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 Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe

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BeitragThema: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   So 02 Okt 2016, 17:53

Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe

So, das ist der Ordner für unser PRS (:

***

Story

1742 nach Christus: Die benachbarten Königreiche Almoravien und Merina befinden sich seit fast zwanzig Jahren im Krieg. Einst Verbündete, entzweite der Streit um eine Frau die beiden Herrscher und machte sie zu erbitterten Feinden. Tausende Soldaten, alte Menschen, Frauen und Kinder liessen bereits ihr Leben, und ein Ende des Schreckens scheint nicht in Sicht zu sein. Um sie zu beschützen und die Thronfolge zu sichern, schickt der König von Merina seine einzige Tochter ins benachbarte Reich Lunda, wo sie den dort herrschenden Fürsten heiraten soll. Die siebzehnjährige Prinzessin kommt aber nicht so weit: Nahe der Grenze wird ihre Kutsche von Wegelagerern überfallen. Die Männer ihres Vaters werden umgebracht und sie selbst wird entführt, als ihre Herkunft bekannt wird. Sie muss um ihren Tod fürchten, da der Anführer der Räuber ihren Vater erpressen will. Doch niemand hätte es für möglich gehalten, dass die junge Prinzessin und der skrupellose Räuber sich ineinander verlieben. Doch hat die Liebe unter solchen Umständen überhaupt eine Chance?

***

Stecki

Name:
Spitzname:
Alter:
Geschlecht:
Herkunft:
Besondere Fähigkeiten:

Aussehen:

Charakter:

Vorgeschichte:

Sonstiges:

Bild:

***

Jetzt wünsche ich uns viel Spass (:
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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   So 02 Okt 2016, 19:50

Name: Prinzessin Anna Juliana Katherina von Merina
Der Name "Anna" bedeutet soviel wie Gnade oder die Anmutige. "Juliana" bedeutet die Heitere oder die Glänzende. Tatsächlich stammt Anna vom Geschlecht der altrömischen Julier ab. "Katherina" bedeutet die Reine. Das Adelsprädikat "von Merina" verrät Annas Herkunft: Sie ist die Prinzessin dieses Königreiches.

Spitzname: Anna
Von ihrer Familie wird sie der Einfachheit halber bei ihrem ersten Vornamen genannt.

Alter: zarte 17 Jahre
In wenigen Wochen wird Anna jedoch die Volljährigkeit erreichen.

Geschlecht: weiblich

Herkunft: Königstochter
Wie bereits erwähnt, ist Anna die Prinzessin von Merina. Ihr Vater ist der Herrscher des Reiches. Ihre Mutter stammt einer Herzogsfamilie ab und erlangte durch die Heirat den Titel der Königin. Da sie das einzige Kind des Königspaars ist, ist Anna die Thronfolgerin und wird später einmal Königin von Merina sein. Im Moment wird sie mit dem Titel "Prinzessin" angesprochen.

Besondere Fähigkeiten:

Anna ist eine hervorragende Reiterin. Ihre Kammerzofe erzählt immer, dass sie schon reiten konnte, bevor sie auf ihren eigenen zwei Beinen die Umgebung unsicher machte. Sie liebt Pferde und verbrachte schon in ihrer Kindheit unzählige Stunden im Stall oder im Sattel.
Auch kann Anna aufgrund ihres Talents und ihrer Anmut hervorragend tanzen. Sie beherrscht sämtliche Tänze, die nötig sind, um auf Bällen und Festen positive Aufmerksamkeit zu erregen.

Aussehen:

Anna gehört mit ihren 1,55 m eher zu den kleineren Frauen, auch in der Zeit des Barocks. Sie hat eine schlanke, schon fast zierliche Figur. Ihr herzförmiges, blasses Gesicht passt gut zum Schönheitsideal der damaligen Zeit. Auch ansonsten ist ihre Haut eher hell und bildet einen reizvollen Kontrast zu ihren dunklen Haaren. Diese haben eine etwas dunklere Farbe als Kastanien und fallen ihr in wunderschönen Locken über die Schultern bis hin zur Taille hinab. Meistens trägt Anna das Haar hochgesteckt oder geflochten, weil es den Frauen zur Zeit des Barocks nicht erlaubt ist, es offen zu tragen. Ihre Augen haben die Farbe von Saphiren und sind gross und strahlend. Ihre Lippen haben einen hellen, rosafarbenen Ton und sind sinnlich geschwungen. Sie hat einen anmutigen, fast schon tänzerischen Gang. Ein besonderes Merkmal ist die Tätowierung in Form einer Krone auf ihrem linken Schulterblatt. Die Krone verrät ihre Herkunft und weist sie unverwechselbar als Mitglied des Königshauses von Merina auf.

Charakter:

Wie es ihr zweiter Vorname verrät, ist Anna eine heitere, lebensfrohe Person. Selbst in den schwierigen Zeiten, in denen sie lebt, ist sie fast immer bei guter Laune und schafft es problemlos, ihre Mitmenschen damit anzustecken. Sie ist offen und liebt es, fremde Menschen kennenzulernen. Mit ihrem Charme und ihrer Anmut verzaubert sie alle. Mit ihrem Humor gelingt es ihr immer wieder, ihren Gesprächspartnern ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern oder sie gar zum Lachen zu bringen. Ausserdem ist sie sehr hilfsbereit und kann nicht zusehen, wenn Menschen oder Tiere leiden. Deshalb - und aufgrund ihrer Harmonieliebe - hat sie ihren Vater schon tausende Male gebeten, den Krieg mit dem benachbarten Königreich Almoravien zu beenden, leider ohne Erfolg. Sie ist eine sehr anständige und ehrliche, wenn auch nicht direkte Person. Sie erwartet auch von ihren Mitmenschen Anstand und Ehrlichkeit und kann es nicht leiden, angelogen oder gar betrogen zu werden. Sie braucht länger, um einem Menschen wirklich zu vertrauen. Aber wem sie erst einmal ihre Treue schenkt, der darf sich glücklich schätzen. Sie ist eine sehr einfühlsame, zuvorkommende und liebevolle Freundin, mit der man durch dick und dünn gehen kann. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann möchte sie das auch durchziehen und würde alles dafür tun, um ihre Träume zu verwirklichen. Unter Umständen kann sie auch sehr tapfer und mutig sein. Sie würde niemals aufgeben. Andere Charakterzüge wurden ihr anerzogen. Frauen in der Zeit des Barocks ist es nicht erlaubt, sich kritisch gegenüber einer Person oder einer Sache zu äussern. Ihre Aufgabe ist es, an der Seite ihres Partners hübsch auszusehen und für ihn da zu sein, wenn er sie braucht. Insgeheim verachtet Anna diese Regeln, weil sie keinen Grund sieht, warum Frauen anders behandelt werden sollten als Männer. Diese Gedanken würde sie jedoch niemals laut aussprechen. Dementsprechend ist sie gut darin, ihre Meinung für sich zu behalten und sich nicht anmerken zu lassen, was sie wirklich denkt. Sie weiss genau, wie sie sich in der Öffentlichkeit benehmen muss. Niemals würde sie gegen eine Regel der Etikette verstossen, weil sie nicht riskieren will, dass dem Ansehen ihrer Familie geschadet wird. Ihre Familie ist das Allerwichtigste für sie, und sie würde alles für sie tun. Mit Männern hat Anna praktisch keine Erfahrungen, weil sie im geschützten Umfeld des Königspalastes aufgewachsen ist. Aber falls sie in Kontakt mit einem Mann käme, würde sie sich wahrscheinlich ähnlich verhalten wie ansonsten auch in der Öffentlichkeit: anständig, freundlich und offen.

Vorgeschichte:

Als Königstochter geniesst Anna ein angenehmes und – für die damalige Zeit – luxuriöses Leben. Schon seit sie ein kleines Kind war, wurde sie ausgebildet, um eines Tages eine würdige Nachfolgerin ihrer Eltern zu werden. Sie erhielt Unterricht in Etikette und Landeskunde, lernte verschiedene Sprachen, verbesserte ihren Ausdruck und ihr Auftreten und förderte auch ihre musischen Begabungen in Form von Gesang, Tanz, Klavierspielen, Sticken und Reiten im Damensattel. Neben ihrer Ausbildung las sie zahlreiche Bücher und schrieb eigene Geschichten, sofern Zeit dafür blieb. Kontakt zu Gleichaltrigen hatte sie fast keinen, deshalb hatte sie auch keine wirklichen Freunde. Als Anna sieben Jahre alt war, starb ihre Mutter durch die Hand eines Ritters aus Almoravien. Noch heute hat sie den Tod ihrer Mutter noch nicht richtig überwunden, auch wenn sie gelernt hat, mit solchen Schicksalsschlägen umzugehen. Dieses traurige Ereignis prägte sie so sehr, dass sie in diesem Alter anfing, ihren Vater wegen dem lange andauernden Krieg zwischen seinem und dem benachbarten Königreich zu beschwören. Obwohl sie weiss, dass der König sie sehr liebt und sie das Einzige ist, was ihm geblieben ist, gibt er ihrer Bitte partout nicht nach. So beschloss sie schon lange, den Krieg sofort zu beenden, wenn sie an die Macht käme. Gleichzeitig würde sie es aber nicht verkraften, auch noch ihren Vater zu verlieren. Trotz des schrecklichen Krieges ist Anna zu einer anständigen und sehr gebildeten jungen Frau herangewachsen. Ihr Pflichtgefühl und ihr Gefühl für Anstand erlauben es ihr nicht, sich in der Öffentlichkeit anders zu benehmen, als es von ihr erwartet wird. Und so wird sie auch der Bitte ihres Vaters, den Fürsten aus dem Reich Lunda zu heiraten, nachkommen, obwohl sie privat ganz andere Vorstellungen von wahrer Liebe hat.

