstens mit dem Kopf nicht mehr so hart. Vorsichtig streckte ich also meine Beine aus und hob ihren Kopf an. Ich legte ihn auf mein Bein und spürte schon wenige Augenblicke später, wie meine Hose feucht wurde. Amy blutete immernoch am Hinterkopf. Ich sah sie an. "Teddy ist in der Box.", informierte ich sie. Ich kannte meine beste Freundin gut genug, um zu wissen, dass sie wahrscheinlich bald nach ihrem Pferd gefragt hätte. "Er war ziemlich aufgeregt, aber er wird sich sicher bald wieder beruhigen. Hauptsache, dir ist nichts allzu schlimmes passiert. Der Krankenwagen sollte auch bald kommen." Nachdem ich zuende gesprochen hatte, bemerkte ich, dass ich Amy schon ziemlich mit Informationen überlfutet hatte. Sie könnte das vielleicht gar nicht alles verarbeiten, aber das schien mir im Moment unwichtig. Ich sah mich um, um irgendetwas zu erkennen. Etwas weiter entfernt sah ich Amy's Handy liegen. Ich würde es nachher holen, wenn der Krankenwagen da wäre und sie sich um Amy kümmerten. Der Motorradfahrer musste wirklich schnell gefahren sein, denn ich sah auch noch die Reifenspuren, des Motorrads. Während ich darüber nachdachte, Amy zu fragen, ob sie vielleicht das Kennzeichen erkannt hatte, hörte ich die Sirenen des Krankenwagens. Noteinsatzfahrzeuge waren die einzige Ausnahme, die auf diesem Weg fahren durften. Ich hob meine Hand, um ein wenig besser auf uns aufmerksam zu machen. Schließlich saß man in einem Rettungswagen höher, als in einem 'normalen' Wagen.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 16 Nov 2014, 18:05

Amy
Mir war immer noch so schwindelig, dass ich erst nach ein paar Augenblicken bemerkte, dass Florian mich gar nicht direkt angesehen hatte. Mir war der sanfte Blick aus seinen braun-grünen Augen einfach so vertraut, dass ich ihn mir vor meinem inneren Auge vorstellen konnte, ohne meinen besten Freund richtig ansehen zu müssen. Als er mich dann doch hörte und sich mir zuwandte, war ich wahnsinnig erleichtert - er hatte mich gehört! Und als er dann auch noch lächelte, war es um mich geschehen. Himmel, wie gut er aussah, wenn er lächelte! Oh je, ich musste mir den Kopf schon heftig angeschlagen haben, wenn ich auf solche lächerlichen Gedanken kam. Florian seinerseits nannte mich nun bei meinem Namen, und obwohl er das bestimmt schon tausend Mal gemacht hatte, schlug mein Herz etwas schneller, als ich den Klang seiner Stimme wahrnahm. Weil er sich bewegte, war er für mich einen Moment lang verschwommen, bevor ich bemerkte, dass er näher zu mir herangerutscht war. Ich spürte, wie sich das Warme, das über meinen Oberkörper ausgebreitet war, näher zu meinem Kinn bewegte. Florian meinte nun, er würde mich ja fragen, wie es mir gehe, aber das lasse er mal lieber. Oh ja, da hatte er Recht. Ich wusste, dass er sich nur noch mehr Sorgen machen würde, wenn ich ihm beichtete, wie ich mich fühlte. Wie vom Lastwagen überfahren. Das würde ihn nicht gerade beruhigen, eher im Gegenteil. Und so, wie ich ihn kannte, machte er sich jetzt schon viel zu viele Sorgen um mich. Wie immer eben. Meine Gedanken drehten sich etwas im Kreis, aber zu mehr Leistung war mein Gehirn im Moment auch nicht imstande. Ich bemerkte wiederum, wie Florian sich bewegte, dann spürte ich seine warme Hände an meinem Kopf. Und obwohl er meinen Kopf nur sehr langsam und vorsichtig auf sein Bein hob, wurde mir dabei fast wieder schwarz vor Augen, und alles drehte sich um mich herum, als befände ich mich auf einem Karrussell. Verzweifelt suchte ich nach einem Anker im stürmischen See des Schwindels, bis ich Florians Augen fand. Ich hielt mich daran fest. Florian begann wieder zu sprechen. Teddy sei in seiner Box. Einen Moment lang wusste ich nicht einmal, wer Teddy war. Dann fiel es mir zum Glück wieder ein. Teddy war mein Pferd. Ein Bild des gescheckten Hengstes tauchte vor meinem inneren Auge auf. Aber warum sagte Florian, dass Teddy in seiner Box sei? Wo sollte er sonst sein? Ich war verwirrt, hörte Florian aber weiterhin zu, während er mich weiter informierte. Er sei ziemlich aufgeregt gewesen, berichtete er, aber er werde sich sicher bald wieder beruhigen. Hauptsache, mir sei nichts allzu Schlimmes passiert. Das war wiederum beruhigend, weil ich so etwas von Florian erwartet hatte. Der Krankenwagen sollte auch bald kommen, schloss mein bester Freund seine kleine 'Rede' ab. Der Krankenwagen? Ich wusste immer noch nicht, was passiert war. Ich wusste nur, dass ich hier auf einem harten Untergrund in der Kälte lag, dass Teddy irgendetwas damit zu tun hatte und dass Florian bei mir war. "Was würde ich nur ohne dich machen?", fragte ich Florian, wobei ich noch immer nicht mehr als ein Krächzen herausbringen konnte. Wie von weither hörte ich eine Sirene, begriff jedoch nicht, dass das der Krankenwagen war. Ich konnte nur weiterhin zu Florian hochsehen. "Lass' mich bitte nicht alleine", fügte ich, noch leiser als vorhin, hinzu. Warum war mir plötzlich wieder so schwindelig?
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 16 Nov 2014, 20:23

Florian
Ich warf einen Blick über die Schulter, um zu sehen, wie weit der Krankenwagen noch entfernt war. Als ich Amy erzählt hatte, dass Teddy in seiner Box war, sah sie ziemlich verwirrt aus. Dieser Blick hatte mir Sorgen bereitet. Vielleicht hatte sie eine Gehirnerschütterung. Und wenn, dann hoffentlich nur eine kleine. Der Krankenwagen wurde langsamer, bis er schließlich - nur wenige Meter entfernt - zum stehen kam. Die Sirenen verstummten und der Beifahrer sprang heraus. Ich drehte meinen Kopf wieder zu Amy und sah ihr in die Augen. Sie fragte, was sie nur ohne mich machen würde. Diese Frage brachte mich zum lächeln. "Vielleicht hätten dein Bruder und dein Vater dann schon dafür gesorgt, dass du Klamotten bekommst, die einen Alarm auslösen, wenn du dich ein paar Minuten nicht bewegst. Oder sie hätten dich mit Luftpolsterfolie umwickelt.", antwortete ich ihr scherzhaft. Es mag sein, dass diese Scherze im Moment nicht passten, aber - so sehr ich es auch wollte - ich war nicht so einfühlsam wie Amy. Und ich hatte die Angwohnheit, immer zu versuchen, zu scherzen, wenn ich nicht weiter wusste oder mir Sorgen machte. Um mich abzulenken. Ich sah meiner besten Freundin in die Augen und mein Blick wurde noch sanfter. Wieso, das verstand ich im Moment nicht. Sie bat mich, sie nicht alleine zu lassen. Ich strich ihr lächelnd eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Mach' ich nicht.", versicherte ich ihr. Noch während ich sie ansah, stellte ich fest, dass diese Geste - Amy ein Haar aus dem Gesicht zu streichen - nicht normal für mich war. Ich schüttelte den Kopf. Warum machte ich in letzter Zeit solche Sachen? Ich verstand es selbst nicht und hoffte, dass Amy das nicht weiter bemerken würde. Oder zumindest nicht weiter darüber nachdenken würde. Ich hörte, wie zwei Sanitäter zu uns liefen. Ein weiterer Blick über die Schulter verriet mir, dass sie eine Trage bei sich hatten. Einer kniete sich gegenüber von mir zu Amy herunter und begann, sie zu untersuchen. Er fühlte ihren Puls und tat noch ein paar andere Dinge, von denen ich nicht die leiseste Ahnung hatte. Der andere wandte sich mir zu. "Florian Pirchl?", fragte er und ich nickte. "Mir ist nichts passiert. Ich bin erst gekommen, als Amy schon hier lag.", informierte ich ihn. Es hatte mir den Anschein gemacht, als hätte er sich überlegt, mich ebenfalls zu untersuchen. "Das einzige, was mir passieren könnte, ist, dass ich morgen mit einer Erkältung aufwache. Aber das ist schließlich nicht weiter schlimm.", stellte ich fest. Kaum hatte ich ausgesprochen, durchfuhr mich ein frösteln. Ich hatte mir heute morgen nur ein T-Shirt angezogen und als ich Amy's Nachricht abgehört hatte und los gegangen war, hatte ich mir irgendeine Jacke vom Haken genommen. Nun stellte ich fest, dass ich meine alte Winterjacke erwischt hatte - die ich meistens im Stall trug. Na immerhin die alte Winterjacke. Die wärmte Amy mehr als es eine andere Jacke getan hätte.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 16 Nov 2014, 20:58

Amy
Ich bekam nicht mit, dass der Krankenwagen immer näher kam. Ich bemerkte nicht, dass er ein paar Meter entfernt anhielt und dass die Sirene abgestellt wurde und dass ein Beifahrer heraussprang und all das. Ich konnte nur die ganze Zeit zu Florian hochsehen. Besser gesagt zu seinen Augen. Auf meine Frage - die eigentlich rhetorisch gemeint gewesen war -, antwortete Florian, vielleicht hätten mein Bruder und mein Vater dann schon dafür gesorgt, dass ich Klamotten bekäme, die einen Alarm auslösten, wenn ich mich ein paar Minuten nicht bewegte. Oder sie hätten mich mit Luftpolsterfolie umwickelt. Obwohl mir immer noch kalt und schwindelig und schlecht war und ich mich nach wie vor fühlte wie vom Lastwagen überfahren, musste ich für einen kurzen Moment grinsen. Es war unglaublich. Die Situation war überhaupt nicht zum Lachen, aber mein bester Freund hatte diese einzigartige Gabe, mich selbst in so einer Lage noch zum Grinsen zu bringen. Und ich fragte mich wiederum: Was würde ich nur ohne ihn machen? Meinem Vater oder meinem Bruder wäre das nicht gelungen. Nie und nimmer hätten sie mich jetzt zum Grinsen bringen können. Und auch sonst niemand. Das schaffte wirklich nur Florian. Ich war unglaublich froh, ihn an meiner Seite zu haben. Ich konnte gar nicht sagen, wie viel er mir bedeutete. Und seit gestern schien irgendetwas zwischen uns anders zu sein. Ich konnte mir nicht erklären, warum es so war, aber es war so, das stand fest. Ich hatte keine Ahnung, ob Florian es auch bemerkt hatte. Vielleicht bildete ich es mir auch nur ein. Nach dem gestrigen Tag hätte das schon gut sein können - diesen hatte ich ja schon aus dem Kalender streichen wollen. Und der heutige war ja noch schlimmer. Ich wusste zwar immer noch nicht genau, was passiert war, bevor ich mich hier auf dem Waldboden wiedergefunden hatte. Aber es musste wohl etwas nichts allzu Gutes gewesen sein, ansonsten hätte ich nicht solche Schmerzen gehabt und Florian hätte sich auch nicht solche Sorgen gemacht. Ich konnte es ihm ansehen, auch in dem sanften Blick, mit dem er mich jetzt ansah. Selbst in dem Lächeln, das er mir schenkte, konnte ich seine Besorgnis spüren. Ich sah noch immer zu ihm hoch, als auf einmal seine Hand in meinem Sichtfeld erschien. Ich spürte seine Finger, als er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich, dazu versicherte er mir, das mache er nicht. Aus irgendeinem Grund konnte ich für ein paar Momente nicht mehr atmen, während mein Herz nur noch schneller schlug. Ich traute mich nicht, dabei an irgendeine andere Ursache zu denken als den Schlag auf den Kopf, den ich offensichtlich bekommen hatte. Ein erleichtertes Lächeln erschien auf meinem Gesicht, und ich lächelte noch immer zu Florian hoch, als die Sanitäter bei uns ankamen. Dann wurde ich abgelenkt, als einer der Sanitäter mich zu untersuchen begann. Gleichzeitig redete er auf mich ein, und ich sollte ihm irgendwelche Fragen beantworten. Ich konnte mich nicht darauf konzentrieren. Zudem wurde mir wieder schwindeliger. Der Sanitäter sprach mich immer und immer wieder an, doch ich konnte ihm nicht antworten. Auf einmal fühlte ich mich ziemlich verloren. Ich suchte nach Florians Blick, und da mein Kopf noch immer in seinem Schoss lag, konnte ich ihn irgendwann entdecken. Ich versuchte, ihn festzuhalten, sah ihm in die Augen. Ich hielt nicht lange durch. Schon nach ein paar Momenten wurde mir wieder schwarz vor Augen, die Augen fielen mir zu und ich wurde erneut ohnmächtig.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Fr 21 Nov 2014, 19:20

Florian
Der Sanitäter hatte sich von mir abgewandt und sich mit seinem Kollegen verständigt. Ich sah auf Amy herunter, sie antwortete nicht auf die Fragen des Sanitäters. Was mir wieder mehr Sorgen bereitete. Schließlich fielen ihr die Augen zu. Ich konnte nur verzweifelt auf sie herab sehen, während die Sanitäter anscheinend ruhig blieben. Einer der beiden bat mich, aufzustehen, damit sie Amy auf die Trage legen konnten. Sie wollten sie ins Krankenhaus bringen um sie dort weiter zu untersuchen und medizinisch zu versorgen. Ich nickte und hob Amy's Kopf vorsichtig von meinem Schoß. "Verletzung am Hinterkopf.", gab der Sanitäter, der sich zuerst zu Amy gekniet hatte, seinem Kollegen zu Protokoll. Ich sah zwischen den beiden hin und her. Stimmt, das hatte ihnen zuvor nicht auffallen können, da Amy's Kopf ständig auf meinem Schoß gelegen hatte. Ich sah dabei zu, wie er ihr vorsorglich eine Nackenstütze umlegte. Anschließend hoben die beiden sie vorsichtig auf die Trage. Der Sanitäter, der zuvor mit mir gesprochen hatte, gab mir meine Jacke zurück. "Im Wagen haben wir Decken, um sie zu wärmen.", informierte er mich. Ich nickte und zog mir langsam meine Jacke wieder über. Augenblicklich spürte ich, wie mir etwas wärmer wurde. Jedoch konnte ich die beiden Sanitäter und Amy nicht aus den Augen lassen. Ich sah dabei zu, wie sie meine beste Freundin mit stummer Absprache gemeinsam hoch nahmen und zum hinteren Teil des Wagens brachten. Ich lief ihnen schnell hinterher. Nachdem ich mir sicher war, dass Amy nun fest auf der Liege im Krankenwagen war, fragte ich: "Kann ich mit?" Der Sanitäter, der sich zuvor schon um Amy gekümmert hatte, versorgte sie nun weiterhin, während der andere sich wieder mir zuwandte. Er musterte mich kurz. Schließlich nickte er. "Steig ein. Ist vielleicht besser, wenn du da bist. Dann sieht sie ein hoffentlich bekanntes Gesicht, falls sie im Wagen aufwachen sollte. Wir wissen schließlich noch nicht, welche Auswirkungen ihre Kopfverletzung hat." Er machte eine Geste, dass ich einsteigen sollte. "Danke.", brachte ich erleichtert hervor. Mir fiel im wahrsten Sinne des Wortes ein Stein vom Herzen. Ich wäre durchgedreht, wenn ich jetzt nicht bei Amy hätte sein können. Außerdem hatte ich versprochen, sie nicht alleine zu lassen. Und dieses Versprechen konnte ich einfach nicht brechen. Ich stieg also in den Wagen und der Sanitäter schloss die Türe hinter mir. Der andere sah mich an. "Setz' dich da hin.", meinte er ruhig und deutete auf einen leeren Platz. Wieder nickte ich stumm, setzte mich und legte den Gurt an. Ich sah durch das Fenster zur Fahrerkabine, dass der Sanitäter nun wieder hinter Steuer saß und der Wagen angelassen wurde. Der Sanitäter bei mir im hinteren Teil des Wagens setzte sich nun ebenfalls, sagte etwas zu seinem Kollegen und schon fuhr der Wagen los. Ich hoffte, dass Amy bald aufwachen würde. Mir war in diesem Wagen nicht wohl. Ich sah auf meine Hände, die in meinem Schoß lagen. Der Stoff meiner Jeans war an meinen Oberschenkeln von Amy's Blut dunkler geworden. Es fühlte sich etwas nass an. Doch das störte mich nicht weiter.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Sa 22 Nov 2014, 12:29