Sonstiges:

Anna träumt davon, ihre wahre Liebe zu heiraten. Obwohl sie weiss, wie unwahrscheinlich das ist, ist sie eine hoffnungslose Romantikerin. In ihren Büchern hat sie schon von heldenhaften und charmanten Rittern gelesen und hofft, eines Tages so einen Mann kennenzulernen.
Anna kann kein Blut sehen. Bei ein oder zwei Tropfen wird ihr schwindelig, wenn sie eine grössere Menge Blut sieht – egal, ob es sich um fremdes oder ihr eigenes Blut handelt –, kann es vorkommen, dass sie ohnmächtig wird.
Ausserdem kann Anna nicht schwimmen.

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Zuletzt von Admin am Mo 03 Okt 2016, 19:11 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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lissy

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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   So 02 Okt 2016, 20:11

Name:  Oliver von Almoravien
>>  Oliver ist eine abgeleitete Kurzform des lateinischen olivarius = »Ölbaumpflanzer« (oliva = »Ölbaum«). Die Zweige des Ölbaums sind das Symbol des Friedens. Aber ob ich diesem Namen tatsächlich gerecht werden, bezweifle ich.

Spitzname: Bash
>> Ich würde es nicht als Spitznamen bezeichnen, sondern eher als Decknamen. Ich bin oft außerhalb der königlichen Gemäuer unterwegs und möchte nicht gleich als Prinz von Almoravien erkannt werden. Deswegen tarne ich mich oft als Landstreicher unter dem Namen "Bash".

Alter: 20
>> Ich wurde am 2. August geboren und bin somit vom Sternzeichen Löwe.

Geschlecht: ♂

Herkunft: Prinz von Almoravien
>> Tatsächlich wäre ich lieber als armer Bauer in einem kleinen Dorf geboren, als der Thronfolger unseres Königreichs zu sein. Zur Zeit lautet mein Titel "Prinz von Almoravien".

Besondere Fähigkeiten:
>> Abgesehen davon, mich vor wichtigen Problemen aus dem Staub zu machen, kann ich gut mit dem Schwert umgehen und weiß mich zu verteidigen. Ich bin weniger belesen als mein Bruder und eigentlich das komplette Gegenteil von ihm. Ich bin nicht dumm, aber mit Intelligenz und Fachwissen kann ich eher weniger punkten. Dafür sprechen meine körperlichen Fähigkeiten für sich.

Aussehen:
>> Ich bin mit meinem Aussehen eigentlich ganz zufrieden. Ich bin 1,85m groß und habe einen sportlichen Körper, der sich durch meine legere Kleidung abzeichnet. Ich bin kein Fan von großen, prunkvollen Gewändern.
Mein Gesicht zieren dunkelbraune, geheimnisvolle Augen, in denen man sich verlieren könnte und ich habe recht volle, geschwungene Lippen. Ich habe ziemlich markante Gesichtszüge und ab und zu einen leichten drei-Tage-Bart. Meine Haare gehen über in ein tiefes schwarz, welche kurz geschnitten und verstrubbelt sind. Vor allem wenn ich in Rage bin.
Ich besitze eine großflächige Brandnarbe auf dem Rücken. Sie verläuft vom rechten Schulterblatt über den mittleren Rücken bis hin zur linken Hüfte. Als kleiner Junge habe ich viel ausprobiert und meinem Umfeld das Leben zur Hölle gemacht, bis ich eines Tages meine Neugier zum Feuer nicht mehr zurück halten konnte und eine Scheune im Nachbarsdorf in Brand setzte. Seit dem habe ich panische Angst vor offenem Feuer.

Charakter:
>> Wenn man mich mit drei Worten beschreiben müsste, würde mir als erstes impulsiv, leidenschaftlich und loyal einfallen. Ich bin ein Mensch, der schnell an die Decke geht und manchmal von seinen Emotionen so überrannt wird, dass ich die Kontrolle verlieren kann. Nichts desto trotz bin ich gut erzogen worden und sowohl freundlich, als auch höflich. Besonders zu den Damen unseres Hofes, da konnte ich noch nie nein sagen. Für Beziehungen bin ich überhaupt kein Mensch und mit Liebe hatte ich auch noch nie viel am Hut. Kurze, schnelle Affären zieren meinen Werdegang.
Man könnte mich auch als den Abenteurer aus unserer Familie sehen. Alle verhalten sich pflichtbewusst und verantwortungsvoll am Hof, zeigen Ettikete. Ich hingegen suche den Reiz des Lebens und breche sämtliche Regeln, denn es kann ja wohl nicht alles sein, eine Frau zu heiraten, Kinder zu kriegen und ein Land zu regieren. So stelle ich mir mein Leben nicht vor. Aber wenn ich etwas tue, dann aus Leidenschaft und mit Herzblut. Keine halben Sachen.
Es kam schon mal vor, dass ich als kühl und ich zitiere: "emotionsloses Arschloch" betitelt wurde, aber das bin ich in keiner Weise. Auch ich habe Gefühle, die man verletzen kann. Doch seit dem Tod meines Bruders zeige ich sie eben nicht jedem. Ich bin verschlossener geworden, aber das auch nur in Bezug auf meine Gefühle. Noch heute nehme ich kein Blatt vor den Mund.
Meinen Gegnern bin ich meist immer einen Schritt voraus, was laut meinem Vater eine gute Eigenschaft ist, um ein Königreich zu regieren. Allerdings hat das für mich keinen Reiz. Dieser liegt nun allerdings im Sterben, somit wird es meine Aufgabe sein, seinen Platz einzunehmen. Nun stehe ich zwischen den Stühlen. Soll ich mein Leben so genießen wie ich es für richtig halte und damit riskieren meine Familie zu enttäuschen? Auf endlose Reisen gehen und die Welt entdecken? Oder meiner Pflicht nachgehen und König von Almoravien werden? Normalweise weiß ich immer was ich will. Egal in welcher Situation und das was ich nicht will, ist König zu werden. Aber könnte ich das enttäuschte Gesicht meiner Mutter ertragen? Was würde mein Bruder davon halten?

Vorgeschichte:
>> Am 2. August erblickte der zweite Sohn des Königs von Almoravien das Licht der Welt. Ich lebte eine glückliche Kindheit ohne viele Verpflichtungen, da ich eben nicht der erst Geborene wahr und somit zunächst keinen Anspruch auf den Thron hatte. Mein drei Jahre älterer Bruder und ich kamen immer gut miteinander aus. Zwar musste er allmählich lernen, meinem Vater würdig zu sein, aber dennoch verbrachten wir viel Zeit miteinander. Vor dem Unterricht drückte ich mich meistens, um die Welt zu erkunden.
Kurz vor meinem 16. Geburtstag, wurde mein Bruder zur Heirat in ein anderes Königreich berufen. Allerdings wurde er auf dem Weg dorthin überfallen und musste sein Leben auf einer verlassenen Straße lassen. Bis heute gebe ich meinem Vater die Schuld an seinem Tod. Mein Bruder hatte sich in eine Dienstmagd verliebt und als mein Vater dies erfuhr, bekam er einen Tobsuchtanfall. Als wären die Beleidigungen, die mein Vater ihm an den Kopf warf nicht genug gewesen, zwang er ihn, eine Prinzessin aus dem Norden zu heiraten. Das Ende vom Lied war, dass ich meinen geliebten Bruder verloren hatte und von jetzt auf gleich zum Thronfolger benannt wurde.
Neben meinem Bruder war auch meine Mutter immer eine sehr bedeutende Person in meinem Leben. Für sie würde ich tatsächlich alles tun, auch wenn ich nicht der Vorzeigesohn schlecht hin bin.
Der wütende Krieg zwischen unserem Königreich und Merina zieht nicht kalt an mir vorbei. Im Gegenteil. Den Menschen würde es viel besser gehen, wenn es ihn nicht geben würde. Aber ich halte mich so gut es noch geht aus den Angelegenheiten heraus und genieße meine Freiheit.

Sonstiges:
>> Ich will mein Leben genießen können und das in vollen Zügen. Ohne Zwänge und Kriege. Deshalb flüchte ich oft mit ein paar Freunden aus dem Dorf in die Wälder.
Außerdem bin ich seit ein paar Jahren auf der Suche nach dem Mörder meines Bruders. Denn nicht nur ich vermute, dass es ein Soldat aus Merina war.