Amy
Ich wachte nicht auf. Nicht, als Florian meinen Kopf von seinem Schoss hob. Nicht, als die Sanitäter mich auf eine Trage hoben. Nicht während der Fahrt zum Krankenhaus. Die beiden Sanitäter kümmerten sich hinten um mich, während der Fahrer vorne Gas gab. Er fuhr nicht mit Blaulicht, aber doch ziemlich schnell. Mein Zustand, hatten die Sanitäter herausgefunden, war nicht lebensbedrohlich. Aber es konnten dennoch Komplikationen auftreten, wenn nicht schnell genug gehandelt wurde. Und im Krankenwagen hatten sie nicht dieselben Möglichkeiten wie im Krankenhaus. Darum galt es, so schnell wie möglich dort hinzukommen und mich in die Obhut der Ärzte zu übergeben. Die Wunde an meinem Hinterkopf wurde notdürftig versorgt, eine Infusionsnadel wurde in meine Armbeuge eingeführt und anschliessend wurden Decken über meinem Körper ausgebreitet. Mehr konnten die Sanitäter im Moment nicht tun. Einer von ihnen kümmerte sich noch immer um mich, während der andere Florian bat, meine Personalien anzugeben und noch einmal zu erklären, wie es zu diesem Unfall gekommen war. Eigentlich war alles in Ordnung. Den Sanitätern machte es nur Sorgen, dass ich noch immer nicht wieder aufgewacht war. Und so kam es, dass ich noch immer reglos auf der Trage lag, als der Krankenwagen beim Krankenhaus ankam. Der Fahrer fuhr direkt zum Notfalleingang. Die Sanitäter sprangen auf, die Türen wurden geöffnet und ich wurde auf der Trage hinaus- beziehungsweise hineingefahren. Im Inneren des Gebäudes wurden sie gleich von einem Team, bestehend aus einem Arzt, einem Krankenpfleger und einer Schwester, empfangen. "Amy Fleming, 17 Jahre. Sie ist vom Pferd gestürzt und mit dem Kopf auf einem Stein aufgekommen. Platzwunde am Hinterkopf, wahrscheinlich Prellungen am ganzen Körper, zu tiefer Blutdruck, starke Hypothermie. Sie ist zu sich gekommen, aber seit circa zwanzig Minuten ohne Bewusstsein. Wie lange sie das erste Mal bewusstlos gewesen ist, ist unbekannt", erklärte einer der Sanitäter. Der Arzt warf einen Blick auf mich und nickte dann. "Was hat sie bekommen?", fragte er dann. Die Sanitäter erläuterten es, danach bedankte sich der Arzt und ordnete an, mich in den Schockraum zu bringen. Die Sanitäter verliessen das Krankenhaus und kehrten zum Krankenwagen zurück. Während ich ins Krankenhaus gebracht worden war, hatte der Fahrer die Kabine verlassen und war nach hinten zu Florian geklettert. "Während den Untersuchungen darfst du nicht dabei sein. Aber wahrscheinlich werden sie sie bald auf ein Zimmer bringen, und dann wäre es gut, wenn du bei ihr wärst. Damit sie wenigstens ein vertrautes Gesicht um sich hat", empfahl der Fahrer meinem besten Freund. "Du kannst auf dem Flur mit den Schockräumen warten. Am besten ist es, du meldest dich am Empfang an. Dann wird dir gleich mitgeteilt werden, wenn du zu deiner Freundin kannst", fügte er hinzu. Währenddessen war ich in einen Schockraum gebracht worden. Der Arzt kümmerte sich mithilfe der beiden Krankenpfleger um mich. Nachdem das Notwendigste gemacht worden war, beugte sich der Arzt über mich. "Amy? Können Sie mich hören?" Ich kämpfte mich aus der Dunkelheit hoch, als ich die tiefe, wohlklingende Stimme hörte. Mein ganzer Körper schmerzte, vor allem mein Kopf, obwohl sich alles so dumpf anfühlte. Sie hatten mir Schmerzmittel gegeben. Ausserdem war mir immer noch ein wenig kalt, wenn auch bei Weitem nicht so sehr wie vorher noch. Wann war vorher überhaupt gewesen? Und wo war ich dort gewesen? Wo war ich jetzt? Ich versuchte, die Augen aufzuschlagen, und schaffte das nach ein paar Versuchen tatsächlich. Das grelle Licht blendete mich, doch nach ein paar Momenten nahm ich eine Silhouette war, die sich vor das Licht geschoben hatte. Es sah aus, als wäre dieses Gesicht von einem Heiligenschein umrahmt. Und oh mein Gott, was für ein schönes Gesicht! Leicht gebräunte Haut, hohe Wangenknochen, Bartstoppeln am kantigen Kinn, ein schöner Mund, Grübchen. Ich hatte Grübchen schon immer geliebt. Aber am meisten fielen mir die unglaublich schönen, blau-grauen Augen auf, die besorgt in die meinen sahen. Auf einmal war mir nicht mehr kalt, sondern heiss. Die Schmerzen waren vergessen. Mein Herz schlug schneller, galoppierte förmlich. In meinem Bauch kribbelte es, obwohl ich keinen Hunger verspürte. Es war mir völlig egal, wo ich war und was passiert war. Es war, als hätte mich ein Blitz getroffen. Ein Blitz, der mein ganzes zukünftiges Leben durcheinanderwirbeln würde. In diesem Moment hatte ich keine Ahnung, wie sehr diese Aussage der Wahrheit entsprechen würde. Aus irgendeinem Grund, den ich nicht kannte, breitete sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Sa 22 Nov 2014, 14:54

Florian
Mit Blaulicht und Martinshorn war der Krankenwagen schnell am Krankenhaus angekommen. Auf der Fahrt hatte ich einem Sanitäter Amy's Personalien und den Unfall zu Protokoll geben müssen. Amy's Personalien waren mir leicht gefallen. Zum Unfall konnte ich recht wenig sagen. Ich hatte nur sagen können, dass Amy mir auf die Mailbox gesprochen hatte, während das alles passiert war. Der Sanitäter hatte genickt und sich alles aufgeschrieben. Wenige Minuten später bog der Krankenwagen in die Gasse des Notfalleingangs. Kaum kam er zum Stillstand, öffneten sich die Türen und ich sah 3 Personen, die bereits auf Amy warteten. Die beiden Sanitäter, die sich bei mir im hinteren Teil des Wagens befanden, rollten Amy heraus. Dabei informierte einer der beiden den Arzt über seine Patientin. Ich musterte den jungen Mann, der meine beste Freundin anscheinend behandeln sollte. Er wirkte wirklich noch ziemlich jung. Trotz der Bartstoppeln wirkte er gepflegt und kompetent. Er beugte sich über seine Patientin und begann, sich selbst ein Bild von ihr zu machen. Ich konnte meinen Blick erst von meiner besten Freundin abwenden, als der Fahrer mich ansprach. Er war inzwischen zu mir nach hinten gekommen. Er sagte zu mir, ich dürfe während den Untersuchungen nicht bei Amy sein. Ich wäre lieber bei ihr gewesen, aber es war logisch, dass ich das nicht durfte. So akzeptierte ich es. Er fuhr fort, indem er sagte, sie werden Amy wahrscheinlich bald in ein Zimmer bringen und es dann gut wäre, wenn ich bei ihr wäre. Damit sie wenigstens ein vertrautes Gesicht um sich hätte. Ich nickte. "Klar." gab ich von mir und schnallte mich ab. Das hatte ich bei der ganzen Hektik vergessen. Ich wollte schon aufstehen und hinaus gehen, da hielt ich inne. Ich wusste nichtmal, wo ich hin sollte. Der Fahrer lächelte, als hätte er sich das schon gedacht. Er informierte mich, dass ich im Flur mit den Schockräumen warten sollte. Es wäre auch gut, wenn ich mich am Empfang melden würde. Dann würde mir gleich mitgeteilt werden, wenn ich zu Amy könnte. Ich nickte. "Alles klar. Danke.", verabschiedete ich mich von dem Fahrer und sprang aus dem Wagen. Amy war inzwischen in das Gebäudeinnere gebracht worden. Durch den Notfalleingang durfte ich nicht hinein, deshalb musste ich einen Seiteneingang aufsuchen. Noch bevor ich das Gebäude betrat, fiel mir ein, dass ich Luke oder Amy's Vater informieren sollte. Ich zog mein Handy aus meiner Hosentasche und entsperrte es. Luke's Handynummer hatte ich. Die von Amy's Vater nicht. Und ich wusste nicht, ob er zuhause war. Oder es hörte, wenn ich anrief. Ich wählte aus meinen Kontakten also Lukes Nummer und hielt mir mein Handy ans Ohr. Es dauerte nicht lange, da nahm Amy's Bruder ab. "Hallo Luke, schlechte Nachrichten.", begann ich. Ich atmete kurz durch. "Amy ist im Krankenhaus. Sie hatte einen Unfall und ist vom Pferd gefallen." Ich hörte, wie Luke am anderen Ende der Leitung ebenfalls ausatmete. "Okay. Ich sag meinem Vater bescheid, dann kommen wir." Ich nickte, auch wenn Luke das natürlich nicht mitbekam. Wir verabschiedeten uns knapp, ich legte auf und schob meiin Handy zurück in die Hosentasche. Anschließend trat ich durch die Türe und ging zum Empfang. Eine junge, blonde Krankenschwester lächelte mich aufmunternd an. "Was kann ich für Sie tun?", fragte sie mich überschwänglich freundlich. Ich hasste es. "Florian Pirchl. Meine Freundin Amy ist gerade eingeliefert worden. Man hat mir gesagt, ich solle im Flur mit den Schockräumen warten.", antwortete ich ihr. Es schien, als würde sie etwas enttäuscht sein, als ich sagte, dass meine Freundin eingeliefert wurde. Sie sah auf ihren Computer. "Nachname Ihrer Freundin?", fragte sie mich nun, ohne aufzusehen. "Fleming.", die junge Frau nickte wieder. Nur wenige Sekunden später zeigte sie mir den Flur, in dem ich warten sollte. "Setzten Sie sich irgendwo hin. Wir werden Sie informieren, sobald Sie zu ihr können." Ich bedankte mich. Die junge Frau verschwand wieder und ich lies mich auf den Stuhl sinken.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Sa 22 Nov 2014, 16:41

Amy
Ich wusste nicht, wie lange ich schon dort lag und diesen Fremden anlächelte. Abgesehen davon, dass er unglaublich gut aussah, schien er auch noch ziemlich jung zu sein. Ich schätzte ihn etwa auf zwanzig, höchtens zweiundzwanzig. Damit wäre er ein bisschen älter als mein Bruder und mein bester Freund. Spätestens an dieser Stelle wäre mir Florian wieder eingefallen - unter normalen Umständen. Doch in diesen Momenten, die ich jetzt erlebte, war ganz und gar nichts normal. Und so fiel mir nach wie vor nicht ein, was überhaupt passiert war, bevor ich hier aufgewacht war. Ich hatte einfach alles vergessen. Ob ich es ganz vergessen oder nur 'vorübergehend' vergessen hatte, wusste ich nicht. Ehrlich gesagt interessierte mich im Moment überhaupt nichts - ausser dieser gut aussehende, zwanzigjährige Fremde. Mein Herz klopfte noch immer wahnsinnig schnell, als er mein Lächeln jetzt zu bemerken schien. Im ersten Augenblick sah er mich nur weiterhin an, dann fuhr er sich mit einer Hand durch das verstrubbelte Haar und dann - ich konnte es kaum glauben - lächelte er zurück. Wie konnte jemand so verlegen und gleichzeitig so sexy aussehen? Wie immer er es auch machte, er schaffte es - und brachte mein Herz damit noch mehr zum Galoppieren. Gleichzeitig wurde mir schwindelig. Schwarze Punkte tanzten vor meinen Augen, als ich auf einmal zwei grosse, warme Hände an meinen Wangen spürte. "Amy? Sehen Sie mich an", hörte ich diese unglaublich tiefe und wunderschöne Stimme wieder. Und wie er meinen Namen aussprach... Ich riss mich aus meinen Tagträumen und versuchte, mit meinem Blick irgendetwas zu fokussieren, um den Schwindel loszuwerden. Ich fand die blau-grauen Augen und konzentrierte mich darauf, mich an ihnen festzuhalten wie an einem Anker. Der Schwindel verging. "Alles in Ordnung?", fragte der Fremde besorgt. Ich nickte, wobei mir wieder schwindelig wurde. Verdammt nochmal. "Vermeiden Sie es am besten, Ihren Kopf zu schnell zu bewegen", riet er mir. Ich nickte wiederum, dieses Mal ganz langsam. Okay, das ging. Der Fremde lächelte erleichtert, und ich konnte nicht anders, als sein Lächeln zu erwidern, während er meine Nackenstütze entfernte. Zuvor war sie mir gar nicht aufgefallen. "Ihrem bezaubernden Lächeln nach zu urteilen, geht es Ihnen wirklich wieder ein bisschen besser", meinte er nun und grinste dazu leicht. Ich spürte, wie meine Wangen heiss wurden. Zum Glück hatte der Fremde weggesehen, bevor ich errötet war. Er wandte sich an eine junge Frau und einen anderen Mann. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass wir nicht alleine waren. Und... Wo waren wir überhaupt? Als ob ihm dasselbe einfallen würde, drehte sich der Fremde wieder zu mir um. "Fräulein Fleming, Sie befinden sich im Krankenhaus von München. Sie sind vom Pferd gestürzt und mit dem Kopf auf einem Stein aufgekommen. Können Sie sich daran erinnern?" Ich konnte ihn nur verwirrt ansehen. Krankenhaus? Vom Pferd gefallen? Da war irgendetwas in meinem Kopf... Ich bekam Kopfschmerzen davon, deshalb hörte ich auf, weiter darüber nachzudenken. Um den Fremden jedoch nicht zu beunruhigen, nickte ich langsam. "Gut. Sie haben wegen dem Sturz einige Verletzungen erlitten, darunter eine Platzwunde am Hinterkopf und einige Prellungen. Damit wir ein schwereres Schädel-Hirn-Trauma ausschliessen können, würden wir Sie gerne eine Nacht zur Beobachtung hier stationär aufnehmen. Wenn Sie keine Fragen mehr haben, dann bringen meine Kollegen Sie nun auf ein Zimmer", erklärte der Fremde mir. Ich nickte wiederum langsam, zum Sprechen fühlte ich mich noch nicht in der Lage. "Haben Sie noch eine Frage?", hakte er nach. Ich wollte schon den Kopf schütteln, als mir etwas einfiel: Ich wusste nach wie vor nicht, wer dieser charmante, gut aussehende Fremde war. "Name", krächzte ich. Zuerst schien er nicht zu wissen, was ich meinte. Dann lächelte er jedoch - und dieses Lächeln haute mich förmlich aus den Socken. "Mein Name ist Dr. Ty Borden. Aber Sie können mich ruhig Ty nennen", erklärte er mir. Ty... Ich lächelte und seufzte innerlich. Endlich hatte er einen Namen. Ty. Ty. Ty. In meinem Inneren sagte ich den Namen immer und immer wieder vor mich hin. "Amy", krächzte ich dann. Er schien zu verstehen, dass damit gemeint war, dass er mich auch Amy anstatt 'Fräulein Fleming' nennen durfte. Obwohl das irgendwie auch ziemlich süss war. Aber ich hatte noch immer den Klang seiner Stimme in meinem Ohr, wenn er meinen Namen aussprach. Oh Gott... Der F... Ich meine, Ty, lächelte mich wiederum an. "Ich werde später nochmals nach Ihnen schauen, Amy", meinte er nun zu mir, wobei er mich wiederum so anlächelte, dass mir schwindelig wurde. Ich nickte schwach, da verschwand Ty aus dem Raum. Die beiden anderen, offensichtlich eine Krankenschwester und ein Krankenpfleger, traten nun vorne und hinten an die Trage heran, auf der ich lag. "Wir werden Sie nun auf Ihr Zimmer bringen", teilte die Frau mir mit. Ich nickte wiederum. So lösten die beiden die Bremsen der Trage. Ich wurde aus dem Schockraum herausgebracht und einen langen Flur entlanggefahren. Ich glaube, wir fuhren sogar mit einem Fahrstuhl nach oben, aber sicher war ich mir nicht. Meine Gedanken kreisten die ganze Zeit um Ty. Schliesslich wurde die Tür zu einem Zimmer aufgestossen. Meine Trage wurde hineingeschoben und neben dem Bett zum Halten gebracht. Anschliessend hoben mich die Schwester und der Krankenpfleger vorsichtig aufs Bett. Ich wurde zugedeckt, die Infusionsflasche wurde aufgehängt und ich wurde dazu aufgefordert, mich etwas auszuruhen. "Wenn Sie irgendetwas brauchen, drücken Sie auf diesen Knopf", instruierte mich der Krankenpfleger und deutete auf besagten Knopf. Nachdem ich wiederum genickt hatte, liessen sie mich allein. Ich sah mich im Zimmer um. Es war ziemlich klein. Hier war gerade einmal Platz für das Bett, einen kleinen Schrank, ein Nachttischchen und ein Waschbecken, über dem ein Spiegel aufgehängt war. Nicht einmal einen Stuhl gab es. Sonnenlicht strömte durch das Fenster hinein. Ich seufzte, als ich daran dachte, dass Florian und ich um diese Zeit wahrscheinlich zusammen ausgeritten wären. Aber nein, es musste wieder einmal anders kommen. Ich konnte nicht ahnen, dass Florian mit ins Krankenhaus gefahren war und nun darauf wartete, dass er zu mir kommen durfte. Und noch weniger konnte ich wissen, dass die Krankenschwester vom Empfang nun zu Florian trat, um ihn zu informieren, dass er nun zu mir durfte. Ich lag erst ein paar Minuten alleine im Zimmer, als es an der Tür klopfte. "Herein", krächzte ich.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 23 Nov 2014, 14:17