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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   So 02 Okt 2016, 20:51

Anna
Als ob der Wettergott etwas von meinem Schicksal geahnt hätte, regnete es seit dem Morgengrauen in Strömen. In der Nacht hatte es ein kräftiges Gewitter gegeben, das mich kaum hatte schlafen lassen. Dementsprechend müde war ich an diesem Morgen. Während meine Kammerzofe und eine Dienstmagd mir das Nachthemd auszogen, mir in einen Badezuber halfen, den Dreck von meinem Körper schrubbten, meine Haare wuschen und mich anschliessend in grosse Tücher hüllten, musste ich immer wieder gähnen. "Langweilt Euer zukünftiger Gemahl Euch schon jetzt, Prinzessin, oder warum gähnt Ihr so oft?", erkundigte sich die Kammerzofe grinsend, während sie das Unterkleid über meinen Kopf zog. Ihre Aussage brachte mich zum Lachen. "Ach, in dieser Hinsicht brauchst du dich nicht zu fürchten. Ich habe gehört, der Fürst von Lunda sei ein überaus interessanter Mann. Das Vergnügen, ihn kennenzulernen, blieb mir bisher ja verwehrt." Ich hob die Arme, als die Dienstmagd das Korsett um meinen Oberkörper schlang. Gerade noch gelang es mir, einen tiefen Atemzug zu nehmen, da begann die Kammerzofe auch schon, das Korsett zu schnüren. "So, ein interessanter Mann. Nur in welcher Hinsicht?" Dieser Kommentar liess die beiden Frauen kichern, ich konnte aufgrund des Luftmangels leider nicht mitlachen. Wenn ich ehrlich war, war mir sowieso nicht nach lachen. Ich war dafür bekannt, stets bei guter Laune zu sein. Aber heute war es anders. Heute würde ich meine Heimat, das Königreich Merina, verlassen, um den Fürst des Nachbarreiches Lunda zu heiraten. Schon in drei Tagen würde die prunkvolle Hochzeit stattfinden. Und nicht einmal drei Tage Zeit würden mir bleiben, um meinen Gemahl kennenzulernen. Für die Reise nach Lunda würden wir gewiss einen Tag benötigen, bei diesem Wetter vielleicht noch mehr. Von mir aus könnten wir uns alle Zeit der Welt lassen. Ich wollte keinen Mann heiraten, den ich nicht liebte. Und den Fürsten hatte ich noch nie gesehen. Wie sollte ich ihn in einer so kurzen Zeit lieben lernen? Mein Vater würde wiederum betonen, dass so eine Gefühlssache wie die Liebe bei so einer Heirat kein Thema sein durfte. Dieser Bund sollte die Verbindung der beiden Reiche stärken, im Kampf gegen das Königreich Almoravien. Innerlich seufzte ich leise, während mir die Kammerzofe und die Dienstmagd das aufwendige Kleid über den Kopf zogen und die Schnürung auf meinem Rücken festzurrten. Danach befestigte die Zofe das zum Kleid passende Hütchen in meiner Frisur. Schon mein ganzes Leben hatte ich von der wahren Liebe geträumt. Und nun sollte ich den Fürsten von Lunda heiraten. Ich bezweifelte, dass er meine wahre Liebe sein würde. Liebe lässt sich nicht so einfach arrangieren wie eine solche Hochzeit. Aber etwas anderes als diese Heirat blieb mir nicht übrig. Mein Vater hatte mich dem Fürsten versprochen, und ich als gute und anständige Tochter würde tun, was mein Vater von mir verlangte. Nachdem ich fertig angezogen und zurechtgemacht war - ich sollte dem Fürsten bei unserer ersten Begegnung schliesslich gefallen -, trat ich in den Thronsaal des Schlosses. Dort wartete der König bereits auf mich. Tränen standen in seinen Augen, und fast musste ich auch zu weinen beginnen. Auch wenn ich nichts von diesem Plan meines Vaters hielt, ich liebte ihn trotzdem. Mehr als jemand anderen auf der Welt. Er war der Einzige, der mich noch geblieben war. Und umgekehrt war es genauso. Als ich bei ihm ankam, nahm er mich fest in die Arme. Zum Glück zerstörte er dabei meine kunstvolle Hochsteckfrisur nicht, das hätte nur die Kammerzofe erzürnt. "Pass' auf dich auf, Kleines", hörte ich die tränenerstickte Stimme meines Vaters. "Das tue ich", flüsterte ich zurück. Ehe ich hemmungslos zu weinen anfangen würde, löste ich mich von ihm. "Leb' wohl, Papa", verabschiedete ich mich von ihm. Dann drehte ich mich hastig um und verliess den Saal, bevor ich meinen Entschluss ändern würde. In der riesigen Eingangshalle wurde ich schon erwartet. Ein Diener mit einem Schirm als Schutz gegen den Regen begleitete mich bis zur Kutsche. Dort wurde mir beim Einsteigen geholfen. Flankiert von einem halben Dutzend Reitern, setzte sich die Kutsche in Bewegung. Mit Tränen in den Augen sah ich aus dem Fenster, bis ich den Königspalast nicht mehr sehen konnte. Von dort an senkte ich den Blick und lauschte dem Prasseln des Regens auf das Kutschendach.
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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   Mo 03 Okt 2016, 14:14

Oliver
"Zur Hölle mit den Frauen", murmelte ich verschlafen und schnürte mir das Unterhemd aus Leinen vor der Brust zu. Tief durchatmend saß ich auf der Bettkante - wenn man es denn Bett nennen konnte - und ließ meinen Blick durch den Raum schweifen. Eines musste ich schon sagen, dieser Gasthof hatte ein gemütliches Zimmer, ganz nach meinem Geschmack. Abgesehen von dem Bett, dass bei jeder Bewegung knarrte. In dem kleinen Kamin neben der Tür knisterte die letzte Glut und warf Funken. Sie erfüllte den Raum mit Wärme und Geborgenheit. Daneben befand sich ein schmaler Tisch aus Birkenholz auf dem sich ein Krug mit Wasser befand.
Noch einmal atmete ich tief durch, erhob mich und warf meinen langärmligen Kittel über meine Schultern. Dabei betrachtete ich die junge Frau, die leicht bekleidet in den Daunen lag und schlief. Ihre blonde Mähne fiel ihr über das zarte Gesicht und ließ sie so unschuldig aussehen. Welch ein Wunder, dass sie es nicht war. Ein Blick aus dem Fenster verriet mir, dass bald die Sonne aufgehen würde und ich schleunigst zurück ins Schloss gelangen musste. Ich war zwar niemand, der Ärger aus dem Weg ging, aber es war eindeutig zu früh die Nerven meiner Mutter zu strapazieren. Meinen Blick wandte ich von der jungen Dame ab, schnappte mir meinen Gürtel und hinterließ etwas Geld auf dem Kaminsims. Schließlich konnte ich nicht verlangen, dass so ein sanftes Geschöpf Kosten scheuen müsse. Zumal ich genug davon hatte.
Auf dem Weg hinaus legte ich den Gürtel um meine Hüfte, schnürte ihn zu und fuhr mir durch die tiefschwarzen Haare. Oh toll, schoss es mir gleich durch den Kopf, als ich das elende Wetter bemerkte. Regen hatte mir gerade noch gefehlt. Seufzend trotte ich durch den Regen hinüber in den Stall, wo mein Pferd die Nacht über ruhte. Mit Leichtigkeit öffnete ich das große Scheunentor, welches bei jeder Bewegung drohte auseinander zu fallen. Mit einem Herz erwärmenden Wiehern und Schnauben begrüßte mich der stattliche Rappe, den ich schon seit meiner Kindheit kannte. Als Fohlen war er nur halb so schön gewesen. Begrüßend klopfte ich ihm über den Hals während ich die Box betrat und strich ihm über den Rücken. Er hatte mich schon auf vielen Reisen begleitet und war mehr Freund als Pferd für mich geworden. Manchmal sah ich meinen Bruder in ihm. Seine dunklen Augen durchbohrten mich, als wollte er mir etwas sagen. "Hunger?", fragte ich kaum hörbar und stibitzte mir eine Karotte aus einem der Eimer. Caspar verschlang sie mit großer Begierde und schnaubte zufrieden. In der Zeit griff ich nach dem Sattel, legte ihn auf seinem Rücken ab und zog den Gurt zu. "Na komm Junge", redete ich ihm zu, während ich ihn zäumte und die Riemen festschnallte. Fertig. Mit einer Bewegung öffnete ich die Tür der Box und führte Caspar auf die Stallgasse. Dort stieg ich auf, nahm die Zügel in die Hand und trieb ihn aus dem Stall in den Regen hinaus. Im leichten Trab näherten wir uns dem Wald, der an das Dorf grenzte und ließ ihn dort laufen. Der Waldboden bebte förmlich unter uns und die schweren Hufe wirbelten das Laub auf.
Es dauerte nicht lange, ehe wir die königlichen Gemäuer erreichten und ich Caspar zügelte. Ab jetzt war ich wieder Prinz Oliver. Also musste ich mich auch so verhalten. Vor dem königlichen Stall machte ich halt und stieg ab. Meine Haare und Gewänder waren inzwischen triefend nass durch den Regen. Aber zum Glück kam mir schon einer der Stallburschen entgegen, den ich gestern Nacht gebeten hatte, heute schon früher auf mich zu warten. Er wusste, dass ich manchmal die Nacht nicht im Schloss verbrachte. Dafür bekam er auch etwas mehr Lohn als die anderen. Zu seinem Vorteil. Ich nickte ihm dankend zu, als er mir Caspar abnahm, machte auf dem Absatz kehrt und sah zu, dass ich schleunigst in meine Gemächer kam.
Am Haus-Hofmeister vorbei geschlichen, betrat ich meine Gemächer und entledigte mich meiner nassen Kleidung. Lustlos ließ ich sie auf den Boden fallen und trocknete eilig meine Haare. Auf dem Bett lag glücklicherweise trockene Kleidung. Ich warf mir ein Hemd über und darüber einen sauberen Kittel, der mit wenigen Verzierungen besetzt war. Das Ganze schnürte ich mit einem versilberten Gürtel zu und strich die Falten glatt. "Das sollte reichen", murmelte ich zu mir selbst und verließ die Gemächer. Ich schritt den langen Flur entlang, während ich einen kleinen Dolch an meinem Gürtel befestigte. Vor den Gemächern meines Vaters machte ich halt, klopfte einmal und trat dann hinein. Mit einer anständigen Begrüßung wartete ich an der Tür, dass meine Mutter aufsah. Fürsorglich saß sie am Bett meines Vaters und strich ihm über die Stirn. Sie kümmerte sich besser als jede Zofe um ihn. Als sie mich entdeckte, nickte sie kurz und wies mich nach draußen.
Sie schloss leise die Tür hinter sich und schaute mich mit großen Augen an. Ich konnte erahnen, dass sie mit ihren Lippen ein sorgenvolles "Wo warst du?" formen wollte, allerdings kam ich ihr zuvor. "Mutter", mahnte ich sie sachte. "Ich werde für ein paar Tage verreisen." Sie seufzte kaum hörbar und strich mir über den Arm. "Oliver, bitte hör auf nach ihm zu suchen", wimmerte sie voller Sorgen. Ich schüttelte kaum merklich den Kopf und löste ihre Hand von meinem Arm, hielt diese kurz und ließ sie dann ganz los. "Ich gebe auf mich Acht", versprach ich ihr. "Kümmer dich um unseren König", meinte ich leise und nickte in Richtung der Gemächer. Meine Mutter atmete hörbar aus, wandte den Blick aber nicht von mir. Zuvorkommend drückte ich ihr einen Kuss auf die Wange, drehte mich um und schritt davon. Ich wusste, wie weh es ihr tat, wenn ich für ein paar Tage das Königreich verließ und wie viele Sorgen sie sich machte. Aber ich war es meinem Bruder schuldig, seinen Peiniger zu finden und zu richten. Und wenn es das letzte war, was ich tat.
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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   Mo 03 Okt 2016, 21:37