Florian
Während ich wartete, hatte ich unruhig meine Hände geknetet. Ich beobachtete die Uhr und folgte dem Minutenzeiger bei jedem Schritt, den er tat. Die Zeit verging, der Zeiger hüpfte weiter. Ich stöhnte und lies meinen Kopf gegen die Wand sinken. Ich hasste es, im Krankenhaus zu warten. Vorallem, wenn ich nicht wusste, was los war. Ich schloss die Augen, in der Hoffnung, die Zeit würde dann schneller vorbei gehen, weil ich den Zeiger nicht andauernd beobachtete. "Herr Pirchl?", fragte eine weibliche Stimme mich vorsichtig und brachte mich somit dazu, meine Augen wieder zu öffnen. Ich drehte meinen Kopf leicht nach rechts, um zu sehen von wem die Stimme kam. Wie ich bereits vermutet hatte, kam sie von der jungen, blonden Krankenschwester, die mich zuvor schon hier her gebracht hatte. Ich sah sie an und forderte sie damit auf, fort zu fahren. "Ihre...Fräulein Fleming wurde auf ein Zimmer gebracht. Sie können nun zu ihr. Zimmer 352 im dritten Stock.", erläuterte sie mir. Mir fiel auf, dass sie zuerst 'Ihre Freundin' hatte sagen wollen, sich dabei aber doch umentschieden hatte. Ich nickte. "Danke.", meinte ich knapp und stand langsam auf. Mir fiel erst jetzt auf, dass meine Beine fast eingeschlafen wären. Ich würde warscheinlich die Treppen nehmen. Dann wurden sie wieder etwas wach. Ich setzte schon zum gehen an, da fragte mich die junge Blondine: "Soll ich Sie hinführen?" Ich drehte mich zu ihr und musterte sie kurz. Es schien, als würde etwas Hoffnung in ihren Augen aufflimmern. Diese verschwand jedoch wieder, als ich ihr antwortete. "Nein, danke. Ich werd's schon finden." Ich wandte mich von ihr ab und ging zum Treppenhaus. Mit dem Aufzug wäre ich auch nicht schneller, als wenn ich zu Fuß ging. Tatsächlich war ich nur wenige Minuten später im dritten Stock angekommen. Ich stand im Flur und sah mich um. "352...", murmelte ich, während ich den Flur entlang lief und meinen Blick stetig zwischen den beiden Seiten hin und her wandern lies. Schließlich tauchte rechts von mir eine Tür mit der Zimmernummer 352 auf. Ich klopfte vorsichtig und lauschte an der Türe. Schließlich nahm ich ein 'Herein' wahr. Ich hoffte zumindest, dass es ein 'Herein' war. Die Stimme war leise gewesen und im Flur war es ziemlich laut. Überall rollten Wägen mit irgendwelchen Medikamenten oder frisch gewaschener Wäsche herum. Trotzdem drückte ich die Türklinke herunter und öffnete langsam die Türe. Zaghaft steckte ich den Kopf herein und erkannte Amy. "Hey.", begrüßte ich sie und trat komplett in das Zimmer. Ich schloss die Türe leise hinter mir und ging weiter in das Zimmer hinein. An der Wand mit den Fenstern standen ein paar Stühle. Ich nahm mir einen davon und zog ihn etwas näher zu Amy's Bett heran. "Wie geht's dir?", fragte ich sie. Natürlich hoffte ich, dass sie sagen würde, es würde ihr gut gehen. Vielleicht tat sie das auch. Aber ich wusste nicht, ob ich ihr dann glauben konnte. Sie war vom Pferd gestürzt und mindestens zwei mal bewusstlos gewesen. Da konnte es ihr jetzt noch nicht gut gehen. Das war selbst mir klar.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 23 Nov 2014, 16:07

Amy
Ein paar Sekunden lang passierte nichts. Unsicher lag ich im Bett und schaute zur Tür herüber. Hatte man mein 'Herein' nicht gehört? Hatte ich zu leise gesprochen? Oder hatte ich mir das Klopfen gar nur eingebildet? Ich überlegte gerade, einfach mal aufzustehen und nachzuschauen - obwohl das wahrscheinlich nicht sehr klug gewesen wäre. Da ging die Tür doch auf, und ein vertrautes Gesicht erschien im Türrahmen. Ein Lächeln breitete sich über meinem Gesicht aus. Florians Augen suchten und fanden mich. Er begrüsste mich mit einem 'hey', trat ins Zimmer, schloss die Tür hinter sich und nahm sich einen Stuhl. Den schob er zu meinem Bett hinüber. Dort erkundigte er sich nach meinem Wohlbefinden. Das war wohl nicht weiter verwunderlich. Wie ich vorher erfahren hatte, war ich vom Pferd gestürzt und hatte einige Verletzungen erlitten. Erst in diesem Moment erinnerte ich mich wieder daran, dass Florian bei mir gewesen war. Er hatte mich gefunden, hatte den Krankenwagen alarmiert und - und er hatte mir versprochen, mich niemals alleine zu lassen. Offensichtlich hatte er das nicht getan. Er war mit ins Krankenhaus gefahren und hatte gewartet, bis er wieder zu mir kommen durfte. Das wurde mir jetzt bewusst. Ich musste mich unbedingt bei ihm bedanken. Aber dann fiel mir wieder ein, was vor wenigen Minuten passiert war. Mein Lächeln wurde breiter. "Mir geht es gut. Zwar muss ich eine Nacht im Krankenhaus bleiben, um ein schwereres Schädel-Hirn-Trauma ausschliessen zu können. Aber sonst geht es mir gut. Sogar sehr gut", berichtete ich meinem besten Freund und sah ihn lächelnd an. Meine Stimme klang immer noch ein wenig schwach, ein paar Wörter krächzte ich mehr, als ich sie sagte. Auch wurde mir schwindelig, wenn ich den Kopf zu schnell bewegte. Aber das war mir alles egal. Die ganze Zeit konnte ich nur Tys wunderschönes Gesicht denken. Daran, wie er mich angesehen hatte. An die Art und Weise, wie er sich durchs Haar gefahren war. An sein Lächeln. Oh Gott, sein Lächeln. Mein Herz klopfte schneller, das Kribbeln in meinem Bauch war wieder da und ich fühlte mich leicht und schwerelos. So, als könnte ich gleich davonschweben. Dabei war Ty nicht einmal im selben Raum wie ich, sondern Florian. Langsam, aber sicher ging mir auf, was das zu bedeuten hatte. Das Lächeln verschwand langsam von meinen Lippen, als ich nun wieder zu mir kam. Ich drehte den Kopf und blickte Florian in die Augen. Diese braun-grünen Augen, die mir so vertraut waren. Sie waren so ganz anders als die blau-grauen Augen, die ich erst kennengelernt hatte. "Flo?", sprach ich ihn an, obwohl mir bewusst war, dass er mir schon jetzt zuhörte. Ich wartete dennoch ein paar Augenblicke. "Ich habe versprochen, es dir zu sagen. Es dir als Erstes zu sagen", begann ich. Ich holte nochmals Luft. Es erforderte schon ein wenig Mut, die nächsten Worte auszusprechen. Doch ich war absolut sicher, dass es wahr war. Ich schaffte es, weiterzusprechen. Gleichzeitig breitete sich wieder ein Lächeln auf meinem Gesicht aus. Es wurde breiter und breiter. Schliesslich strahlte ich förmlich. "Ich habe mich verliebt."
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 23 Nov 2014, 19:22

Florian
Amy hatte zu lächeln begonnen, als ich herein gekommen war. Nachdem ich mich gesetzt hatte und sie gefragt hatte, wie es ihr ging, war es sogar noch breiter geworden. Sie sagte, ihr würde es gut gehen. Sie müsse zwar noch eine Nacht im Krankenhaus bleiben, damit die Ärzte ein Schädel-Hirn-Trauma ausschließen konnten, aber sonst würde es ihr gut gehen. Ihr würde es sogar sehr gut gehen. Ich sah sie an und musste lächeln. "Okaaaay.", meinte ich und sah sie an. Dass es ihr gut ging, war verständlich. Aber sehr gut? Das verwirrte mich doch etwas. Kurz darauf schien es, als würde sie mit den Gedanken abschweifen. Ich kannte Amy lange genug, um zu wissen, wann es so war. Ich sah sie aufmerksam an. Ihr Lächeln verschwand und auch meines nahm augenblicklich ab. Stimmte etwas nicht mit ihr? Hatte sie Schmerzen? Ich wollte schon fragen, da sprach sie mich mit meinem Namen an. Aufmerksam sah ich zu ihr. Was hatte sie mir zu sagen? Sie begann, indem sie sagte, sie hätte mir versprochen, es mir zu sagen. Mir als Erstes. Ich sah sie verwirrt an. Was meinte sie damit? An das gestrige Gespräch konnte ich mich im Moment nicht erinnern. Ich sah, wie Amy Luft holte und sich anschließend ein Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitete. Ihr Lächeln wurde immer breiter und auch mir schlich sich wieder ein Grinsen auf das Gesicht. Wenn ich Amy Lächeln sah, konnte ich nicht anders. Ich konnte sie dann nicht ohne Grinsen ansehen. Das war unmöglich. Ich wartete noch immer, was sie mir zu sagen hatte. Schließlich brachte sie es heraus. Sie sagte, sie habe sich verliebt. Ich sah sie etwas überrumpelt an. Wo hatte sich Amy denn jetzt verliebt? Sie hatte einen Unfall gehabt. Und sie war im Krankenwagen die ganze Zeit über bewusstlos gewesen. Oder hatte sie schon ein paar Tage vorher jemanden kennen gelernt und heute war es ihr bewusst geworden? "O...okay.", brachte ich schließlich hervor. Inzwischen hatte ich diese Information einigermaßen verarbeitet und auch mein Lächeln wurde breiter. "Das musst du mir jetzt aber erzählen.", forderte ich sie auf. "Wer ist denn der Glückliche? Wo hast du ihn denn kennengelernt? Ohne, dass ich dabei war?", meine letzte Frage war mehr als Scherz gemeint. Ich und Amy verbrachten schließlich sehr viel Zeit miteinander. Und ich wüsste nicht, wann sie einen Kerl kennengelernt hatte. Zumindest nicht, als ich dabei war. Ich sah meine beste Freundin abwartend an. Natürlich freute ich mich für sie! Vielleicht hatte sie jetzt sogar eine Begleitung für den Weihnachtsball. Ich wusste, dass sie dieses Thema auch etwas beschäftigt hatte. Obwohl sie es mir nie wirklich gesagt hatte.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 23 Nov 2014, 19:41