Anna
Ich hatte beinahe vergessen, wie sehr mich das Reisen in einer Kutsche langweilte. Es konnte ja nicht interessant sein, stundenlang auf einer schmalen, unbequemen Holzbank zu sitzen und nur durch ein kleines Fenster nach draussen sehen zu können. Kürzere Fahrten bis zu einer oder eineinhalb Stunden waren ja aushaltbar, aber heute würden wir den ganzen Tag unterwegs sein. Keine sehr schöne Aussicht. In der Eile hatte ich vergessen, ein Buch mitzunehmen. Normalerweise achtete ich nämlich darauf, bei solchen Reisen etwas zum Lesen mitzunehmen. Etwas anderes konnte man kaum tun, wenn man dazu noch alleine in der Kutsche sass. Die sechs Männer, die mit mir mitreisten, sorgten draussen für meine Sicherheit. Der Kutscher lenkte die Pferde und gab das Tempo vor, im Moment ein mittelschneller Trab. Vor der Kutsche ritt ein Auskundschafter. Er gab dem Kutscher Anweisungen, in welche Richtung es gehen sollte, und hielt nach möglichen Gefahren und Hindernissen Ausschau. Und dann blieben noch vier Männer, die zu Pferd die Kutsche von allen Seiten flankierten. Mein Vater hätte am liebsten noch mehr Männer beauftragt, um auf mich aufzupassen und sicher nach Lunda zu geleiten. Doch aufgrund des langwierigen Krieges mit Almoravien fehlte es ihm an kundigen und kampfstarken Männern. Mehr als ein halbes Dutzend Reiter konnte er nicht entbehren, nicht einmal für seine einzige Tochter und die spätere Königin seines Reiches. Beim Gedanken daran, dass ich später einmal über Merina herrschen würde, wurde mir schlecht. Ich fühlte mich alles andere als bereit dazu. Zum Glück war mein Vater mit einer guten Gesundheit gesegnet, und ich musste mir keine Sorgen darum machen, dass ich das Königreich morgen übernehmen müsste. Allerdings war er nicht mehr der Jüngste. Früher oder später würde ich auch meinen anderen Elternteil verlieren, das war eine Tatsache. Eine, die mir bekannt war, aber mir auch sehr viel Angst machte. Was würde ich ohne meinen Vater tun? Im Moment sollte ich mich aber eher darum sorgen, wie mein zukünftiger Gemahl wohl sein würde. Wie er wohl aussah? Was tat er gerne, was weniger gerne? Wie war er vom Charakter her? Wie würde er mich behandeln? Würde er sanft mit mir umgehen oder grob zu mir sein? Als ich daran dachte, mich dem Fürsten in der Hochzeitsnacht hingeben zu müssen, wurde mir schwindelig, und ich sackte ein wenig in mir zusammen. Ich hatte praktisch keinerlei Erfahrungen mit Männern, zumindest nicht in dieser Hinsicht. Mein dritter Vorname Katherina verriet es: Ich war zu Keuschheit erzogen worden, und daran hatte ich mich auch gehalten. Meine Jungfräulichkeit würde ich meinem Gemahl in unserer ersten gemeinsamen Nacht schenken. Nie war ich mit einem Mann so weit gegangen, ich war noch nicht einmal geküsst worden, ausser von meiner Mutter und meinem Vater. Das war die Vorschrift für adelige Frauen in dieser Zeit. Männer mussten sich dagegen nicht daran halten. Ob der Fürst schon bei vielen, anderen Frauen Erfahrungen gesammelt hatte? Dieser Gedanke brachte mich noch mehr aus der Fassung. Ich wollte diesen Fremden nicht heiraten. Wie könnte ich schon in drei Tagen in sein Bett steigen, wenn ich doch überhaupt nicht wusste, was für ein Mensch er war? Diese Hochzeit war eine schlechte Idee meines Vaters gewesen. Aber es war notwendig, dass ich die Gemahlin des Fürsten wurden. Wir brauchten ihn, um weiterhin gegen Almoravien ankämpfen zu können. Der Fürst würde uns seine Ritter zur Verfügung stellen, und junge, frische Männer brauchte unser Heer dringend. Erst kürzlich hatte es einen riesigen Rückschlag erlitten, und viele Männer hatten ihr Leben auf dem Schlachtfeld gelassen. Das musste ein Ende haben. Und wenn ich etwas dazu beitragen konnte, und sei es in Form dieser Heirat, dann musste ich das tun. Aber... Überrascht wischte ich mir über die feuchten Wangen. Wenn ich scheinbar so überzeugt von dieser Hochzeit war, warum weinte ich dann? Hastig kramte ich ein Taschentuch aus meinem Retikül hervor und tupfte mir damit die Tränen von den Wangen. Es sollte niemand mitbekommen, dass ich geweint hatte. Am wenigsten der Fürst selbst. Doch diesen würde ich frühestens in ein paar Stunden kennenlernen. Bis dahin wären meine Tränen getrocknet, wenn sie nicht durch neue ersetzt werden würden. Ich musste mich wirklich zusammenreissen. Momentan fuhren wir durch einen dichten Wald. Der erdige Weg war durch den Regen aufgeweicht worden, sodass die Pferde Mühe hatten, die Kutsche durch den Matsch zu ziehen. Wir kamen nur langsam voran, während der Regen ungehindert auf das Kutschendach prasselte. Ich schlang die Arme um meinen Oberkörper. Mir war ein wenig kalt, aber wenigstens war es hier im Inneren der Kutsche trocken. Meine Begleiter mussten mittlerweile vollkommen durchnässt sein. Hoffentlich würden sie sich keine böse Krankheit einfangen. Ein paar Minuten später begann ich zu zittern. Das Kleid war zwar schön, spendete aber nur wenig Wärme. Gerade wollte ich an die Kutschenwand klopfen, um nach einer Decke zu fragen, als ein lauter Befehl ertönte. "Brr!", hörte ich den Kutscher. Das Hufgetrappel wurde langsamer und verstummte dann, die Kutsche ruckelte noch einmal und blieb dann stehen. Offenbar war beim Gewitter letzte Nacht ein Baum quer über den Weg gestürzt und verhinderte die Fahrt Richtung Lunda. Einen anderen Weg schien es nicht zu geben. Die Männer begannen zu diskutieren, während ich den Kopf aus dem Kutschenfenster streckte. Wir befanden uns am Rande einer Lichtung, mitten im Wald. Es konnte also gut sein, dass der Wind den Baum umgestossen hatte. Aber irgendwie, und ich konnte es mir nicht erklären wieso, hatte ich ein mulmiges Gefühl. Irgendetwas stimmte hier nicht...

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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   Mo 03 Okt 2016, 22:51

Oliver
Inzwischen hatte ich ein paar Männer zusammen getrommelt. Sieben waren wir insgesamt. Rasch hatten wir die Pferde gesattelt. "Los!", rief ich gegen den Regen, drückte die Schenkel zusammen und mit unruhigem Wiehern galoppierten die Pferde vom Hof.
Ich wusste nicht, wie lange wir durch den Regen ritten, aber es kam mir vor wie Stunden. Die Pferde schnaubten und der Waldboden bebte. Einer meiner Männer ritt voraus, ich hingegen war relativ mittig. Unsere Kleidung war inzwischen durchnässt und Caspars schwarzes Fell schimmerte feucht. Tief durchatmend nahm ich die Zügel an, als mein Vordermann sein Pferd parierte in einen weichen Trab. Er hob die Hand, was ein Zeichen dafür war anzuhalten. "Ruhig Caspar", mahnte ich meinen Wallach und schaute gespannt nach vorn. "Was ist los?", brummte ich beunruhigt. Vielleicht war uns jemand gefolgt oder er hatte etwas gesehen. "Oliv..", begann er, ehe ich ihn mit runzelnder Stirn und einem finsteren Blick unterbrach. "Entschuldigen Sie mich", räusperte er sich. "Bash. Hörst du das?", fragte er mich, schaute dabei aber abwechselnd in die Runde. Ich kniff die Augen zusammen und ließ meinen Blick schweifen. Jetzt wo er es sagte, hörte ich tatsächlich etwas. Neben dem Hufgetrappel, war eine Kutsche zu hören. Eine Kutsche konnten sich nicht viele Menschen leisten. Wenn überhaupt Fürsten, Edelmänner oder Adlige. Es war ein gutes Zeichen, denn es könnte schließlich eine Kutsche aus dem verfeindetet Königreich Merina sein. Es könnte sogar der König höchst persönlich sein und den König zu stürzen würde vieles erleichtern. Vor allem für meinen Vater.
Jetzt hieß es leise sein. Mit der Hand am Griff meines Schwertes, trieben wir die Pferde in die Richtung aus der die Geräusche kamen. Wir bemühten uns leise zu sein. Mit ein paar Handbewegungen wies ich meine Männer in verschiedene Richtungen. Da wir im Vorteil waren, musste wir den Überraschungseffekt nutzen. Denn wir hatten nur eine Chance, die durften wir nicht vergeigen. Die Geräusche wurde immer lauter, also kamen wir immer näher. Durch den Regen hatte man nicht den besten Überblick, weshalb wir besonders vorsichtig sein mussten. Ich klammerte mich so an den winzigen Funken Hoffnung, endlich den Mörder meines Bruders zur Strecke zu bringen, dass ich kaum einen klaren Gedanken fassen konnte. Ein Pfiff riss mich aus meinen Gedanken. Einer der Männer deutete in Richtung Norden. Dort konnte man tatsächlich eine Kutsche erkennen. Zu meinem Glück erkannte ich schwach das Wappen des Königreichs von Merina. Gott sei Dank. Ich fasste neuen Mut und nickte meinen Männern bestärkend zu. "Keine Gnade, jetzt oder nie", rief ich gegen den Regen, drückte die Schenkel zusammen und trieb Caspar vorwärts. Sieben Pferde und sieben Männer kamen der Kutsche und den Reitern immer näher. Ich zog mein Schwert und hielt es aufrecht neben Caspars Hals. "Ich zähle sechs!", rief ich meinen Männern zu um sie zu warnen. Wir waren immer noch im Vorteil. Die Kutsche hatte halt gemacht, da ein Baum den Weg versperrte.
Ohne zu zögern ritt ich auf die Gruppe der Männer zu und machte kurzen Prozess. Natürlich hatten sie uns inzwischen bemerkt. Aber dabei hatte ich schon einem von ihnen die Kehle aufgeschlitzt. Auch meine Männer blieben nicht untätig und so begann das Blutbad.
Schreie, Tod und Blut waren das Einzige, was dieses Bild jetzt ausmachte. "Bash!", rief keuchend einer meiner Männer, der niedergestreckt wurde. Blutverschmiert sprang ich von Caspar und stürzte mich auf den Angreifer. Ich zückte meinen Dolch und stieß einmal, zweimal, dreimal zu. Bis ich mir sicher war, dass er das Ganze nicht überleben würde. Doch auch für meinen Freund war es zu spät. Ich beugte mich über ihn, stütze seinen Nacken und nahm seine Hand. Ich zitterte am ganzen Körper und drückte fest seine Finger, bis er locker ließ und sein Blick nur noch leer wurde. Wütend schlug ich auf den nassen Boden, bis mich jemand an der Schulter berührte. Ich seufzte, schaute auf und ließ meinen Blick über das Schlachtfeld streifen. Alle gegnerischen Männer waren tot. Und auch zwei von unseren Männern hatten wir verloren. Blieb nur noch die Kutsche. Wenn sich tatsächlich der König darin befinden sollte, hätte er sich schon längst bemerkbar gemacht. Wer verbarg sich also darin?
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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   Di 04 Okt 2016, 20:05

Anna
Der Angriff kam vollkommen überraschend. Im einen Moment diskutierten die Männer draussen noch über den Baum, der mitten auf dem Weg lag. Sollte man ihn zur Seite schaffen oder einen anderen Weg durch den dichten Wald suchen? Sie waren sich noch nicht einig, als es auf einmal laut wurde. Hufgetrappel und tiefe, fremde Männerstimmen ertönten. Mein Blick huschte zum anderen Ende der Lichtung. Mit weit aufgerissenen Augen musste ich zusehen, wie sieben Reiter auf uns zugaloppiert kamen. Mein Verstand begriff sofort, während mein Herz sich vor Angst zusammenzog. Sieben gegen sechs, und sie hatten den Überraschungsmoment auf ihrer Seite. Für die Männer meines Vaters würde es sehr schwierig werden. Wenn nicht beinahe unmöglich. Ehe man mich entdecken konnte, duckte ich mich hastig und kniete mich auf den Boden der Kutsche. Ich kniff die Augen zusammen und schützte meinen Kopf mit den Armen. Trotzdem wusste ich genau, was dort draussen passierte. Ich konnte es hören: das Klirren von Eisen, als Schwerter aufeinandertrafen. Das angestrengte Keuchen, das Rufen von Befehlen. Die Schreie, wenn eine Waffe ihr Ziel fand. Das dumpfe Aufprallen von Körpern auf dem Boden. Ich bildete mir sogar ein, die letzten Atemzüge der Männer hören zu können, ehe sie starben. Von dem ganzen Blut, das dort draussen fliessen musste, dem regelrechten Blutbad, wurde mir schwindelig. Ich sah nichts davon, aber die blosse Vorstellung reichte. Stumm vergoss ich einige Tränen. Der Kampf schien Stunden zu dauern, er kam mir so lange vor, da wurde es auf einmal verdächtig still draussen. Ich hatte keinen einzigen Moment dieses Kampfes gesehen, doch mir war klar, was passiert sein musste. Alle Männer meines Vaters waren tot. Die unbekannten Gegner hatten gewonnen. Vielleicht hatten sie auch einen oder zwei Verluste erlitten, doch ohne Zweifel hatten sie meine Beschützer besiegt. Die Erkenntnis traf mich wie ein Schlag. Ich hatte niemanden mehr, der für meine Sicherheit sorgte. Ich war auf mich alleine gestellt. Vor Verzweiflung erzitterte ich. Was sollte ich jetzt bloss tun? Innerhalb der kurzen Zeit, die mir noch blieb, fielen mir nur drei Ideen ein, und alle waren miserabel. Die erste Möglichkeit war, in der Kutsche zu bleiben. Aber bestimmt würden unsere Gegner früher oder später nachsehen, was oder wen die toten Männer begleitet hatten. Die zweite Möglichkeit war der Angriff meinerseits. Ich würde aus der Kutsche steigen, mir das Schwert eines Gefallenen schnappen und für meine Freiheit kämpfen. Allerdings hatte ich keinerlei Erfahrung im Kämpfen, und ich bezweifelte, dass ich lange durchhalten würde. Die dritte Möglichkeit war die einzige, bei der ich eine winzig kleine Chance hatte zu überleben: die Flucht. Bevor ich noch länger darüber nachdenken konnte, liess ich meine Arme sinken und kroch vorsichtig zur Kutschentür herüber. Sie befand sich auf der Seite, von der die Männer nicht angegriffen hatten. Wenn ich Glück hatte, würde mir die Kutsche Deckung geben, bis ich zwischen den Bäumen verschwunden wäre. Wenn ich Pech hätte, würde ich vorher entdeckt werden. Aber diese Chance musste ich nutzen. Mit zitternden Händen umklammerte ich den Knauf und horchte. Es war noch immer so still draussen. Was taten die Männer? Angespannt verharrte ich, bis auf einmal ein Geräusch ertönte. Ein Pferd wieherte. Ich nutzte den Augenblick, stiess die Kutschentür auf, stolperte hinaus und rannte los. Ich schaute weder nach links noch nach rechts, und schon gar nicht nach unten. Es würde mir gerade noch fehlen, wegen des ganzen Blutes in Ohnmacht zu fallen. Dann wäre ich unseren Gegnern hilflos ausgeliefert. Nein. Ich musste rennen. Und das tat ich. So schnell sie konnten, trugen mich meine Beine in Richtung des schützenden Waldes. Auf dem Weg dorthin verlor ich das Hütchen, das in meiner Hochsteckfrisur befestigt gewesen war. Innerhalb weniger Sekunden hatte mich der Regen vollkommen durchnässt. Das zuvor prachtvolle Kleid wurde dreckig und durch das ganze Wasser viel zu schwer. Trotzdem kämpfte ich mich weiter voran. Vielleicht würde es mir gelingen, ihnen zu entkommen. Vielleicht. Ich musste nur fest daran glauben. In diesem Moment stolperte ich plötzlich über eine Unebenheit im Boden. Ich lief viel zu schnell, um mich noch auffangen zu können. Der Länge nach fiel ich zu Boden und kam hart auf. Ein schrecklicher Schmerz schoss durch meinen Knöchel. Einen Moment wurde mir schwarz vor Augen. Dann versuchte ich, mich wieder aufzurappeln und weiterzurennen. Ich musste weiter, koste es, was es wolle.
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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   Mi 05 Okt 2016, 22:36