Amy
Natürlich hatte ich Florians Reaktionen genau beobachtet. Nachdem ich gemeint hatte, es gehe mir sehr gut, lächelte er und brachte ein lang gezogenes 'okay' heraus. Es war verständlich, dass er so reagierte. Schliesslich hatte ich vor nicht allzu langer Zeit einen Unfall gehabt, war mit dem Kopf auf einem Stein aufgekommen und daraufhin eine Zeit lang bewusstlos gewesen. Und danach musste ich noch einmal ohnmächtig geworden sein, denn ich konnte mich nicht daran erinnern, was zwischen meinem 'Gespräch' mit Florian und meinem Erwachen im Krankenhaus passiert war. Kein Wunder, dass Florian also so reagierte. Als ich dann ruhig war, tauchte Besorgnis in seinen Augen auf. Es war nicht das erste Mal, dass ich ihn so sah, und würde gewiss auch nicht das letzte Mal sein - bei meiner furchtbaren Ungeschicktheit. Doch es berührte mich jedes Mal. Ich wollte nicht, dass Florian sich Sorgen um mich machen musste. Aber ich wusste auch, dass ich das nicht verhindern konnte. Jedenfalls nicht, wenn es mir nicht auch gelang, meine ganzen Ungeschicktheitsanfälle zu verhindern. Und das war mir in meinem bisherigen Leben noch nie über eine längere Zeitspanne gelungen. Als ich dann wieder zu sprechen begann, schien mein bester Freund sehr verwirrt zu sein. Auch das war verständlich. Wahrscheinlich hatte er zunächst keine Ahnung, von was ich sprach. Aber als ich dann zu lächeln begann, tat er dasselbe, bis er mich schliesslich angrinste. Als ich gestand, ich hätte mich verliebt, schien er wieder etwas überrumpelt zu sein, doch er schien sich bald wieder zu fassen. Das Erste, was er sagte, war ein 'okay'. Ich grinste, und Florian grinste ebenfalls. Und als ob er meine beste Freundin und nicht mein bester Freundin wäre, fragte er mich sofort aus. Er wollte wissen, wer denn der Glückliche sei. Und wo ich ihn denn kennengelernt hätte - ohne, dass er dabei gewesen sei. Ich konnte nicht anders, ich musste lachen. Schnell beruhigte ich mich wieder, als Tys Gesicht vor meinem inneren Auge auftauchte. Ich seufzte verträumt. "Oh, Flo, er ist wahnsinnig toll! Ty Borden ist sein Name. Seine Augen..." Ich unterbrach mich selbst. Das war ja sowas von peinlich, wenn ich vor meinem besten Freund losschwärmte. "Er war der Erste, den ich gesehen habe, als ich wieder zu mir gekommen bin. Sein Lächeln..." Schnell hörte ich auf mit dem Schwärmen. Jetzt war es wirklich peinlich! Ich räusperte mich kurz, doch als ich an Ty dachte, lächelte ich schon wieder bescheuert vor mich hin, so wie ich es die ganze Zeit schon tat. "Er hat sich rührend um mich gekümmert, und er hat gesagt, er komme später bei mir vorbei", fügte ich hinzu. Als ich es so aussprach, stellte ich fest, dass ich es kaum erwarten konnte, Ty wiederzusehen. Oh ja. Am besten wäre es, wenn er gleich ins Zimmer käme. Aber er tat es nicht. Bis zu diesem Moment war mir noch nicht aufgefallen, dass es irgendwie komisch war, dass Ty so jung und gleichzeitig hier zu arbeiten schien. Dass er sich selbst als Dr. Ty Borden vorgestellt hatte, hatte ich wieder vergessen.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 23 Nov 2014, 20:02

Florian
Nachdem ich Amy meine Fragen gestellt hatte, grinste sie. Ich stellte nun auch fest, dass es eher den Anschein hatte, ich wäre ihre beste Freundin. Und nicht der männliche Part. Sie hatte auch kurz gelacht als ich sie fragte, wo sie den Typen kennen gelernt hatte, ohne, dass ich dabei gewesen war.  Ihr Lachen brachte mich erneut zum grinsen. Schließlich beruhigte sie sich und seufzte verträumt. Sie sagte meinen Namen und dann, dass er wahnsinnig toll sei. Sein Name sei Ty Borden und sie wollte anfangen, etwas über seine Augen zu sagen. Doch sie unterbrach sich selbst. Ich lachte, als Amy so zu schwärmen begann. Ich lachte meine Freundin aber keinesfalls aus. Es war nur amüsant sie so verliebt zu sehen. Das hatte ich nämlich noch nie. Ich beruhigte mich schnell wieder, als sie sagte, er wäre der Erste gewesen, den sie gesehen hatte, als sie wieder zu sich gekommen war. Dann begann sie, von seinem Lächeln zu schwärmen. Doch wieder unterbrach sie sich selbst. Diesesmal lachte ich nicht los, sonder hatte nur ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Meine beste Freundin räusperte sich kurz, lächelte aber sogleich wieder vor sich hin. Wahrscheinlich hatte sie an ihren Ty gedacht. Mein Grinsen brach unterdessen nicht ab. Es war wirklich amüsant Amy so verliebt zu sehen. Sie fuhr fort und sagte, er hätte sich rührend um sie gekümmert. Und er hätte gesagt, er würde später nochmal bei ihr vorbei kommen. Ich lächelte meine Freundin an und sah ihr in die Augen. Auch ich bemerkte, dass sie es kaum erwarten konnte diesen Ty wiederzusehen. "Na, hört sich doch toll an. Und du bist wirklich verliebt, Kleine. Dich hat's richtig erwischt.", meinte ich und grinste meine beste Freundin breit an. So seltsam es auch klang, wollte auch ich nun diesen Ty Borden kennen lernen. Ich wollte mir selbst ein Bild von ihm machen. Schließlich wollte ich wissen, ob er zu meiner besten Freundin passen würde. Dass er im Krankenhaus arbeitete, war schon eher ein Pluspunkt für ihn. Ich schloss zumindest daraus, dass er auf Amy aufpassen würde. Und, sollte ihr dann doch etwas passiern, sich sogleich um sie kümmern würde. Er würde wahrscheinlich eher wissen, wie er ihr helfen konnte, als ich. Wie auf ein Kommando, klopfte es an der Türe. Ich sah kurz rüber, dann sah ich wieder zu Amy. "Entweder ist das jetzt dein Ty oder Luke und dein Vater. Achja, ich hab' Luke übrigens Bescheid gegeben, dass du im Krankenhaus bist. Die beiden sollten das ja schließlich auch wissen.", informierte ich meine beste Freundin. Natürlich hätte ich schon längst 'Herein' sagen können, aber Amy lag schließlich hier. Und sie sollte entscheiden, wann jemand herein durfte und wann nicht.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 23 Nov 2014, 20:20

Amy
Als ich das erste Mal zu schwärmen begonnen hatte, hatte Florian gelacht. Ich nahm es ihm nicht übel. Hätte er ein Video von mir gemacht und es mir ein paar Jahre später gezeigt, hätte ich vermutlich auch einen Lachanfall bekommen. Es war wirklich lächerlich, wie ich mich benahm. Aber ich konnte nicht anders. Als ich fertig mit meinem kleinen 'Bericht' war, lächelte Florian mich an und sah mir in die Augen. Ich erwiderte seinen Blick, noch immer vor mich hinlächelnd. Oh Gott, man könnte meinen, ich hätte was genommen. Und natürlich merkte mein bester Freund mir das an. Er kannte mich schliesslich seit Jahren und wusste, dass ich mich normalerweise nie so benehmen würde. Er meinte, das höre sich doch toll an. Und er kommentierte, ich sei wirklich verliebt. Er nannte mich 'Kleine', was mich zum Grinsen brachte. Mich habe es richtig erwischt, schloss er. Oh je. Wenn Florian mir das ansehen konnte, wer konnte es dann auch noch? Es machte mir nichts aus, wenn mein bester Freund darüber Bescheid wusste. Schliesslich war er mein bester Freund. Aber nicht alle Personen, die mein ungewöhnliches Verhalten bemerken könnten, waren meine besten Freunde, und erst recht nicht alle sollten etwas davon wissen. Das war immerhin immer noch etwas sehr Privates, Intimes. Ehe ich noch weiter darüber nachdenken konnte, klopfte es an der Türe. Sofort wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, und mein Herz klopfte unwillkürlich schneller. Mein bester Freund hatte kurz zur Türe gesehen und richtete seine Augen dann wieder auf mich. Entweder, meinte er, sei das jetzt 'mein Ty' oder Luke und mein Vater. Er informierte mich, dass er Luke Bescheid gegeben habe, dass ich im Krankenhaus sei. Die beiden sollten das ja schliesslich auch wissen, fügte er hinzu. Ich nickte, etwas abwesend. Ehrlich gesagt hatte ich nicht mehr richtig zugehört, seit Florian gemeint hatte, es könnte 'mein Ty' sein. Ich musste mich später bei ihm bedanken, dass er Luke informiert hatte, aber jetzt hatte ich keine Zeit dafür. "Er ist nicht 'mein Ty'!", zischte ich leise, musste Florian aber gleichzeitig angrinsen. Meine Wangen wurden heiss. Oh Gott, es fehlte mir gerade noch, dass ich rot wurde. Schnell drehte ich meinen Kopf zur Tür um. Es war ein Fehler. Mir wurde schwindelig. Trotzdem bat ich den Gast beziehungsweise die Gäste vor der Tür mit einem 'Herein', einzutreten. Die Tür öffnete sich und Tys wunderschönes Gesicht tauchte auf. "Da bin ich, Fr... ich meine, Amy", hörte ich seine melodische Stimme. Erst da schien er Florian zu bemerken. "Darf ich für einen Moment stören?", fragte er dann nach. Höflich war er auch noch. Oh Gott, mein Herz klopfte schon wieder so schnell! "Nein, nein, kommen Sie nur herein", meinte ich dann zu ihm und lächelte ihn an. Er erwiderte mein Lächeln und... oh Gott. Ich war wirklich total verliebt. Scheisse. Gleichzeitig konnte ich innerlich nur dämlich vor mich hingrinsen. Mit grossen und selbstbewussten Schritten kam Ty zu meinem Bett hinüber. Er trat an die andere Seite, so dass er gegenüber von Florian stand. Zuerst schenkte er mir noch ein Lächeln, bevor er Florian die Hand entgegenstreckte. "Dr. Ty Borden, zuständiger Arzt. Und Sie sind?" Ich schritt schnell ein, bevor etwas falsch herüberkommen könnte. Es hätte mir gerade noch gefehlt, wenn ich mich jetzt unsterblich verliebt und Ty Florian für meinen Freund gehalten hätte. Das wäre die absolute Katastrophe gewesen! "Florian Pirchl, mein bester Freund", stellte ich ihn an seiner Stelle vor, blickte kurz zu Florian und lächelte Ty dann wieder an. Er erwiderte mein Lächeln. Das Kribbeln in meinem Bauch nahm zu. "Freut mich, Sie kennenzulernen, Herr Pirchl", meinte er, bevor er sich an mich wandte. "Ich wollte mich erkundigen, wie Sie sich fühlen, Amy. Geht es Ihnen schon besser?", fragte er mich dann. In seiner Stimme war leichte Besorgnis zu hören, jedenfalls glaubte ich das. "Ja, mir geht es schon viel besser", erklärte ich dann, wobei mein Lächeln noch breiter wurde. Oh ja, wenn Ty hier war, ging es mir gleich noch viel besser.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 23 Nov 2014, 20:36