Oliver
Wir waren so damit beschäftigt, die Leichen auf einen Haufen zu befördern und sie nach Wertsachen zu durchsuchen, dass ich zunächst gar nicht bemerkte, wie jemand die Kutsche öffnete. Anhand der Lautstärke der Schritte konnte ich hören, dass jemand rannte. Die Person floh vor uns und das wohl aus guten Grund. Wir waren davon ausgegangen, dass niemand drin sein konnte, denn wer konnte sich schon den ganzen Kampf über still verhalten? Ich runzelte die Stirn. Einer meiner Männer sprang auf, ehe ich ihn mit einer Handbewegung zurück wies. "Verbrennt die Leichen", befahl ich. "Das erledige ich", fügte ich selbstsicher hinzu. Mit wenigen Schritten war ich bei Caspar angekommen, packte die Zügel und stieg auf. Ich trieb ihn vorwärts in die Richtung, in die der Flüchtige gelaufen war. Sorgen machte ich mir dabei keine, zumal ich mit dem Pferd unterwegs war.
Der Wald wurde immer dichter, bis ich ein Kleidungsstück erahnen konnte. "Brr", zügelte ich Caspar und hielt kurz darauf an. Ich beugte mich etwas hinunter und griff danach. Es war ein Hut. Und ich wusste ganz genau, welche Art von Person sich so etwas nur leisten konnte. Eine Weile hielt ich ihn zwischen den Fingern, spürte den Saum und schob ihn mir dann in die Tasche. "Vorwärts", trieb ich mein Pferd an und er preschte nach vorn. Sie konnte nicht weit gekommen sein, dämmerte es mir. Und das war sie tatsächlich nicht. Aus der Ferne erkannte ich die braunen Strähnen einer Frau, die im Wind flatterten. Sie rannte um ihr Leben, das konnte man sehen. Ich lehnte mich im Sattel etwas zurück und parierte Caspar durch. Mit einem leichten Trab überholte ich die Dame und schnitt ihr so augenblicklich den Weg ab. Caspar kam schnaubend zum stehen. "Wen haben wir denn da?", entgegnete ich und runzelte die Stirn. Erst jetzt konnte ich ihr Gesicht sehen. Und gnade uns Gott, sie war wunderschön. Ihre Augen schienen förmlich zu funkeln, wohl eher aus Angst, als alles andere, aber das tat jetzt nichts zur Sache. Eine Weile musterte ich sie mit Bedacht, was meine Annahme nur noch bestärkte. Sie musste adelig sein, sonst hätte man sie nicht mit einer Kutsche transportiert und so gut bewacht. Hatte der König eine Tochter? Ein leises Seufzen kam über meine Lippen. Es spielte sowieso alles keine Rolle, denn sie kam aus Merina und das reichte zu wissen, dass sie nicht unser Freund war.
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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   Fr 07 Okt 2016, 21:10

Anna
Mit grosser Wahrscheinlichkeit würde ich ihnen nicht entkommen. Das war mir schon in der Kutsche klar gewesen. Zu hoffen, dass sie mich nicht bemerken würden, war unrealistisch. Früher oder später hätten sie in der Kutsche nachgesehen. Sechs Männer begleiteten doch keine leere Kutsche, und schon gar nicht so nahe an der Grenze zu Almoravien. Ich war auch nicht so töricht und dachte, dass sie meine Flucht nicht bemerkt hatten. Bestimmt hatten sie mich entdeckt. Und bestimmt würde mir jemand folgen. Das stiftete mich dazu an, noch schneller zu rennen. Nach meinem Sturz war es jedoch unmöglich, im gleichen Tempo wie zuvor weiterzulaufen. Die Schmerzen in meinem Knöchel waren so stark, dass ich davon beinahe das Bewusstsein verlor. Nur die Aufregung, die unaufhörlich durch meinen Körper schoss, verhinderte, dass ich an Ort und Stelle in Ohnmacht fiel. Trotz der Schmerzen und dem Regen, der mir ins Gesicht peitschte, kämpfte ich mich weiter durch den dichten Wald voran. Ich lief, so schnell ich konnte. Anscheinend nicht schnell genug. Schon bald hörte ich den dumpfen Hufschlag eines Pferdes, das hinter mir hergaloppierte. Einen Moment lang überlegte ich, mich zu verstecken. Doch das hätte keinen Sinn gehabt - der Reiter musste mich schon längst gesehen haben. Ich konnte hören, wie er das Pferd direkt auf mich zusteuerte. Und dann war es plötzlich vor mir. Ein riesiger Rappe schnitt mir den Weg ab und zwang mich, stehen zu bleiben. Aufgrund des abrupten Stopps verlor ich beinahe das Gleichgewicht. Gerade noch so konnte ich mich auf den Beinen halten. Während ich mit meiner Balance kämpfte, fragte eine fremde, tiefe Stimme, wen wir denn da hätten. Sobald ich nicht mehr drohte, gleich umzukippen, hob ich den Blick und blinzelte zwischen den feuchten Locken, die mir im Gesicht klebten, zum Reiter hoch. Das Erste, was mir auffiel, waren seine dunkelbraunen Augen. Sie hatten die Farbe von Schokolade und schienen mehr Geheimnisse zu verbergen, als das geheimste Versteck der Erde. Sie zogen mich sofort in ihren Bann und liessen mich nicht mehr los. Ich schnappte nach Luft - ob es wegen dem wahnsinnig attraktiven Fremden war oder wegen meinem schnellen Lauf, wusste ich nicht so recht. Aber was dachte ich da? Ich durfte nicht so von diesem Mann denken! Er war einer der Reiter, die die Männer meines Vaters getötet hatten. Mein Blick zuckte zu seiner Brust. Sein Hemd war an einigen Stellen dunkler als an anderen, und mir war auch klar wieso. Blut. Mir wurde schwindelig. Zum Glück riss mich dieser Schwindel aus meiner Trance. Während er mich mit gerunzelter Stirn musterte und offensichtlich darüber nachdachte, was er mit mir anstellen sollte, schossen tausende Gedanken durch meinen Kopf. Auch wenn dieser Reiter ein überaus schöner Mann war, durfte ich mich davon nicht trügen lassen. Er hatte keine Skrupel gehabt, die Männer meines Vaters zu töten oder das Töten seinen Kumpanen zu überlassen. Er war gefährlich, und er war mir auf den Fersen, um mich ebenfalls zu töten. Möglicherweise hatten er und seine Männer noch wesentlich Schlimmeres mit mir vor. Ich durfte nicht riskieren, noch länger hier zu verweilen. Ich musste fliehen. Und wenn die Chance, die ich hatte, noch so klein war, ich musste es einfach versuchen. Nur wie würde ich es anstellen, ihn lange genug abzulenken, um wieder davonrennen zu können? Würde ich es überhaupt schaffen, ihm zu entkommen? Immerhin war er zu Pferd unterwegs. Dazu kam noch, dass ich mich am Knöchel verletzt hatte. Aber obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass ich es schaffen würde, gering war: Ich musste es versuchen. So fasste ich einen Entschluss. Ich liebte Pferde, aber nun würde ich diesem ein wenig wehtun müssen, um es zu meinem Komplizen machen zu können. Ehe ich noch länger überlegen konnte, trat ich hastig einen Schritt nach vorne und gab dem Rappen einen festen Schlag auf die Kruppe. Der Wallach protestierte mit einem empörten Wiehern, weshalb es mir sofort leid tat. Doch ich erreichte mein Ziel. Das Pferd schoss nach vorne, und der Reiter würde einige Sekunden benötigen, um es wieder unter Kontrolle zu bringen. Sofort nahm ich die Beine in die Hand und rannte in die entgegengesetzte Richtung davon. Nach ein paar Schritten warf ich mich nach rechts und kämpfte mich von dortan durch das dichte Gestrüpp. Mein Kleid war mittlerweile schwer vom Regen, dreckig und an einigen Stellen zerrissen. Meine Hochsteckfrisur war quasi nicht mehr existent. Meine sonst so seidigen Locken hingen hinunter und klebten mir teilweise im nassen Gesicht. Ich hatte einen Schuh verloren. Meine Arme und Hände waren zerkratzt. Aber all das war mir gleichgültig. Ich musste weg. Ich meinte, Hufgeklapper hinter mir zu hören, und drehte den Kopf ein wenig. Ein Fehler. Ich sah nicht, wohin ich rannte, und realisierte meine Unvorsichtigkeit erst, als ich einen Abhang hinunterstürzte. Ich war so perplex, dass ich gar nicht daran dachte zu schreien. So fiel ich und fiel ich. Es schien kein Ende zu haben. Immer wieder stiess ich gegen Felsbrocken oder Baumstämme. Ich war schon fast verzweifelt, als das Gelände etwas flacher wurde. In diesem Moment traf ich mit dem Kopf hart auf einem Stein auf. Mir wurde schwarz vor Augen. Während ich langsam weiterrollte und schliesslich liegen blieb, spürte ich etwas Feuchtes, Warmes an meiner Schläfe. Schon einen Moment später hatte ich das Bewusstsein verloren.
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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   Fr 07 Okt 2016, 22:23