Florian
Ich hatte gelacht, als Amy gezischt hatte, es sei nicht 'ihr Ty'. Ja, ich machte mir wirklich einen Spaß aus der Sache. Aber war das denn etwa verboten? Trotzdem grinste Amy mich an, bevor sie den Gast vor der Tür herein bat. Ich sah zur Türe, als diese sich öffnete. Ein junger Arzt mit braunen Haaren trat ein. Ich legte den Kopf kurz etwas schief und überlegte, wo ich diesen Kerl schonmal gesehen hatte. Achja, er war dabei gewesen, als Amy eingeliefert wurde. Jetzt fiel es mir wieder ein. Er trat ein und sagte, er sei nun da. Dabei nannte er Amy's Namen. Ich grinste. Sie waren also schon darüber hinaus, dass er sie mit Nachnamen ansprach. Aber durfte er das überhaupt? Sie war schließlich seine Patientin. Doch um ehrlich zu sein, war mir das ziemlich egal. Erst jetzt schien er mich zu bemerken, denn er hatte gefragt, ob er einen kurzen Moment stören dürfte. Ich sah grinsend zu Amy. Sie verneinte und bat ihn herein. Dabei bemerkte ich, wie sie ihn anlächelte. Ja, meine kleine Amy war wirklich schwer verliebt. Ich beobachtete, wie Ty zu ihr ans Bett kam. Er streckte mir die Hand entgegen und stellte sich als Dr. Ty Borden vor. Er fügte noch hinzu, er sei der zuständige Arzt. Danach fragte er, wer ich sei. Ich nahm seine Hand und wollte schon erwidern, da kam mir Amy zuvor. Sie nannte meinen Namen und stellte mich als ihren besten Freund vor. Ich sah kurz zu ihr, dann lachte ich. "Tja, da hat sie schon alles gesagt.", meinte ich. Ich bemerkte, dass die beiden sich anlächelten. Ty meinte, es würde ihn freuen, mich kennen zu lernen und sprach mich mit meinem Nachnamen an. Ich erwiderte, dass es mich auch freuen würde und lies seine Hand wieder los. Anschließend setzte ich mich wieder auf den Stuhl. Ty wandte sich wieder an Amy. Er wolle sich erkundigen, wie sie sich fühlte. Außerdem fragte er, ob es ihr schon besser ginge. Ich sah zu meiner besten Freundin. Falls das überhaupt möglich war, wurde ihr Lächeln noch breiter. Sie erklärte ihm, dass es ihr schon viel besser ginge. Mein Blick wanderte wieder zu Ty. Wie schon zuvor, als ich ihn das erste mal gesehen hatte, stellte ich fest, dass er ziemlich jung war. "Dr. Borden? Ich hoffe, die Frage ist Ihnen nicht unangenehm,", begann ich, "aber sie wirken noch sehr jung auf mich. Ich möchte nicht an Ihrer Kompetenz als Arzt zweifeln! Definitiv nicht! Aber meines Wissens nach, dauert ein Medizinstudium einige Jahre?", fragte ich. Ich wollte wirklich nicht daran zweifeln. Aber ich hatte einfach noch nie einen so jungen Arzt gesehen. Vielleicht hatte er sich auch einfach nur gut gehalten. Und ich wollte irgendwie nicht, dass Amy sich in einen alten Mann verliebte, der eventuell ganz andere Bedürfnisse und Erwartungen an eine Beziehung hatte, als sie mit ihren siebzehn Jahren. Ja, ich wollte auf meine kleine, beste Freundin aufpassen.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   So 23 Nov 2014, 20:56

Amy
Nachdem ich Florian vorgestellt hatte, sprach dieser ein 'tja' aus und fügte hinzu, da habe sie schon alles gesagt. Ich grinste ihn kurz an, ehe ich mich wieder an Ty wandte. Oh Gott, ich würde niemals aufhören können, ihn anzusehen. Und jedes Mal würde ich dabei so hin und weg sein wie jetzt. Nachdem Ty mir lächelnd zugenickt hatte, nachdem ich gemeint hatte, dass es mir schon viel besser ginge, ergriff mein bester Freund das Wort wieder. Er sprach Ty mit 'Dr. Borden' an, wobei mir nichts Besonderes auffiel. Bis Florian weitersprach. Er meinte, er hoffe, die Frage sei ihm nicht unangenehm, aber er wirke noch sehr jung auf ihn. Und er wolle nicht an seiner Kompetenz als Arzt zweifeln, definitiv nicht. Aber seines Wissens nach dauere ein Medizinstudium einige Jahre. Seine letzte Aussage formulierte er als Frage. Erst in diesem Moment erkannte ich, was Florian aufgefallen war - und was mir schon längst hätte auffallen sollen. Ty schien wirklich nicht viel älter als zwanzig zu sein. Und er hatte einen Doktortitel. Das war irgendwie seltsam. Normalerweise befand man sich in seinem Alter noch voll im Medizinstudium. Und danach durfte man sicher noch nicht gleich als Arzt arbeiten, sondern eher als Assistenzarzt. Warum hatte er mich also behandelt und kein anderer, älterer Arzt? Ty wirkte nicht überrascht von der Frage. Er lächelte meinen besten Freund beruhigend an. "Ich verstehe Ihre Bedenken, Herr Pirchl. Diese Frage wird mir oft gestellt. In der Tat arbeitet wohl kaum jemand in meinem Alter schon als 'selbstständiger' Arzt, wenn Sie wissen, was ich meine. Aber drei Faktoren haben wesentlich dazu beigetragen, dass ich hier und jetzt vor Ihnen stehe. Erstens habe ich zwei Schuljahre übersprungen und konnte deshalb mein Abitur schon früher machen. Zweitens war es mir auch möglich, mein Medizinstudium zwei Semester früher zu beenden, als es normalerweise der Fall wäre. Und drittens habe ich als Assistenzarzt hier im Krankenhaus zu arbeiten begonnen, doch in letzter Zeit werden immer mehr Patienten eingeliefert, so dass auch mehr Ärzte gefordert sind. Deshalb wurde mir die Aufgabe übertragen, mich um die 'leichteren' Unfallpatienten zu kümmern. Schwerere Fälle darf ich auch nicht behandeln, aber die leichteren. Dadurch sind die Ärzte etwas entlastet, und ich sammle reichlich Erfahrungen auf diesem Gebiet. Haben Sie noch eine Frage?" Ich musste zugeben, ich war schwer beeindruckt. Zwei Schuljahre übersprungen und danach noch ein ganzes Jahr Studium? Wow. Und vorher, als er sich um mich gekümmert hatte, hatte er so absolut sicher und überzeugt gewirkt bei dem, was er getan hatte. Er schien wirklich ein toller Arzt zu sein. Und natürlich nicht nur das: Er war auch ansonsten absolut toll. Nur wusste ich noch immer nicht... "Ty? Darf ich Sie auch etwas fragen?", wandte ich mich an ihn. Er drehte sich zu mir um und lächelte mich an. "Natürlich", meinte er und forderte mich mit einem Blick zum Sprechen auf. Ich holte nochmals kurz Luft, um Mut zu sammeln. Das könnte auch schiefgehen. "W... Wie alt sind Sie?", wollte ich wissen. Ty lachte kurz auf, bevor er sich wieder an mich wandte. "Ich bin vor ein paar Wochen einundzwanzig geworden", antwortete er.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Mo 24 Nov 2014, 19:14