Oliver
Sie sprach nicht und das tat sie wohl aus gutem Grund nicht. Viel zu lange war ich an ihre leuchtenden Augen gefesselt und bemerkte, zu meinem Nachteil nicht, dass sie meinem Pferd einen Schlag gab. Heilige Scheiße, sie war mutiger als ich dachte. Caspar preschte wie vom Blitz getroffen nach vorn. "Ruhig mein Junge", redete ich ihm gut zu, strich über seinen Hals und versuchte, ihn wieder unter Kontrolle zu bekommen. Es dauerte einige Zeit bis ich ihn zum stehen bekam. Ich hielt unruhig nach links und rechts ausschau. Sie konnte schon weit sein, aber ich würde sie immer noch einholen können. Durch die ganze Aufregung wusste ich nicht mehr, aus welcher Richtung ich gekommen war, doch dank dem matschigen, feuchten Boden hatte Caspar Hufabdrücke hinterlassen. Ich lenkte ihn in die Richtung und folgte der Spur zurück. Mich immer wieder umsehend suchte ich die Gegend ab. Sie durfte mir nicht entwischen und schon gar nicht, da sie aus Merina kam. Wenn sie es zurück schaffen würde, würde der König vermutlich schon viel eher davon erfahren, dass seine Kutsche es nicht geschafft hatte, als ich es wollte. Und das zu meinem Nachteil. Ich lenkte Caspar etwas vom Weg ab. Wenn sie klug genug war und so schätzte ich sie ein, dann würde sie nicht auf der Hauptstraße bleiben.
Eine halbe Ewigkeit verstrich. Caspar schnaubte unruhig und ich spürte die Kälte, die langsam bis auf die Knochen kroch. Meine Gelenke wurden allmählich taub. Ich musste sie unbedingt finden. Und siehe da. Dort zwischen den Zweigen, lag ein schmaler, unscheinbarer Schuh. Wenn ich mich recht entsinnte, musste dieser der jungen Dame gehören. Der Weg wurde immer schmaler und das Unterholz immer dichter, sodass Caspar sich schwer tat. Das ging so nicht weiter. Ich brachte ihn zum stehen und stieg ab. Bei dem Aufprall schmerzten meine Knöchel und der Schmerz zog sich hoch bis in die Schenkel. Mit raschen Handbewegungen band ich Caspar an. Er würde zwar nicht davon laufen, aber man konnte sich nie sicher sein. Der Regen wurde langsam weniger, sodass man jetzt mehr sehen konnte, als zu Beginn. Mit großen Schritten durchquerte ich ein paar Meter des Waldes, ehe sich ein tiefer Abhang vor mir erstreckte. Wo war sie? Nachdenklich suchten meine Augen zwischen den Bäumen die junge Frau, ehe ich es wagte, den Abhang hinunter zu sehen. "Zum Teufel mit den Frauen", stieß es aus mir heraus, als ich den scheinbar leblosen Körper erkannte. Gott sei Dank, dass ich mich in den Wäldern hier auskannte. Seufzend machte ich kehrt und lief nun etwas schneller als vorher zu Caspar. Augenblicklich band ich ihn los, stieg auf und lenkte ihn einen schmalen Pfad entlang. Schritt für Schritt wurde der Weg steiler und nach einer scharfen Linkskurve hatten wir das Ende des Abhanges erreicht. Es war auch nicht schwer, dass auffällige Kleid nicht zu übersehen. Sie sah ganz schön übel aus. Hatte sich wohl den Kopf angeschlagen und blutete. Ich stieg ab, beugte mich zu ihr herunter und drehte den Körper auf den Rücken, um ihren Puls zu fühlen. Er schlug noch, zwar schwächer als es gesund war, aber sie lebte. Ihre blasse, zarte Haut fühlte sich eiskalt an. Prinzipiell hätte ich sie hier auch einfach liegen lassen können, aber das war nicht meine Art. Bei einem Mann wäre mir das vollkommen gleichgültig gewesen, aber zu Frauen konnte ich, wie schon so oft, einfach nicht nein sagen. Mit meinem Arm stützte ich ihren Kopf und der andere Griff unter ihre Beine, sodass ich sie mit Schwung hochheben konnte. Viel wog sie ja nicht sonderlich. Behutsam legte ich sie über Caspar, ehe ich aufstieg, sie näher zu mir heranzog und aufsetzte, sodass ich sie halten konnte. Soweit so gut. Mit der freien Hand griff ich nach den Zügeln und trieb Caspar vorwärts. Allerdings im Schritt, denn jedes andere Tempo würde nicht gut enden.
Zum Glück hatten wir in wenigen Kilometern die Männer erreicht und noch bevor sie etwas sagen konnten, winkte ich ab. "Folgt mir", befahl ich mit eindeutiger Stimme, immer noch die Frau in meinen Armen, gefolgt von meinen fünf Männern, die den ganzen Weg über stumm blieben.
Aus der Ferne konnte ich ein kleines Fachwerkhaus erkennen, indem Lichter brannten. Ich kannte es. Es war ein kleiner Gasthof. Vielleicht mit vier bis fünf Zimmern. Zwar war es nicht ganz so luxuriös, aber die Leute waren freundlich und fragten nicht viel, solange man bezahlte. Mehr wollte man doch nicht. Außerdem schmeckte sogar das Essen. Eigentlich hatte ich nicht hier geplant Rast zu machen, aber wir hatten ein Problem und das befand sich immer noch ohne Bewusstsein in meinen Armen. Als die Pferde versorgt mit Heu und Wasser im trockenen Standen, konnte ich mit ruhigem Gewissen den Gasthof betreten, natürlich mit der jungen Frau auf den Armen. "Wir nehmen alle Zimmer, die sie frei haben", entgegnete ich und warf das nötige Kleingeld in einem kleinen Beutel auf den Tresen. Neugierig stürzte sich der Herr des Hauses auf den Beutel, zählte akribisch das Geld, ehe er die Nase rümpfe und aufsah. "Es sind noch drei Zimmer frei", erwiderte er und legte daraufhin drei kleine Schlüssel vor uns ab. Seufzend griff nach einem der Schlüssel und schaute zu meinen Männern. "Die müsst ihr euch wohl teilen", murmelte ich und presste die Lippen aufeinander, bevor ich mich auf die Suche nach dem Zimmer machte.
Es war klein, aber recht gemütlich eingerichtet. Ein schweres Bett stand mitten im Raum und füllte es fast gänzlich aus. Neben dem Kamin stand ein Stuhl und neben dem Bett ein kleines Tischchen mit verzinkten Griffen, auf dem sich ein Krug mit Wasser befand. Es würde seinen Zweck erfüllen. Hinter mir schloss ich die Tür und legte die junge Frau vorsichtig auf dem Bett ab. "Tut mir leid meine Liebe, aber das muss sein", murmelte ich vor mich hin, griff an den Saum ihres völlig durchnässten Kleides und begann es aufzureißen. Auch das Korsett blieb nicht aus. Das was sie darunter trug, gestattete ich ihr, denn das Kleid hatte den größten Teil der Nässe aufgesaugt. Es fiel achtlos zu Boden. Leise ging ich einmal um das Bett, riss mir ein Stück von meinem Hemd heraus und betröpfelte es mit sauberem Wasser aus dem Krug. Dann beugte ich mich über den leblosen Körper und tupfte vorsichtig das Blut von ihrer Schläfe. Die Wunde darunter schien zu ihrem Glück nicht allzu groß zu sein. Der blutdurchtränkte Hemdfetzen landete neben dem Kleid. So sah sie schon viel gesünder aus. Zu guter Letzt zog ich die Daunendecke über ihre teils noch immer feuchten Körper und bedeckte sie bis zum Hals. Irgendwann würde sie wohl wieder aufwachen. In der Zwischenzeit begann ich das Feuer im Kamin zum lodern zu bringen und setzte mich auf den einzigen Stuhl im Raum. Eine Weile betrachtete ich die friedlich schlafende Frau, ehe meine Augen immer schwerer wurden, die Müdigkeit mich überkam und ich erschöpft in einen tiefen Schlaf fiel.
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BeitragThema: Re: Between Love and Enmity - Eine schicksalshafte Liebe   Sa 08 Okt 2016, 12:20