Florian
Mit einen kurzen Seitenblick zu Amy bemerkte ich, dass ihr, auf meine Frage hin, wohl auch auffiel, dass ihr Arzt ziemlich jung war. Natürlich beobachtete ich auch Ty's Reaktion. Ich wollte wissen, ob ich ihn damit irgendwie eingeschüchtert hatte oder etwas dergleichen. Doch er wirkte nicht überrascht von der Frage sondern lächelte mich noch beruhigend an. Er sagte, er würde meine Bedenken verstehen und sprach mich dabei mit meinem Nachnamen an. Diese Frage würde ihm oft gestellt werden. Ich nickte. Das hatte ich zwar nicht gedacht - schließlich fragten die wenigsten Menschen so direkt nach - aber anscheinend verwunderte es doch zu viele. Er fuhr fort und meinte, dass in der Tat wohl kaum jemand in seinem alter schon als 'selbstständiger' Arzt arbeiten würde. Wenn ich wissen würde, was er meinte. Wieder nickte ich. Ich verstand, was er meinte. Schließlich war auch das indirekt meine Frage gewesen. Ty sagte, dass drei Faktoren wesentlich dazu beigetragen hatten, dass er hier und jetzt vor uns stehen würde. Erstens, hätte er zwei Schuljahre übersprungen, hätte dadurch sein Abitur schon zwei Jahre früher machen können und zweitens, wäre es ihm auch möglich gewesen, sein Medizinstudium zwei Semester früher zu beenden. Ich musste gestehen, dass ich wirklich erstaunt war. Das hatte man nicht alle Tage. Das jemand eine Klasse übersprang, das kam vielleicht öfter mal vor. Aber gleich wie Ty so viel überspringen, das hatte ich noch nie gesehen. Doch er fuhr weiter fort. Schließlich fehlte noch sein dritter Punkt. Er hätte als Assistenzarzt hier zu arbeiten begonnen, doch in letzter Zeit würden immer mehr Patienten eingeliefert werden. Daher würden auch mehr Ärzte gebraucht werden. Ihm wäre deshalb die Aufgabe übertragen worden, sich um die 'leichteren' Unfallpatienten zu kümmern. Schwerere Fälle dürfe er auch nicht behandeln, aber die leichteren. Dadurch wären die Ärzte etwas entlastet und er würde reichlich Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln. Er schloss seine Erklärung ab, indem er mich fragte, ob ich noch eine Frage hätte. Ich lehnte mich auf dem Stuhl zurück. "Nein, mir würde im Moment zumindest nichts einfallen. Ich muss zugeben, ich bin beeindruckt. So eine Laufbahn habe ich wirklich noch nie gehört.", gestand ich und sah Dr. Borden an. Ja, ich war beeindruckt. Und seltsamerweise mochte ich es nicht, dass Ty eine solche Glanzleistung hingebracht hatte. In diesem Fall fühlte ich mich fast minderwertig, mit der Tatsache, dass ich ein Jahr später als Normal eingeschult wurde, mittelmäßige Noten schrieb und als Ziel hatte, Mechaniker zu werden. Ich lies mich doch sonst nicht so einschüchtern! Oder eifersüchtig machen! Ich wusste nicht, was dieses Gefühl war, doch ich beschloss, es vorerst zu ignorieren. Ich warf einen Blick zu meiner besten Freundin. Auch sie schien beeindruckt zu sein. Sie schien ihre Sprache jedoch schnell wiedergefunden zu haben und fragte Ty, ob sie ihn auch etwas fragen dürfe. Ich beobachtete, wie er sich zu ihr drehte, sie anlächelte und mit einem 'Natürlich' antwortete. Amy hatte nochmals Luft geholt, ehe sie fragte, wie alt er war. Sie schien dabei ziemlich unsicher gewesen zu sein. Doch das war verständlich. Ich achtete jedoch nicht weiter darauf sondern beobachtete, wie zuvor schon, Ty's Miene. Ja, das hatte ich mich auch schon gefragt. Doch Dr. Borden schien diese Frage nicht zu stören, im Gegenteil, er lachte kurz auf, ehe er Amy antwortete. Er sagte, er wäre vor ein paar Wochen einundzwanzig geworden. Ich nickte unmerklich und sah zu Amy. Sie war doch 'erst' siebzehn. Doch ich stellte fest, dass es kein wesentlicher Unterschied war. Es hörte sich groß an, dabei waren es nur vier Jahre. Vier Jahre waren wirklich keine große Hürde. Aber gerade in diesen zwei 'Altern' konnten die Interessen doch sehr voneinander abweichen. Aber ich machte mir darüber zu viele Gedanken. Ich wollte einfach nur, dass meine beste Freundin glücklich war.
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BeitragThema: Re: PRS - Der ganz normale Wahsinn - Nadine und Sarah   Mo 24 Nov 2014, 19:38

Amy
Nach seiner Erklärung, warum er so jung Arzt geworden war, und nach der Frage, ob Florian noch eine Frage habe, verneinte mein bester Freund. Er fügte hinzu, ihm würde im Moment zumindest nichts einfallen. Aber er müsse zugeben, er sei beeindruckt. So eine Laufbahn habe er wirklich noch nie gehört. Ty lächelte wiederum, doch da war ich mit meiner Frage dazwischengekommen. Einundzwanzig also. Das waren vier Jahre. Nicht besonders viel. Es gab schliesslich Fünfzigjährige, die eine Freundin hatten, die die eigene Tochter hätte sein können. Aber das zwischen Ty und mir war noch einmal etwas Anderes. Er wusste genau, was er machen wollte. Wenn man es ganz genau betrachtete, war sein Beruf schon definitiv festgelegt. Ich hatte noch keine Ahnung, was ich nach dem Abitur machen wollte. Er hatte eine Ahnung vom Leben, ich nicht. Bestimmt hatte er schon mehr Erfahrungen in Sachen Liebesbeziehung gemacht als ich. Und er war - im Unterschied zu mir - volljährig. Einen Moment lang erfüllten mich all diese Gedanken mit Angst, doch die war wie weggewischt, als ich Tys Lächeln sah. Ich vergass, warum ich überhaupt besorgt gewesen war. Ich hatte es vom ersten Moment an gespürt: Die Chemie zwischen uns stimmte. Sie stimmte einfach. Wieso sollte ich also noch Bedenken haben? Okay, ich hatte keine Ahnung, ob Ty meine Gefühle erwiderte oder nicht. Natürlich war er charmant und lieb und fürsorglich zu mir - doch es könnte sein, dass er sich allen seinen Patienten gegenüber so benahm, insbesondere gegenüber dem weiblichen Anteil. Ausserdem kannte ich ihn kaum. Wie sollte ich da wissen, ob da mehr zwischen uns war oder nicht? Ich musste ihn auf alle Fälle näher kennenlernen - auch wenn das hiess, dass ich öfters an dem Ort vorbeischauen musste, den ich normalerweise bis aufs Äusserste mied - das Krankenhaus. "Wenn Sie beide im Moment keine Fragen mehr haben, würde ich gerne eine kurze Untersuchung bei Ihnen durchführen, Amy. Sie wird nur ein paar Minuten dauern und ist mehr eine Kontrolle als eine richtige Untersuchung", erläuterte Ty Florian und mir. Ich nickte, als Bestätigung, dass ich keine Fragen mehr hatte - vorläufig - und dass ich mit diesem Check einverstanden war. Da Florian ebenfalls nichts einzuwenden hatte, griff Ty nach seinem Arztkoffer. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass er diesen auf dem Boden abgestellt hatte. Mit dem Stethoskop hörte er meinen Herzschlag ab, danach mass er meinen Puls am Handgelenk, leuchtete mir mit einer Lampe in die Augen und führte ein paar weitere, ähnliche Untersuchungen durch. Jedes Mal, wenn er mich berührte, schien ein Blitz durch meinen Körper zu zucken, und ich hatte Mühe, weiterhin stillzuhalten. Bildete ich es mir nur ein, oder ging Ty besonders sanft mit mir vor? Seine Hände waren angenehm warm und fühlten sich weich an, nicht so wie die meines Hausarztes, die stets kalt und ausgetrocknet waren. Nach ein paar Minuten war die Untersuchung tatsächlich vorbei. Ty verabschiedete sich von Florian und versprach, später nochmals bei mir vorbeizuschauen. Beim Gedanken daran klopfte mein Herz wieder schnell. Schwach lächelte ich und sah ihm hinterher, als er das Zimmer verliess. Ich wartete ein paar Sekunden, bis ich sicher war, dass Ty weitergegangen war. Dann wandte ich mich an Florian, die Augen gross und neugierig. "Und? Wie findest du ihn?", fragte ich aufgeregt. Oh je. In solchen Situationen übernahm Florian wirklich die Rolle meiner fehlenden besten Freundin. Aber ich war mir sicher, dass es ihm nichts ausmachte.
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