Anna
Mit einem leisen Seufzen kam ich zu mir. Im nächsten Moment wünschte ich mir, zurück in die Ohnmacht zu sinken. Ein Männchen schien sich in meinem Kopf eingenistet zu haben und bearbeitete meinen Schädel mit harten Hammerschlägen. Ich kniff die Augen fest zusammen, was es aber nicht besser machte. So schlug ich vorsichtig die Augen auf. Es war dämmerig in dem kleinen Raum, abgesehen vom lodernden Feuer im Kamin. Ich lag auf einer weichen Unterlage, scheinbar eine Matratze, und über meinem Körper war eine warme, weiche Decke ausgebreitet. Das alles hätte beruhigend auf mich gewirkt, wenn da nicht die Tatsache gewesen wäre, dass ich diesen Raum nicht erkannte. Wie war ich hierher gekommen? Und wieso hatte ich so schlimme Kopfschmerzen? Ganz langsam richtete ich mich ein Stück auf und stützte mich auf den Ellenbogen ab, um mich im Zimmer umsehen zu können. Es war einfach eingerichtet. Das Bett, in dem ich lag, nahm einen Grossteil der Fläche ein. Das Feuer im Kamin spendete Wärme und Licht. Neben dem Bett befand sich ein kleines Tischchen, auf dem ein Krug stand. Das war auch schon alles.
Ich liess meinen Blick in Richtung Fenster schweifen, da nahm ich aus dem Augenwinkel eine Gestalt wahr. Mein Herz blieb stehen. Ein dunkelhaariger Mann sass auf einem Stuhl, nur ein paar Schritte von mir entfernt. Ich musste mich zusammennehmen, um nicht aufzuschreien. Da bemerkte ich, dass er leicht zusammengesunken da sass und die Augen geschlossen hatte. Er schien zu schlafen. Gott sei Dank. Ich musterte sein Gesicht, die markanten Züge, die vollen Lippen und die dunklen Bartstoppeln an seinem Kinn. Da ich seine Augen nicht sehen konnte, brauchte ich eine Weile, um ihn zu erkennen. Als ich endlich begriff, wer er war, riss ich erschrocken die Augen auf. Er war der fremde Reiter aus dem Wald. Einer von den Männern, die meine Beschützer getötet hatten. Der Reiter, der mir gefolgt war. Erst da fiel mir ein, dass ich auf meiner Flucht einen Abhang hinuntergestürzt war. Ich konnte mich nur an das endlose Drehen und Schmerzen erinnern. Dann musste ich wohl das Bewusstsein verloren haben. Und er hatte mich offensichtlich gefunden und hierher gebracht. Oh Gott. Was hatte er mir angetan? Wieso hatte er mich noch nicht getötet? War ich nun seine Geisel? Ich wusste keine einzige Antwort auf all die Fragen, die mir durch den Kopf schossen, und das machte mich verrückt. Ich warf erneut einen Blick in seine Richtung. Er schlief noch immer. Und da erkannte ich meine Chance. Vielleicht würde mir die Flucht dieses Mal gelingen. Ich musste nur leise sein und mich irgendwie an ihm vorbeischleichen. Aber bestimmt hatte er die Tür abgeschlossen. Dann würde ich es mit dem Fenster versuchen müssen. Zum Glück war es nicht vergittert, und wenn ich noch mehr Glück hätte, befanden wir uns nicht allzu hoch über dem Boden. Gedacht, getan. Ich schlug die Decke zurück und rutschte zum Rand des Bettes. Vorsichtig setzte ich meine blossen Füsse auf den Boden und stand auf. Schmerz durchzuckte mich, weshalb ich die Zähne zusammenbeissen musste. Meinen verletzten Knöchel hatte ich ganz vergessen. Der würde meine Flucht erheblich erschweren. Doch ich musste es einfach versuchen. Das Schicksal hatte mir eine zweite Chance gegeben, und diese durfte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Lautlos schlich ich in Richtung Tür, als mir auf einmal ein zusammengeknülltes Bündel auf dem Boden auffiel. Es war violett und sah verdächtig nach... Ich sah hastig an mir herunter. Ich trug beinahe nichts mehr. Nur ein weisses, dünnes Unterkleid verhüllte meinen Körper. Neben dem Kleid lag auch mein Korsett und ein blutiger Fetzen auf dem Boden. Schnell sah ich weg, bevor mir noch schwindeliger werden würde. Ich warf einen bösen Blick zu dem friedlich schlafenden Mann. Er hatte es gewagt, das Kleid von meinem Leib zu reissen, während ich bewusstlos gewesen war. Im nächsten Moment wandelte sich meine Wut in Angst um. Ich realisierte, was mir womöglich auch noch passiert war. Ich taumelte einen Schritt zurück. Ich war in einem fremden Bett zu mir gekommen, mit nichts als dem Unterkleid an meinem Körper. Das prachtvolle Kleid war zerrissen und lag achtlos dahingeworfen auf dem Boden. Und der Fetzen mit dem Blut daran sprach für sich selbst. Ich musste heftig schlucken, während mein Herz raste. Vergeblich bemühte ich mich darum, diese grausame Erkenntnis zu verarbeiten. Wertvolle Momente verstrichen ungenutzt, ehe ich wieder einigermassen klar denken konnte. Ich musste ihm entkommen, bevor er mir noch Schlimmeres antun würde. Aber gab es überhaupt etwas Schlimmeres?
Ich durfte mich mit diesen Gedanken nicht mehr länger aufhalten. So eilte ich leise in Richtung Tür. Behutsam drückte ich die Klinke herunter - und wäre beinahe gestorben vor Erleichterung. Ein riesiger Stein fiel mir vom Herzen. Die Tür war nicht verschlossen. Ich konnte fliehen. Ich verschwendete keine Zeit mehr, sondern verliess das Zimmer. Leise schloss ich die Tür hinter mir. Er sollte nicht sofort bemerken, dass ich geflohen war. Im engen Flur sah ich mich einen Moment um. Zu meiner Linken führte eine schmale Treppe hinunter, rechts schien es nur weitere Zimmer zu geben. Offenbar befand ich mich in einer Art Wirtshaus. Meinen schmerzenden Knöchel nicht beachtend, lief ich so leise wie möglich die Treppe hinunter. Einmal knarzte eine Stufe unter meinem Fuss, weshalb ich horchend verharrte. Aber niemand kam, um mich aufzuhalten. Von unten drangen laute Stimmen und Gelächter zu mir hoch. Schliesslich war ich am unteren Treppenabsatz angekommen. Die offene Tür neben mir schien zum Schankraum zu führen. Aber es gab ein Fenster, durch das man direkt auf den Hof sehen konnte. Auch dieses war nicht vergittert. Ich überlegte nicht lange, sondern hastete an der Tür vorbei direkt zum Fenster. Ich stiess es auf, kletterte hoch und sprang hinaus, nachdem ich mich vergewissert hatte, dass sich im Hof niemand befand. Mein Knöchel protestierte schmerzhaft, aber darauf durfte ich keine Rücksicht nehmen. Das zweite Mal innerhalb weniger Stunden rannte ich um mein Leben. Ich überquerte den Hof und wollte in den Wald laufen, als ich ein leises Wiehern hörte. Ich wandte den Kopf. Ein paar Schritte entfernt stand ein kleiner Stall. Ich änderte die Richtung und eilte darauf zu. Mit einem Pferd würde ich viel schneller vorankommen, ausserdem könnte ich meinen Knöchel ein wenig schonen. So stiess ich das Tor auf. Ich löste den Strick des Pferdes, das am nächsten am Ausgang stand. Ich glaubte, den grossen Rappen zu erkennen. Ein Grinsen huschte mir übers Gesicht. Es würde ihm nur recht geschehen, wenn ich nun sein Pferd stahl. Mit einem Schnalzen lockte ich den Wallach nach draussen. Geschickt schwang ich mich auf seinen blossen Rücken und lenkte ihn mithilfe des Stricks in Richtung Wald. Ich trieb das Pferd zu einem schnellen Galopp, da waren wir auch schon im Dickicht verschwunden.
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